Kundenrezension

14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überraschender Höhepunkt im Musikjahr 2010, 15. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Abrahadabra (Audio CD)
Vor der Veröffentlichung von "Abrahadabra" war meine Erwartungshaltung bezüglich eines neuen Albums von Dimmu Borgir sehr niedrig. "In Sorte Diaboli" war 2007 für mich ein spürbarer Rückschritt. Während "Puritanical Euphoric Misantrophia" 2001 mit einem extrem kalten, mechanistischem und hartem Klang überraschte und "Death Cult Armageddon" 2003 mit einem sehr gelungenen Einsatz eines Orchesters überzeugte, wirkte die 2007er-Veröffentlichung der Norweger, die sich mittlerweile unüberhörbar vom "klassischen" Black Metal entfernt haben, ideenlos. Noch dazu stieg mit Simen "ICS Vortex" Hestnæs in der Zwischenzeit aus, der mit seinem Klargesang ein tragendes Element des bekannten Klangkostüms von Dimmu Borgir war.

Umso überraschter zeige ich mich von "Abrahadrabra". Dimmu Borgir haben es fertig gebracht, sich neu zu erfinden. So noch nie gehörte Elemente begegnen dem geneigten Hörer auf dieser Platte an allen Ecken. Beginnt das Album noch klassisch mit einem orchestralen Intro ("Xibir"), zeigt bereits "Born Treacherous", dass die orchestralen Anteile nun wieder eine deutlich tragendere Rolle spielen als noch vor drei Jahren. Insgesamt haben über 100 Leute an diesem Album mitgewirkt - das schließt einen Chor und ein Orchester mit ein. "Gateways" zeigt dann die erste handfeste Überraschung: Mit Agnete Kjølsrud haben sich Dimmu Borgir weibliche Verstärkung geholt. Das Duell zwischen dem ewig keifenden Shagrath und Agnete wirkt beim ersten Durchlauf gewöhnungsbedürftig, entpuppt sich für mich allerdings als großartig. Das selbstbenannte "Dimmu Borgir" wird mit Sicherheit bald zur Band-Hymne avancieren - der Song wird von Chören getragen und erhebt sich - ähnlich wie das orchestral-epische "Chess With the Abyss" - selten über das Midtempo. Eine Entwicklung, die ich sehr zu schätzen weiß. Beim flotten "Ritualist" ist erneut eine Gast-Stimme mit an Bord - dieses Mal männlicher Klargesang. Das stampfende "The Demiurge Molecule" weiß mit einem majestätischen Refrain zu überzeugen. Einzig "A Jewel traced through Coal" und "Renewal" fallen ein wenig ab. Ersteres wirkt unnötig hektisch, zweiteres hat ähnliche Probleme und unangenehm abgehackte Strophen. Mit "Endings and Continuations" beenden Dimmu Borgir das Album allerdings in großartiger Manier - mit atmosphärischem Intro und männlichem Klargesang. Ein sphärisches "Abrahadabra" trägt den Hörer aus dem Hörvergnügen.

Ich bedanke mich!

Fazit: Dimmu Borgir klingen 2010 unerwartet frisch und ideenreich. Allein die Tatsache, dass sie immer noch daran festhalten, unbedingt "böse" sein zu müssen stört mich persönlich stark. Ich bin der Meinung, dass Dimmu Borgir anno 2010 die musikalische und künstlerische Reife erlangt haben, sich von diesen Grenzen früherer Positionierung befreien zu können. Angesichts dieser überzeugenden musikalischen Darbietung bin ich bereits sehr gespannt auf den Nachfolger. "Abrahadabra" erhält eine eindeutige Kaufempfehlung.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 31.03.2012 16:09:06 GMT+02:00
Interessant wie Empfindungen doch unterschiedlich sein können. Ich fand In Sorte Diaboli klasse und empfinde "Abrahadabra" als Rückschritt. Schon komisch irgendwie ;)
Nichts desto trotz eine gut geschriebene Rezi!
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