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Kundenrezension

7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Suche: Mehr Augen zum Zudrücken, 30. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Spiele entwickeln für iPhone und iPad: Programmierung, Grafik, Sound und Special Effects (Gebundene Ausgabe)
HINWEIS: Seit dieser Rezension wurde die Webseite zum Buch, das Begleitmaterial und der Beispielcode überarbeitet.

Selten stand ich einem Fachbuch so zwiegespalten gegenüber wie hier. Auf der einen Seite finden wir einen äußerst sympathischen und für dieses Thema passenden Schreibstil und viele interessante Konzepte und Lösungen anhand bekannter Spiele. Auf der anderen Seite werden Leser mit sieben, acht und mehr Seiten Code am Stück serviert, die fragwürdig formatiert und leider auch fehlerbehaftet sind.

Das möchte ich jetzt nicht einfach so stehen lassen und gehe deshalb etwas genauer auf das Buch ein.

__Die Theorie__
Das Konzept des Buches gefällt mir sehr gut und war nicht zuletzt ein Grund, warum ich es überhaupt gekauft habe. Man fängt klein mit dem Klassiker „Pong“ an und steigert sich indem man weitere bekannte Spiele nachbaut. Dabei werden die späteren Spiele stets grafisch und hinsichtlich der Programmierung aufwendiger.

Neben dem Code erhält der Leser stets ein wenig Hintergrundwissen zu den Spielen und generell zum Thema Spieleentwicklung. Wie bereits erwähnt, ist das ganze witzig verpackt und es macht Spaß das Buch zu lesen.

__Die Praxis__
Hier nun der Grund für meine eher mittelprächtige Bewertung. Ich habe mich beim „Abschreiben“ sooft geärgert, dass ich ehrlich gesagt, nicht weiß, wo ich anfangen soll. Während der Leser bei Pong noch das Gefühl hat, dass der Autor auf alle Eventualitäten gefasst ist und den Leser (möglichst) fehlerlos durch die Spieleentwicklung führt, kommt beim Breakout-Klon der erste Missmut auf. Zwar wird hier nur ein Array nicht geleert und das Spiel _kann_ hierdurch ins Stocken kommen, aber nun gut. So etwas kann passieren und ist auch nur eine Zeile Code. Wenn man's sportlich sieht, hat man durch das Debuggen ja wieder was gelernt.

Während bei Pong und Breakout noch das „Wie“ und „Warum“ im Vordergrund stand und sich Theorie und Praxis abwechselten, erhielt man bei den folgenden Spielen zumeist sieben, acht oder auch mal zehn Seiten Code am Stück. Natürlich war mir klar, dass man Code schreiben wird und das nicht zu knapp, aber die Präsentation des Codes ist einfach nur unbefriedigend. Als erstes möchte ich hier die Reihenfolge der Listings bemängeln, da der Autor jede Code Completion im Keim erstickt. Ständig greift man auf Methoden, Klassen, Variablen etc. zu, ohne diese überhaupt erstellt zu haben.Dies ist eine ungemeine Fehlerquelle - besonders wenn Nullen und „O“s dann noch gleich aussehen und der Code nur spärlich (quasi nie erklärend) kommentiert wird. Mit ein bisschen Hin- und Herblättern und eigener Vorgehensweise war dieses Problem dann auch gelöst, wobei der Spaß an der Arbeit mit diesem Buch darunter schon gelitten hat. Nun musste man schließlich mehr oder weniger querlesen.

Mit Kapitel 4 habe ich letztlich beschlossen nur noch kleine Teile des Codes mitzuprogrammieren und haben einen Großteil von der begleitenden Webseite geladen. In Kapitel 4 finden sich wieder die oben beschriebenen Kleinigkeiten und der Autor setzt sogar noch einen drauf, indem er auf einmal wie selbstverständlich von Retain und Release spricht, was Überbleibsel aus einer frühen Version des Buches zu sein scheinen. Wer heute mit Obj-C anfängt, wird sich wahrscheinlich nicht mehr mit den beiden Kollegen rumschlagen müssen. Darüber hinaus passt in diesem Kapitel auch der Text nicht mehr zum Code. So spricht der Autor beispielsweise davon, dass das Raumschiff (R-Type Klon) einfach durch Objekte hindurch fliegen kann, obwohl man nur wenige Zeilen zuvor eine Kollisionkontrolle geschrieben hat, die dann aufgrund fehlender Methoden das Spiel crashen lässt.

