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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Mit historischen Abstrichen zu empfehlen
Die "Germania" des Tacitus setzt sich mit dem Leben bei den Germanen seiner Zeit auseinander. Er gibt somit einen guten Einblick in die Lebensverhältnisse und die Lebensumstände bei den Germanen des 1. Jahrhunderts nach Christus. Er ist die einzige Quelle, die aus dieser Zeit berichtet und daher ist es eher schade, daß man so erhebliche Abstriche an seiner...
Am 19. August 1999 veröffentlicht
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Schlichte und einfache Ausgabe
Diese Ausgabe enthält den lateinischen Text und eine recht präzise Übersetzung von Manfred Fuhrmann. Auserdem gibt es einige Erleuterungen und ein Nachwort über Tacitus und die Germania allgemein im Anhang.
Veröffentlicht am 11. März 2001 von schwaderer
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› Weitere Rezensionen anzeigen: 3 Sterne, 2 Sterne, 1 Sterne |
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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Mit historischen Abstrichen zu empfehlen, 19. August 1999
Von Ein Kunde
Die "Germania" des Tacitus setzt sich mit dem Leben bei den Germanen seiner Zeit auseinander. Er gibt somit einen guten Einblick in die Lebensverhältnisse und die Lebensumstände bei den Germanen des 1. Jahrhunderts nach Christus. Er ist die einzige Quelle, die aus dieser Zeit berichtet und daher ist es eher schade, daß man so erhebliche Abstriche an seiner Genauigkeit machen muß. Tacitus verfolgte mit seiner Schrift nämlich vornehmlich ein Ziel, und zwar den Römern, die zu seinen Lebzeiten bereits sehr dekadent waren, die tugendhaften und aufrechten Barbaren gegenüber zu stellen, um jene aufzurütteln und ihnen zu zeigen, daß mittlerweile selbst Barbaren "zivilisierter" sind als sie. Zu diesem Aspekt kommt hinzu, daß Tacitus nie selbst in Germanien war und sich so auf das Hörensagen verlassen mußte. Er dürfte seine Informationen von Händlern und Soldaten erhalten haben. All das stellt die Beschreibung des Tacitus auf wackelige Beine und trotzdem ist das Werk wichtig, da es das einzig erhaltene zu diesem Thema ist. Und gänzlich falsch dürfte es wohl auch nicht sein. Also, mit Abstrichen lesen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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41 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Eine einfache, doch lesenswerte Auflage, 16. August 1999
Von Ein Kunde
Welchen Gymnasiasten hat Cornelius Tacitus' Germania nicht im Lateinunterricht gequält? Mit diesem Werk, auf den ersten Blick eine farbige, teils recht amüsante Beschreibung der germanischen Völker und ihrer Sitten, verfolgte er ein klares propagandistisches Ziel: der korrupten, unfreien, und dekadenten Gesellschaft seiner Zeit will er das Idealbild einer Gesellschaft vorführen: eine auf Einfachheit, Freiheit, Ehre und Kampfesmut beruhende Lebensweise. Wie genau seine Beschreibung der Sitten und Gebräuche der beschriebenen Stämme ist, ist fraglich, angeblich soll Tacitus nie in den beschriebenen Gebieten gewesen sein und seine Beschreibung von anderen übernommen und idealisiert haben. Die Aufmachung des Buches ist einfach, aber ansprechend: der lateinische Text steht links der deutsche Text rechts, jedoch wird im deutschen Text nicht immer die Gliederung des lateinischen Textes übernommen, und es finden sich auch keine Hinweise auf die Erläuterungen im Anhang. In diesem befindet sich auch eine kurze Beschreibung des Lebens von Cornelius Tacitus und den Ereignissen seiner Zeit, sowie ein grober Überblick über die Nachwirkungen, die "Germania" in der Literatur gehabt hat.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Klassiker, 6. September 2008
Tacitus hat vor 2000 Jahren ein Buch über Germanien und seine Stämme geschrieben. Ob jetzt alles so war, ist mittlerweile umstritten, da aber jeder, der was über Germanen schreibt, sich auf dieses Buch bezieht sollten interessierte doch einfach mal die Ursprüngliche Quelle lesen.
Die Germanen werden oftmals als naive edle Wilde dargestellt, um den Römern einen Sittenspiegel vorzuhalten, dies macht das Buch aber nicht weniger lesenswert.
Ist eigentlich Pflichtlektüre - nicht nur für Latainer. Das Büchlein kostet auch nicht viel.
