Kundenrezension

20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen überzeugende Vampirserie mit Schwächen, 5. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: True Blood - Die komplette erste Staffel [5 DVDs] (DVD)
Vampire liegen derzeit ja voll im Trend, da das selbe Thema zumeist in einer anderen Verpackung präsentiert wird, war ich dieser Serie gegenüber recht skeptisch, besonders nachdem ich die äußerst schwache Episode 1 gesehen hatte:

Die Story der Serie handelt vom Leben in einer amerikanischen Kleinstadt. Erst vor kurzer Zeit wurde offiziell bekannt, dass es Vampire gibt. Diese haben sich geoutet, da es nun möglich ist menschliches Blut synthetisch herzustellen, das Trinken und somit Töten von Menschen ist somit nicht mehr unbedingt notwendig. Den Vampir Bill, der ein Haus in der besagten Kleinstadt besitzt, sorgt unter der Bevölkerung für einiges an Aufsehen, zumal er eine Romanze mit einer Sterblichen beginnt...

Zunächst halte ich TRUE BLOOD für eine Vampir-Serie, die vorwiegend auf Erwachsene zugeschnitten ist. Teenagergefühle inmitten einer Highschoolatmosphäre darf man nicht erwarten. Für amerikanische Verhältnisse ist diese Serie recht freizügig gestaltet, das Thema Sex nimmt auch recht viel Raum ein. Andere Elemente, die sich in das Geschehen mischen, sind telepathische Fähigkeiten, Gestaltwandler und vermeintlicher Voodoo-Zauber.
TRUE BLOOD vereint in sich neue Ideen sowie altbewährte Erfolgsgaranten. Die Idee, die Vampirgemeinde aufgrund sythetisch hergestellten Blutes zu outen, ist so wohl noch nicht vorgekommen. Allerdings gibt es wieder einen dunkelhaarigen, gut aussehenden Vampir, der mit einer blonden Powerfrau anbandelt... also das gleiche Schema wie bei BUFFY oder MOONLIGHT. Außerdem erinnert die Art und Weise, wie jeder Charakter seine persönlichen Geheimnisse und Macken zu verbergen versucht, auch stark an DESPERATE HOUSEWIVES (insbesondere 1. Staffel). Aber auch wenn hier nicht alles neu ist, der Mix ist etappenweise doch gelungen.

Innerhalb der Handlung gibt es leider immer wieder einige unstimmige Sequenzen (jedenfalls habe ich diese so empfunden). ACHTUNG SPOILER: In der einen Episode ist die Protagonistin noch entsetzt und apathisch über das Auffinden der toten Großmutter, in der nächsten schwebt sie um eine sexuelle Erfahrung reicher als überglückliche Kellnerin über den Bildschirm, die tote Großmutter wird von ihr gar nicht mehr erwähnt. Erwähnung findet diese dann nur von dem unterbelichteten Bruder, von dem man es am wenigsten erwartet hätte?!
In einer anderen Sequenz wähnt Sookie (die Protagonistin) ihren Vampirfreund tot, plötzlich packt sie eine Hand am Fuß, der Vampir kriecht verdreckt aus dem Erdboden und ohne ein Wort zu wechseln wird schon wieder gerammelt. Irgendwie seltsam...?!
Wie auch schon von anderen SchreiberInnen hier bemängelt, finde ich die telepathischen Fähigkeiten des Hauptcharakters auch nicht immer schlüssig. Manchmal ist Körperkontakt notwendig, dann wieder nicht?!

Die Auflösung rund um die Morde wurde mir dann ein wenig zu lieblos abgehandelt. Dass für die ZuseherInnen am Ende der Staffel relativ schnell klar wird, wer der Mörder ist, empfand ich als plump und einfallslos. Das hätte man wesentlich subtiler gestalten können. In der letzten Episode wird dann die Enthüllung derart schnell heruntergespult, dass die Handlung eigentlich nur mehr darauf abzielt, vorab Geschehnisse der zweiten Staffel zu etablieren und auf diese neugierig zu machen. Schade!

Mit Klischees wird innerhalb der Serie teilweise gebrochen, manchmal auch heftig gespielt. So reagieren die Vampire zwar heftig auf Silber, mit Kruzifix und Weihwasser ist ihnen aber nicht beizukommen. ACHTUNG SPOILER: Und der einzige homosexuelle Charakter dealt mit Vampirblut (einer Art von Wunderdroge), arbeitet zum einen auf dem Bau, zum anderen als Koch in einem Restaurant und nachts verkauft er seinen Körper als Stricher... ein bisschen weniger wäre hier wohl mehr gewesen!

Die einzelnen Episoden sind mit über 50 Minuten schon sehr lange. Viele Sequenzen empfand ich enorm in die Länge gezogen, was aus meiner Sicht völlig überflüssig war. Die meisten Folgen hätte man genauso gut um 10 Minuten kürzen können, man hätte da sicher nichts verpasst. Beispielsweise wäre das Kürzen der Szenen wünschenswert gewesen, in denen Tara (Sookies Freundin) wieder einmal eine ihrer hysterischen Ausschweifungen bekommt. Auf Dauer fand ich diese schon sehr nervig!

Die DVD-Verpackung ist gut gestaltet. Die einzelnen Discs sind leicht entnehmbar und es gibt sogar ein kleines Booklet. Auf diesem gibt es zu jeder Episode eine Kurzbeschreibung.

Fazit: Trotz einiger Schwächen ist TRUE BLOOD ein interessanter Mix aus verschiedensten Elementen. Man muss sich langsam einsehen, nach der ersten Folge werden die wenigsten sofort begeistert sein. Obgleich mich selbst nicht die totale Euphorie gepackt hat, finde ich die Serie durchaus empfehlenswert. Ich werde wohl auch der 2. Staffel eine Chance geben.
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Kommentare


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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 14.05.2012 12:35:59 GMT+02:00
M. Becker meint:
"In einer anderen Sequenz wähnt Sookie (die Protagonistin) ihren Vampirfreund tot, plötzlich packt sie eine Hand am Fuß, der Vampir kriecht verdreckt aus dem Erdboden und ohne ein Wort zu wechseln wird schon wieder gerammelt. Irgendwie seltsam...?!"

Ich hab genau das gleiche gedacht...

Veröffentlicht am 25.02.2014 19:16:00 GMT+01:00
Es ist doch mal angenehm, dass eher die schlechten Seiten aufgezählt werden, und der Serie trotzdem eine Chance gegeben wird. Da sieht man seine eigenen Gedanken widergespiegelt und freut sich: "Jey, ich bin nicht allein."
Auch deinem Kommentar über die 1. Folge kann ich voll und ganz zustimmen. (Ich habe nur weiter geguckt, weil eine Freundin es unbedingt wollte). Jetzt bin ich eine treuer Verfolgerin der Serie, die oft begeistert und manchmal enttäuscht ist (besonders über das Ende der 6. Staffel). Aber alles hat ja bekanntlich so seine Höhen und Tiefen.
lg

Veröffentlicht am 14.07.2015 17:22:46 GMT+02:00
Whisper274 meint:
Was Sookie's "Gabe" angeht, so wird das im Buch so erklärt, dass Körperkontakt die Fähigkeit zwar verstärkt, notwendig ist er aber in der Regel nicht. Sie berührt die Leute dann, wenn sie wirklich ganz genau "zuhören" willl, was jemand denkt. Leider wird das in der Serie nicht deutlich erklärt, so dass es schon zu Verwirrung führen kann.
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