Kundenrezension

25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Kunst des Krieges - Die Kunst des Heavy Metals?, 29. Mai 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Art of War (Ltd.Version) (Audio CD)
Die Schweden sind zurück. Und wie! Die sympathischen Jungs blasen uns ihr viertes Album um die Ohren. Hat man mit „Primo Victoria“, dem direkten Nachfolger „Attero Dominatus“ und dem Quasi-Debüt „Metalizer“ den Weg geebnet für erfolgreiche Touren und mehr als treue Fans, wird es Zeit ein neues Buch aufzuschlagen. Das Buch des Krieges. Jeder Song auf dem Album handelt zeitgleich auch ein Kapitel des Buches ab – egal ob nun als Intro / Midtro / Outro oder aber als vollwertiger Song – thematisch geht es wieder in eine Richtung: Front!
Dabei hat sich zum Glück nicht viel verändert: Heavy Metal mit Keyboards und rauer Mannesstimme (Jocke, du mein Held!), kriegerischen Lyriken und einfach jeder Menge Spass in den Songs. So kennen wir die Jungs, so lieben wir sie. Wer sich vom Album überraschen lassen will, sollte von nun an nicht weiterlesen:

* 1. Sun Tzu Says
Gesprochenes Intro, nicht besonders beeindruckend, aber ein guter Einstieg in den ersten richtigen Song

* 2. Ghost Division
Lautstark kommt der Blitzkrieg in Form von Rommels 7. Panzerdivision aus den Boxen, schnell und gewaltig, ein richtiger Reißer den Sabaton hier als Einstieg servieren, geiler Opener

* 3. Art of War
Der Titeltrack zum Album kommt etwas weniger schnell dafür aber umso gewaltiger daher, ein richtiger Song für den Nacken, da kommt Freude auf. Kann sich nicht ganz mit „Primo Victoria“ messen, aber es geht in die Richtung.

* 4. 40:1
Thematisch an den Widerstand von etwa 700 polnischen Soldaten gegen eine deutsche 40.000 Mann Truppe angelehnt, ist es für mich einer der absoluten Höhepunkte des Albums, gar des Sabatonischen Schaffens. Hier stimmt einfach alles, Pathos, Refrain, Speed (man holzt der), Kraft, Anspruch…. Einfach ein grandioser Song der einen umhaut.

* 5. Unbreakable
Kurzes Intro, danach folgt ein Stampfer der alten Schule, man nickt mit und geht mit. Leider nimmt einen der Song nicht wirklich gefangen, finde ich. Einfach nicht mein Fall, einer der weniger guten Songs.

* 6. Nature of Warfare
Kurzes Midtro, dient als Einleitung zum nächsten Song

* 7. Cliffs of Gallipolli
Man möchte fast meinen, hier hört man den absolut typischen Sabaton-Song. Das dachten sich wohl auch die Schweden und hauen eine gleichnamige Single raus. Thematisch an 1915 gekoppelt, wo australisch-neuseeländische Soldaten einen von Türken besetzten Strand stürmen sollen. Dieser Song nimmt einen sofort gefangen, lässt am Krieg zweifeln, regt zum Nachdenken an und geht einfach gut ab, eher Midtempo aber absolut eindrucksvoll. Kleine Anleihen von Savatage kann man sicherlich nicht abstreiten, aber das macht nichts. Einfach richtig großes Metal-Kino!

* 8. Talvisota
Als Finne taucht man ab in den Winterkrieg der 40er mit den Russen. Wenn man den Song hört, sollte man meinen es sei ein Blitzkrieg gewesen, so wie dieser Hochgeschwindigkeitssong ddaher kommt. In bester „We burn“-Manier gibt es 3 Minuten lang ordentlich Geballer aufs Gemüt.

* 9. Panzerkampf
Was für ein Song! Eine Hymne, ein Schlachtlied, ein Brecher. Schwer mit irgendwas zu vergleichen, da es irgendwie Sabatonuntypisch ist, aber dennoch so gut drückt wie kaum etwas zuvor. Wie der Titel vermuten lässt, geht um die größte Panzerschlacht der Geschichte (Kursk 1943). Als Sovietsoldat marschiert man gegen die einfallenden Nazi-Schergen und lässt sich von dieser Hymne gefangen nehmen! Comrades, Charge!

* 10. Union
Für mich ebenfalls ein klasse Song, da er einen packt und auf eine Reise von Anzio bis nach Rom mitnimmt, zusammen mit seinen Waffenbrüdern erlebt man verschiedene Stationen des Krieges in Italien. Ein midtempo Song der an manowarische Auswüchse Marke „Metal Brothers“ erinnern lässt. Nur irgendwie viel cooler, grooviger, packende rund weniger peinlich. Geil.

* 11. Price of a Mile
Ein Song der sehr nachdenklich stimmt, die Party vergessen lässt und sich vor Augen führt wie 1916 Krieg geführt wurde. Schwerfällig, tief melancholisch und einfach wunderschön, führt dieser ruhige Song uns in die Flandern wo der Grabenkrieg tobt und jede erkämpfte Meile mit einem unmenschlichen Preis bezahlt wurde. Grandios.

* 12. Firestorm
Wie schildert man musikalisch einen Luftangriff? Ganz einfach, so wie in diesem Song, Sabaton drücken noch mal richtig aufs Gas und prügeln sich durch Schatten am Himmel, riesige Bombenkrater und dem Tod von oben. Einfach noch mal alles gegeben – „Counterstrike“ und „Reign of Terror“ lassen grüßen!