Mitte des vierten Kapitels hat der praktische Teil des Buches für mich ein Ende gefunden. Das durchaus interessante Thema „Partikelsysteme“ beginnt direkt mit einem kleinen Stück Code, der einen verzweifeln lassen kann. Erstmal ruft der Autor eine Methode auf, deren Name marginal von der bislang verwendeten Methode abweicht. Da keine neue Methode besprochen wird, wird das wohl nur ein Schreibfehler sein. Drücken wir mal ein Auge zu und nehmen die alte Methode. Das nervigste ist jedoch, dass der Emitter außerhalb des Sichtbereichs erstellt wird und man keine Partikel zu sehen bekommt. Naja drücken wir mal wieder ein Auge zu. Bei der Fehlersuche lernt man ja auch etwas.

Mit dem Entschluss den Code nur noch theoretisch nachzuvollziehen und die Projekte von der Webseite zu laden, ging ich dann auch wesentlich lockerer an das Buch heran - auch wenn direkt das nächste Projekt nicht vollständig war und man sich mit Copy&Paste behelfen musste. Zum Glück stand für dieses Projekt auch der Quellcode online bereit. So funktionierte das Spiel auch einwandfrei und über kleine Fehler schaut man ja mal gerne hinweg.

Meine neue Arbeitsweise war jedoch mit dem nächsten Projekt zum Scheitern verurteilt, da nur das Projekt online zur Verfügung steht und dieses - egal was man macht - eine Exception wirft, bevor man überhaupt etwas zu sehen bekommt. Aber das kann ja mal passieren... drücken wir einfach noch eins unserer vielen Augen zu. Meine Lust auf Fehlersuche war bereits erschöpft und deshalb nahm ich das so als gegeben hin.

Und an dieser Stelle muss ich Ihnen gestehen, dass ich mich noch nicht getraut habe, viel weiter zu lesen. Das Cocos2d-Kapitel habe ich angelesen, aber da es bereits bei Erscheinen des Buches veraltet war, konnte ich das Buch auch direkt wieder weglegen. Der Autor weist noch schnell darauf hin, dass die 2.0-Version noch nicht verfügbar war und so konnte man auch einen veralteten Text verkaufen. (Als Hinweis: Keine 3 Wochen nach erscheinen des Buches wurde „Learn Cocos2d 2“ von Itterheim und Löw veröffentlicht, was sich ausschließlich mit der neuen Version beschäftigt und in den Release-Notes von Cocos2d lässt sich ebenfalls nachvollziehen, dass durchaus eine lauffähige Version seit Anfang des Jahres zur Verfügung stand.)

Letztendlich merkt man als Leser, dass der Autor dieses Buch über einen sehr langen Zeitraum geschrieben hat und er weist auch selbst im Buch daraufhin, dass wohl über ein Jahr Arbeit in dem Buch stecken. So musste natürlich an vielen Stellen über die Zeit nachgebessert werden, was leider nicht immer geklappt hat. Im Großen und Ganzen habe ich das Gefühl gewonnen, dass der Autor das Buch jetzt schnell vor iOS6 und Cocos2d 2.0 vom Tisch haben wollte. Beide Veröffentlichungen standen kurz bevor und hätten die Veröffentlichung wieder verzögert und so bekommt man das Gefühl, als Leser eine Beta-Version des Buches zu haben. Das könnte man fast schon positiv bewerten, da das Buch so unglaublich nah an die heutige Spieleindustrie herankommt, aber leider lassen sich Bücher nicht so leicht patchen.

Schade.
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Von 2 Kunden verfolgt

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1-9 von 9 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 05.10.2012 10:11:40 GMT+02:00
CodeFlatter meint:
Vielen Dank für diese detailierte Rezension. Ich kann ihren empfundenen Frust sehr gut nachvollziehen.

Veröffentlicht am 12.10.2012 10:19:05 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 12.10.2012 10:21:20 GMT+02:00
Bei mir funktionieren alle Downloads.

Und Ungenauigkeiten gibt es in allen Büchern. haben Sie z. B. mal "Das große Entwicklerbuch" von Erica Sadun gelesen? Da waren die Fehler so eklatant, dass die Nutzer in Foren reihenweise darüber klagten, dass ihre darauf basierenden Apps von Apple abgelehnt wurden. Dagegen sind die 3 - 4 Fehler, die sie gefunden haben, nicht der Rede wert.

