Kundenrezension

6 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Interessante Texte, belanglose Musik, 16. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Stalingrad (Audio CD)
Zunächst einmal muss gesagt werden, dass der aktuelle Accept-Sänger Mark Tornillo seine Arbeit im Prinzip gut macht. Er klingt ähnlich wie Udo Dirkschneider, ohne eine Kopie zu sein.

Positiv fällt beim Auspacken der CD das gute Artwork auf. Auch die Texte sind sehr interessant: Der Opener "Hung, Drawn and Quartered" handelt von den entsprechenden Bestrafungen im Mittelalter, der Song "Stalingrad" von der Schlacht um die gleichnamige Stadt im 2. Weltkrieg, bei "Hellfire" geht es um die Bombardierung Dresdens im 2. Weltkrieg und "Revolution" scheint eine Kapitalismus-Kritik zu sein. In "Shadow Soldiers" geht es dann um Soldaten, die für unsere Freiheit gefallen sind. Wer nicht so textinteressiert oder englischsprachig ist, muss sich allerdings an die Musik halten und da sind wir beim Problem.

Leider gibt es auf diesem Album keine Hits. Keine eingängigen Mitsing-Lieder, keine Songs, die man als Single veröffentlichen könnte. Wer nach einem Nachfolger der Alben "Breaker", "Metal Heart", "Restless and wild" oder "Balls to the Wall" sucht, wird bitter enttäuscht. Wem das letzte Album "Blood of the Nations" gefallen hat, könnte eventuell auch dieses mögen, muss sich aber darüber im Klaren sein, dass es noch weniger eingängig ist.

Darüber hinaus nervt mich mit der Zeit die Stimme von Tornillo, v.a. dass er auf nahezu allen Liedern mit Ausnahme von "Shadow Soldiers" nur schreit und nicht singt. Es ist ja okay, ab und zu die Reibeisenstimme auszupacken, aber 10 (bzw. 11 auf der Limited Edition) Songs am Stück ist das schon ziemlich nervend. Die Chöre scheinen ausschließlich von Hoffmann, Baltes & Co. zu stammen und sind nur spärlich eingesetzt im Vergleich zu früher.

Mir fehlen auf diesem Album die Songs mit Wiedererkennungswert, die ins Ohr gehen und bei denen ich fröhlich mitsingen kann. Statt dessen werden Riffs geboten, die man so oder ähnlich schon zu oft anderswo gehört hat. Alles überdeckt von dem Dauer-Geschrei mit zu wenig Melodie.

Es hat mit dem Eröffnungssong, dem Titelsong und "Shadow Soldiers" drei Lieder, die durchaus okay sind. Aber ich als alter Accept-Fan seit über 20 Jahren erwarte einfach mehr von einer Band, die Klassiker des deutschen Heavy Metals geschrieben hat. Vielleicht wäre es ehrlicher gewesen, die Band "Hoffmann, Baltes & Tornillo" zu nennen (Herman Frank und Stefan Schwarzmann durften sich am Songwriting ohnehin nicht beteiligen, was insbesondere für ersteren frustrierend gewesen sein muss).

Es tut mir leid, aber ich habe mich so sehr auf dieses Album gefreut und bin jetzt so enttäuscht, dass ich nicht mehr als zwei Sterne geben kann.
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-10 von 14 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 16.04.2012 12:20:02 GMT+02:00
Hank meint:
Die Kritik wie sie hier geschildert wird, kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Gerade als alter Accept Fan finde ich die Platte sehr gut. Eben weil noch mehr Melodien als bei BOTN vorhanden sind ( z.B.Shadow Soldiers, Against the world, Twist of fate). Auch gesanglich bietet Stalingrad mehr Abwechslung. Wer Dirkschneider mochte, kann eigentlich Tornillo nicht so schlecht finden. Was bietet denn Breaker für Songs die als Hitsingle so geeignet sind? Es macht für mich keine Sinn Vergleiche mit den Alben wie Breaker und Restless and wild zu ziehen. Wir sind in 2012 und diese Alben liegen 30 Jahre zurück. Wenn schon Vergleiche zu früheren Werken gezogen werden, dann wie ich finde eher zu Balls, Metal Heart oder R.Roulette, denn in diese Kerbe passt auch Stalingrad.
Noch ein Wort zu Hermann Frank; Während der Balls to the wall Phase spielte er bei Accept auch nur die Rhythmus Gitarre und war beim Songwriting nicht beteiligt. Gleiches gilt für den jahrelangen , jetzt aber scheinbar unauffindbaren 2. Gitarristen Jörg Fischer. Ich denke Frank wurde nicht gezwungen bei Accept einzusteigen. Er ordnet sich dem Konzept unter und spielt souverän den Rhythmuspart. Austoben wird er sich bei seinen Soloprojekten. Was ist so schlimm daran?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.04.2012 19:38:35 GMT+02:00
udoreich meint:
Richtig, das Album wächst mit jedem Durchlauf und ist ein würdiger Nachfolger. Das ist Heavy Metal wie er sein sollte...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.04.2012 21:33:53 GMT+02:00
Armored Saint meint:
Wie war das noch mit dem Propheten im eigenen Land? Man schaue mal bei amazon.com, also der US-Seite: aktuell 19 Bewertungen, davon 18 mal 5 Sterne und 1 mal 4 Sterne.

