Kundenrezension

62 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Durchwachsen..., 26. Dezember 2011
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: LEGO Technic 8110 - Unimog U400 (Spielzeug)
Hier wird der Lego Technik Unimog über alle Grenzen hinaus gelobt, und grundsätzlich ist es auch schönes, großes Modell geworden. Was kaum einer erwähnt sind die Macken, weshalb ich die überschwänglichen Bewertungen nicht ganz nachvollziehen kann. Aber der Reihe nach.

Die mehr als 2000 Teile sind in mehr als zwanzig Plastiktüten verpackt, abgesehen von Motor, Pneumatik und Tüten-in-Tüten auch von 1 bis 4 durchnummeriert. Insgesamt fünf recht umfangreiche Anleitungen sind beigelegt (bei mir übrigens nicht extra eingetütet). Batterien für die Power Functions fehlen vollends, es sind sechs Stück vom Typ AA notwendig.

Der Aufbau geht dank der guten Anleitungen schnell von statten (Alternativmodell ist übrigens nur als Download verfügbar). Einige Fehler haben sich eingeschlichen, diese sind aber nicht wirklich von Belang. Zuerst beginnt man mit dem Fahrgestell, Motor und Getriebe, danach mit der Fahrerkabine, der Ladefläche und zum Schluss kommen Kran und Winde. In Summe sitzt man gut einen Tag, wenn man mit Lego Technik vertraut ist.
Etwas funzelig ist die Anbringung der Pneumatikschläuche, auch ist die Reihenfolge der Arbeiten in der Anleitung nicht immer hilfreich.
Besonders stört dies bei den unzähligen Aufklebern. Erstens, weil diese erst recht spät angebracht werden, was bei einem neuerlichen Modellaufbau nicht hilfreich ist, zweitens weil man sich bei einem Modell in dieser Preisklasse auch bedruckte Steine hätte wünschen können - womit ersteres Problem gelöst wäre. Abgesehen davon, verbinden einige Aufkleber mehrere Steine - auch das nicht gerade hilfreich beim Abbau.

Die Modellfunktionen sind etwas enttäuschend. Die Portalachsen sind nicht einzeln aufgehängt, vielmehr ist jede Achse mittels Panharsdtab, zwei Federelementen und über die Antriebsachse mit der Karosserie verbunden. Aufgrund des einseitigen Gewichtes der Kransteuerung hängt damit der Unimog immer etwas auf eine Seite (ein Gewichtsausgleich hätte hier geholfen). Leider wirken die Power Functions nicht auf den Antrieb, sodass man das Modell entweder selbst bewegen muss, oder sich mittels Seilwinde selbst zieht. Der stilisierte Vierzylindermotor mit Kurbelwelle (180 Grad Hubzapfenversatz) ist auf der Unterseite völlig offen, was immerhin das Verständnis für Motorentechnik fördert.

Die Fahrerkabine lässt sich nach vorne klappen, der Kran enthält seitliche Stützten die man tunlichst verwenden sollte um die Federung bei Gebrauch des Krans nicht zu stark zu beanspruchen. Die Türen sind fix eingebaut, ebenso wie die Ladefläche. Kran und Winde können getauscht werden, was allerdings nicht zuletzt aufgrund der Pneumatikschläuche ziemlich mühsam ist. Der Antrieb besitzt kein Schaltgetriebe. Der Unimog fährt auf schlauchloser Luftbereifung, der Lenkwinkel ist leider dank der gewählten Radaufhängung extrem eingeschränkt, was Rangieren aufgrund der großen Radumfänge leider zusätzlich erschwert.

Wirklich enttäuschend sind die Powerfunctions. Zuerst kommen bereits beim Einsetzen der Batterie Zweifel auf (bekommt man die je wieder raus?), danach nervt der laute, hoch drehende 9V Motor. Dieser wird verwendet, um die Winde anzutreiben, den Kran zu drehen oder die Pneumatik mit Luft zu versorgen. Dank extremer Untersetzung lärmt dieser unermüdlich, trotzdem drehen Winde und Kran gemächlich. Leider verfügt der Unimog über keinen Luftspeicher, sodass der Motor zur Benutzung der Pneumatik laufen muss. Entsprechend herrscht leider fast immer hoher Überdruck, was die Benutzung der Hebeelemente zusätzlich erschwert und oft in einer recht ruckartigenm ungezielten Bewegung endet. Ein paar drehbare Aufhängungen (z.B. beim Greifer) wären noch gut gewesen, immerhin sind die Greifarme mit Gummienden ausgeführt, was das Heben von Gegenständen mit glatter Oberfläche ermöglicht.