In den Büchern von Paul Zirkle und Joe Hogue werden hingegen nur Methoden, aber kaum Code abgedruckt. Finden Sie das etwa besser?

Ich verstehe Ihre Wertung nicht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.10.2012 12:30:41 GMT+02:00
Ihr Beispiel hinsichtlich Erica Sadun ist einfach nur unangebracht. Weil es in ihrem Buch Fehler gab, sollte man die Fehler hier tolerieren? Machen die Fehler Saduns dieses Buch besser? Ich denke nicht. Wenn Sie Ihre Käufe dadurch rechtfertigen können, dass sie eine schlechtere Wahl hätten treffen können, freut mich das für Sie.

In meiner Rezension finden sich sicherlich Hinweise auf mehr als nur 3-4 Fehler und auch das war nur eine _kurze_ Auswahl. Schauen Sie sich den Umfang meiner Rezension an, hätte ich alle Fehler untergebracht, die ich bis dato gefunden habe, könnte ich mit einem durchschnittlichem Listing des Buches konkurrieren.

Anscheinend haben Sie meine Rezension nicht vollständig gelesen. Ich schrieb, dass ich mir bewusst war, dass es Code geben wird, den es abzuschreiben gilt. <- Das erwarte ich sogar von so einem Buch! Ich habe selbst Spiele entwickeln und dabei wahrscheinlich ein bis zwei Zeilen Code mehr geschrieben. Würde sich das Buch nur auf wenige Methoden beschränken, fände ich es ebenfalls unangebracht. In "Learning Cocos2D" wird das so gehandhabt und das gefällt mir einfach nicht.

An diesem Buch gefallen mir viele Dinge gut, aber in erster Linie ging es mir um den Code und dessen Kommentierung/Erklärung, wenn es an dieser Stelle hapert, kann ich wohl kaum eine glorreiche Wertung abgeben. Wenn ich ein Gericht bestelle, bei welchem nur die Beilagen schmecken, würde ich das Restaurant auch nicht weiterempfehlen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.10.2012 13:45:50 GMT+02:00
Da ich das "Bei mir funktionieren alle Downloads" jetzt nicht einfach auf mir sitzen lassen wollte, habe ich soeben noch einmal einen Blick auf das Kapitel 5.2 und den entsprechenden Beispiel-Code geworfen. Der Code funktioniert definitiv nicht. Ich habe diesen nun auf einem iMac und einem Macbook im Simulator getestet und auf zwei Testgeräten (3gs und 4s) mit unterschiedlichen IOS-Versionen.

Der Code kann im übrigen "ab Werk" auch nicht funktionieren, da die Projektdatei des Codes nicht zu den enthaltenen Dateien der Zip-Datei passt. Wenn man eigenständig die MainWindow.xib dem Projekt hinzufügt, dann und erst dann kann dieser Code funktionieren.

Wahrscheinlich haben Sie den Beispielcode ähnlich gewissenhaft geprüft, wie sie meine Rezension gelesen haben.

Veröffentlicht am 24.10.2012 14:04:41 GMT+02:00
Sehr geehrter Herr Stolzenburg,

ich freue mich, dass Sie sich mit meinem Buch auseinander gesetzt haben und finde es natürlich schade, dass es Ihnen nicht zusagt. Ich bin sehr offen für konstruktive Kritik und habe deswegen Ihre Rezension aufmerksam durchgelesen, die ich jedoch so auch nicht unkommentiert stehen lassen kann. Lassen Sie mich auf Ihre Kritikpunkte kurz eingehen:

- Kommentierung des Codes
Im Schnitt ist jede vierte Zeile des Codes erklärend kommentiert, und der unkommentierte Code ist selbsterklärend. Da das Buch nicht für Anfänger geschrieben ist, erübrigt sich mMn die Erläuterung jeder Zeile, zumal die jeweils neu angesprochenen Themen im begleitenden Buchtext erläutert werden. Für Entwickler, die sich mit Code ein wenig auskennen und damit auseinander setzen, stellt dies kein Problem dar.
Anders wäre diese Masse an Lernstoff selbst innerhalb der über 650 Seiten auch nicht unterzubringen gewesen und der Code wäre noch länger geworden. Bereits im Vorwort und in der Einführung weise ich auf dieses Vorgehen ja deutlich hin.

