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Kundenrezension

5.0 von 5 Sternen Gerichtsdrama erster Güte., 25. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Urteil von Nürnberg (DVD)
Die Handlung des Films spielt im 1948. Vier deutsche Richter müssen sich vor einem amerikanischen Gericht wegen ihren Taten während des Naziregimes verantworten.

Tatsächlich fanden die Prozesse bereits 1947 statt und die Namen der Richter sind frei erfunden. Trotzdem lehnt sich der Film eng an die wirklichen Abläufe an.

Der Film dreht sich prinzipiell um zwei Fragen: Inwieweit sind Richter für eine Rechtsprechung eines Landes verantwortlich? Müssen sie also ein Recht, so bizarr, wie es auch sein mag, anwenden oder hätten sie sich dagegen wehren müssen?

Die zweite Frage ist die nach der Schuld der Deutschen, die das Naziregime überhaupt erst möglich gemacht hat.

Der Verteidiger Rolfe (Maximillian Schell), der den Angeklagten Ernst Janning (Burt Lancaster) vertritt, versucht vehement, die Schuld der Richter abzuwenden, indem er darlegt, dass die Gräueltaten des Dritten Reichs keineswegs deren eigene Erfindung waren. So sei z.B. die Sterilisation von Schwachsinnigen durchaus bereits vor dem Dritten Reich von einem amerikanischen Rechtsgelehrten gebilligt worden.

Dem gegenüber hat der Staatsanwalt Lawson (Richard Widmark) schon in mehreren Prozessen die Anklage erfolgreich durchgeführt. Lawson war bei der Befreiung einiger Konzentrationslager dabei und dadurch in seiner Meinung gefestigt, die Richter müssten hart bestraft werden.

Zwischen den beiden steht der Richter Haywood (Spencer Tracy), der sich bemüht, auch außerhalb des Gerichtsaals, die Deutschen und ihre Lage zu verstehen, um sich so, ein – auch politisches – Bild zu machen. Dabei (er bezeichnet sich selbst als Provinzler) ist er ein eher bescheidener Mensch, dem es merkwürdig vorkommt, der gleich drei Bedienstete für ihn sorgen. Erst als ihm gesagt wird, dass diese Menschen dadurch Essen zum Leben haben, ist er damit einverstanden.

Vor diesem Hintergrund spielt sich nun ein dreistündiger Dialogfilm ab. Das könnte natürlich schnell langweilig werden. Doch durch ein ausgezeichnetes Drehbuch und ebenso intelligente Dialoge ist „Das Urteil von Nürnberg“ keine Minute zu lang.

Trotzdem würde das nicht funktionieren, wenn der Film nicht durch hervorragende Schauspieler getragen würde. Neben den erwähnten Tracy, Schell (der für seine Rolle immerhin einen Oscar bekam), Widmark und Lancaster sind wichtige kleinere Rollen ebenfalls durch exzellente Schauspieler besetzt.

So sieht man in der Rolle des sterilisierten Bäckergehilfen Petersen Montgomery Clift. Clift war zu diesem Zeitpunkt schon durch seine Drogensucht gezeichnet (wegen eines schweren Unfalls 1956 hatte er bleibende Schmerzen, die er mit Drogen betäubte), nichtsdestotrotz liefert er in einer seiner letzten Rollen eine so überzeugende Darstellung ab, dass man mit dem von ihm dargestellten Petersen leidet.

Auch Judy Garland in der Rolle der Irene Hoffmann (die dem Prozess eine entscheidende Wende gibt) hatte Drogenprobleme, wodurch sie reichlich aufgedunsen war. Sie wurde ebenso wie Clift für den Oscar nominiert, gewann ihn aber genauso wenig wie Clift.

Einer besonderen Betrachtung bedarf die Rolle von Marlene Dietrich als Frau Berthold, die Richter Haywood davon überzeugen will, dass nicht alle Deutschen Monster sind. Die Dietrich war schließlich keine Schauspielerin, sondern ein Star. Tatsächlich kann man Marlene Dietrich nicht zu den Spitzenschauspielerinnen im eigentlichen Sinn zählen, dafür hatte sie etwas, was besseren Schauspielerinnen oft abging und was man auch nicht lernen kann: Charisma.

Wenn sie Richter Haywood erzählt, dass in ihrer Kindheit gelernt hat, ihren Hunger und ihren Durst zu bezähmen, erzählt sie ihre eigene Geschichte und natürlich ist die Anspielung, dass sie (Frau Berthold) zwei Jahre mit ihrem Mann in Amerika war, auch ihre eigene Geschichte. Sie bekam wegen ihres unermüdlichen Fronteinsatzes für die Amerikaner die höchste Auszeichnung, die Zivilisten bekommen können.

Deswegen hatte sie im Hinblick auf das amerikanische Publikum Bedenken, die Rolle anzunehmen, immerhin musste sie zu Haywood den Satz sagen: „Wir müssen vergessen, wenn wir überleben wollen“. Sie fand dies wegen ihres Backgrounds unglaubwürdig, doch der befreundete Regisseur Billy Wilder (mit dem sie ihre besten Filme drehte) riet ihr dazu: „Doch, Marlene, dir werden sie es abnehmen.“

Genauso unlustig wie das Thema des Films ist übrigens, was sich hier einige Anbieter preislich leisten. Die Bezeichung "Unverschämt" ist glatt ein Euphemismus.
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