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Kundenrezension

74 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen rEvolution des Heissklebens - mit kleinen Tücken., 11. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Bosch Home and Garden Akku-Heißklebepistole GluePen, Micro-USB Ladegerät, 4x Kleber Ultrapower (3,6 V) (Werkzeug)
Der GluePen macht den Umgang mit Heißkleber vom gelegentlichen Sonderfall zum alltagstauglichen Standardwerkzeug. Die Handlichkeit und durchdachte Konstruktion möchte man stets aufs Neue nur mit einem Satz beschreiben: "Warum nicht gleich so?"
Warum ärgere ich mich seit 15 Jahren mit Kabelknoten, Tropfsteinskulpturen aus Kunststoff auf dem Tisch und Verbrennungen herum, wenn es auch so hätte sein können?

Schon seit Kurz nach der Ankündigung hatte ich auf dieses gute Stück geschielt. Als Bosch dann im hauseigenen Heimwerkerforum einen Produkttest ausschrieb, meldete ich mich sogar extra deswegen dort an - kam aber leider nicht zum Zug. So vergingen dann noch einige Monate, bis endlich im Weihnachtsgeschäft ein Angebot kam, das ich nicht mehr ablehnen konnte.

ERSTER EINDRUCK

Da war er also, der GluePen. In einer überraschend kleinen Packung steckte ein ebenso überraschend kleines Gerät. Das verblüffend geringe Gewicht weckt spontan leichte Zweifel an der Wertigkeit. Jedoch klappert und wackelt nichts. Überraschenderweise sind ausgerechnet überwiegend jene Teile des Gehäuses gummiert, die man beim Halten des "Stiftes" typischerweise NICHT touchiert. Nach einer kurzen Halteprobe - passt gut in die Hand - muss der Kleine erst mal ans Ladekabel

BEDIENUNG

Wer ein bischen technikerfahren ist, kommt mit dem GluePen auch ohne Anleitung sofort zurecht. Es gibt nur einen Knopf zum Ein- und Abschalten. Die Blinkzeichen und -Farben der eingebauten LED sind intuitiv verständlich; die restliche Funktion erklärt sich bei der ersten Testklebung von selbst.

KLEBEN

Nach dem Einschalten blinkt die eingebaute LED exakt 15 Sekunden lang, um das Aufheizen zu signalisieren. Allerdings wird leider nur ein fester Timer anstatt eines echten Temperatursensors verwendet. Und der ist zumindest für mein Gerät zu optimistisch kalkuliert: Bis das Austreiben von Kleber mittels des eingebauten Stick-transportier-Drückers auch tatsächlich gut gelingt, vergehen eher so 30 Sekunden. Das ist jedoch, verglichen mit allen bisherigen Heißklebegeräten die ich kannte, immer noch ein sehr guter Wert.
Der Kleber kommt als millimeterdünne Schlange deutlich feiner aus der Düse als bei herkömmlichen Pistolen - und das angenehm heiß und dünnflüssig. Die Hitze wird an der Außenseite des GluePen jedoch ausschließlich an der winzigen Metallspitze fühlbar (sehr heiß!) und ist ansonsten hervorragend isoliert. Durch die im Vergleich zu herkömmlichen Heissklebegeräten größere Oberfläche der dünnen Kleberspur erkaltet der Kleber recht zügig, so daß man sich beim Kleben nicht allzu viel Zeit lassen sollte. Das gilt natürlich besonders für nicht vorgeheizte Materialien mit gutem k-Wert (Metalle, Glas).
Die Rückziehautomatik ist eine grandiose Idee! Sie funktioniert gut, aber nicht perfekt. Insbesondere tropft der Stick eben doch, wenn man ihn mal ein bis zwei Minuten einfach herumliegen läßt. Auch scheinen sich beim Liegen im Inneren Blasen zu bilden (kocht der Kleber?), so daß der Vortrieb des Klebers beim Neu Ansetzen dann nicht immer gleichmäßig gelingt. Angesichts der Aufheizzeit von maximal 30 Sekunden (bei noch warmem Gerät entsprechend schneller) muss man sich wohl einfach häufiges Abschalten angewöhnen. Aber manchmal kann man ja auch nicht voraussagen wie lang es dauert, bis die nächste Klebung kommt.
Auch lassen sich beim Kleben die lästigen Fäden durch die dünne Spitze zwar reduzieren aber nicht vollständig vermeiden.
Der Taster zum Vortreiben des Sticks greift nicht immer zuverlässig und gleichmäßig. Er wirkt als einziges Teil am Gerät auch etwas klapprig. Bisweilen ist nicht ganz klar, ob er nur grad wieder mal abrutscht oder ob schon ein neuer Stick nachgeschoben werden muß. Ein Indikator dafür wäre hilfreich und könnte sicherlich auch mechanisch einfach realisiert werden. Solange nachgeschobene Sticks noch nicht an der Heizkammer "hängen", gibt es keinerlei Halt gegen Herausfallen. Beim Arbeiten mit dem GluePen mit nach oben zeigender Spitze kann das ein Ärgernis werden. Eine kleine Metallfeder im Einschubkanal oder auch nur ein entsprechend gestaltetes Formdetail im Kunststoff könnte da wahre Wunder bewirken!