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19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Sehr interessant, muss aber mit offenen Augen gelesen werden, 18. Dezember 2005
Der römische Autor Tacitus (55 - 120 n. Chr.) beschreibt in seinem Werk "Germania" die einfachen und natürlichen Lebensgewohnheiten der verschiedenen germanischen Stämme, die er in einem starken Gegensatz zu den seiner Meinung nach verweichlichten und dekadenten Römern sieht. Für Tacitus besitzen die Germanen somit genau diejenigen Eigenschaften, die Rom in früheren Zeiten groß und mächtig gemacht haben, jetzt aber hinter weniger guten Charakterzügen zurückstehen. Angesichts dieser Tatsache wurden die Germanen allmählich zu den gefährlichsten Feinden Roms, die immer massiver die Grenzen des Imperium Romanum bedrohten und lange Zeit nur unter größten Anstrengungen davon abgehalten werden konnten, in das römische Reich einzufallen, bevor dies in späteren Jahrhunderten doch noch gelingen und zum Untergang der römischen Weltmacht beitragen sollte. Das Thema der "Germania" besteht allerdings mit Sicherheit nicht darin, die Germanen oder die von ihnen abstammenden Deutschen als ein Volk zu charakterisieren, das dazu auserwählt ist, über andere Völker zu herrschen. Leider führt hier eine verhängnisvolle Linie über die Rezeption des Werkes in der Zeit der Freiheitskriege gegen Napoleon über Gobineau, Chamberlain und andere Theoretiker direkt zum Nationalsozialismus. Dieser sensible Aspekt wird am Ende des Buches sehr schön dargestellt und für den Leser verständlich gemacht. Ansonsten ist das Werk eines der wichtigsten Zeugnisse über die germanischen Stämme in den ersten beiden Jahrhunderten nach Christus, auch wenn es unbedingt mit offenen Augen gelesen werden muss, um unangebrachte Fehlinterpretationen zu vermeiden und auch einem propagandistischen Missbrauch vorzubeugen.
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Schlichte und einfache Ausgabe, 11. März 2001
Diese Ausgabe enthält den lateinischen Text und eine recht präzise Übersetzung von Manfred Fuhrmann. Auserdem gibt es einige Erleuterungen und ein Nachwort über Tacitus und die Germania allgemein im Anhang.
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29 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Eiertanz zwischen Anpassung und Bitternis, 10. Mai 2003
"Es müssten die großen Regeln VORRAT OHNE AUFWAND ins Licht gesetzt werden. Des Tacitus Ausdruck müsste analysiert werden..." schrieb der große Aphoristiker G. C. Lichtenberg. Worin besteht das Interessante im Stil des Tacitus? Es steht viel zwischen den Zeilen. Es wird viel ausgelassen, und das Übriggebliebene lenkt auf überraschende Weise den Gedanken ins Nicht-Erwartete. Das ist ein Erlebnis, das man nicht nur bei der Gruppierung der großen Stoffmassen hat, sondern auch in jedem einzelnen Abschnitt oder gar Satzbau. Insofern ist es fast eine Vorwegnahme aphoristischen, von Lichtenberg erfolgreichst im deutschsprachigen Gebiet begründeten Denk- und Schreib-Stils: Pointe, gegenläufiges, nicht der Menge verhaftetes, moralisches Urteilen, untergründiger Spott, psychologisches, fast diabolisches, verstecktes Argumentieren. Wie kommt es zu so einer solch vor-modernen Bewußtseinslage? Durch die Spaltung, die jeder heutige Gymnasiast am eigenen Leibe erleben darf: Dem Zwang zur Anpassung und dem Hang zur nicht indoktrinierten Selbstfindung. Mit diesem Eiertanz mußten fast alle römischen Schriftsteller leben: Gehorsam nach Außen gegenüber der Macht der mit verächtlichen Todesurteilen nur so um sich werfenden Kaiser-Cliquen einerseits und andererseits Selbst-Respekt nach Innen als Aufbruch zum würdigen Aufschreibekünstler und unbeirrten Chronisten, der sich vorsichtig soviel Bitternis erlaubt, wie gerade noch tolerierbar bleibt. Dieser Drahtseilakt - ist es dies, was man den heutigen Schülern und Schülerinnen nahelegen will, die immer noch Tacitus durcharbeiten müssen? Oder ist es gar noch simpler? Wird in Deutschland GERMANIA so gern hervorgekramt, weil man sich bis zur Trotteligkeit selbstverliebt an Tacitus hängt, der die wertkonservativen Verhaltensweisen bäurischen, germanischen (Un-)Wesens höher stellt als die dekadent großstädtischen der verruchten römischen Genußgesellschaft? Diesen Fingerzeig sollte man vielleicht taciteisch zu unterlaufen beginnen: spöttisch, unbeweisbar, lakonisch... Vielleicht hat uns Tacitus vorgemacht, wie man sich schützt, wie man unter hemmungslos waltenden Machtsystemen trotzdem am Aufbau einer eigenen Meinung arbeitet. "A desire to resist oppression is implanted in the nature of man..." dieses Tacitus-Zitat fand ich in einer amerikanischen Besprechung. Man hat da nicht das Unzutreffendste von ihm ausgewählt...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Ein unschlagbar günstiges Werk mit vielen Zusatzinformationen, 2. Juni 2009
Ich habe mir die Germania als Vorbereitung für meine mündliche Lateinprüfung gekauft und konnte mich sehr gut vorbereiten.
