Kundenrezension

198 von 209 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geeignet, aber hart!, 3. Januar 2012
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Rezension bezieht sich auf: Die Dukan Diät: Das Schlankheitsgeheimnis der Franzosen (Einzeltitel) (Taschenbuch)
Wer schon einmal sein Gewicht durch eine Diät deutlich reduziert hat, weiß um die zentrale Schwierigkeit: Kostet es bereits Überwindung, die Essgewohnheiten während der eigentlichen Diät umzustellen, so liegt darin noch das kleinere Problem. Denn je nach Motivation kann man sich für mehrere Wochen oder auch Monate entsprechend motivieren, wenn sich nur anschließend auf der Waage und im äußeren Erscheinungsbild entsprechende Resultate zeigen. Hier sind viele verschiedene Wege geeignet, nicht nur die Dukan-Diät. Man sollte daher den Jubel auf dieser Seite nicht überbewerten. Denn die eigentliche Herausforderung liegt ja darin, dass so erreichte Zielgewicht auf Dauer zu halten. Dukan weist in seinem Buch auch einen Weg für dieses zweite Problem. Ich wurde vor drei Jahren auf das französische Original Je ne sais pas maigrir (Bien Etre) aufmerksam, nachdem ich bereits auf andere Weise 13 Kilo abgespeckt hatte. Dukan rät einem solchen Kandidaten, einmal in der Woche einen Eiweißtag einzulegen. Dies habe ich über ein Jahr auch konsequent praktiziert. Um den Gesamteindruck zusammenzufassen: Die Methode funktioniert, ist aber auch extrem herausfordernd und hart. Ich habe schließlich einen anderen Weg gewählt.

In dem Buch liefert Dukan im Detail einen Kanon von Speisen und Getränken, die am einschlägigen Tag erlaubt sind. Dazu zählen etwa auch Diet Coke und Kaugummis auf der Basis des Süßstoffes Aspartam. Bevor ich meinen ersten "jour de rédemption" einlegte, musste ich darüber noch schmunzeln. Als es aber losging, verging mir jedes Lachen und ich war froh, das ich mir Cola und Kaugummi noch nachträglich im Supermarkt besorgen durfte. Denn die Umstellung auf eine reine Eiweißernäherung führte jedenfalls bei mir zu sehr heftigen Anpassungsproblemen. Obwohl ich das Hungern zum damaligen Zeitpunkt gut gewöhnt war, entstanden gerade zu Anfang Hunger- und Schwächegefühle in bisher nicht gekannter Dimension. Der Verzehr von noch so viel Magerjoghurt oder Rinderfilets bereitet dem kein Ende. Da ich nie eine Kur von mehreren aufeinanderfolgenden Eiweißtagen oder gar einer Woche absolviert habe, sondern nur den wöchentlichen Eiweißtag, kann ich hier keine Aussage zur Anpassung des Körpers nach mehreren Tagen treffen, von der im Buch die Rede ist. Mein Problem bestand ja - wie bereits erwähnt - darin, das Zielgewicht zu halten. Die Resultate der Dukan-Diät überzeugen dabei: I.d.R. hatte ich am nächsten Tag 1,5 Kilo (einmal auch 2,5 Kilo!) weniger auf der Waage. Dies reicht bei moderater Ernährung während des Rests der Woche aus, um nicht wieder in die alten Regionen abzugleiten. Ich darf Ihnen allerdings versichern, dass das Nahen des Eiweißtages bei mir keine Freudengefühle auslöste. Mir bereiteten die Tage seltene Qualen. Erst nach einem viertel Jahr war ich an einem solchen Tag normal belastbar; Sport konnte ich an diesem Tag bis zum Schluss nicht treiben. Schwierigkeiten entstehen, wenn an dem Tag, der stets auf demselben Wochentag liegen sollte, eine gesellschaftliche Verpflichtung (Abendessen usw.) bestand. Ich habe nach über einem Jahr aufgegeben und konsequent auf Umstellung der allgemeinen Ernährung und Jogging gesetzt. Dies war für mich der akzeptablere Weg.

Darin liegt zugegeben eine sehr subjektive Sicht. Deshalb darf ich ergänzen, dass Dukans Theorie viele überzeugende Elemente beinhaltet: Auf Eiweiße ist der Körper zwingend angewiesen, weil er diese nicht synthetisieren kann. Auf sie kann daher bei einer Diät nicht ohne Folgeprobleme verzichtet werden. Zugleich fordert der Abbau der Eiweißketten im Körper so viel Energie, dass die Bilanz am Ende ausgeglichen ist. Wer deshalb geringere Anpassungsschwierigkeiten als ich an den wöchentlichen Eiweißtag hat oder die geschilderten Probleme in Kauf nehmen kann, ist hier sicher an keiner falschen Adresse. Allerdings braucht er erhebliches Durchhaltevermögen!
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Kommentare

