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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Autobiographischer Bericht über den span. Bürgerkrieg, 25. Mai 2000
Von Ein Kunde
George Orwell beschreibt in diesem autobiographischen Bericht seine Mitwirkung im spanischen Bürgerkrieg. Orwell beschreibt in den einzelnen Kapiteln immer abwechslungsweise einmal die politische Situation und andererseits die Geschehnisse in den Schützengräben, die er als Freiwilliger in der spanischen Miliz hautnah miterlebte. Das Buch ist also nicht wie Remarque's "Im Westen nichts neues" ein "einfaches" Antikriegsbuch, dass parteilos die Vorkommnisse im Krieg schildert; Orwell ist natürlich für den Kampf gegen die faschistischen Truppen und gegen blinden Pazifismus. Im Verlauf des Buches geht er stark auf die Grabenkämpfe innerhalb der Milizen ein; er nimmt, obwohl er nicht in der CNT (Anarchistische Gewerkschaft Spaniens) kämpft, Stellung für sie ein und gibt den Kommunisten die Schuld für die Kämpfe innerhalb der eigenen Reihen. Dies ist auch der Anfang seines Misstrauen gegen den stalinistischen Kommunismus, der dann in seinem Buch "Farm der Tiere" märchenhaft aufgearbeitet wird. Alles in Allem gibt dieses Buch einen guten Überblick über den spanischen Bürgerkrieg, auch beschreibt er die politische Situation sehr genau. Sehr empfehlenswert!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
nüchtern und trocken - höchst amüsant !, 20. September 2007
In typischer britischer Manier (trocken und amüsant)schreibt Orwell über seine Erlebnisse im spanischen Bürgerkrieg, auf der Seite der Linken, gegen Franco (natürlich!) - aber was heißt das schon. Wir lernen von George Orwell, daß die verschiedenen Linken Parteien in Spanien untereinander genauso zerstritten waren, wie mit ihren Kriegsgegnern. Orwell läßt sich davon nicht beeindrucken, erwähnt es nur nüchtern, unterdrückt eine weitergehende Wertung dessen. Herrlich auch, wie er die spanische Art Krieg zu führen beschreibt - und zwischen den Zeilen schon erwähnt, dass das nun die Engländer oder auch die Deutschen besser können. Bedienen auf der Gegenseite deutsche Söldner die Maschinengewehre dann zieht Orwell den Kopf ein, bei spanischen Schützen nicht. Ich war überrascht, wie zügig man dieses Buch lesen kann. Sehr, sehr kurzweilig. Wer schon einmal in Barcelona war, wird es noch mehr genießen können.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Von der ersten Zeile an...., 30. November 2007
von Orwells Ankunft in der Kaserne der Loyalisten; von seinen Beschreibungen über die militärische Ausbildung, von seiner humorvollen und doch so wahren Analyse der spanischen Mentalität, und nicht zuletzt von seinen Beschreibungen des Grabenkriegs war ich gefesselt von diesem Buch.
Wiesoviele europäische Intellektuelle schloss sich auch Orwell bei Ausbruch des Spanischen Bürgerkriegs den Internationalen Brigaden an. Aber anders als beispielsweise Ernest Hemingway's "Wem die Stunde schlägt ist Orwells Bericht alles andere als ein Heldenepos; im Gegenteil: Die Lektüre dieses Buches stellt das eingebürgerte Verständnis des spanischen Bürgerkriegs gründlich auf den Kopf: In herkömmlichen Geschichtsbüchern hört man ja nur von "Faschisten und "Demokraten bzw. "Kommunisten aber Orwell schloss sich erst der Brigade Demokratischer Sozialisten und dann den Anarchisten an. Und beobachtete aus erster Hand, wie die Divisionen der Roten Armee, die einen Sieg in diesem Bürgerkrieg allein für sich reklamieren wollten, brutal Jagd auf jeden machten, der kein sowjetischer Soldat war, bis der eigentliche Feind fast vollkommen aus den Augen verloren war. Die Schlacht um Barcelona war kein Kampf gegen Franco es war die Flucht der kleineren, schlechter ausgerüsteten Fraktionen vor den sowjetischen Panzern.