Die Übersetzung ist leicht verständlich und gut mit dem Originaltext zu vergleichen.
Vor allem die ausführlichen Informationen und der unglaublich günstige Preis haben mich überzeugt!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Sehr zufrieden, 22. Mai 2009
Tacitus "Germania" liest sich sehr gut und schnell. Für jeden der historisch interessiert ist empfiehlt es sich zu lesen. Auch der Anhang in dieser Aussage ist sehr lesenswert, weil er einige Stellen genauer erklärt und einem Huntergrundwissen zu den jeweiligen Passagen vermittelt. Nur die Länge der Aufschriebe fallen etwas kurz aus, schade, dass Tacitus nicht noch mehr darüber geschrieben hat.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
recht sachliche Beschreibung, 26. April 2009
Der römische Historiker Tacitus liefert in der "Germania" eine relativ nüchterne Beschreibung des germanischen Lebens seiner Zeit, also des ersten nachchristlichen Jahrhunderts. Er schildert die Organisation des familiären Zusammenlebens, den Aufbau der Dörfer, die "Gesellschaft", Herrschaftsstrukturen sowie die Sitten hinsichtlich Kampf-, Trink- und Spielgebaren.
Sicher lässt der Autor hie und da eine gewisse Bewunderung durchklingen, was den Kampfesmut und die Ursprünglichkeit bzw. Naturgebundenheit des germanischen Lebens angeht. Einem Vergleich mit dem römischen Gemeinwesen oder gar eine Abwertung desselben gegenüber dem ursprünglichen Stammesleben der Germanen kann ich diesem Werk aber kaum entnehmen.
Im Gegenteil: obwohl sich Tacitus einer Bewertung enthält, wird doch jederzeit deutlich, wie unterlegen die germanischen Volksstämme seiner Zeit gegenüber der römischen Zivilisation und Kultur in jeder Hinsicht waren. Dass die Germanen das römische Reich überrannt haben, war eher roher Gewalt zuzuschreiben als einer überlegenen Kultur.
Aus Tacitus Beschreibungen geht hervor, dass von einer "germanischen" Kultur dieser Zeit überhaupt keine Rede sein kann. Das geht schon aus der Unzahl der verschiedenen Völkerschaften hervor, die im damaligen Mitteleuropa bis nach Südskandinavien siedelten und die sich ja auch untereinander bekriegten. Während die Römer schon in Städten lebten, bauten die Germanen ihre Dörfer nach Bedarf auf und ab, als Kleidung trugen sie Mäntel auf der nackten Haut und so etwas wie kultureller Überbau existierte nicht mal in Ansätzen.
Ob Tacitus Beschreibung in den Details korrekt ist, kann im Nachhinein natürlich niemand mehr feststellen, aber die Geschehnisse der nachfolgenden Jahrhunderte sprechen doch dafür.
Aus seiner Beschreibung jedoch einen Beleg für die überlegene Kultur oder Gesinnung der "Germanen" ziehen zu wollen, ist schon arges Wunschdenken oder gar eine Verdrehung des Geschriebenen.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Nur die Klingonen fehlen..., 5. Mai 2005
Tacitus' Germania läßt sich durchaus als ein Stück Science Fiction Literatur betrachten. Die geografischen Angaben sind häufig recht ungenau - als Reiseführer taugt das Büchlein kaum.Tacitus legt mehr Wert auf die Schilderung außergewöhnlicher Sitten und Bräuche. Dabei geht es ihm auch darum, den eigenen Landsleuten einen Spiegel vorzuhalten. Denn in Sachen Disziplin, Moral, Natürlichkeit und Authentizität schienen einzelne Stämme in der Tat lobenswerte Eigenschaften aufzuweisen. In Rom befand man sich bereits im Zeitalter der Korruption. Ein wenig erinnert mich der Plot an Star Trek: Geht es doch im Kern um Fragen der Moral, die in der Begegnung mit anderen Völkern erst an Konturen gewinnt. Das ist dann spannend zu lesen, welche Gebräuche und Sitten en vogue waren. Das Nachwort von Manfred Fuhrmann ist - insbesondere im Bereich der Wirkungsgeschichte - mit einigen Fragezeichen zu versehen. Fuhrmann sieht eine Linie von der Germania über Fichte zum Nationalsozialismus. Dies ist in erster Linie auch ungerecht gegen Tacitus. Nicht Blut, sondern Religion war eine Klammer der Germanen. Und Fichte dockt mit seinem transzendentalen Idealismus an diese Schnittstelle an. Wir können unsere Vergangenheit nicht leugnen: Ob unsere germanischen Wurzeln auch ein positives Potential darstellen, ist eine Frage, die bis heute unbeantwortet blieb. Wenn aber - gerade auch in Zeiten wirtschaftlicher Krisen - esoterische Bewegungen und Naturreligionen verstärkten Zulauf haben, dann mag dies ein Indiz dafür sein, dass sich unsere Seele nicht im Gleichgewicht befindet.
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Germania von Publius Cornelius Tacitus (Broschiert - 1986)
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