Von 3 Kunden verfolgt

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1-10 von 11 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 03.01.2012 11:53:53 GMT+01:00
Ich akzeptiere natürlich Ihre Meinung, jedoch muss ich anmerken, dass es mir schwer fällt zu glauben, bei einer Diät, die ausdrücklich sagt, dass man schon essen soll bevor man Hunger bekommt und, dass man anständig essen MUSS um Erfolge zu erzielen, dass jemand dabei Hunger leiden kann.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.01.2012 23:45:59 GMT+01:00
danja meint:
Ich glaube nicht das Caliban den Hunger meint. Ich habe mir dieses Buch auch gekauft aber noch nicht mit der Diät begonnen. Allerdings habe ich bereits schon eine andere Eiweßdiät gemacht. Was einem dabei zu schaffen macht ist keineswegs Hunger, sondern die Gelüste. Eine nach Zucker schmeckende Cola light ist da Gold wert.
Nachdem ich das Buch nun teilweise gelesen habe, glaube ich schon dass Durchhaltevermögen gefragt ist. Ich werde sie auf jeden Fall starten und sehen ob es für mich der richtige Weg ist.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.02.2012 17:01:18 GMT+01:00
DBO meint:
Ich habe die Diät ebenfalls gemacht und weiß genau was Caliban meint.
Der Magen ist zwar voll, man selbst aber nicht gesättigt oder befriedigt. Es "fehlt" einfach immer etwas.

Diese Diät hat mich zu zum Daueresser gemacht was ich nun mühsam versuche wieder loszuwerden.

Veröffentlicht am 14.05.2012 22:26:19 GMT+02:00
Lulu meint:
<<Dukan rät einem solchen Kandidaten, einmal in der Woche einen Eiweißtag einzulegen. Dies habe ich über ein Jahr auch konsequent praktiziert. Um den Gesamteindruck zusammenzufassen: Die Methode funktioniert, ist aber auch extrem herausfordernd und hart. Ich habe schließlich einen anderen Weg gewählt.>>

Mersch bezeichnet diese Vorgehensweise in Wie Übergewicht entsteht ... und wie man es wieder los wird als Diät-Fehler, weil dabei die Phase, bei der die Ketolysefähigkeit des Gehirns wieder hergestellt wird, übersprungen wird. Auch könnte ich mir vorstellen, dass man sich mit Einhalten eines Proteintages, der kohlenhydratfrei, aber nicht fettarm ist, leichter tut.

Das Problem all dieser Diäten ist, dass sie ihren eigentlichen Wirkmechanismus nicht aufdecken. Sie scheinen irgendwie zu funktionieren. Man bleibt dann aber immer unsicher, wie man sie für seine eigenen individuellen Belange modifizieren könnte.

LG Lena

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.05.2012 18:23:24 GMT+02:00
Caliban meint:
Liebe Frau Waider,

vielen Dank für den Hinweis! In der Sache treffen Sie übrigens einen richtigen Punkt: Nach meiner Erfahrung funktioniert ein "halber Eiweißtag" hervorragend = reguläres Frühstück (nicht übertreiben), keine Speisen bis zum Mittagessen. Mittagessen und Abendessen nur auf Eiweißbasis; dasselbe am Abend. Hier treten die heftigen Reaktionen zumindest bei mir nichts auf und man nimmt prima ab.
MfG Caliban

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.08.2012 07:45:51 GMT+02:00
Amazon-Kunde meint:
Habe ich auch, ich kann soviel Eiweißhaltiges essen wie ich will, ich habe immer Hunger. Es fehlen die Kohlenhydrate. Es gibt eben noch Menschen, die Kohlenhydrate zum sättigen brauchen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.08.2012 10:56:10 GMT+02:00
[Von Amazon gelöscht am 25.05.2014 19:48:42 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.09.2012 10:11:47 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.10.2012 18:58:05 GMT+02:00
Stevie ;o) meint:
In diesem Zusammenhang möchte ich auf die Bücher von Detlef Pape hinweisen - wie z.B. --> Schlank im Schlaf: Die revolutionäre Formel: So nutzen Sie Ihre Bio-Uhr zum Abnehmen (Einzeltitel Gesunde Ernährung) . Ich praktiziere Schlank im Schaf schon einige Jahre und bei mir hat es den von mir gewünschten Erfolg gebracht - ohne jegliche Hungergefühle. Ende der 90ger Jahre hatte ich mit der Atkins-Diät (keine Kohlehydrate - nur Fett und Eiweiß) zwar gute Erfolge erzielt (by the way - ich bin nicht fett, habe als Fitnesssportler aber sehr hohe Ansprüche an meinen Körperfettanteil), allerdings hatte ich damit oft auch Kohlehydrat-Fress-Attacken (z.B. 7 Kugeln Vanilleeis mit einer Menge Sahne, ... etc. ;o) ). Mit Schlank im Schlaf gibt es so etwas nicht - ich ernähre mich ganz normal -> Abends gibt es dann Eiweiß (wie z.B. Quark mit Leinöl), siehe auch --> Öl-Eiweiß-Kost)

Veröffentlicht am 10.10.2012 10:07:53 GMT+02:00
Auf der Basis des Süßstoffes Aspartam? Hm, das Zeug ist dermaßen krebserregend, dass ich da lieber drauf verzichten würde...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.10.2014 11:06:24 GMT+02:00
Nico T. meint:
Quark mit Leinöl, schmeckt das ? grr
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Caliban
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