Fashion Sale Hier klicken reduziertemalbuecher Cloud Drive Photos Microsoft Surface Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16
Kundenrezension

263 von 279 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS Makroobjektiv für die EOS 7D, gut auch an der 50D, 30. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Canon EF 100mm 2,8 L IS USM Macro Objektiv (67 mm Filtergewinde, bildstabilisiert) (Camera)
Update 10.5.2013: auch am Vollformat macht sich das Objektiv sehr gut, bei mir ist es die 5D Mark III. Trotzdem setze ich es wegen des zusätzlichen Vergrößerungsfaktors immer noch besonders gerne an der 7D ein.

Alte Rezension:
Nachdem ich mir das neue 100er Makro von Canon geleistet habe, konnte ich es auf einer mehrtägigen Fototour gleich intensiv einsetzen. Vom Falter auf der im Wind leicht schwingenden Blüte bis zur fluchtwilligen Gottesanbeterin boten sich eine Menge harter Testsituationen. Ich habe das 100er an meiner EOS 7D und 50D ausgiebig getestet.

An der 50D macht sich das neue 100er sehr gut. Es ist schlicht ein überragendes Objektiv, an dem optisch alles stimmt - von der knackigen Schärfe bis zum harmonischen Bokeh (Hintergrundunschärfe). Auch das manuelle Fokussieren, das bei echter Makrofotografie immer mal nötig ist, macht mit diesem Objektiv echt Spaß. Der neu entwickelte Stabilisator arbeitet an der 50D bis zu mittleren Entfernungen gut. Bei größeren Annäherungen an das Objekt (d.h. Annäherung an den Abbildungsmaßstab 1:1), also echter Makrofotografie, hat es allerdings wenig Effekt (siehe Fußnote).

Eine vollkommen neue Welt der Makrofotografie erschließt sich, wenn man das neue 100er an die EOS 7D ansetzt und deren intelligenten Autofokus (AI focus AF) aktiviert (siehe auch Fußnote). Bei der 7D mit ihren 19 AF-Sensoren kann man im gewünschten Bildausschnitt praktisch immer den Schärfepunkt an die Stelle setzen, die scharf erscheinen soll. Man muss also schon deswegen weniger manuell arbeiten. Was passiert? Schwankt man nun bei Freihandfotografie auf das Objekt zu oder weg - oder bewegt der Wind das Objekt auf die Kamera zu oder weg (auch mit Stativ oder Bohnensack ein Problem), dann hört man nun, wie der AF der 7D aktiv wird. Wenn diese Wackler nicht zu schnell sind, dann schafft er es erstaunlich gut, die Schärfeebene dort zu halten, wo man sie haben will. Natürlich darf man davon keine Wunder erwarten, aber mit der Kombination dieses Objektivs mit der 7D mache ich erstmals die Erfahrung, dass man diese Technik in der Praxis ernsthaft einsetzen kann. Am besten macht man von jedem Motiv in kritischen Situationen mit flacher Schärfentiefe in schneller Schussfolge ein paar Fotos. Dann hat man gute Chancen, dass eines genau sitzt. Allerdings reagiert der AF der 7D sehr empfindlich darauf, dass man an dem Objektiv den richtigen Entfernungsbereich eingestellt hat (also z.B. 0,3 m - 0,5 m für größte Annäherung). Jedenfalls arbeiten die 7D und das neue 100er so erstklassig zusammen, dass man viel öfter ohne Stativ oder Bohnensack auskommt. Noch ein Pluspunkt ist die hohe optische Auflösung des Objektivs, mit der man die dichtgedrängten 18 Megapixel auf dem kleinen APS-Sensor der 7D wirklich ausnutzen kann (bei genug Licht). Die Detailfülle ist berauschend.

