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Rezension bezieht sich auf: In sich hinausgehen. Mit NLP zum Ur-Credo (Taschenbuch)
Wolfgang Bernard eröffent hier durchaus eine Möglichkeit. Getreu des NLP-Ansatzes "Erweiterung von Strategien der Wahrnehmung" weist er auf die Möglichkeit hin, "leidende" Menschen nicht lediglich nur "funktional" für die Gesellschaft und ihr persönliches, subjektives "Glücksempfinden" wieder in Funktion zu bringen, sondern traut sich, diese modernste aller Psychomethoden auch mal auf die Kernfragen des Menschseins anzuwenden: auf die grundlegendste aller Überzeugungen - die Identität.Freilich kann man dies als ein sich Wälzen in schlechten Gefühlen interpretieren - aber man kann eben neben verdeckenden auch aufdeckende Therapieansätze vertreten. Die vom Mitrezensenten zitierte Gefahr, man würde bei diesem Prozess alleine gelassen, scheint mir nicht wirklich vorzuliegen, auch der Vorwurf der unklaren Beschreibung des Prozesses selbst ist nicht nachvollziehbar: gerade dies stellt ja sicher, das keine unbegleiteten Selbstversuche vorgenommen werden können. Das Buch ist also natürlich kein Selbstlernkurs. Bernard ist es aus meiner Sicht aber gelungen, den Zusammenhang Spracherwerb und trennende Identität mit den Mitteln des NLP darzulegen. Er ist auch ehrlich genug, sein "Ur-Credo" als Arbeits-Hypothese aufzufassen. Auch die Notwendigkeit des Erwerbs einer Identität wird bestätigt - allerdings auch deren Schattenseiten: das Empfinden des Getrenntseins. Eines aber bleibt er zumindest mir doch noch schuldig. Ist das Ur-Credo erstmal "geknackt" und die "vorsinnliche Wahrnehmung" als Empfindung der Einheit alles Existierenden dahinter wieder sichtbar - warum dann überhaupt dieses Versteckspiel der Existenz? Wieder angelangt im reinen "Sein" der vorsinnlichen Wahrnehmung - was gibt es dann für den wieder ungetrennt Wahrnehmenden noch zu "tun"? Es bleibt die Frage nach dem "Motor" der Existenz und ihrer mit diesen Phänomenen verfolgten Absicht, wenn es denn eine gibt. Hier sind wir dann aber wirklich an Fragen angelangt, die mir mit herkömmlichen Methoden der Wahrnehmungserweiterung auch dieses erweiterten Ansatzes nicht lösbar erscheinen. Die verbleibende "Bedürftigkeit" des Menschen, die Empfindung seiner "Minderwertigkeit" gegenüber der Existenz als solcher und alle daraus abgeleiteten psychologischen und soziologischen Folgen und Probleme - von Bernard als Folgen des Ur-Credo interpretiert - scheint mir aus gutem Grund nicht auflösbar: sie ist der Motor zum Streben nach dem "Höcherwertigen", welches dem sich minderwertig Empfindenden Freiheit und Raum zur Entwicklung lässt, zur Entdeckung dieses Höherwertigen selbst. Eine solche Möglichkeit nennt man "Liebe". Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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EUR 16,80
Rezensentin / Rezensent
![]() Ort: Hemmingen, Baden-Württemberg
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