Kundenrezension

4.0 von 5 Sternen Moderne Härte, 25. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Equilibrium (Audio CD)
Dass die Jungs von GOD FORBID guten Metalcore spielen stand seit Anfang an außer Frage, doch verschwanden die US-Amerikaner vor ein paar Jahren in der Sinnflut an Newcomern und man konnte nurnoch schwer die Spreu vom Weizen trennen. Somit geriet auch die letzte Veröffentlichung „Earthsblood“ trotz hoher Qualität schnell in Vergessenheit. Ganze drei Jahre ließen sie sich Zeit um mit „Equilibrium“ einen weiteres Album nachzulegen und das Warten hat sich definitiv gelohnt. Schon lange habe ich nicht mehr so eine abwechslungsreiche und erwachsene Platte, die auf dem Genre Metalcore fußt, zu Gehör bekommen.

Der Opener „Don't Tell me What To Dream“ leitet das Album zwar sperrig und innovationslos ein, zeigt aber, dass GOD FORBID nichts verlernt haben. Hier regiert noch der typische Metalcore Sound und nur wenige moderne Elemente finden Einzug in den Song. Das ändert sich aber schlagartig mit „My Rebirth“. Der Titel hätte nicht besser gewählt sein können. Raus aus dem Schema-F und so knallen die Herren mal eben einen modernen leicht thrashigen Song mit eingängigem Refrain, guten Hooklines und Melodien raus, schaffen es aber dennoch irgendwie, dass der Song nicht zu verweichlicht klingt. Vor allem die Gitarrenarbeit von Doc Coyle und Matt Wicklund kann auf dem ganzen Album immer wieder große Akzente setzen. Abwechslungsreich und frisch braten die Riffs aus den Boxen. Klar, GOD FORBID haben schon immer etwas experimentiert und sich nicht limitieren lassen, doch was sie auf „Equilibrium“ liefern ist ein großer, mutiger und gelungener Schritt nach vorne.

„A Few Good Men“ legt im Anschluss härtetechnsich gewaltig einen drauf und bringt den Hardcore ins Spiel. Byron Davis brüllt sich die Seele aus dem Leib und bei der Rhythmik habe ich jetzt schon schmerzhafte Moshpits vor Augen. „Scraping The Walls“ hingegen setzt mehr auf melodische Leads und erinnert durch cleane Gitarren und hochmelodischen Chorus etwas an ARCH ENEMY. Hier wird viel Atmosphäre geboten. „Conquer“ bietet ein akustisches Intro und steigert sich immer mehr zu einer brutalen Walze, die zwischen Up- und MidTempo hin und her springt. Im Anschluss gibt es beim Titeltrack wieder viele cleane Vocals zu hören und auch hier gibt es wieder akustische Gitarrenspielereien. Zwischendurch werden aber brav Ärsche getreten. Wem das Ganze aber doch zu schmalzig ist, der wird mit der NWOAHM Granate „Overcome“ und dem rasanten „Cornered“ viel Freude haben. In den 55 Minuten bieten GOD FORBID sowieso nur Qualitätsware und halten den Härtegrad immer schön im oberen Bereich, so dass die soften Passagen nur zum Durchatmen dienen und der Abwechslung gut tun.

Da sich bei den weitern Songs qualitativ nicht viel ändert, gehe ich gar nicht mehr darauf ein und empfehle Freunden von moderner Härte ein Ohr zu riskieren. Die Platte hat es wirklich in sich und hievt die Band hoffentlich auf die verdiente Ebene in der Szene.
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