Pluspunkte:
+ top Optik, schon bei offener Blende sehr scharf, Farbsäume (chromatische Aberration) und andere Bildfehler spielen keine Rolle
+ wunderbares Bokeh dank 9-Lamellen-Blende, die Canon nur L-Objektiven spendiert
+ hohe Lichtstärke
+ bis mittlere Annäherung effizientes Stabi
+ im Zusammenspiel mit der EOS 7D sogar echte Freihand-Makros (wenn auch keine Wunder!) möglich
+ sehr gute mechanische Bedienbarkeit, Schärfering nicht zu steil übersetzt
+ wertige Verarbeitung auch der Kunststoffteile
+ als L-Objektiv jetzt auch Staub geschützt (wichtig für den bodennahen Einsatz, wie er typisch für Makros ist)
+ Spritzwasser geschützt dank Gummilippe am Bajonett
+ Preis hoch, aber gerechtfertigt.

Minuspunkte:
- im Vergleich zur Werbeversprechung ist das Stabi nicht wirklich brauchbar bei echten Makro-Distanzen (wenn man eine Kamera mit weniger gutem AF dran hat)
- Canons Objektivdeckel mit seitlichen Griffen sind nicht abnehmbar, wenn man die Gegenlichtblende aufgeschraubt hat (ich empfehle Nachrüsten mit Kaiser Objektivschutzdeckel "Snap-On", mit Objektivdeckel-Sicherung ø 67 mm)
- Stativschelle wird nicht mitgeliefert (und Canons Nachrüstschelle ist überteuert)
- schon ordentliches Gewicht, mit der 7D kommt man auf grob 1,5 kg in der Hand.

Fazit: In meiner Sammlung ist es definitiv eines der Objektive mit dem größten Spaßfaktor, es lädt zum Herumexperimentieren ein. Eignet sich auch super für die Portraitfotografie.

Alternative: Eine gute Alternative mit anderer Charakteristik für Kameras mit den kleineren APS-Sensoren ist das wesentlich günstigere Canon EF-S 60mm/ 2,8/ USM Macro Objektiv. Es ist viel billiger, kleiner, leichter, ordentlich verarbeitet und hat ebenfalls einen super Ultraschallantrieb mit manuellem Vollzeiteingriff. Fotografisch erschließt es noch andere Makroregionen, weil es größere Annäherungen bis 9 cm (vom Objektivende gemessen) erlaubt (aber nur bei geduldigen Objekten...). Dafür hat es kein Stabi, braucht also oft eine stabile Unterlage. Im Vergleich zum 100er fällt mir jetzt allerdings noch stärker auf, dass am 60er der Schärfering fast zu steil für manuelles Arbeiten bei geringer Tiefenschärfe ist.

Fußnote: Warum das Stabi des 100ers erst mit der 7D richtig gut wird...
Wer mit dem neuen 100er viel fotografiert, merkt in der Praxis, dass das neue Stabi zwar sehr gut ist. Aber ausgerechnet in den echten Makrosituationen bei großer Annäherung an das Objekt mit flacher Schärfentiefe kann es nicht halten, was Canons Werbung verspricht. Das liegt daran, dass das "IS" Drehbewegungen und Verwackler der Kamera in der Ebene senkrecht zur gedachten Linie zwischen Objektiv und Objekt ausgleicht. Bewegungen zum Objekt hin und davon weg kann es nicht ausgleichen, es arbeitet also eher "zweidimensional". Ausgerechnet dieses Schwanken der Entfernug macht aber Makrofotografinnen und -fotografen oft genug das Leben schwer. Erst eine Kamera mit einer wirklich effizient funktionierenden dreidimensionalen Objektverfolgung kann diesen Schwachpunkt teilweise ausgleichen. Die EOS 7D ist von den Kameras, die ich gut kenne, die erste, die das in der Praxis überraschend oft hinkriegt (aber nur bei langsamen Schankungen).
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

[Kommentar hinzufügen]
Kommentar posten
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Amazon wird diesen Namen mit allen Ihren Beiträgen, einschließlich Rezensionen und Diskussion-Postings, anzeigen. (Weitere Informationen)
Name:
Badge:
Dieses Abzeichen wird Ihnen zugeordnet und erscheint zusammen mit Ihrem Namen.
There was an error. Please try again.
">Hier finden Sie die kompletten Richtlinien.