-'O's und Nullen
Mir erschließt sich leider nicht, wo hier die Problematik liegt. In keiner Codezeile des Buches wird eine Variable 'O' verwendet, erst recht nicht in der verwechslungsanfälligen Großschreibung, denn ein kleines 'o' und eine Null wären durchaus voneinander unterscheidbar. In Variablen- und Methodennamen wie z. B. "loadView" oder "scorePlayer1" ist die Unterscheidung der beiden Zeichen durchaus inhaltlich gegeben und eine Verwechselungsgefahr schier ausgeschlossen.
Die einzige Fehlerquelle, bei der es (wenn man das Buch nicht liest, sondern nur die Listings abtippt) zu Verwechslungen kommen könnte, ist eine einzige(!) Ziffer beim Design der Level-Dateien in "The Little Jungle Sisters". Das können Sie aber unmöglich gemeint haben, denn das Programm haben Sie - wie Sie selber schreiben - ja nicht abgetippt.

- 'Retain' und 'Release'
Sie schreiben:
"In Kapitel 4 […] der Autor setzt sogar noch einen drauf, indem er auf einmal wie selbstverständlich von Retain und Release spricht".
Die entsprechende Textstelle lautet: "und auch abschließend wieder zu releasen".
Da haben Sie vollkommen Recht. Allerdings schreiben Sie einen ganzen Absatz, nur weil die Lektoren und ich bei der Überarbeitung des Buches diese 6 Wörter übersehen haben? Den Schuh ziehe ich mir gerne an, denn keine Erstauflage ist frei von Fehlern und ich bin froh, dass die Anzahl der Fehler so gering ausgefallen ist. Denn abgesehen von diesen 6 Wörtern wird 'release' nicht weiter erwähnt, und 'retain' ist gleich gar nicht enthalten. Für mein Empfinden ist Ihre Kritik hier unverhältnismäßig hart formuliert.

- Ihr Kritik bei der Kollision im R-Type-Klon erschließt sich mir leider ebenfalls nicht: Erst wird die Kollision mit der Umgebung programmiert, diese später verfeinert und anschließend zusätzlich mit den gegnerischen Sprites gecheckt, durch die der Raumgleiter bislang durchfliegen konnte.
Das sind zwei unterschiedliche Kollisionsabfragen. Diese Unterscheidung wird beim genauen Lesen des Buchtextes durchaus deutlich.

- Partikel-Code:
Im Buch wurde in der Particle-Klasse die Methode 'initParticleAt' in 'createParticelAt' umbenannt und diese Änderung im Text unterschlagen. Für die hierbei entstandene Konfusion entschuldige ich mich natürlich. Ich habe diese Ergänzung aber bereits in meiner Korrekturvorlage, die sich jeder Leser auf meiner Webseite als Einlegeblatt herunterladen kann, mit aufgenommen. Erfreulicherweise kommt man als Programmierer schnell selber auf die Fehlerursache. Die Emitter sind übrigens alle sichtbar, wenn Sie das iPhone hochkant halten.

- Project wirft Exception:
Vielen Dank für den Hinweis, bei "Montgolfière" fehlte tatsächlich eine Datei. Bitte probieren Sie den Download erneut. Ich habe es mittlerweile behoben und alle Projekte sollten nun anstandslos funktionieren.

- Cocos2D ist veraltet:
Schade, dass Sie an dieser Stelle aufgegeben haben, denn der Code ist erfreulicherweise nicht veraltet, sondern so geschrieben, dass Sie ihn mit ARC-Konvertierung ohne Änderungen in Cocos2D V2.0 verwenden hätten können. Das Kapitel ist auch nicht als komplette Einführung auf möglichst aktuellem Stand zu verstehen (dafür gibt es andere Bücher), sondern ist ein Blick über den Tellerrand, welche Möglichkeiten es für Spieleentwickler noch gibt. Ich bin mir sicher, dass sich das allein aufgrund der geringen Seitenanzahl des Themas von alleine versteht.

