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Kundenrezension

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Illusion vom Glück, 22. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Auftauchen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Paulette McKotch hat auch 1976 wieder die traditionellen Ferien im Sommerhaus ihrer Familie auf Cape Cod organisiert. Sie erwartet ihre unverheiratete Schwester und ihren Bruder mit Familie. Am Wochenende wird sich hofffentlich auch ihr Mann Frank aus seinem Labor loseisen. Paulette ist bemüht, ihre Kindheitserinnerungen an das ehemalige Kapitänshaus mit alten Ritualen zu erhalten. Schon in der Eingangsszene wird das komplizierte Familiengefüge deutlich. Das Verhältnis der Schwestern untereinander und das zu Paulettes Schwägerin ist heikel. Frank als sozialer Aufsteiger hat sich dem Ostküsten-Establishment nie zugehörig gefühlt und würde die Wochenenden am liebsten am Arbeitsplatz verbringen. Die Kinder genießen endlos wirkende Ferien am Strand. In diesem Sommer erkennt Frank, dass seine Tochter Gwen sich nicht so entwickelt wie gleichaltrige Mädchen. Alle späteren Ereignisse werden die McKotchs auf diesen letzten unbeschwerten Sommer beziehen, kurz bevor ihre Kinder erwachsen wurden, als sie alle sich noch der Illusion bürgerlichen Wohlstands hingeben konnten.

Knapp 20 Jahre später ist Frank Professor am MIT, er lebt schon lange getrennt von Paulette, während die drei Kinder in alle Winde zerstreut sind und kaum Kontakt zu den Eltern haben. Um Gwen hatte sich Frank schon immer mehr Gedanken gemacht als um seine Söhne. Gwens Wachstumsverzögerung, die Frank damals im Urlaub aufgefallen war, hatte sich als Symptom des Turner-Syndroms herausgestellt. Gwen würde nicht größer als 1,50m werden, keinen weiblichen Körper haben und keine Kinder zur Welt bringen. Die Behinderung ihrer Tochter wurde von Paulette schamhaft "Gwens Zustand" genannt (der Orignaltitel des Romans lautet "The Condition") und möglichst ganz verschwiegen. Über Diagnose und Therapie gab es ständig Streit zwischen Frank und Paulette. Dass Frank seine Tochter mit dem Blick des Wissenschaftlers betrachtet, verzeiht seine Frau ihm nicht. Obwohl Paulette inzwischen fast 60 ist, hat sie noch immer keinen Weg gefunden, sich mit ihrer berufstätigen Tochter unbefangen über deren Leben zu unterhalten. In Paulettes festgefügtem Männer- und Frauenbild machen Frauen sich hübsch und Männer versorgen ihre Frauen. Eine Tochter, die als Anthropologin arbeitet und ihre Kleidung in der Jungenabteilung kauft, enttäuscht Paulines Erwartungen. Bill und Scott geht es kaum besser als Gwen. Mit Bills Erfolg als Mediziner können die Eltern sich zwar schmücken, aber bisher hat er ihnen seine Homosexualität verschwiegen. Scott, der als Kind am stärksten unter der Trennung seiner Eltern gelitten hat, heiratet eine Frau, auf die seine Eltern herabsehen. Mit seinem Job an einer privaten Paukschule für unmotivierte Schüler kann er Franks Ansprüchen kaum genügen. Als Gwen per Zufall in einem Tauchurlaub ihrem großes Glück begegnet, läuft Paulette zu Hochform auf. Da sie Gwen mit 35 Jahren noch immer für unfähig zu eigenen Entscheidungen hält und ihre Tochter als Opfer finsterer Heiratsschwindler wähnt, will Paulette unbedingt Schicksal für ihre Tochter spielen.

Die Figur der Paulette empfand ich als kräftige Geduldsprobe. Paulette hat sich seit ihrer Eheschließung kaum weiter entwickelt und noch immer nicht wahrgenommen, zu welchen Persönlichkeiten ihre Kinder herangewachsen sind. Paulette erleidet ihr Leben passiv und erwartet, dass ihre Kinder sie glücklich zu machen haben. Gab es Frauen wie Paulette vor gut 10 Jahren tatsächlich noch? Frank steht seiner Frau in seinen starren Ansichten kaum nach. Paulettes Aufgabe war es, seine Kinder zur Welt zu bringen, von Frauen generell erwartet Frank gutes Aussehen und dass ihm lästige Alltagsprobleme vom Hals gehalten werden.

Die Ausgangsszene im Familienurlaub kündigt bereits einen üppigen Familienroman mit gewaltigem Konfliktpotential an. Die aus Paulettes und Franks Sicht erzählten Kapitel wirkten auf mich noch sehr nüchtern. Fahrt nimmt die Handlung auf, als Jennifer Haigh auch aus Scotts, Bills und Gwens Perspektive erzählt. Am stärksten habe ich darauf gefiebert, wie es wohl Gwen als erwachsener Fau ergehen würde. Die zweite Hälfe des Familienromans wartet mit einigen Anlässen zum Schmunzeln auf und ließ mich an Ende das Buch mit einem Lächeln zuklappen.
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