Offizieller Kommentar

Als Vertreter dieses Produkt können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
Der folgende Name und das Abzeichen werden mit diesem Kommentar angezeigt:
Nach dem Anklicken der Schaltfläche "Übermitteln" werden Sie aufgefordert, Ihren öffentlichen Namen zu erstellen, der mit allen Ihren Beiträgen angezeigt wird.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.  Weitere Informationen
Ansonsten können Sie immer noch einen regulären Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
 
Timeout des Systems

Wir waren konnten nicht überprüfen, ob Sie ein Repräsentant des Produkts sind. Bitte versuchen Sie es später erneut, oder versuchen Sie es jetzt erneut. Ansonsten können Sie einen regulären Kommentar veröffentlichen.

Da Sie zuvor einen offiziellen Kommentar veröffentlicht haben, wird dieser Kommentar im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt. Sie haben auch die Möglichkeit, Ihren offiziellen Kommentar zu bearbeiten.   Weitere Informationen
Die maximale Anzahl offizieller Kommentare wurde veröffentlicht. Dieser Kommentar wird im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt.   Weitere Informationen
Eingabe des Log-ins
  [Abbrechen]

Kommentare

Kommentare per E-Mail verfolgen
Von 8 Kunden verfolgt

Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-10 von 29 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 23.02.2012 21:35:30 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.02.2012 21:41:32 GMT+01:00
M. Cisler meint:
Hallo Nachtpfauenauge,

Ihre Rezensionen sind wirklich sehr gut. Man merkt, dass Sie "schreibtechnisch" vom Fach sind.

Ich habe mir das 100er L Macro bei Amazon bestellt und gleich den (immer noch erhältlichen) Vorgänger, das EF 100 mm f2,8 IS USM Macro, mit dazu. Der Verwendungszweck dieses Objektivs liegt bei mir überwiegend in der Makro-Fotografie. Die 100 mm Brennweite ist zwar interessant, jedoch bevorzuge ich auf Ausflügen mit der Familie dann doch lieber ein Standard- oder Telezoom. Letztendlich habe ich mich für den Vorgänger entschieden...
Warum?
Der Bildstabilisator ist zwar gut, zeigt jedoch die schon von Ihnen beschriebenen Schwächen. Eine Abdichtung gegen Spritzwasser und Staub...hat meine EOS 600d auch nicht und war somit kein vorrangiges Kaufkriterium (obwohl ich auch L Objektive besitze) gewesen. Die Abbildungsleistung des Vorgängers war keineswegs schlechter (nach einigen Probeaufnahmen im Innen- und Außenbereich).
Der Preis war letzendlich ausschlaggebend. Für diese preisliche Differenz könnte man sich auch einen Ringblitz zulegen (für den von Canon muss man allerdings noch etwas mehr einsparen!), der bei Makro Aufnahmen einen wirklichen Mehrwert darstellt.
Für mich ist das EF 100 mm f2,8 IS USM Macro eine echte Alternative...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.02.2012 09:35:47 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.02.2012 09:40:54 GMT+01:00
Hallo Herr Cisler, danke für das Lob. Das alte 100er/2.8 ist legendär für seine Qualität und sicher auch eine gute Wahl. In der Tat macht das Stabi in der neuen Version erst so richtig Sinn, wenn eine Kamera mit einem richtig guten intelligenten Autofokussystem dran hängt - wie ich das in der Rezi beschrieben habe. Die 600D hat das gleiche AF-System, das die 50D hat, und da ist man ohnehin bei näheren Makrodistanzen klassisch auf das Stativ angewiesen. Erst die 7D bringt hier das entscheidende Plus. Das neue 100er ist von Canon definitiv für diese und zukünftige Canons mit leistungsfähigerem AF-System entwickelt, in dieser Kombo macht das Stabi dann auch richtig Sinn.

