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Kundenrezension

32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannender Einzelband, 24. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Homunkulus (NINRAGON) (Kindle Edition)
Homunkulus ist ein Einzelband aus der Ninragon-Reihe, auf den ich sehr gespannt war. Angekündigt wurde er sowohl als Weiterführung der in der Ninragon-Trilogie entworfenen Welt, als auch als Einstiegsband für Neuleser, obwohl er zeitlich nach der Trilogie spielt. Erstaunlicherweise funktioniert das und in gewisser Weise ist er tatsächlich besser zum Einstieg geeignet als die Trilogie.

Besonders gespannt war ich auf Homunkulus aber, weil diesmal die Welt der Kinphauren im Vordergrund stehen sollte. Und das verspricht eine ganz andere Erzählweise, eine ganz andere Sprache, eine andere Konstruktion des Erzählrahmens. Insgesamt ein Roman, der sich viel stärker an der kommerziellen Seite von Fantasy orientieren dürfte, ohne dabei einen gewissen Anspruch aus den Augen zu verlieren.

Kurz zur Erklärung, was ich damit meine, für den Nicht-Ninragon-Leser (keine Sorge, es ist kein Spoiler und das hier gesagte ist für Homunkulus inhaltlich ohne Belang): In Ninragon spielen 2 Völker, die von den Menschen trotz ihrer enormen Gegensätze lapidar vereinfachend unter dem Begriff 'Elfen' zusammengefasst werden, jeweils eine große Rolle. In der Trilogie wurde der Leser dabei vor allem in die Welt der Ninrae eingeführt, ein Volk welches sich von den Menschen durch eine hochgeistige Entwicklung u.a. mit 3 Sprachen auf verschiedenen Bewusstseinsebenen unterscheidet. Odenthal beschreibt seine Welten nicht nur, er lässt den Leser sehr stark in diese Welten eintauchen. Im Fall der Ninrae ist es eine sehr komplexe Welt, die für den Leser fremdartig und kaum begreifbar ist. Odenthal macht dies in den Ninrae-Szenen erlebbar durch eine komplexe Sprache, ungewöhnliche Wortwahl und überbordender Metaphorik, man erlebt die 3 Sprachebenen der Ninrae tatsächlich im Text. Zusammen mit dem dortigen zweiten Handlungsstrang, der im Wesentlichen in einer Welt der Barbaren spielt und damit einen extremen Kontrast zu den Ninrae-Szenen bildet (in sprachlicher Hinsicht, wie auch in explizit realistischer Gewaltdarstellung), wird dem Leser im Vergleich zur 'üblichen' Fantasy-Literatur einiges abverlangt. Ein polarisierendes Werk mit aus meiner Sicht der inhärenten Fragestellung, wie literarisch darf Fantasy (also ein Trivialgenre) sein?

Hier hingegen befinden wir uns in der von Kinphauren besetzten Stadt Rhun. Sozusagen im Gegenentwurf zur hochgeistig literarischen Ninrae-Welt. Und deswegen schwirrte mir im Vorfeld die Frage im Kopf: 'Wie trivial darf (Fantasy-)Literatur sein?'. Ich erhoffte mir, dass Odenthal jetzt die andere Seite ausloten würde, war gespannt darauf, was dann das Ergebnis wäre. Ich erhoffte mir einen Roman, dem nicht der Anspruch fehlt, seinem Leser die eigene Welt zu spiegeln, ihn weiterzuführen, sich aber trotzdem dabei erlaubt, in die Trickkiste der 'Trivialliteratur' zu greifen.
Und ich wurde nicht enttäuscht.

Im Vordergrund steht Danak, die zusammen mit ihrem 'Kader', einer kleinen, verschworenen Truppe versucht die Straßen von Rhun für die Bürger sicher zu halten. Der Roman steigt mitten in der Handlung ein, was erstmal ein bisschen unübersichtlich ist. Aber schon nach wenigen Seiten hatte ich mich zurechtgefunden und war 'mitten drin'. Die Leseprobe scheint mir einen repräsentativen Einstieg zu geben. Mag man sie, wird man vermutlich auch das Buch mögen. Wobei der Roman sich kontinuierlich steigert, ab der 'Hafenszene' habe ich den Rest in einem Rutsch gelesen.

Sprachlich ist das Buch für Odenthal ungewöhnlich einfach gehalten, besitzt aber trotzdem seine typische Stimme. Es ist eine sehr temporeiche, spannende Geschichte mit einigen für mich sehr überraschenden Wendungen. Gleichzeitig scheint mir die Tiefgründigkeit, die ich an Odenthals Büchern so liebe, hier leichter zu ergründen zu ein. Es fällt mir schwer, mehr dazu zu schreiben, ohne zu spoilern.

Für wen ist dieses Buch also etwas?
Der erwachsene Fantasy-Leser, der nicht vor expliziter Gewaltdarstellung zurückschreckt und eine spannende, abwechslungsreiche und ungewöhnliche Geschichte in aktueller Sprache lesen möchte, sollte sich die Leseprobe anschauen. Gefällt diese, dann wird er den Rest vermutlich lieben. Denn die Geschichte nimmt immer mehr Fahrt auf.

Von Odenthals bisherigen Büchern ist Homunkulus sicherlich der einfachste Einstieg, im positiven Sinn. Sein kommerziellstes Buch bisher, ebenfalls im positiven Sinn.
Von mir eine dicke Empfehlung, also 5 Sterne.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 10.02.2014 20:07:51 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.02.2014 20:09:16 GMT+01:00
" Odenthal beschreibt seine Welten nicht nur,
er lässt den Leser sehr stark in diese Welten eintauchen.
Im Fall der Ninrae ist es eine sehr komplexe Welt,
die für den Leser fremdartig und kaum begreifbar ist.
Odenthal macht dies in den Ninrae-Szenen erlebbar
durch eine komplexe Sprache,
ungewöhnliche Wortwahl
und überbordender Metaphorik,
man erlebt die 3 Sprachebenen der Ninrae tatsächlich im Text.
Zusammen mit dem dortigen zweiten Handlungsstrang,
der im Wesentlichen in einer Welt der Barbaren spielt
und damit einen extremen Kontrast zu den Ninrae-Szenen bildet
(in sprachlicher Hinsicht, wie auch in explizit realistischer Gewaltdarstellung),
wird dem Leser im Vergleich zur 'üblichen' Fantasy-Literatur einiges abverlangt.
Ein polarisierendes Werk mit aus meiner Sicht der inhärenten Fragestellung,
wie literarisch darf Fantasy (also ein Trivialgenre) sein?" Ende - Zitat

Wer Fantasy lesen und erleben will, der stellt sich NICHT die frage :
"..wie literarisch darf Fantasy sein "
Der lässt sich mit auf die Reise nehmen !
Taucht ein in diese Welt - oder - nicht!
Ist die " übliche " Fantsy Literatur oft sprachlich simpel,
so findet man hier endlich eine Sprache die den Geist erhebt und Fantasy Literatur die Krone auf setzt.
Sich vom Gewöhnlichen abhebend ,
endlich komplexer , feiner, interessanter, vielschichtiger
mit Tiefe und mit spirituellen und philosophischen Aspekten
erlebbarer mitfühlen lässt.
Danke an eine solche Sprachkomplexiblität und Sprachgewalt.
Die das NORMALE überflügelt und das Lesen zur fesselnd spannenden Freude macht.
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