Schade finde ich zudem, dass Sie mein komplettes Buch bewerten, nachdem Sie nicht einmal die Hälfte durchgelesen haben. Setzen Sie sich noch einmal ran, ich verspreche Ihnen, die zweite Hälfte wird Ihnen zusagen.
Der angestrebte Lerneffekt, der sich beim Lesen des Buchs einstellen soll und den mir viele Leser erfreulicherweise bereits bestätigt haben, scheint Sie außerdem leider nicht vollständig erreicht zu haben – andernfalls hätte sich der eine oder andere Ihrer Kritikpunkte erst gar nicht zur Diskussion gestellt. Insgesamt geht es in meinem Buch darum, Spiele zu entwickeln und der Fokus liegt - obwohl der Code reichhaltig ist - nicht nur auf der Programmierung, sondern auf nahezu allem drum herum. Sie hingegen haben bei Ihrer Wertung nur den einen Teil berücksichtigt.

Wenn Sie also - um in Ihrem Bild aus dem letzten Kommentar zu bleiben - in einem Restaurant ein Buffett besuchen und Sie freuen sich nur auf das Schnitzel (dieses ist aber nicht wie von Ihnen erhofft vom Kalb, sondern vom Schwein), haben aber den vollen Preis auch für das argentinische Steak, den Rehbraten, das Filet vom Wildschweinrücken, den Lachs und natürlich die Beilagen gezahlt, haben daran aber kein Interesse, dann verstehe ich Ihre Enttäuschung. Dann sind Sie in diesem Buch tatsächlich nicht gut aufgehoben, denn es hat leider Ihre persönlichen Erwartungen nicht erfüllt. Vielleicht haben Sie das Buch als jemand, der schon Spiele programmiert hat, ja auch einfach mit den falschen Augen gelesen.

Trotzdem hoffe ich, konnte ich Ihre Enttäuschung ein wenig mildern. Ich würde mich freuen, wenn Sie doch noch die zweite Hälfte lesen.

Bei Fragen erreichen Sie mich wie immer über patrick(at)iosgames.de.

Viele Grüße,
Patrick

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.10.2012 15:16:26 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.10.2012 15:20:18 GMT+02:00
Hallo Herr Völcker,

schön, dass Sie auf meine Rezension antworten, aber auch Ihre Antwort kann ich leider nicht unkommentiert lassen.

- Kommentierung des Codes
Persönlich hatte ich hier das Gefühl, dass dem Code der ein oder andere _erklärende_ Kommentar gut täte. Besonders, wenn dem Leser mehrere Zahlenwerte um die Ohren gehauen werden. Es stimmt, dass sie durchschnittlich jede vierte Zeile kommentieren, aber leider auch nur mit rund vier Wörtern. Im Code zum Buch "Learn Cocos2d 2" finde ich die Kommentare zum Beispiel wesentlich aussagekräftiger und hier sind wir bei 544 Seiten, wo nur die wichtigsten Methoden abgedruckt wurden. (Das soll hier keine Werbung für das Buch sein. Persönlich habe ich lieber den Code im Buch als ständig zwischen Mac und Buch zu wechseln. Also ein Pluspunkt für Ihr Buch.)

-'O's und Nullen
Die genaue Stelle habe ich jetzt nicht zur Hand. Ich erinnere mich aber daran, dass aufgrund des CamelCase hier durchaus ein "O" oder eine Null möglich gewesen wäre. Ich hatte mich falsch entschieden und musste es später ausbessern. Generell halte ich die Wahl der Schriftart für einen Fehler. Danke auch für den Hinweis auf die kleinen "o"s und die Nullen.

- 'Retain' und 'Release'
Sehen Sie das einfach nur als den letzten Tropfen und mich .. naja.. als das Fass. Sicherlich kann man über so etwas hinwegsehen, aber zu diesem Zeitpunkt konnte ich das eben nicht. Natürlich ist eine Erstauflage nie ohne Fehler, aber ich habe so meine Zweifel an der Kompetenz Ihrer Lektoren bzw. daran wie ausgiebig sich diese mit dem Buch UND dem Code beschäftigt haben.