Zum Blitz: Ich benutze bewusst keinen Ringblitz, weil deren Ausleuchtung mir oft zu labormäßig klinisch ist, sondern den Metz MB 15 MS-1 Makroslave digital Blitzgerät. Der ist super, aber leider ein reiner Slaveblitz. Daher kann ich ihn nur empfehlen, wenn man schon einen masterfähigen Hauptblitz von Metz als Steuergerät hat.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.02.2012 20:10:51 GMT+01:00
M. Cisler meint:
Hallo Nachtpfauenauge,

da ich erst seit einem 3/4 Jahr der Fotografie "verfallen" bin und meinen Geldbeutel in sehr kurzer Zeit schon ordentlich "ausgewrungen" habe, muss die 7D erstmal auf die Wunschliste (zusammen mit dem EF 300 mm f4.0 L und vielleicht einem Ringblitz). Ihr Tipp mit dem Metz MB 15 hört sich sehr interessant an. Mit der 600d kann ich auch mein 430EX steuern...würde das auch mit dem MB 15 funktionieren oder muss der Master von Metz sein?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.02.2012 12:11:06 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 26.02.2012 12:23:37 GMT+01:00
Hallo, ja, in die Fotoausrüstung kann man unglaublich viel Geld versenken. Zu Ihrer Frage: Es muss auf jeden Fall ein masterfähiger Blitz sein, der andere Blitze als Slaves ansteuern kann. Der Speedlite 430 kann laut Spezifikation von Canon nur als Slave arbeiten (http://www.canon.de/For_Home/Product_Finder/Cameras/speedlite_flash/speedlite_430ex_II/). Das wird also nicht funktionieren. Der große 580 EX II kann das theoretisch, die Alternative wäre theoretisch ein Blitzauslöser, entweder der 200 Euro teure Canon ST-E2 Speedlite IR-Sender Blitzfernauslöser für 550/420EX oder der mit 120-140 Euro günstigere Yongnuo ST-E2 Infrarot Blitzauslöser mit TTL-Übertragung für Canon. Ob das mit dem Metz MB 15 funktioniert, kann ich nicht sagen, damit habe ich keine Erfahrung.

Bevor ich ich solche Fernauslöser kaufen würde, würde ich eher den kleinen Speedlite verkaufen und mir persönlich den großen Metz als Masterblitz zulegen, denn die beiden GEräte sind aufeinander abgestimmt. Oder doch einen gut ansteuerbaren Ringblitz von Canon o. ä. kaufen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.03.2012 20:12:12 GMT+01:00
M. Cisler meint:
Hallo Nachtpfauenauge,

vorab danke für die hilfreiche Unterstützung. Da mein 430EX noch nicht so alt ist und ich damit eigentlich sehr zufrieden bin, werde ich mich wohl nach einer Alternative aus dem Canon-Lager umschauen.. Einen ähnlichen Aufbau wie das Metz MB15 bietet das Canon Modell MT-24 EX. Zudem lässt es sich auch als Master verwenden. Wenn der Preis nicht wäre...