Veröffentlicht am 17.04.2012 12:22:33 GMT+02:00
Dr. Rock meint:
Sehe ich zwar gar nicht so, aber jedem seine Meinung !
Aber eines noch: Accept bringen im Jahr 2012 eine neue CD heraus und sehr viele Leute fangen an, die Musik dieses Albums mit der Mucke auf den alten Veröffentlichungen aus den 80er Jahren zu vergleichen ! So etwas klappt nicht ! Weder bei Accept noch bei Iron Maiden, Saxon und all den anderen 80er-Bands, die immer noch oder mittlerweile wieder im Musik-Business mitmischen ! In der Regel werden die neuen Alben hierbei nur verlieren ! Wobei ich bei der neuen Accept-Scheibe schon der Meinung bin, dass die Musik doch relativ "old-school" ist und sehr gut nach vorne rockt. Auf jeden Fall um ein Vielfaches besser als das, was Accept in den 90ern (auf "Death Row" und "Predator") verbrochen haben.
Ich jedenfalls bin sehr erfreut darüber, dass Hoffmann, Baltes & Co. auch in der heutigen Zeit noch in der Lage sind, solche Kracher wie "Blood Of The Nations" und "Stalingrad" herauszubringen ! Und ein "Restless And Wild" schafft man halt nur einmal in der Karriere !

Dr. Rock

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.04.2012 10:18:07 GMT+02:00
Ingoknitto meint:
Wenn ich eingängige Mitgröl-Songs möchte, lege ich mir AC/DC ein. Die machen seit Jahren immer das Gleiche. Und auch das gefällt mir. An ACCEPT gefällt mir eben, das man bei jedem neuen hören der CD`s immer was Neues findet. Manchmal muss man sich mit Musik eben auch auseinander setzen.

Und der Mark...den finde ich super. Meiner Meinung nach hat der ein größeres Gesangs-Spektrum als Udo, wobei dieser unbestritten gut ist.

Veröffentlicht am 21.04.2012 11:22:29 GMT+02:00
D. Nentwig meint:
Bravo,
endlich mal Jemand der den Nagel auf den Kopf, quasi, klöppelt…

natürlich mehr als verständlich, diese Kritik, da man ja im Genre "Heavy Metal“ gerne auch mit der einen oder anderen Hit-Single rechnen darf, welche dann im Format-Radio hoch und runter genudelt werden könnte. Schwer zu glauben, dass man, von Seiten der Band, diesen Lapsus übersehen konnte und sich nun die Wandersleute, auf der Zugspitze, immer noch mit ollen Kammellen ala "Balls to the Wall“, "Flash rockin man“ oder "Son of a Bitch“ weiter behelfen müssen, um sich etwas vorzujodeln. Haben Sie schon wieder die große Chance versemmelt, den guten alten Alben aus der Metal-Steinzeit, als tatsächlich nur superbeste "Klassiker“ entstanden, mal einen würdigen "Neu-Klassiker“ nachzuschieben.

Was für jämmerliche Amateure sind denn da am Werk gewesen? Hoffmann, Baltes und Konsorten bringen wirklich nichts zu Stande und sind eigentlich unwürdig unter dem ehrwürdigen Banner "Accept“ weiterzumachen.
Einfach nur frustrierend, zu hören, wie sich "Heavy Metal“ immer weiter zu einer Randerscheinung im Musik-Business entwickelt, wo es doch mal so was von massentauglich war. Mit 2 Sternen kommen Sie für diesen Murks von "Stalingrad“ aber noch ganz gut weg. Ich hätte da als jahrhundertejähriger Hardcore-Fan, bei so vielen gravierenden Unzulänglichkeiten, nicht so viel Gnade walten lassen.
Das eine, gut gemeinte, Nostalgie-Pünktchen kann man ja, gnädigst, noch addieren und dann stimmt die Rechnung wohl wieder.

Klasse Rezension und sehr wertvoll, wie ich finde. Also Vorsicht, lasst bitte eure Hardwurstfinger weg von dieser dünnen Scheibe, es lohnt sich wirklich nicht dafür einen Schilling hinzulegen. "Stefanie Härtel“ klingt nicht nur, vom Namen her, härter, sondern, hat auch die besseren Melodein und Refrains zu bieten. Da kann man noch bedenkenlos zugreifen und sich unfallfrei einen runterjodeln…na dann Pröst und man sieht sich vielleicht mal auf der Spitze.