Man muss ein weiteres Mal den Mut und das große Talent George Orwells hervorheben, der mit einer unverwechselbar lakonischen Sprache große Historie an kleinere, persönliche Anekdoten aus dem Schützengraben knüpft. Und spätestens nach der Lektüre dieser Reportage muss einem auffallen, dass dieser Mann, den man für gewöhnlich nur mit "Farm der Tiere und "1984 in Verbindung bringt, unbedingt eine stärkere öffentliche Würdigung erfahren muss.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Ein Feind vorraus, ein Feind im Rücken., 7. Januar 2007
George Orwell wohnte einem Ereignis bei, das die Leben aller Beteiligten stark prägte, so auch Orwell's. Es ist ein Roman, und die handelnde Hauptfigur ist fiktiv. Dennoch: Wohl das meiste, was dort mit der Hauptfigur passierte, erlebte Orwell persönlich.
Zum geschichtlichen Umriss: Die Geschichte der freiwilligen Brigaden, die antraten, gegen den Faschismus zu kämpfen, ist durchweg tragisch.
Die spanische Republik war noch neu, als ein spanischer General, mit der Macht der Adels, des Militärs, der Kirche putschte. Doch er hat die Rechnung ohne die spanischen Arbeiter gemacht. Sie forderten Waffen von der Republik, bekamen sie durch Druck auch , und wendeten vorerst den Putsch in einigen Regionen ab. Die CNT, eine mächtige anarchistische Gewerkschaft, und die POUM, eine links-marxistische Partei begannen in einigen Regionen (etwa um Barcelona) mit einer sozialen Revolution. Arbeiter übernahmen Betriebe, Landwirte vereinten sich in Kollektiven. Doch der Faschismus war nicht schwach, er unterjochte die eroberten Gebiete und griff den Rest der Republik an. Beliefert wurde er mit Waffen, Fahrzeugen, Flugzeugen und Soldaten zum Beispiel aus dem Deutschen Reich. Die Republik bat ihrerseits andere Europäische Staaten um Waffen, doch keiner dieser Nationen hatte erbarmen, keine außer einer: die Sowjetunion.
Sie lieferte mit Mexiko als einziger Waffen an den Rest der Republik.
Was geschah an der Front? Arbeiter und Bauern hatten sich freiwillig zu Milizen zusammen geschlossen und verteidigten mit ihrem Leben die Republik. Raum etwas zu essen, keine ordentlichen Waffen, so standen sie an der Front. Auch von hier berichtet Orwell. Er wurde an der Front verwundet, und kam ins Landes innere. Wo als Reaktion auf den Putsch zuerst Milizen sich bildeten, alle hatten den gleichen Sold, trat später die Volksarmee. Doch die Waffen wurden nicht besser, die meisten Gewehre aus Russland sind kaum zu gebrauchen. Dennoch hat Moskau mit ihnen ein Druckmittel. Und sie setzt es unverblümt ein. Längst sind sowjetische Agenten in Spanien. Nach und nach gewinnt die Sowjetunion an Einfluss, sie macht die soziale Revolution rückgängig, lässt die POUM verbieten, es gibt Säuberungen, Gefängnisse füllen sich mit Widerstandskämpfern und Revolutionären. Längst steht der Feind auch hinter der Front.
Auch Orwell muss aus Spanien fliehen, um sein Leben zu erhalten.
Der Widerstand scheitert. Das Schicksal vieler Brigadisten ist schrecklich, die die nicht in den Untergrund oder nach Amerika flüchten konnten, kamen in Lager in Spanien, Frankreich oder im Deutschen Reich um.
Orwell beschreibt also in diesem Buch den Aufenthalt in Spanien. Er meldet sich freiwillig für die POUM-Miliz. Er kommt an die Front. Seine Beschreibungen zeichnen ein Bild fern der romantischen Kriegssagen. Entbehrung, Mangel erfährt er.
Er wird verwundet, kommt später nach Barcelona. Er erlebt ein Bürgerkrieg im Krieg. Die CNT besetzt eine Funkstation, sie wird angegriffen, wohl von Stalinisten, und erobert. Es gibt sofort Straßensperren. Tagelange Gefechte zwischen Arbeitern legen das Leben lahm und Schwächen die schon äußerst schwache Republik. Am Ende wird die POUM dafür verantwortlich gemacht, und verboten. Orwell muss um sein Leben fürchten und muss fliehen.