Bleiben Sie bitte am Ball und schreiben weiter so hilfreiche Rezensionen...vor allem für Einsteiger wie mich.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.03.2012 17:48:05 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 22.03.2012 08:26:28 GMT+01:00
Lutz meint:
Hallo M. Cisler
Mir wird übel, wenn ich Ihren Kommentar lese. Wegen Leuten wie Ihnen, kaufe ich seit ungefähr einem Jahr keine hochwertigen Artikel mehr bei Amazon. Dreimal habe ich gebrauchte Artikel geliefert bekommen. Und warum? Es gibt Kunden, die sich gleich mehrere Objektive bestellen und schon vorher wissen, dass sie nur eins davon behalten werden. Das Andere geht eben zurück. Weiss ich, ob es Ihnen nicht heruntergefallen ist? Da werden mit beiden Probeaufnahmen gemacht und der nächste Kunde kann dann Ihre Rücksendung kaufen. Also ich möchte für ca. 800 € kein Objektiv kaufen, welches Sie vorher benutzt haben. Viele Kunden haben sich hier schon darüber beklagt, für teures Geld gebrauchte Artikel bekommen zu haben. Geben Sie einfach "Amazon versendet gebrauchte Artikel" in die Forum-Suche ein. Und wen haben wir das zu verdanken? Unter anderem Ihnen. Es war ja bei Ihnen kein Fehlkauf. Sie haben mit voller Absicht zwei Objektive bestellt und wussten vorher, dass Sie nur eins behalten werden.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.03.2012 20:45:28 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.03.2012 20:46:27 GMT+01:00
M. Cisler meint:
Hallo Herr Rose,

tut mir leid, dass Ihnen bei meinem Kommentar übel wurde. Dieses war sicherlich nicht meine Absicht.
Jedoch...
Ich habe mir beide Objektive (gleichzeitig) bestellt, weil ich im Fachhandel kein Vorführ-Objektiv gefunden habe. Ich hätte mir natürlich auch erst das eine Objektiv bestellen können, es testen und dann bei nicht gefallen wieder zurückschicken können. Und dann hätte ich mir eben das nächste Objektiv bestellt und behalten. Wo wäre dann der Unterschied gewesen? Herr Rose, DAS ist aber die gängige Praxis. Schauen Sie sich andere Rezensionen an und Sie werden staunen, wie viele ihre Ware wieder zurücksenden. Hält Ihr Magen diese Praxis besser aus?
Und jetzt mal ganz ehrlich: Ich bin kein "gute Laune" Käufer, der sich unzählige Dinge nach Hause schicken lässt, um diese nur zu testen. Ich wende diese Praxis äußerst selten an. Was ich kaufe, behalte ich auch (sofern es frei von Mängeln ist und meinen Erwartungen entspricht).
Und bitte "schubsen" Sie mich nicht eine Schublade mit Leuten, die dieses schamlos ausnutzen und es als gängige Praxis nutzen. Schließlich sind es die AGBs von Amazon und deren Verkäufern, die dieses Prozedere möglich machen...ich denke mir so etwas sicherlich nicht aus.
Mal so nebenbei: Wenn Sie bei MM ein Objektiv oder eine Kamera kaufen, dann sind diese auch schon durch mehrere Hände gegangen. Selbst im seriösen Fachhandel darf ich meine Kamera mitbringen und ein Objektiv vor Ort an dieser ausprobieren.
Ihre Kritik ist ehrlich und angebracht, und ich stimme Ihnen in einigen Punkten zu. Nur übel werden braucht Ihnen dabei sicherlich nicht...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.03.2012 00:05:07 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.03.2012 00:15:06 GMT+01:00
Lutz meint:
Hallo Herr Cisler,

