Amazon.de: Kundenrezensionen: Die Judenbuche

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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Interessant
Die Judenbuche war eins der wenigen Schulbücher, die mir wirklich gefallen haben. Zwar ist das Buch sehr kurz (man kann es locker in 2 Stunden durchlesen), jedoch ist die Geschichte über den jungen Friedrich Mergel sehr interessant und mit vielen, zum Teil unterschwelligen Information verfasst. Vorallem ist die Sprache sehr verständlich, was man von anderen Klassiker wie...
Veröffentlicht am 26. Oktober 2003 von s-c-r-u-b

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versus
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Ein eingängiges Buch einer deutschen Autorin
Annette von Droste-Hülshoff schaffte auf nur wenigen Seiten eine Szenerie der Gesellschaft des 18. Jahrhunderts. In einem abgeschiedenen Dorf B. entwickelt sich der Junge Friedrich zu einem schlecht integrierten "Möchtegern", der nach einer Reihe von kriminellen, nicht aufgeklärten Ereignissen (illegales Holzschlagen, Mord) mit seinem Freund Johannes flieht. Der Mord...
Veröffentlicht am 24. November 2006 von T. Hofbauer

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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Ein eingängiges Buch einer deutschen Autorin, 24. November 2006
Von T. Hofbauer "Lesekatze" (München, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Annette von Droste-Hülshoff schaffte auf nur wenigen Seiten eine Szenerie der Gesellschaft des 18. Jahrhunderts. In einem abgeschiedenen Dorf B. entwickelt sich der Junge Friedrich zu einem schlecht integrierten "Möchtegern", der nach einer Reihe von kriminellen, nicht aufgeklärten Ereignissen (illegales Holzschlagen, Mord) mit seinem Freund Johannes flieht. Der Mord geschah an einer Buche und das Opfer war ein Mitglied der jüdischen Gemeinde (daher Judenbuche). Nach 28 jahren kehrt einer der Beiden zurück und endet schließlich erhangen an eben diesem Baum. Interessant ist besonders, ob nun der Erhangene Johannes (wie er von den Dorfbewohnern, als er wieder auftauchte, erkannt worden war) oder Friedrich ist. Genau geklärt ist dies meines Erachtens nicht.
Spannend zu lesen war die psychologische Aufarbeitung der Entwicklung des Protagonisten Friedrich. Sein Lebensweg und sein daraus entstehender Charakter wird von der Autorin durch widrige Lebensumstände, in denen er aufwuchs, erklärt. Auch das Verhalten der Dorfbewohner und die Behandlung von kriminellen Handlungen wird durch eine ausführliche Schilderung der Umstände des Dorfes und deren Gesellschaft dem Leser verständlich erklärt.
Somit ist dies nicht nur eine Geschichte über ein Individuum, das aufgrund aller Umstände gerade diesen Weg einschlagen muss, sondern auch über ein Gesellschaftsbild, das sich selbst gebildet hat.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Die Judenbuche, eine Novelle?!, 21. November 2005
-

Das Buch, geschrieben von A. von Droste-Hülshoff, ist eine Art der Darstellung von der verzweifelten Flucht vor dem Leben. (Zumindest meiner Meinung nach) Das Leben von Friedrich, der Hauptperson, wird sehr dramatisch aber auch glaubwürdig geschmackvoll dargestellt. Die Liebe zwischen Mutter und Sohn wird spätestens ab der Flucht von Friedrich, weil er des Mordes verdächtig wird, erkennbar und sogar fühlbar. Doch das Traurige Ende, das einfach nur aus Verzweiflung geschah(Friedrich beginnt Selbstmord, da er merkt, dass seine Flucht umsonst war) ist ein würdiges Ende des Buches.
Wir können das Buch sehr empfehlen( Wir lasen es als Klassenlektüre ), denn es regt zum Nachdenken an, denn vor allem die Rassistischen Andeutungen, den Juden gegenüber können auf die Gegenwart übertragen werden.

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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Interessant, 26. Oktober 2003
Die Judenbuche war eins der wenigen Schulbücher, die mir wirklich gefallen haben. Zwar ist das Buch sehr kurz (man kann es locker in 2 Stunden durchlesen), jedoch ist die Geschichte über den jungen Friedrich Mergel sehr interessant und mit vielen, zum Teil unterschwelligen Information verfasst. Vorallem ist die Sprache sehr verständlich, was man von anderen Klassiker wie z.B. Maria Stuart nicht behaupten kann. Das Buch behandelt auch sehr viele gesellschaftliche "Tabu" Themen, wie unglückliche Ehen, Judenverfolgung und Gruppenzwang. Ich kann die Judenbuche nur weiterempfehlen.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Oh, diese Deutschlehrer!, 5. April 2008
Die zahlreichen Rezensionen hier stammen fast ausschließlich von Schülern, für die diese Novelle offensichtlich Pflichtlektüre war. Dafür fallen die Beurteilungen insgesamt noch recht positiv und milde aus. Ist es Zufall, dass die Geschichte etwas von von einem düsteren Comic hat oder seine Kulisse an gruselige Computerspiele erinnert? Ich habe die Geschichte jetzt zum ersten Mal gelesen und finde sie nicht sonderlich attraktiv. Alle Figuren sind sehr holzschnittartig gezeichnet, die Handlung kommt nicht in Gang und das Ende ist recht moralinsauer.

