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Kundenrezension

25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich hätte dieses Buch am liebsten meinem Chef geschenkt, 19. Oktober 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Bin ich hier der Depp?: Wie Sie dem Arbeitswahn nicht länger zur Verfügung stehen (Broschiert)
Das Buch ist einfach herrlich. Endlich spricht mal jemand aus, was jeder sonst nur für sich wahrnimmt ohne sich traut es laut zu sagen: Wie Arbeitnehmer Tag für Tag wie Deppen behandelt werden. Es ist heutzutage in fast allen Firmen üblich, dass die Arbeitsgesetze inoffiziell mit Füßen getreten werden. Überall wird eingesparrt, gegangene Arbeitnehmer nicht ersetzt und die verbliebenen ächsen unter immer mehr Arbeit, die in der normalen Arbeitszeit gar nicht mehr zu schaffen ist. Wer mal in Urlaub geht hat Horrorvisionen von dem, was nach Rückkehr alles auf dem Schreibtisch liegt. Jeder möchte als motiviert, hilfsbereit und leistungsfähig gelten und traut sich nicht die eigenen Grenzen aufrecht zu erhalten. Wer pünktlich Feierabend macht, wird schief angeschaut, auch wenn er den ganzen Tag unter Höchstleistung geackert hat. Wer noch ein privates Leben und Hobbies hat kann nicht ausgelastet sein. Aber gerade diese Einstellung ist es, die Menschen in das Burn-Out oder zum Herzinfarkt treibt.

Der Autor beschreibt was heutzutage in den Firmen vor sich geht und wie Mitarbeiter eher wie Maschinen gesehen werden und mit welchen Tricks immer mehr aus einem Arbeitnehmer herausgeholt wird. Am Ende finden sich sehr brauchbare Tipps, wie man die eigenen Grenzen besser abstecken kann und und ein Überblick über die Rechte, die jeder hat.
Abgerundet wird das ganze von Fallbeispielen, die eigentlich schon wieder lustig sind, wenn sie nicht wahr wären: Eine Filialangestellte, die wegen Diebstahlssicherung im Lager übernachten muss, Chefs die sich als Sohn tarnen um im Krankenhaus eines Angestellten etwas über dessen Gesundheitszustand zu erfahren, Azubis die alles machen müssen, außer ihren eigentlichen Job zu lernen, Mitarbeiter die vom Urlaub am Nodcap wegen Nichtigkeiten zurückgeholt werden usw.

Ich kann dieses Buch jedem gestressten Arbeitnehmer empfehlen. Die Arbeit mögen und motiviert bei der Sache sein ist eine Sache, Überlastung durch Personalknappheit und Kosteneinsparungen (damit noch mehr Gewinn gescheffelt wird) gepaart mir der Selbstverständlichkeit, dass ein Arbeitnehmer sein ganzes Leben eben aufgibt und immer ein schlechtes Gewissen hat, wenn er "schon" Feierabend macht und teils sogar im Urlaub erreichbar ist, ist eine andere Sache. Gerade zu viel Druck kann auch dazu führen, dass einem die Arbeit erst keinen Spaß mehr bringt.

Falls dies hier irgendein Chef liest: Nur weil man pünktlich Feierabend macht heißt dies nicht, dass man nicht motiviert ist. Nachdem man den ganzen Tag über Hochleistung erbracht hat, möchte man vielleicht einfach stolz auf die getane Arbeit nach Hause zu der Familie gehen. Arbeitnehmer sind Menschen die das Recht haben ihr Leben leben zu dürfen (sie haben vielleicht nur dieses eine). Diese haben Kinder zu erziehen, haben wenn sie Berufspendler sind vielleicht noch eine lange Autofahrt vor sich, die sie halbwegs wach überstehen möchten, wollen Zeit mit dem Partner oder Freunden verbringen, haben noch einen Haushalt und andere Pflichten und eventuell auch noch Hobbies (wollen sich zum Beispiel beim Sport etwas bewegen, nachdem sie den ganzen Tag am Schreibtisch verbracht haben, was letztendlich auch langfristig der Gesundheit und Arbeitskraft gut tut). Für diese Aktivitäten bleiben nur ein paar sehr wenige Stunden am Tag, wenn man diese auch noch ständig wegnimmt und kürzt, dann fehlt etwas. Man klaut Menschen damit ihr Leben.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 04.11.2013 21:50:04 GMT+01:00
Kabelfresser meint:
"[..] wie Mitarbeiter eher wie Maschinen gesehen werden" - dazu passt der Begriff des "Humankapitals" bzw. "Human Resources" gut :-)
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