bitte verstehen Sie meinen Standpunkt, da mir selbst schon drei gebrauchte Artikel geliefert wurden. Da verliert man das Vertrauen zu Amazon. Man will Kundenfreundlich sein und schreckt damit andere ab. Das Übel werden bezog sich auf die allgemeine Praxis und die damit verbundenen schlechten Erfahrungen. Ich weiss, es ist gängige Praxis bei Amazon, darum habe ich meine 60d und mehrere Objektive nicht mehr hier gekauft. Im Fachhandel gibt es meist ein Vorführgerät, welches dann leicht verbilligt verkauft wird. Auch kann man es nicht für mehrere Tage mit nach Hause nehmen und auf Fototour gehen. Wobei es da vielleicht auch Ausnahmen gibt. Ich kann mir aber nicht vorstellen, in einen grossen Markt zu gehen und mir dort für mehrere Tage ein hochwertiges Objektiv zu borgen. Es sei denn, es handelt sich dabei um ein Leihgerät. Dafür müsste ich eine Gebühr bezahlen und man würde es später nicht als Neuware verkaufen. Das kann man sich aber sehr leicht ersparen, indem man bei Amazon mehrere Artikel bestellt und zu Hause in Ruhe seine Auswahl trifft. Ich will Ihnen doch nichts unterstellen. Aber wäre es nicht theoretisch möglich, dass Ihnen eins der Objektive heruntergefallen sein könnte und es dann irgendwann später zu Problemen damit kommt? Meine damals hier gekaufte Olympus E-620 habe ich mit Gebrauchsspuren und defekt bekommen. Später war es dann ein Mediaplayer und zuletzt ein Handy. Soll mir da nicht übel werden? Das war überhaupt mein erster Kommentar - und jetzt hat es ausgerechnet Sie getroffen. Mich ärgert aber die allgemeine Praxis hier. Ich glaube nicht, dass die AGBs eine Nutzung der Geräte erlauben. Oder hat man Ihnen ein Vorführmodell geschickt? Das Fernabsatzgesetz sagt doch eigentlich nur, dass man im Gegensatz zu einem Kauf im Geschäft beim Online-Handel die Ware nicht in Augenschein nehmen kann. Darum kann man ohne Angabe von Gründen den Artikel zurück schicken. Von einem Testen und Benutzen ist auch in den AGBs nicht die Rede. Der Händler, der mir im Geschäft ein Ausprobieren erlaubt, steht in der Regel daneben und sieht, was ich damit veranstalte. Amazon sieht nicht, was ich zu Hause damit mache. Dann könnte ich mir ja hier für meinen nächsten Urlaub ein Objektiv bestellen und nach der Reise zurückschicken. Sie können es ja dann gern als Neuware zum vollen Preis kaufen. Wir haben sicherlich unterschiedliche Ansichten. Da ich aber Neuware kaufen möchte, verlange ich auch neue und original verpackte Ware. Ich habe hier im Forum gelesen, dass man immer häufiger geöffnete und gebrauchte Artikel zu kaufen bekommt. Ich möchte solche Ware nicht.
Bitte fühlen Sie sich nicht von mir persönlich angegriffen. Das wäre niemals meine Absicht. Das ach so kundenfreundliche Verhalten hat mich als Kunde abgeschreckt.
Mit ganz ehrlichen freundlichen Grüssen
Lutz

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.03.2012 09:27:35 GMT+02:00
M. Cisler meint:
Hallo Herr Rose,

Sie liegen vollkommen richtig und ich stimme Ihnen bei Ihren Ausführungen auch zu 99,9% zu. So verschieden sind unsere Ansichten jedoch nicht. Lediglich die Verfahrensweisen sind manchmal unterschiedlich. Ich selber kaufe einen Teil meiner "Waren" bei Amazon, der Rest wird im Fachhandel gekauft Hier gilt für mich der Grundsatz: Wer mich gut berät, der soll auch an mir verdienen.
Leider ist das, was Sie beschreiben, die bittere Realität. Auch ich habe bereits Ware von Amazon erhalten, die sicherlich nicht mehr Neuware sein konnte und zudem noch Gebrauchsspuren aufwies. Diese hab ich dann wieder zurückgeschickt. Allerdings...und das ist der eigentliche Hammer: Wenn mir die Ware nicht gefällt, darf ich sie zurückschicken. Dieses hat man mir auch empfohlen, da es für mich den geringsten Aufwand bedeutet. Ist die Ware ganz oder teilweise defekt, kann ich von dem Verkäufer Nachbesserung oder Preisminderung verlangen (sofern er nicht nachbessern kann bzw. seine Versuche erfolglos waren). Amazon zeigt sich hier sehr "kulant" und nimmt die Ware einfach zurück. Auf die Frage hin, was denn mit meiner Ware passieren würde: Diese schicken wir zum Hersteller und der entscheidet über Reparatur und anschließenden Verkauf als Neuware oder Verkauf als gebrauchte Ware. Mit etwas Pech würde die Ware ein paar Wochen später wieder bei mir landen...oder bei Ihnen.
Ihre Ausführungen zu den AGBs sind vollkommen richtig, jedoch gibt es immer noch einen Bereich, den ich als Grauzone beschreiben würde. Die Nutzung ist untersagt, jedoch darf ich die Ware begutachten und sie sogar dafür aus der Verpackung nehmen. Ich darf sie sogar ausprobieren, sofern ich den "Neuzustand" mit dieser Handlung nicht verändere...und da liegt der Hase buchstäblich im Pfeffer. Wo ist hier die Grenze zu ziehen? Der Fachhändler um die Ecke wendet diese Praxis auch an. Das vorher von mir getestete Objektiv packt er sorgfältig wieder ein und verkauft es weiterhin als Neuware. Selbst ein Verführgerät darf als "nicht mehr originalverpackte Neuware" verkauft werden, mit voller Gewährleistung und Garantie.

