Kundenrezension

93 von 106 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein paar Denkanstöße, weiter nichts, 5. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Bestellungen beim Universum. Ein Handbuch zur Wunscherfüllung (Gebundene Ausgabe)
Wenn man in dem A6-großen Büchlein alles weglässt, was nicht direkt mit dem Titelthema zu tun hat und was sich wortwörtlich wiederholt, reduziert sich der Text auf ungefähr drei A4-Seiten - und selbst von diesen darf man sich inhaltlich nicht allzuviel erwarten. Mohr liefert keine ausführliche Beschreibung eines "kosmischen Bestellservices", sondern behauptet einfach, das Universum würde alle Wünsche erfüllen - von Informationen wie "wo habe ich meine Brille hingelegt" über einen Partner mit bestimmten Eigenschaften bis zu einem Schloss. Sie begründet das mit einer weiteren Behauptung, nämlich dass es auch bei ihren Freunden funktioniert hat, und damit, dass es viele unterbewusste bzw. übersinnliche Phänomene auf unserer Welt gibt. Um das zu illustrieren, zitiert sie fleißig andere Quellen (Nahtod-Berichte, Wunderheilungen, Besuch eines Positiv-Denken-Seminars, einen Meditationstext aus den USA, Dominanz unbewusster Gehirneindrücke aus der Gehirnforschung). In einem eigenen Kapitel appelliert sie an den Leser, sich mehr für sich selbst zu engagieren (in der verunglückten Übersetzung der amerikanischen Vorlage: "eine stärkere Verpflichtung sich selbst gegenüber einzugehen"). Mit diesen durchaus seriösen und plausiblen Beispielen soll auch ihrem "Bestellservice" ein seriöser Anstrich verliehen werden.

Wie man das von anderen Wundermethoden kennt (z.B. Scheele: "Photoreading" oder Jordan: "Räume die Kraft schaffen" oder Fischer-Reska: "Die Entsäuerungsrevolution") bleibt die Autorin unverbindlich und vage (wenn es nicht funktionieren sollte, hat man nicht genug "Vertrauen" gehabt oder nicht "losgelassen"), verweist vorwiegend auf andere Autoren und vergisst auch nicht, ihre Seminare zur Vertiefung des Themas anzupreisen. 7 Seiten sind mit Buchempfehlungen gefüllt, 12 Seiten mit "Lebenstipps" wie "Der Mensch hat die Macht, Fehler zu vergeben und unwirksam zu machen" (S. 116).

Bärbel Mohr hat sich sicherlich vom Universum gewünscht, mit wenig Aufwand (Buch, Seminare) viel Geld zu verdienen. Wer das Büchlein kauft, erfüllt ihr diesen Wunsch. Ein paar Denkanstöße über die Sinnhaftigkeit der eigenen Wünsche erhält der Käufer allemal. Damit kann man wunderbar die Wartezeit am Flughafen, im Stau oder beim Arzt überbrücken. Mehr nicht.
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 11.11.2009 11:59:06 GMT+01:00
Sehr gute Rezension.
Ich habe das Büchlein auch gelesen und kann Ihnen nur zustimmen.
Bewertung Ihrer Rezension: * * * * * +

Veröffentlicht am 27.05.2012 02:08:29 GMT+02:00
Elinor meint:
Danke, Andreas. Ich bekam das Buch damals in einer schwierigen Phase geschenkt. Auf meine Frage, wie es denn anderen Fragenden in wirklich schweren und existentiellen Problemen ihres Lebens gewesen sei, bekam ich weder von der allgemein sehr betroffenen Scchenkenden eine Antwort, von der Autorin, die ich eigens anschrieb, auch nicht. Wie geht man in derlei Situationen mit Situationen wie dem Holocaust um? Ich habe bis heute keine Ahnung.
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Ort: Wien

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