- Kollision in R-Type
Dass es hier nicht zu einer Kollision zwischen Gegner und Raumschiff kommen kann, ist offensichtlich, da es Gegner zu diesem Zeitpunkt noch _nicht_ gibt. (Werfen Sie einfach selbst einen Blick auf Seite 214.) Folglich kann das Raumschiff nur mit der Umgebung kollidieren. Leider ist der Code an diesem Punkt nicht lauffähig, da Sie in der TileEngine bereits bei einer Kollision die Explosion anstoßen. Die Animation und die Konstante finden wir aber erst 14 Seiten später im Buch. Um aber auf meine eigentliche Aussage zurückzukommen. Sie schreiben, dass das Raumschiff durch die Umgebung fliegen kann, obwohl die Kollision (unvollständig) implementiert wurde. Text und Code stimmen somit nicht überein.

- Partikel-Code
Das kann ich so leider nicht stehen lassen. Die Partikel-Klasse haben Sie gemäß R-Type für die Landscape-Orientation ausgelegt, daraus folgt, dass Sie screenHeight und screenWidth vertauscht haben. So erhält man, wenn man das Device hochkant hält, lediglich eine kleinen blauen Punkt am unteren Rand und wenn man es quer hält, wie es einem das Buch durch die Illustration suggeriert, sieht man nichts. Ich habe gerade extra das Projekt noch einmal nachprogrammiert und bin auf Fehlersuche gegangen, weil es hier kein Beispielprojekt gibt. Man muss lediglich die Werte der bereits genannten Konstanten tauschen und dann funktioniert es. Da haben Sie wieder was neues für das Einlegeblatt. Gern geschehen.

-Project wirft Exception
Hier noch einmal der Hinweis auf die Lektoren. Das sind zwei Klicks und würde jedem auffallen. Außer den anderen Rezensionsschreibern, die ihr Buch nach meiner Rezension in den Himmel loben und die Funktionalität der Beispielprojekte bestätigen bzw. explizit erwähnen, dass sie nur mit dem Beispiel-Code arbeiten, der bei Montgolfière eine Exception wirft und auch an anderen Stellen Fehler aufweist.

- Cocos2D ist veraltet
Es funktioniert in der Tat. Ich habe auch nie unterstellt, dass es anders sei. Allerdings gibt es hier aktuellere Alternativen und Cocos2D 1.0 installiert sich heute wohl kaum noch jemand.

> Abschließende Worte
Ich möchte jetzt hier keine Erbsenzählerei betreiben, aber ich habe mehr als die Hälfte gelesen. Das geht auch aus der Rezension hervor. Anderen Rezensionsschreibern empfehlen Sie hier schließlich auch nicht, dass sie erstmal alles lesen sollten, bevor sie das Buch in den Himmel loben. Etwas übel stößt mir in diesem Zusammenhang auf, dass man von anderen liest, dass der Code funktionieren würde. Gerhard Tauber versucht mich hier sogar als Lügner darzustellen, wobei Sie selbst sogar zugeben, dass der Code nicht funktionierte.

Darüber hinaus möchte ich noch erwähnen, dass mir der Einlegezettel entweder nicht aufgefallen ist oder was ich eher vermute, dass es den während meiner Bearbeitung noch nicht gab. Das Erstellungs- /Änderungsdatum (20.10.2012) des PDFs und die Tatsache, dass die Fehler mit denen in meiner Rezension beschriebenen enden, bestätigen mich in meiner Annahme. Gegebenenfalls ist ja auch nur die erste "Hälfte" des Buches fehlerhaft. ;)

Leider muss ich sagen, dass ich die anderen Rezensionen mehr als fraglich finde. Herr Tauber hat das Buch im besten Fall gelesen, aber nie mit dem Code gearbeitet, wie Sie hier quasi bestätigen. Er schreibt hier somit an mehreren Stellen die Unwahrheit. Den anderen Schreiberlingen stehe ich auch eher skeptisch gegenüber, da anscheinend keiner auf die offensichtlichen Fehler gestoßen ist oder diese verheimlicht. Der Code aus Montogolfière war zumindest bis zum 23.10.2012 nicht funktionsfähig und auch andere Fehler, die ich nicht genannt habe, aber welche mindestens genauso auffällig sind, werden von diesen Personen nicht genannt. Ein Schelm, wer Böses denkt.

Nach Beendigung des Buches und im Hinblick darauf, dass ich vielleicht doch nicht zur Zielgruppe gehöre, hätte ich meine Bewertung vielleicht noch um einen Punkt nach oben gesetzt, aber Ihr Kommentar und die Tatsache, dass ich hier noch auf Fehlersuche gehen musste und diese mehr als fragwürdigen 5-Sterne-Bewertungen rufen bei mir doch zuviel Missmut hervor.