Das von mir bestellte Objektiv habe ich wie ein "rohes Ei" behandelt und habe es für ein paar Aufnahmen in meinem kleinem Mini-Foto-Studio auspacken und auf meine Kamera "schrauben" müssen. Danach erfolgte die sorgfältige Verpackung und Versand zurück. Das Objektiv hat meine heimischen vier Wände nie verlassen und wurde auch keinen Witterungseinflüssen ausgesetzt. Nach meinem persönlichen Empfinden habe ich kein Unrecht begangen und der Folgekäufer wird sich kaum daran stören, dass das von ihm gekaufte Objektiv bereits 10 Aufnahmen mehr dem "Buckel" hat als ein noch original verpacktes. Jedoch gibt es auch andere Käufer...

Für Sie wäre diese Ware jetzt "gebraucht", für mich ist es immer noch akzeptierte Neuware, welche ich nach einem Kauf auch behalten würde. Deshalb werte ich Ihren Kommentar auch als berechtigte Kritik und keinen persönlichen Angriff. Was ich jedoch zugeben muss: Ihre Anmerkungen haben mich nachdenklich gestimmt. Es ist sicherlich nicht meine Absicht mit meinem Verhalten anderen Käufern auf die Füße zu treten, selbst bei anderer Sichtweise und Blickwinkel.

Mit freundlichen Grüßen

M. Cisler

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.04.2012 13:44:08 GMT+02:00
Dorian meint:
Guten Tag!
Ich finde Ihre beiden Standpunkte nachvollziehbar und habe Ihre Diskussion mit großem Interesse verfolgt. Es gefällt mir, dass Sie dies öffentlich und nüchtern austragen. Mir gefällt die "Auspacken-Gefällt mir nicht-Zurückschicken-Methode" auch nicht, auch wenn ich sie selber schon einmal angewendet habe. Was mich immer wundert, ist: Alleine durch die Versandkosten bei Retouren macht Amazon Verluste, und trotzdem gehören die Amazon-Preise häufig zu den günstigsten unter den Online Märkten. Neulich hat mir jemand folgende Erklärung dargeboten: Amazon bezahlt seine Mitarbeiter nicht. Der Staat tut das. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,800166,00.html
Auch das ist ein Grund, warum ich persönlich nichts mehr auf Amazon bestelle. Ich schätze Amazon als Plattform zum Austausch von Erfahrungen mit Produkten, aber ich verachte ihre Geschäftspraktiken. Dann bezahle ich lieber 20€ mehr und kauf das Objektiv im Fotoladen bei mir in der Stadt. Insofern kommt mir alles, was die Beliebtheit von Amazon schmälert, entgegen ;-).
Mit freundlichen Grüßen
Dorian
‹ Zurück 1 2 3 Weiter ›