Elektrische Beleuchtung gibt es keine, angesichts des Preises wären ein paar Lichtbausteine auch nicht mehr ins Gewicht gefallen.

Summa summarum bei weitem kein perfektes Modell, der Aufbau macht trotzdem Spaß, das Spielen dann eher weniger. Angesichts des recht hohen Preises schade.
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-6 von 6 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 26.12.2011 17:20:43 GMT+01:00
docmeteor meint:
Klartext, danke !

Veröffentlicht am 29.12.2011 20:03:41 GMT+01:00
M. Kober meint:
Der "Trick" bei der Pneumatik ist es, die Pumpe nur bei Bedarf einzukuppeln.

Ich mache das jetzt immer so, dass ich eine Hand auf dem gelben Hebel habe und mit der anderen die Pneumatik-Ventile bediene. Dann immer nur wenn nötig den gelben Hebel kurz runterdrücken, bis man den Zylinder auf die gewünschte Position gebracht hat. So kann man den Druck ziemlich gut steuern und den Arm sogar recht flüssig und präzise bewegen. Ich war Anfang auch ziemlich enttäuscht von dem Kran, mit diesem Kniff macht es es jetzt wieder richtig Spaß. :)

Veröffentlicht am 31.12.2011 12:29:22 GMT+01:00
M. Schmidt meint:
Ich finde es klasse, wenn man sich solche Mühe gibt und solchen Sachverstand zum Besten gibt. Die Rezension kann ich vollends teilen, die Pneumatik (der Trick mit dem Auskoppeln (siehe anderen Kommentar) ist echt hilfreich!) ist nicht ausgereift, die Aufkleber sind nicht gut gelöst und bei dem Preis hätte ich mit auch Beleuchtung und Eigenantrieb gewünscht.
Mein Sohn (12) hatte auf jeden Fall mächtig Spaß und war 3 Tage lang am baseln und ist nun sehr stolz. Würde das Teil wieder kaufen!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.01.2012 18:59:01 GMT+01:00
l8tnite meint:
Hi,
ich hab den Trick mittlerweile auch durch Üben und Probieren gefunden. Trotzdem Schade, weil ein Luftdank auch dem Original näher wäre. Immerhin, so macht dann das Spielen auch wieder mehr Spaß.
Danke für den Tipp!

Veröffentlicht am 16.01.2012 08:33:21 GMT+01:00
Boettger meint:
Hi!

Die Achsaufhängung ist nur auf dem Karton falsch angegeben, Unimogs haben KEINE Einzelradaufhängung sondern an Spiralfedern aufgehängte Starrachsen. Auch die Weiterleitung von Längskräften mittels der Schubkugeln ist annähernd so wie beim Original.
( Ich habe einen U70 ;) ) Ansonsten kann ich der Bewertung nur zustimmen, ich war ebenfalls ob der mangelhaften Gesamtkonstruktion etwas Enttäuscht. Als Basis für diverse Umbauten ( ich habe den Kran und die Winde durch Polderfrontschild und Tragbergestütze hinten ersetzt, die Winde ist nun im Rahmen integriert ) ist das Modell aber ganz gut, zumal der Preis von 130,- in Frankreich auch o.k. war.

Veröffentlicht am 23.12.2012 22:08:10 GMT+01:00
Uwe Richter meint:
Habe zuerst das allradfahrzeug gebaut. War erfreulichbund funktioniert tadellos. Danach den Bagger. Hier war der Aufbau etwas kniffelig die Technik ist etwas hakelig aber auch sehr faszinierend da wirklich alles ferngesteuert funktioniert. Der Unimog war dann das anspruchsvollste Fahrzeug und mit im Vergleich zu den beiden anderen wirklich enttäuschenden unzulänglichen Funktionen. Es ist toll das Ding gebaut zu haben. Es ist illusorisch zu Glauben mit diesem baggerarm irgendwas in absehbarer Zeit gezielt zu greifen oder typische Bewegungen auszuführen.
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