Beste Grüße
M. Stolzenburg

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.11.2012 14:53:43 GMT+01:00
Herr Stolzenburg, Ihr detektivischer Spürsinn in allen Ehren:

- PDF:
PDFs, die aus Word heraus gerändert werden, weisen immer ein identisches Erstellungs- und Änderungsdatum auf. Die Reihenfolge der einzelnen Punkte hat nichts mit Ihrer Rezension zu tun, sondern ist logischerweise chronologisch nach Seitenzahl geordnet. Die Onlineversion des Einlegeblatts wird auch immer ein neueres Datum tragen, weil ich ständig Updates für iOS6 einpflege.
Was Sie hier also als Kritikpunkt heranziehen, würden andere Leser womöglich als Service am Leser bezeichnen.

- Kollision in I-Type: In der Regel funktioniert ein Code erst, wenn das Kapitel beendet ist und nicht zwischendrin, wie Sie das irrtümlich an dieser Stelle erwarten.

- Cocos2D
Der Code funktioniert auch für die aktuelle Cocos2D-Version 2 und ist nicht veraltet, wie Sie mutmaßen.

Den Rest Ihres Kommentars lese ich als Rundumschlag gegen andere Rezensenten, die nicht Ihrer Meinung sind. Da bedarf es von mir - glaube ich - keiner Antwort. Abschließend möchte ich aber noch sagen, dass ich mich freue, dass Sie Ihre Freude am Buch doch noch zurückgewinnen konnten und Ihnen die zweite Hälfte doch noch 4 Sterne wert zu sein scheint, damit Sie auf den Durchschnitt von 3 Sternen kommen.

Wichtig ist doch allein, dass alles funktioniert!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.12.2012 15:47:19 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 03.12.2012 15:51:16 GMT+01:00
Hallo Herr Völcker,

der Hinweis auf das PDF war lediglich so gemeint, dass ich bezweifele, dass es das PDF "zu meiner Zeit" mit dem Buch schon in dem Umfang gab. Sollte ich in den zahlreichen Besuchen Ihrer Seite das PDF übersehen haben, dann entschuldige ich mich dafür.

Zur I-Type-Kollision muss ich sagen, dass ich wirklich davon ausgegangen bin, dass der Code an dieser Stelle funktioniert. An der Stelle des Buches wird zumindest von dem aktuellen Kollisionsverhalten gesprochen, was ich interpretierte als "Wenn ich das jetzt kompiliere, dann passiert dies und jenes."

Der Wink an meine werten Mit-Rezensenten musste sein, da ich mir schließlich auch anhören durfte, dass der Code funktionieren würde und ich somit hier lügen würde. Zum Zeitpunkt der anderen Rezensionen waren die Fehler aber _noch_ gegeben, dennoch hielt es keiner der Rezensenten für nötig zumindest darauf hinzuweisen.

Abschließend möchte ich sagen, dass ich vielleicht (oder sehr wahrscheinlich) etwas hart mit Ihrem Buch umgesprungen bin, aber so eine Rezension ist auch immer irgendwo subjektiv angehaucht. Meinen Frust ließt man vielleicht ein wenig raus... mittlerweile würde ich wahrscheinlich anders urteilen.

PS. Ich habe meine Rezension nun mit dem Hinweis versehen, dass diese nicht mehr ganz aktuell ist und auch meine Bewertung geändert.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.12.2012 17:12:26 GMT+01:00
J. Clemens meint:
Hallo Herr Stolzenburg, hallo Herr Völcker,

mit Interesse habe ich Ihren Diskussionsthread hier auf Amazon gelesen. Ich habe mir die PDF-Version des Buches gekauft und konnte einige Kritikpunkte zumindest nachvollziehen. Ein endgültiges Urteil möchte ich mir noch nicht erlauben, da ich in meiner Lektüre noch nicht weit genug fortgeschritten bin. Bis jetzt muß ich aber sagen, überwiegt der positive Gesamteindruck allemal.

Ich zolle jedoch beiden Parteien mein höchstes Lob für die außerordentlich faire und sachliche Diskussion. So etwas liest man nicht allzu oft, schnell gehen solche Auseinandersetzungen in persönliche Angriffe über. Vielen Dank!
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