* 13. A Secret
Nun, es wäre wohl kein „Secret“ mehr, wenn ich sagen würde worum es geht, oder?

Was bleibt also? Ein richtig starkes 5-Sterne-Sabaton-Album welches zwar leider ohne Partytrack a la „Metal Machine“ daherkommt aber dafür insgesamt viel zu bieten hat – der Clou: Man findet immer wieder neue Stellen in den Songs die man klasse findet, sie werden trotz bester Eingängigkeit nicht langweilig (man halte mir vor dass ich auf der myspace Seite der Schweden eine Woche lang jeden Song bis zum Umfallen hören konnte). Gut, man mag etwas die Abwechslung vermissen, aber jeder Song ist für sich gut, auch wenn einige mehr oder weniger rocken. Aber abgesehen von nur zwei eher mässigen Songs sind die restlichen umso stärker und weisen den Weg ins Metal-Land – wer 2008 immer noch denkt er würde an Sabaton vorbeikommen, sollte spätestens jetzt umdenken. Die Lyrics mögen nicht jedermanns Geschmack sein, klar, aber dafür sind die packend, laden mehr als nur zum mitsingen ein und sind zwischen Kriegs-Party und Anti-Kriegsdrama einzuordnen.
Was die Produktion angeht so hat Herr Tätgren mal wieder grandiose Arbeit geleistet, es wurde sich nochmals verbessert. Gut, das Cover ist nicht ganz mein Fall, da hätte ich mir anderes gewünscht, aber die tolle DVD-Aufmachung samt (englischem) Buch „The Art of War“, sollte für den Preis niemanden abschrecken, einfach ein starkes Album – so muss Heavy Metal anno 2008 klingen. Während sich andere Bands auf altem Ruhm ausruhen oder ihre Fanschar verprellen mit absurden Songs und komischen Versprechen (u.A. *hust* Manowar *hust) der sollte den Schweden eine Chance geben, denn „Newcomer“ sind die schon lang nicht mehr. Hail Sabaton!
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 31.05.2008 20:04:15 GMT+02:00
Red meint:
Cooles Album findeich auch. Nicht so stark wie die Vorgänger aber cool. Ich finde es auch schade, dass kein Party Track dabei ist. Ich war schon gespannt was nach Metal Songs und Metal Bands im Text nun folgen würde. Allerdings ist der Song Cliffs of Gallipolli total von dem Savatage Klassiker Gutter Ballet übernommen worden.

Veröffentlicht am 08.06.2008 11:15:21 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.06.2008 11:15:54 GMT+02:00
Brainstorm meint:
Gute Rezension, kann ich uneingeschränkt beipflichten !
Es wäre jedoch hilfreich, wenn man sich endlich mal die Seitenhiebe auf andere Bands des gleichen Musikstiles, insbesondere Manowar (ohne die es viele der heutigen Metal-Bands gar nicht gäbe) sparen könnte. Der Rezensent kann nicht auf dem letztjährigen MagicCircleFestival gewesen sein, wo er ein perfekt organisiertes und höchst besucherfreundliches Festival erlebt hätte (vom Eintritt von 10,-- will ich gar nicht reden, das war natürlich ein Werbegag), von der immer wieder gebetsmühlenartig wider besseren Wissens wiederholten Mär von der "Verarsche" keine Spur ! Und auch dieses Jahr wird es wieder ein Spitzenevent werden - einziges Manko: SABATON werden nicht dabei sein, aber aufgeschoben muß ja nicht aufgehoben sein !

Veröffentlicht am 22.05.2012 02:35:22 GMT+02:00
Sehr gute Rezension,bin komplett deiner Meinung! Allerdings hab ich da mal ne Frage! Was haben eigentlich alle immer gegen Manowar?? die Band is dich klasse und eins muss man ihnen lassen,ich kenn kaum eine andere Band die so extrem viel Fan Liebe an den Tag legt wie Manowar! Und ihre Musik is ja wirklich alles andere als schlecht. Manowar sind einzigartige Musiker.
Aber das scheinen die meisten wohl zu übersehen.....
Naja auf jeden fall wars ne gute Rezension,weiter so ;)

Veröffentlicht am 05.07.2013 09:12:46 GMT+02:00
Juggs meint:
Ich bin erst gestern auf Sabaton gestossen, Schade über mein Haupt! ;-)

Sehr gute Rezension, Sehr gut und klar ausgedrückt. Kann ich auch fast komplett unterschreiben bis auf einen Punkt:

5. Unbreakable

"Zitat: Kurzes Intro, danach folgt ein Stampfer der alten Schule, man nickt mit und geht mit. Leider nimmt einen der Song nicht wirklich gefangen, finde ich. Einfach nicht mein Fall, einer der weniger guten Songs."

Dazu meine Frage, hattest Du den Song damals komplett durchgehört bevor Du die Rezension geschrieben hattest, oder hattest Du den angespielt und gemerkt er gefällt mir nicht und Dir dann den nächsten angehört?
Ich meine, der Song entwickelt sich ja erst nach etwa der Hälfte so richtig. Da steckt so unglaublich viel Energie drin, nachdem das "stampfende Vorspiel" sich in Power und Geschwindigkeit ändert. Für mich persönlich ist das mit der stärkste Song auf dem Album!!

Ansonsten noch frohes Schaffen! ;-)
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Details

Artikel

Rezensentin / Rezensent

Blooshed
(VINE®-PRODUKTTESTER)   

Ort: Im Nirgendwo

Top-Rezensenten Rang: 8.968