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Kundenrezension

36 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannungsgeladen und melancholisch, 4. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: In a Silent Way (Audio CD)
Eine der großen Aufnahmen der Jazz-Geschichte. Musik, die unter die Haut geht wie Mozarts "Don Giovanni" oder Schuberts "Winterreise". Auf der CD sind nur zwei Tracks: "SHHH/PEACEFUL" und das dreiteilige "IN A SILENT WAY", ein kleiner Ausschnitt aus den 240 Minuten der vollständigen Session-Aufnahmen.
"SHH/PEACEFUL" beginnt mit einem Orgelakkord, dann setzen die anderen Mitglieder der Rhythmussektion ein: Dave Holland spielt eine monotone Baßfigur aus zunächst nur zwei Tönen um den Grundton d herum, Tony Williams trommelt einen treibenden Rhythmus auf den Hi-Hat-Cymbals, dazu improvisieren Chick Corea und Herbie Hancocks an zwei E-Pianos, Joe Zawinul an der Orgel und John McLaughlin auf der E-Gitarre kleine zarte Figuren, bis schließlich in grenzenloser Wehmut die Trompete einsetzt, voller Weltschmerz und tiefer Traurigkeit, ein stellenweise verhangener Ton, unendlich weich geblasen. Hier wird musikalisch die Frage nach dem tieferen Sinn des Lebens gestellt. Eine geniale Gruppenimprovisation.
Der zweite Track beginnt mit Motiven aus "IN A SILENT WAY" von Joe Zawinul. Auf einem sehr ruhig gehaltenen Klangteppich aus Motiven, die von den beiden E-Pianos und der E-Gitarre gespielt werden, bläst zunächst nur Wayne Shorter wunderschön das Hauptthema auf dem Sopransaxophon. Bei der Wiederholung des Themas gesellt sich die Trompete unisono und kongenial dazu.
Aggressiv dagegen beginnt der zweite Teil "IT'S ABOUT THAT TIME" (frei zu übersetzen mit "Dies hier ist ein musikalisches Abbild unserer Zeit"). Die Trompete setzt sofort mit einer wildbewegten Melodielinie ein, verstummt dann aber bald für einen längeren Zeitraum. Tony Williams trommelt einen Rhythmus, der an das Ticken einer Uhr denken lässt und folglich auch endlos weiterläuft. Dazu in den E-Pianos ein Motiv aus wenigen Tönen, das unentwegt wiederholt wird, hin und wieder die Orgel mit dem gleichen Motiv, während John McLaughlin gedankenverloren freie Läufe dazu improvisiert. Eine unglaublich dichte Atmosphäre ganz besonders in diesem Teil. Irgendwann dann das Sopransaxophon, tastend zunächst, dann mutiger, während die Rhythmussektion unentwegt ihr Motiv weiterspielt. Nach langer Pause dann wieder die Trompete; als sie einsetzt, ziehen sich die anderen Gruppenmitglieder für wenige Takte auf ein Minimum an musikalischer Bewegung zurück, um danach um so heftiger wieder einzusetzen und das Ganze auf seinen dramaturgischen und zugleich auch lautstärkemäßigen Höhepunkt hin zu steigern. Dann wird die Dynamik wieder zurückgenommen, der Schlagzeugrhythmus wird stärker, noch einige Einwürfe der Trompete, im Wechselspiel mit E-Pianos und Orgel, bis dieser Teil mit dem Ostinato-Motiv der Rhythmussektion endet.
Gitarre und E-Pianos leiten wie zu Beginn sehr verhalten den abschließenden dritten Teil ein. Das Saxophon spielt zart wie ein Wiegenlied das Hauptthema, bei der Wiederholung des Themas tritt unisono die Trompete hinzu, und danach verklingt alles zauberhaft in der kosmischen Unendlichkeit...
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 13.11.2011 11:56:34 GMT+01:00
Die beste Rezension, die ich jemals in Amazon gelesen habe. Informativ und interessant.

Veröffentlicht am 07.09.2012 06:50:09 GMT+02:00
Whip Coxbarn meint:
Sie haben die "innere Uhr" beschrieben,und die Zeit,die sie entfaltet,um wieder auf die dann etwas veränderte "innere Uhr" zurückzukehren (was wohl der komplizierteste part im Leben scheint).Aber bei diesem Album sowie bei Ihrer Rezension wird das beinahe spielerisch gemeistert.
Ziemlich gut.Es "muß" spielerisch gemeistert werden.
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