STICKS

Bosch verwendet 7mm Sticks. Die Sticks gibt es von Bosch in klar und milchig. Die Haftkraft des Klebers der mitgelieferten Sticks ist sehr gut, auch auf relativ glatten Oberflächen. Leider sind die Standardsticks mit 150mm nicht gerade kurz und verschwinden auch weitgehend im Gerät, so daß ein Wechsel zwischen klarem und mattem Kleber nicht "mal eben so" machbar ist.
Da 7mm keine Sondergröße ist, können theoretisch auch Sticks anderer Hersteller verwendet werden (gibts auch in Farbe und mit Glitzer!), was in meinen Augen einen großen Pluspunkt darstellt.

AKKU

Bei gelegentlicher Nutzung hält der Akku die Spitze des Gerätes ca 25-30 Minuten lang schön heiß. Auf einen Test, ob man die versprochenen sechs Sticks tatsächlich durchgedrückt kriegt, habe ich dankend verzichtet, es könnte aber gefühlt knapp werden. Das Gerät ist so leicht, daß ich den Eindruck habe da hätte durchaus auch noch etwas mehr Akku reingepasst. Vielleicht sehen wir das dann in der nächsten Produktgeneration.
Dank der weit verbreiteten Micro-USB-Buchse läßt sich das Gerät auch an vielen Handynetzteilen oder zur Not mal im Auto am USB-Lader aufladen, was ich als äußerst praktisch empfinde. Die Ladezeit ist mit über 3 Stunden so extrem lang, daß bei Akku-Ende die Bastel-Session wohl eher am nächsten Tag weitergeht. Der GluePen läßt sich auch beim Laden nicht weiter verwenden. Da könnte sich gefühlt noch was dran verbessern; eigentlich schreit dieser Zustand förmlich nach wechselbaren Akkus!

PRO UND CONTRA

- Akkulaufzeit und Ladegeschwindigkeit könnten um einiges besser sein.
- Akku nicht wechselbar :-/
- Der Transportdrücker arbeitet nicht immer zuverlässig
- Die Bereitschaftsanzeige ist ungenau (Timer). Die Aufheizzeit ist gut, aber nicht SO gut!
- Keine Ablagestation, nicht mal als Zubehör erhältlich
- Blasen- und Tropfenbildung beim Herumliegen

+ Handliche Form und geringes Gewicht
+ sehr gute Bedienbarkeit
+ keine Kabel
+ Sticks in Standardgrößen nutzbar
+ schnelles Aufheizen
+ Rückziehautomatik
+ Micro-USB Ladebuchse

FAZIT

Erst mit diesem Gerät wird Heisskleben zu dem, was es schon lange sein könnte. Bosch gebührt Dank für diesen Meilenstein an der Bastelfront! Der Fairness halber sei erwähnt, daß die Konkurrenz ein sehr, sehr ähnliches Gerät anbietet und ich nicht genau weiß: "Wer hats erfunden?"
Zum perfekten Werkzeug fehlen mir noch etwas Akkulaufzeit, eine tatsächlich funktionierende Bereitschaftsanzeige und eine Basisstation. Letztere könnte auf einen Schlag fast alle meine Kritikpunkte am Gerät beseitigen: Sie könnte mit einer geeigneten Auflagefläche für die Spitze das Tropfen verhindern. Sie könnte mittels Signalkontakten die Temperatur des Heizelements auf einen "Standby"-Wert leicht absenken. Und im Idealfall würde sie auch das Gerät in Phasen der Nichtnutzung noch (optional) aufladen und so die Nutzungsdauer weiter verlängern. Hallo Bosch, wäre das nicht was für die nächste Modellgeneration? Ich melde mich auch wieder zum Test im Forum ;-)
Bis dahin gibts für "fast perfekt" vier Sterne mit einem mündlichen "PLUS" dazu!
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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 27.02.2014 10:27:23 GMT+01:00
Sooo viele Vorschläge, was Bosch an diesem Klebestift verbessern könnte/sollte. Aber - würden auch alle dadurch entstehenden Mehrkosten kritiklos hingenommen???