Aufgrund welcher Kriterien dieses antiquierte Buch noch Lehrstoff im heutigen Deutschunterricht ist, ist mir ebenso unerfindlich wie die Tatsache, dass lauter zweitklassige Autoren des 19. Jahrhunderts, wie Droste-Hülshoff, aber auch Stifter und Gottfried Keller zum ewigen Repertoire der Literatur gehören, mit der die Deutschlehrer ihre Schüler pesten. Gibt es denn nicht Schillers "Geisterseher", "Die Räuber" oder den "Verbrecher aus verlorener Ehre"? Gibt es nicht die äußerst eleganten Novellen von Kleist, die hintersinnigen, rasanten und zugleich psychologisch tiefschürfenden Erzählungen von E.T.A. Hoffmann, den "Hyperion" von Hölderlin? Von Autoren des 20. Jahrhunderts ganz zu schweigen?

Nein, es muss offensichtlich die "Judenbuche" sein, mit der die Deutschlehrer schon zu ihrer eigenen Schulzeit geplagt wurden. Wie heißt es doch bei Goethe: "Es erben sich Gesetz und Rechte/Wie eine ew!ge Krankheit fort./Sie schleppen von Geschlecht sich zu Geschlechte/und rücken sacht von Ort zu Ort". Mehr als für Gesetz und Rechte scheint dies für die Lieblingsliteratur der Deutschlehrer zu gelten, die schon meinen Großvater unterrichtet haben.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Trotz mancher Verwirrung ein sehr gutes Buch, 31. Oktober 2006
Noch keine Novelle, die ich bisher gelesen habe, war so interessant und zugleich spannend wie die Judenbuche. Scheint die Novelle anfangs langweilig und zieht sich in die Länge, wird sie jedoch von Seite zu Seite besser. Die Autorin vermittelt das Gefühl, die Geschichte mitzuerleben und regt zum Nachdenken an. Durch die Kriminalfälle hat die Novelle einen gewiss guten Spannungsgrad erreicht, auch wenn teils kleine Nebengeschichten angeschnitten werden und dann jedoch ungeklärt bleiben. Ein Minus gibt es für die Unklarheiten und Verwirrungen. An manchen Stellen lässt sich sehr schwer erkennen, ob nun Friedrich selbst oder sein verkümmertes Spiegelbild Johannes gemeint ist. Die Novelle ist auf jeden Fall auch für Schüler empfehlenswert, denn sie ist nicht nur gut strukuriert, sondern weckt auch das Interesse. Besonders der Zusammenhang zwischen Friedrich Mergel und Johannes Niemand ist faszinierend.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Judenbuche, 21. November 2005
Von Ein Kunde
Ich las das Buch als Lektüre Im Deutschunterricht. Auf den ersten Blick, scheint das Buch langweilig und simpel, denkt man jedoch darüber nach, werden manche Besonderheiten und menschliche Denkensweisen sichtbar. Als Lektüre ist es sehr gut geeignet, da es sowohl ein kriminalroman mit so einigen Morden, doch gleichzeitig auch eine tiefgründige Psychologie-irgendwas ist. Es ist interessant zu lesen, wie sich der Charakter des Hauptdarstellers aufgrund von manchen Schicksalsschlägen entwickelt.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker, 7. Mai 2005
Die Geschichte des hochmütigen Friedrich Mergel, dessen Vater auf mysteriöse Weise ums Leben kam und der mit seiner Mutter allein in ärmlichsten Verhältnissen lebt, zeichnet sich vor allem durch die Prägnanz ihrer Kürze aus. Die Geschichte wirft durch die offen gelassenen Fragen, durch die unvorhersehbaren Ereignisse und durch die Zeitsprünge in der Handlung viele Fragen auf und erzeugt so Spannung beim Leser. Der Titel des Buches wird erst später im Buch geklärt, die Übersetzung der von den Juden angebrachten hebräischen Inschrift erfolgt erst in den letzten Zeilen der Erzählung, was dem Leser noch viel Stoff zum überlegen und viele Möglichkeiten der Interpretation mit auf den Weg gibt, was ja ohnehin schon durch die oft nur vage Beschreibung der Figuren an sich gegeben ist.
Im Großen und Ganzen kann ich nur sagen, dass dieses Werk auf alle Fäll lesenswert ist!
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen ein klassiker!, 13. Januar 2000
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Die Judenbuche (Taschenbuch)
ich kenne das problem mit klassikern. klassiker muss man kennen. und möchte nicht. müssen möchte keiner, trotzdem muss jeder. das thema wird gerne totgeschwiegen, zumal die autoren genauso tot sind. droste starb vor mehr als 150 jahren, WIESO sollte ich ihr buch lesen? - ich sollte, für ein seminar. germanisten müssen klassiker lesen. ich hab die judenbuche gelesen, und ich habe auch nicht geseufzt und gestöhnt, mich nicht von vornerein beschwert, geärgert. und plötzlich hatte ich einen klassiker gelesen, so schnell geht das, denn Die Judenbuche ist nicht lang, und nicht teuer. und sie ist trotzdem gut. was Sie erwartet: die lebensgeschichte eines Friedrich Mergel im 18.Jh., der eine gute mutter, einen toten vater und einen schlechten onkel hat. und droste schreibt eine kriminalstory, aufgeladen mit etwas psychologie, in kurzen, prägnanten szenen. spannend, unheimlich. es hat schon seine gründe, das das buch ein klassiker ist... (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein bis heute nicht ausgeMERGELtes Stück Literatur, 15. September 2009
Die Erzählung von Droste-Hülshoff, die streng genommen nicht als Novelle durchgehen kann, folgt dem Lebensweg des zwielichtigen Friedrich Mergel, dessen Vater, ein Trinker, früh im nahen Wald, dem Brederholz, zu Tode gekommen ist und später als das Gespenst vom Brederholz verspottet wird. Friedrich wird zu einem Wichtigtuer und Raubein und gerät schließlich unter Mordverdacht, als in der Nähe der Judenbuche ein Förster ermordet aufgefunden wird. Gerüchte wollen wissen, dass er mit einer Bande von illegalen Baumfällern gemeinsame Sache gemacht und den Förster beseitigt hat, als der ihm auf die Schliche kam. Als einige Jahre später der jüdische Händler Aaron ermordet wird, bei dem Friedrich verschuldet war, taucht er unter. Allerdings gesteht kurz darauf ein anderer den Mord an Aaron. Jahre später kommt er als Schatten seiner selbst aus dem Orient zurück, verstört und verwahrlost. Er gibt sich als sein Alter Ego Johannes Niemand aus, der seinerzeit mit ihm verschwand und dem die Erzählung schon zu Anfang, als beide noch Kinder sind, das Charakteristikum großer Ähnlichkeit mit der Hauptfigur mitgegeben hat. Wenig später findet man Friedrich erhängt an der Judenbuche, deren hebräische Aufschrift am Schluss der Erzählung wie folgt übersetzt wird: "Wenn du dich diesem Orte nahest, so wird es dir ergehen, wie du mir getan hast."

