Kundenrezension

179 von 197 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der 7. Teil der Highlandersaga - trotz zähem Einstieg größtenteils unterhaltsam, 3. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Echo der Hoffnung: Roman (DIE HIGHLAND-SAGA, Band 7) (Gebundene Ausgabe)
Nachdem ihr Haus abgebrannt ist, planen Jamie und Claire nach Schottland zu reisen, um Jamies Druckerpresse zu holen, da Jamie eigentlich des Kämpfens müde ist und sich stattdessen um gedruckte Flugblätter bemühen möchte, die der Sache der amerikanischen Rebellen dienen soll.
Doch wie immer ziehen Jamie und Claire den Ärger förmlich an und so geraten sie doch noch in die Kämpfe zwischen Engländern und Amerikanern.
Bei einigen Begebenheiten begegnet Jamie sogar William, seinem Sohn der auf gegnerischer Seite kämpft, der aber immer noch nicht weiß, dass Jamie in Wirklichkeit sein Vater ist.

Auch Ian und Rollo, Ians treuer Wolfshund, sind an Claire und Jamies Seite, doch Ian hat sich einen gefährlichen Verfolger eingehandelt, der Ians zukünftiges Lebensglück zerstören möchte.

Derweil reist Lord John durch das Land und versucht einer Verschwörung auf die Spur zu kommen und nebenbei auch seinen Sohn William und seinen Neffen Henry zu beschützen.

In der Gegenwart sind Brianna, Roger und ihre Kinder sicher und heil angekommen.
Während Roger sich erst einmal im Klaren darüber werden muss, was er aus seinem Leben nun machen will und sich seinen Ängsten stellt, sucht Brianna sich einen typischen Männerjob und muss sich darin auch erst einmal bewähren.
Eine große Hilfe und Stütze sind ihr und ihrem Mann dabei die Briefe ihrer Eltern Jamie und Claire, die sie nur nach und nach öffnen, um sich Stück für Stück über deren weiteren Werdegang zu informieren.
Eines Tages kommt es zwischen dem Ehepaar und einem Verwandten von Roger zu einer unheimlichen Begegnung, denn dieser Verwandte ist ebenfalls ein Zeitreisender. Will er ihnen etwas Böses?

Endlich hat das Warten ein Ende und es geht weiter mit der Highlandsaga über den kämpferischen und charismatischen Schotten Jamie und seiner großen Liebe Claire, der zeitreisenden Krankenschwester/Ärztin.

Im Vorgängerband deutete sich schon die Reise nach Schottland an und ich denke, ich war nicht die Einzige unter Diana Gabaldons begeisterter Leserschaft, die dieser kurzfristigen Rückkehr schon sehr entgegenfieberte.
Bevor es zu dieser von mir ersehnten Rückkehr kam, wurden Jamie und Claire aber doch noch in die Kämpfe auf amerikanischem Boden verwickelt. Und obwohl manche
Kriegs/Kampfsequenzen durchaus spannend und kurzweilig beschrieben waren, empfand ich viele Romanpassagen als sehr langatmig und quälend zu lesen.Natürlich sind die Gabaldon Bände der Highlandserie auch historische Romane bzw.
es fließen viele historische Hintergründe mit ein, doch war es in den anderen Teilen der Serie bisher so, dass sich die historischen Hintergründe, Beschreibungen von Schlachten u.a mit familiären Begebenheiten innerhalb des Fraserclans die Waage hielten, wobei Jamie und Claire immer die Hauptfiguren blieben und immer wieder die "besondere Magie", der Umgang zwischen den Beiden
von der Autorin hervorgehoben wurde, die die Buchreihe zu etwas ganz Besonderem machten.

In "Echo der Hoffnung" besteht diese "Magie" zwischen Jamie und Claire zwar immer noch, doch leider hat die Autorin ihren 1000 Seiten langen Roman aufgesplittet und erzählt die historischen Begebenheiten aus der Sicht von gleich mehreren Figuren, die nicht alle gleich interessant sind.

Es ist Diana Gabaldons Stil kleine Geschichten innerhalb einer größeren zu erzählen und einzelne Handlungsstränge am Ende oft überraschend zu verknüpfen, doch während Jamies, Claires, Ians, Briannas und Rogers Werdegang interessiert, da alle Figuren charismatisch sind und eine besondere Persönlichkeit
ausstrahlen, wirken Lord John und William, Jamies Sohn, eher blass und so haben mich ihre Erlebnisse leider gelangweilt und waren belanglos.

