Kundenrezension

24 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unausgegoren von vielen Vorbildern schlecht geklaut!, 5. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Pompeii [Blu-ray] (Blu-ray)
Regisseur Paul W.S. Anderson, der vor allem für die Sci-Fi Filme der Resident Evil Reihe und Event Horizon bekannt ist, hat sich mit Pompeii daran gemacht, einen Desaster-Sandalen-Movie zu drehen.

Herausgekommen ist ein zwar optisch vor allem in 3D berauschender Mix aus Spartacus/Gladiator, Titanic und Date's Peak, der als Ganzes leider überhaupt nicht zu überzeugen mag und an vielen Stellen schlicht lächerlich wirkt.

In der deutschen Fassung kommt eine absolut grotten schlechte Synchro noch erschwerend hinzu.

Im ersten Teil des Films lernen wir den Helden des Films als Kind und seine Widersacher kennen. Der junge Milo muss im römisch besetzten Britannien mitansehen, wie seine Eltern und sein ganzes Dorf vom römischen Feldherrn Corvus und seiner rechten Hand Proculus niedergemetzelt wird. Der "Conan- Der Barbar" Prolog läßt grüßen. Es kommt wie's kommen muss: Milo wird Sklave und schließlich ein bombiger Gladiator.

Jahre später muss der junge Milo (Kit Harington ais "Game of Thrones) schließlich in Pompeii als Gladiator kämpfen. Auf dem Weg dorthin lernt er als "Pferdeflüsterer" Cassia kennen, die Tochter reicher Pompeiier. Es kommt, wie ein einfallsloses Drehbuch eben gezwungener Maßen vorsieht: Die beiden verlieben sich und Milo trifft die nach all den Jahren um keinen Tag gealterten Corvus (herrlich fehlbesetzt Kiefer Sutherland) und dessen Schlächter Proculus wieder. Als der Vulkan spektakulär ausbricht beginnt der Kampf ums Überleben.

Der Film und die Dialoge lassen kein bekanntes Film-Klischee ungenutzt verstreichen. So findet Milo unter den Gladiatoren wie einst Maximus in "Gladiator" einen zufällig "schwarzen" Kumpel, der mit ihm gemeinsam kämpft. Er wird natürlich zum "Besten" seiner Zunft und begeistert die Massen und natürlich hat sein Erzfeind Corvus auch noch ein Auge auf seine neue Liebe Cassia geworfen.

Was das Ergebnis so ärgerlich und lächerlich macht, sind gar nicht einmal die bekannten Klischees und Versatzstücke erfolgreicher Vorgängerfilme, es sind nicht die lächerlichen Dialoge und die oberflächliche Charakterzeichnung, sondern vor allem die Inkonsequenz in der Umsetzung, die den Mix bekannter Filmvorbilder so unerträglich und klinisch macht.

Da werden Gladiatorenkämpfe im visuellen Stil von Gladiator und Spartacus (TV-Serie) inszeniert, in denen nicht ein Tropfen Blut fließt und die so wie die Sesamstraßen-Version der Vorbilder wirken. Da wird eine Liebesgeschichte erzählt, die so wenig Leidenschaft versprüht wie ein Kaffekranz bei Oma und Opa. Da wird ein spektakulärer Vulkanausbruch gezeigt, der optisch toll umgesetzt ist, wo man aber den Protagonisten überhaupt nicht in ihrem Überlebenskampf folgen kann. Da wird ein "Gladiator" ähnlicher Racheplot entwickelt, der im Abschluss vor allem durch die schwachen Darstellerleistungen von Sutherland und Harington und der schlechten Einflechtung in das Desasterfinale vollkommen unbefriedigend aufgelöst wird.

Anderson hätte wirklich ein paar Nachhilfestunden bei Ridley Scott nehmen und vor allem nicht so darauf vertrauen sollen, dass ein toller optischer 3D Zauber über alle Schwächen des Plots und der Umsetzung hinwegtröstet.

Zum einmal ansehen oder Ausleihen kann man Pompeii sicher noch empfehlen, aber nur im O-Ton, denn die Synchro ist wirklich das Allerletzte und raubt dem Ganzen jegliche Dramatik.
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Kommentare


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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 24.10.2014 17:43:17 GMT+02:00
Gunbuster meint:
Heee, das finde ich jetzt aber FIES: Auch Oma und Opa können sich liebhaben!!!! (hier käme jetzt ein grinsender Smilie)
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