Droste-Hülshoffs Erzählung voller düsterer Ahnungen und Verhängnisse weist unverkennbare Parallelen zu E.T.A. Hoffmanns romantischen Gruselgeschichten auf und steht zugleich dem realistischen Erzählen eines Gottfried Keller nahe. Was den Text zu einem Klassiker der deutschen Literatur gemacht haben dürfte, ist die kompositorische Genialität, die zunächst keine Auflösung zulässt, sondern um die Figur des Friedrich Mergel ein Rätsel nach dem anderen aufbaut, und zwar nicht nur jene kriminalistischen, die dem Text das Etikett Kriminalerzählung eingebracht haben.
Auch die Einordnung dieser Geschichte aus dem 18. Jahrhundert in ein bestimmtes Genre ist eine schwer lösbare Aufgabe. Zunächst erscheint sie als romantische Doppel- oder Wiedergänger-Geschichte, dann wiederum wähnen wir uns aufgrund des nahezu naturalistischen Dekors und der Schilderung des mühsamen Landlebens in einem Sozialdrama, ehe der Fortzug des Helden in die Türkei wieder Assoziationen an die romantische Tradition des Abenteurer- und Entwicklungsromans weckt. Am Ende verblüfft Droste-Hülshoff mit einem echten Paukenschlag. Und es ist wohl dies alles zusammen, was "Die Judenbuche" den Status einer nahezu singulären Erscheinung in der deutschen Literatur eingebracht hat. Es gab selten Vergleichbares - weder vorher noch nachher. Die Lektüre lohnt sich schon allein deshalb noch heute.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Krimi für Heimatverbundene, 7. November 2008
Die Handlung von »Die Judenbuche« spielt in der westfälische Provinz bei Höxter im 18. Jahrhundert. Sehr atmosphärisch schildert die Droste dabei die tiefen Wälder, das fast mittelalterlich Dorf und die verschrobenen Menschen, die dort leben und durch Wildereil ihren Lebensunterhalt bestreiten. In ihren Beschreibungen lässt die Droste auch einen angenehmen spöttischen Humor unterschwellig mitklingen.

Vor diesem Hintergrund gelingt »Die Judenbuche« vor allem zur Kriminalgeschichte. Tathergänge und Täter bleiben hierbei im Unklaren. Bei der Tätersuche ist vielmehr die Kreativität und Interpretationsgabe des Lesers gefordert.

Ich hätte nie gedacht, dass mir eine solche Biedermeier-Erzählung gefällt. Betrachtet man das Werk aber als Kriminalgeschichte, so kann sicher der Leser der mysteriösen Handlung und dem sehr atmosphärischen Hintergrund nur schwerlich entziehen. Eine ähnlich intensive Atmosphäre kannte Ich bisher nur aus englischsprachigen Erzählungen des 19. Jahrhunderts.

Ein tolles Werk, besonders wenn man wie Ich aus der westfälischen Provinz stammt.
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Die Judenbuche
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