Das Buch hat also einen enormen "Gefühlsbogen". Zuerst kämpft er mit Arbeitern aller Parteien und Organisationen zusammen gegen den Feind, der vor ihnen liegt. Die Entbehrung und die Schlechten Waffen schmieden sie zusammen. Doch als er ins Hinterland kommt sieht er ein völlig anderes Bild. Hier halten die Arbeiter sich die Waffen gegenseitig ins Gesicht. Es gibt sogar manche Einheiten der Republik, die bessere Waffen haben, als jene an der Front. Zorn wächst auch im Leser.
Dieses Buch ist die Grundlage, um 1984 und Animal Farm zu verstehen.
Auf jeden Fall lesenswert!
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Ein Augenzeugenbericht der mitreißt, 8. Oktober 2005
Schon längere Zeit beschäftige ich mich mit den "Wirren" des spanischen Bürgerkriegs. Von dem Augenzeugenbericht von George Orwell erwartete ich daher nicht allzuviel. Selten habe ich mich so getäuscht. Es gibt keine realistischere und mitreißendere Schilderung dieser Epoche Spanischer Geschichte. George Orwell vermittelt einem das Gefühl tatsächlich vor Ort zu sein. Ich habe dieses Buch innerhalb eines Tages gelesen und später noch einmal. Es ist wirklich sehr faszinierend. Es ist tatsächlich eines der besten Bücher überhaupt. Auch wenn einen der Bürgerkrieg nicht interessiert so ist es dennoch ein hervorragend geschriebenes Buch.
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Homage to Catalunya, 2. Dezember 1999
Von Ein Kunde
"Homage to Catalunya" ist der englische Titel dieses Buchs, das - wenn auch unerwähnt - die literarische Grundlage des Films "Land and Freedom" von Kenneth Loach bildet. Erzählt wird die Geschichte von Eric Blair, einem jungen Engländer, der sich 1936 aufmacht, als Freiwilliger im Spanischen Bürgerkrieg mitzukämpfen. Und so unbekannt die Geschichte Spaniens in dieser Zeit in Deutschland ist, so spannend ist dieser Bericht. Zumindest für mich war es schwer vorstellbar, daß der zweite Weltkrieg in Spanien bereits drei Jahre vorher begonnen hatte und 1939 schon beendet war. Guernica - bekanntestes einzelnes Ereignis des Bürgerkriegs und gleichzeitig Beweis, daß dieser Krieg nicht nur der Krieg der Bürger Spaniens war - fällt uns kaum mit Datum ein. Daß dieser unbekannte Krieg also auch noch ein besonders verwickelter war, zeigt Blair's Geschichte. Als Freiwilliger in den Reihen der Anarchisten wird er schließlich von der "regulären" (kommunistischen) Armee der Republik entwaffnet. Viel zu absurd, tragisch, politisch ist diese Geschichte, um sie in dieser Rezension wiederzugeben. Orwell macht es besser - das Buch lohnt! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Spannender, autobiografischer Bericht, 12. August 2008
Vor allem für historisch interessierte Leser, die die (spanische) Geschichte des 20. Jahrhunderts aus erster Hand miterleben müssen, ist dieses Buch ein Muss. Packend geschrieben und mit einem gewaltigen Schuss Ironie gelingt es dem Autor hinter die Kulissen zu schauen. Die Absurdität dieses sinnlosen Kriegs wird einem dabei plastisch vor Augen geführt. Absolut lesenswert!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Nur eine Sichtweise, 25. Juni 2009
Ich bewerte dieses Buch mit 5 Punkten. Ausschließlich deshalb, weil es gut geschrieben ist und einen Einblick in das Spanien des Bürgerkrieges gibt. Es ist natürlich das subjektive Empfinden und die Sichtweise eines Individuums, eben des G. Orwells. Ein und dieselbe Begebenheit wird von Teilnehmern häufig unterschiedlich betrachtet und bewertet, z.B. die Maiereignisse.
Also Vorsicht ! Wer ernsthaft eine Beurteilung der Ereignisse jener Tage vornehmen will, sollte auf seriöse Historiker zurückgreifen. Das macht zwar Mühe, aber der Interessierte wird dann zu erstaunlich anderen Erkenntnissen gelangen als der Bauch sie einem häufig vorgaukelt.
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