Immerhin ist der Bosch GluePen mit ca. 30 ¤ sehr preiswert! Bei gleicher Leistung und Ausstattung verlangt z.B. Steinel für den Akku-Heißklebestift "neo 1" mehr als 40 ¤ - wobei vermutet werden darf, dass beide Anbieter beim selben Hersteller baugleich produzieren lassen (Made in Romania).

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.03.2014 17:56:49 GMT+01:00
F. Behrens meint:
Hallo Herr Gemeiner,

vielen Dank für Ihr Feedback. :-)
Dazu möchte ich als erstes anmerken, daß zum Zeitpunkt der Rezension der Preis mit ca 40¤ noch auf nahezu dem gleichen Niveau lag wie bei Steinel. Die 25%ige Preisreduktion besteht erst seit ca Mitte Februar 2014, wie man gut z.B. bei keepa nachsehen kann. Davon abgesehen sind bis auf einen größeren Akku und die Basisstation nahezu alle vorgeschlagenen Änderungen im Design- und Herstellungsprozess mehr oder weniger kostenneutral umsetzbar. Ich arbeite zufällig in einer Branche, wo solche Herstellungsprozesse für Kleingeräte ebenfalls gelegentlich kalkuliert werden müssen und kann Ihnen guten Gewissens sagen, die Einmalkosten für z.B. eine geänderte Klebestiftführung mit einer zusätzlichen Nase gegen das Herausfallen von Klebestiften oder eine kleine Spritzform bzw Drahtkonstruktion für einen Tischständer schlagen in den von Bosch bestellten Stückzahlen maximal mit einigen Cents pro Einheit zu Buche.
Ein doppelt so großer Akku und eine geänderte Ladeelektronik hingegen dürften die Netto-Stückkosten in der Tat um 2-4¤ nach oben treiben, was grob geschätzt einem Mehrpreis von 10-15¤ beim Endkunden entspräche.
Mir persönlich wären die gewünschten Verbesserungen diesen Betrag aber allemal wert.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.03.2014 22:34:43 GMT+01:00
Für weitergehende Ansprüche bietet Bosch z.B. Akku-Klebepistolen an: PKP 3,6 Li (ca. 48,- ¤) und sogar in 7,2 V für ca. 10,- ¤ mehr. Nur das sind dann wirkliche "Pistolen" und kein "Pen" mehr. Ich denke, der "GluePen" wurde bewusst klein konzipiert - und da bleibt für größere Akkus (> 1,5Ah) o.ä. nun mal kein Platz. Eine Betriebszeit von ca. 30 Minuten (6 Klebesticks) reicht in den allermeisten Fällen völlig - und wer eben "mehr" wünscht, für den gibt es Alternativen (s.o.) - auch von anderen Herstellern. Für den normalen Hausgebrauch ist die Ausstattung des GluePen völlig ausreichend - mir jedenfalls ist er ein nützlicher Helfer!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.03.2014 23:08:21 GMT+01:00
F. Behrens meint:
Hallo Herr Gemeiner,

ich stimme ihnen zu.
Die Akkufrage betrachte ich als wenig wichtigen Nebenaspekt meiner Rezension, über den mit Sicherheit jeder seine eigenen Ansichten haben mag.
Wie bei fast allen guten Dingen gibt es jedoch stets Dinge, die noch besser sein könnten - wie zum Beispiel der herausfallende Stick beim Arbeiten über Kopf. Ich nehme mir beim Rezensieren die Freiheit, in solchen Fällen Verbesserungen vorzuschlagen - auch bei preiswerten Produkten. Denn wer preiswert kauft verliert in meinem Augen dadurch nicht das Recht zur kritischen Betrachtung.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.04.2016 13:54:27 GMT+02:00
Evelyn Schulz meint:
oh cool, keepa kannte ich noch nicht. sehr interessant!
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