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Kundenrezension

13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantastisch, 21. August 2004
Von 
Rezension bezieht sich auf: Fly (New Version) (Audio CD)
Bis auf ein paar kleinere Hits, die ihr Exgatte Andrew Lloyd Webber (seines Zeichens Musical-Produzent) auf den Leib schneiderte, war Sarah Brightman dem breiten Publikum anno 1996 kaum ein Begriff. Daran änderte nicht einmal "Dive" (ihr hervorragendes Elektro-Pop-Album von '93) etwas.
Deswegen frischte die Diva ihren Sound gehörig auf, und plante nun mit "Fly" den Großan-griff auf die Charts. Doch auch dieses Werk ließ die Käufer nicht so richtig hellhörig werden, erst durch den kurz darauf folgenden Durchbruch mit dem Überhit "Time to say goodbye" (erfolgreichste Single aller Zeiten in Deutschland) fanden sich immerhin ein paar Abnehmer, weswegen EastWest Records kurzerhand den Song zusätzlich auf das Album fügten. Dadurch wuchsen die Verkaufszahlen allerdings trotzdem nicht - schließlich hatten die meisten bereits die Single und schlussendlich schadete dieser Schachzug "Fly" nur noch mehr.
Der erste Titel ist dann auch gleich "Time to say goodbye", im Duett mit Klassik-Star Andrea Boccelli. Ein rühriges und stimmiges Stück (wobei eine leichte Überdosis Schmalz bzw. Pathos jedoch nicht zu verleugnen ist), das mittlerweile aber gnadenlos totgespielt wurde. Sanfte Streicher begleiten die beiden bis hin zum bombastischen Finale.
Nun beginnt das Album erst richtig, "The fly" ist ein verträumter Mix aus New Age und Pop und klingt sehr frei und unbeschwert. Die Höhen in denen Sarah sich hier mit ihrer Stimme bewegt, sind schlicht überwältigend und verschaffen dem Hörer eine wohlige Gänsehaut.
Mit Synthezisern kündigt sich "Why" an, ein stampfender und überraschend rockiger Titel. Stimmlich lehnt sich die Dame hier zwar nicht sehr weit aus dem Fenster, schafft jedoch einen eingängigen und netten Song, der auf alle Fälle Chartpotential beinhaltet.
Jetzt wird es ruhig - sehr ruhig. "Muder in Mairyland Park" ist ein eher alternatives Stück, welches zum Großteil nur aus Pianoklängen und einer sehr zurückhaltenden Stimme besteht. Die schön schaurigen Synthies ergänzen den Sound noch um ein weiteres, bis plötzlich Chöre, ein voluminöser Hintergrund als auch eine träge Rockgitarre einsetzen. Gleich darauf ist der Titel auch schon wieder vorbei, was den Hörer beim ersten Mal recht erstaunt zurücklässt. Aus diesem Grund ist dieses schwer zugängliche Lied bei vielen Fans eher unbeliebt, und wird oft auch als langweiliger Lückenfüller abgestempelt.
Umso schneller wird es dafür mit "How can heaven love me". Die energische Hymne, welche zusammen mit Chris Thompson (Sänger bei UB 40) bestritten wird, ist eindeutig ein strahlender Höhepunkt. Der schillernde Sopran Sarahs fügt sich nahezu perfekt mit dem rauen Organ von Thompson zusammen. Und wenn die Brightman dann während den letzten Takten ihre vokalen Leistungen vollkommen durchklingen lässt, sitzt sowieso niemand mehr still.
Ohne lange Warterei wird man sogleich zum nächsten Überflieger weitergeleitet. "A question of honour" hört sich zunächst bedrohlich nach reiner Klassik an, doch kurz nach einer kleinen italienischen Arie setzt der Dance-Beat ein, der sich kontinuierlich steigert, bis der Song nach erst mehr als 3 langen Minuten richtig loslegt. Chöre, Beats, Gitarrenriffs und natürlich die himmlische Leadstimme bilden ein außergewöhnliches Soundgerüst. Und obwohl nicht unbedingt viel Text vorkommt, ist dieses Highlight unbestritten einer der besten Brightman-Titel.
Und es geht weiter mit Rockklängen, von denen "Ghost in the machinery" sicherlich die meisten beinhaltet. Die groovige Nummer ist absolut überzeugend und wieder tobt sich die Britin mit stimmlichen Akrobatenübungen aus. Ein wahrer Hochgenuss!
Das Tempo wird nun wieder reduziert, eine indisch anmutende Stimme setzt ein - "You take my breath away" startet. Sphärische, orientalische Musik (das Instrumental in der Mitte ist klasse!) zusammen mit zuckersüßem Gesang lullen den Hörer angenehm ein. Erst im letzten Viertel wird es ein klein wenig lauter, was allerdings nicht extrem auffällt, sondern den Song nur besser macht.
Geigentöne lassen auf einen erneuten Streichzug ins Klassik-Gefilde schließen, doch die schnell folgenden, bombastischen Pop/Rock-Klänge läuten "Something in the air" dann gebührend ein. Hier wird nun Tom Jones angesungen, aber der Unterschied zu Chris Thompson wird rasch augenscheinlich. Die beiden Stimmen passen dieses Mal nämlich weit nicht mehr so gut zueinander, es fällt rasch auf, dass Tom Jones schlicht fehl am Platz ist, und vergeblich versucht, mit Sarah Schritt zu halten. Zudem röhrt er ein kleines bißchen zu gequält durch diesen ansonsten aber sehr guten Song.
"Heaven is here" ist ein klarer Höhepunkt. Mit einer wunderschönen Stimme performt, ertönt hier eine sensible und zerbrechliche Ballade, die durch den kraftvollen Chor nur noch dazugewinnt. Der trübsinnige und gleichzeitig auch hoffnungsfrohe Text markieren hier einen klaren Höhepunkt.
Leider fällt die Qualität nun um einiges. Mit "I loved you" fühlt man sich peinlich berührt an die Spice Girls oder die Madonna der frühen 90er erinnert, was keinesfalls ein Kompliment darstellen soll. Zudem ist der rapartige Gesang absolut unpassend und bildet einen äußerst misslungenen Abschluss.
Das Outro "Fly" beginnt mit der legendären Rede Neil Armstrong's, und stellt so etwas wie eine aufgepeppte Kurzversion von "The fly" dar. Kurz und prägnant!
Es ist erstaunlich, wie groß die Bandbreite auf dieser Platte ist, die leider völlig unbeachtet wurde, aber zu Sarah Brightman's besten Werken gehört.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 14.08.2009 19:16:07 GMT+02:00
Rijkaard meint:
Ich glaube nicht dass Chris Thompson bei UB 40 gesungen, er hat zwar viele Co-Operationen (u. a. Alan Parson, Mike Oldfield) gemacht - aber am bekanntesten dürfte er doch
durch "Manfred Mann's Earth Band" geworden sein.
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