Zudem gehört die amerikanische Geschichte nicht ganz zu meinem bevorzugten Interessensgebiet- während viel Wert darauf gelegt wurde, wichtige Personen des Unabhängigkeitskampfes aufzuzählen und den Verlauf des Krieges zu schildern,
wurden andere Handlungsstränge, wie etwa Ians Bekanntschaft zu einer Quäkerin vernachlässigt oder zu kurz und nüchtern abgehandelt.
So lesen sich die ersten 500 Seiten trotz des hervorragenden, bildhaften Schreibstils der Autorin streckenweise sehr zäh.
Doch dann, als ich es eigentlich nicht mehr erwartet hatte, fand die Autorin zu ihrer gewohnten Form zurück, spannende Passagen wechselten sich ab mit humorvollen und auch zu Tränen rührenden Sequenzen, wobei ich besonders den Aufenthalt in Schottland von Jamie, Claire und Ian positiv hervorheben möchte.
Am Ende des Romans wurde es dann nochmals besonders spannend, wie immer beendete die Autorin ihr aktuelles Buch mit einem Cliffhanger, der es in sich hat.

Trotz meiner Kritikpunkte ist auch der bereits 7. Teil der Highlandersaga nicht schlecht. Diana Gabaldon hat eine ganz besondere Fähigkeit- Sie vermag es, ihren
Romanfiguren Leben einzuhauchen und mit deren Dialogen die Menschen ganz besonders zu berühren. Eine Fähigkeit die gepaart mir ihrem schriftstellerischen Talent, selten anzutreffen ist.
Allerdings würde ich mir wünschen, dass der nächste Roman dann wirklich der letzte werden wird, etwas gestraffter erzählt wird und dass Jamie und Claire darin noch einmal im Mittelpunkt des Geschehens stehen werden.
Da ich von der zweiten Hälfte des Romans so sehr gefesselt war, habe ich mich trotz des zähen Einstiegs für eine 4.5 von 5 Punkten Bewertung entschieden. Eine Rezension von Happy End Bücher. (NG)
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1-7 von 7 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 09.12.2009 14:05:05 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 09.12.2009 14:05:47 GMT+01:00
... das ist schon eine Entscheidungshilfe ,ob ich mir den Band noch kaufe - oder nicht.

Veröffentlicht am 09.12.2009 21:52:16 GMT+01:00
... wird schon ganz schön viel verraten, fast zu viel. Ich habe ja das Lesen noch vor mir.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.12.2009 12:29:31 GMT+01:00
Hallo Katrin,

wo genau denn? Das Jamie und Claire nach Schottland gehen, deutete sich ja schon im Vorgängerband an, genau wie auch die Tatsache dass sich Brianna und Roger in der Gegenwart erstmal wieder zurecht finden müssen. Und dass Jamie und Claire zwischen die kämpferischen Fronten geraten, ist ja ebenfalls kein echter Spoiler. ;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.01.2010 20:30:02 GMT+01:00
Arkos meint:
So kurz hätte das wohl auch genügt :)

Ich habe 2/3 deiner Rezension übersprungen, um nicht so viel zu erfahren, um das Gleiche zu schreiben wie Katrin...

Weniger ist oft mehr :)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.01.2010 10:10:19 GMT+01:00
Das ist ja auch alles Ansichtssache. Der eine liebt kurze Rezensionen, der andere mag es gern etwas ausführlicher. Man kann es leider nicht jedem recht machen. Und einige die diese Rezension gelesen haben, haben sie ja auch für hilfreich befunden. ;-)
Dabei lassen wir von Happy End Bücher sogar immer einen kleinen Absatz zwischen dem Zusammenfassen des Inhalts und der persönlichen Einschätzung, so dass derjenige, der lieber nur die persönliche Meinung des Rezensenten über das Buch erfahren möchte, bequem bis dorthin herunterscrollen kann.

Veröffentlicht am 24.03.2010 09:52:26 GMT+01:00
K. Kreuz meint:
Also ich finde deine Rezension sehr gelungen. Auch hab ich nicht den Eindruck, dass zuviel verraten wurde. Ich bin grad in den letzten Zügen des Buches und kann mich deiner Meinung nur anschließen. Was mich wirklich gestört hat, dass manchmal einfach zuviele Charaktere dazwischengeraten und man den Überblick verliert. Man kann nicht erwarten, dass die Leser nach fast vier Jahren nach dem Erscheinen des letzten Bandes noch wissen, welche Rolle einzelne Neben-Charaktere gespielt haben und ich hätte mir gewünscht, dass die Begebenheiten nochmal kurz angerissen werden.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.04.2010 09:17:41 GMT+02:00
Hallo K.Kreuz,
vielen Dank, für Dein positives Feedback, das ist sehr nett.
Ja es sind wirklich eine Menge Nebenakteure "unterwegs", meistens lese ich vor dem aktuellen Band die älteren Romane nochmals, damit ich nicht durcheinander komme. Ansonsten wird es wirklich sehr schwierig, da muß ich Dir recht geben.
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