Stimm schon mal an, "Heidiheidoheida“…

Servus

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.04.2012 16:23:26 GMT+02:00
Mister D meint:
Herr Nentwig scheint ein bißchen geistig verwirrt zu sein... vor allem wenn man diesen Text mit seiner eigenen Rezension zu Stalingrad vergleicht... gerade in die Pupertät gekommen oder was? Da hat man ja öfter solche Stimmungsschwankungen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.04.2012 10:23:15 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.04.2012 10:23:47 GMT+02:00
D. Nentwig meint:
@Mister D

Hm, vielleicht schalten Sie aber beim Lesen besser auch mal das Gehirn ein, vielleicht ergibt es dann, womöglich auch für Sie, wieder einen Sinn. Bin ja nicht verpflichtet, für Jedermann sichtbar, ein Schild dran zu hängen auf dem steht, "Vorsicht Ironie".

unironischer Gruß

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.04.2012 11:25:17 GMT+02:00
Mister D meint:
Na wenn das so ist ;-) Für mich und offensichtlich manch anderen nicht als solche zu erkennen, da es keine Anhaltspunkte dafür gibt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.05.2012 09:44:12 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 01.05.2012 09:55:45 GMT+02:00
D. Nentwig meint:
@ Mister D
Nicht zu erkennen? Ist doch nicht möglich, oder doch? Ähem…für die "Schnellmerker" nochmal erläutert…

ich meine, wenn man sich diese Rezension mal genau anschaut und sich die bemängelten Punkte vornimmt komme ich zu dem Schluss, dass sich da Jemand aber arg im Genre "Heavy Metal“ verlaufen hat. Die Texte sind interessant und die Musik das Problem, bei Accept. Ist das nicht oft genug umgekehrt bzw. haut den Hard/ Heavy-Metaller die Musik nicht vom Hocker, statt der "Wahnsinns"- Texte? Gerade bei Accept...verschütte gleich meinen Kaffee, vor lachen...

Naja und dann geht’s noch weiter mit der Argumentation in Bezug auf fehlende Hit-Single-kompatible Mitsing-Lieder zu denen man auch noch "fröhlich" mitsingt. Sehr, sehr skurril. Klar, "Balls to the Wall", eignet sich dazu bestens…sollte man aber auch mal drüber nachdenken was man da so, "fröhlich", hinträllert. Mein persönlicher Favorit beim Familien-Wandern, mit Mutti, gern gesungen, ist ja "Son of a bitch“. Alles klarissimo.

Oder die angeblich zu aggressive Tornillo-Singstimme? Hä? Wie war das eigentlich mit Udo D. noch mal? Ein lieblich klingendes Organ, welches natürlich immer und jederzeit sehr melodischen abwechslungsreichen Singsang von sich gab. Wo sind wir hier eigentlich, im Schlager (engl. "Hit")-Land oder ging es doch um "Accept"?

Material nicht eingängig genug? Nun, da sollte man ein anderes Genre nehmen, wenn man das unbedingt primär haben will/ muss. Wobei die Eingängigkeit bei „Stalingrad“ überhaupt kein Problem darstellt. Siehe nächster Punkt…

Nicht nachvollziehbar wie man auf dem Album Melodien vermissen kann. Vielleicht nicht im Gesang vordergründig zu finden, aber was Hoffmann, Frank, Baltes und Co. musikalisch in jedem Song an superb getimten Melodien/ Harmonien reinzaubern ist einfach nur als genial zu bezeichnen, UND weil trotzdem der aggressive Grund-Tenor in den Songs erhalten bleibt und Diese sich nie zu Schunkelnummern entwickeln, was dem Metal-Fan eben sehr gefällt. Genau DAS macht "Stalingrad“ zu einem Hammer-Album, welches auch beim mehrmaligen Hören noch Spaß macht, eben weil es so viele verschiedene Dinge zu erhören gibt, außer vielleicht bei den Texten. Da wäre ich aber eher gnädig oder eher sehr vorsichtig an der Stelle zu große Erwartungen zu haben. Siehe Kaffee...

Es gibt die Geschmäcker über die man nicht zu streiten braucht, aber hier, in dieser Rezension, werden einige Fakten einfach völlig verquer dargestellt, dass Me schon mal ironisch werden kann und dann kommt sowas bei raus. „Sorry“, wenn das Leute überfordert. ;-)

Könnte aber auch sein, dass die/ der Rezensent einfach vergessen hatte ihr/ sein Schild ins Fenster zu hängen, auf dem steht, "Hart, härter, Härtel".

Gruß
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Ort: Karlsruhe

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