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Kundenrezension

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Symphonic-Metal REFERENZ Platte, 19. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ascending to Infinity (Audio CD)
Namenshickhack hin oder her, ob das Etikett Luca Turulli oder Rhapsody oder beides aufweist, davon möchte ich die Bewertung der Musik nicht abhängig machen. Zumal ich die von mir immer nur probegehörten frühen Solo-Platten eh immer ziemlich redundant zu der damals Hauptband (Rhapsody) fand.

Im Vergleich zu den frühen Rhapsody ist "Ascending to Infinity" gitarrenlastiger, erinnert mich fast ein wenig an die frühen SymphonyX. Chöre, Orchester und Keyboard sind aber trotzdem noch fett mit im Rennen. Der neue Sänger kann nicht verheimlichen, in einer Helloween Cover-Band den Kiske gegeben zu haben, was meiner Meinung nach aber für die Musik wie die Faust aufs Auge passt. Zumal er nicht auf einen Kiske-Klon reduziert werden sollte, er kann auch vortrefflich den Opernsänger geben, oder den italienischen Gigolo. Im Übrigen finde ich nichts, was auf dieser CD nicht auf eine Rhapsody-CD gehören sollte. Im Gegenteil, fand ich Rhapsody in der Vergangenheit ein bisschen sehr "over the top" mit ihrem Vivaldi-esken Hyper-Schmacht-Pathos, landet das Ganze hier zwar immer noch im Pathetischen, aber nicht mehr im Überkandidelten. Nachzuhören z.B. bei einem Song wie Excalibur, immer noch mit Flöte, Spinett und Chören, hochmelodischem Chorus, aber trotzdem auf eine gewisse Weise und bei aller Verspieltheit gradliniger und ernsthafter. Ein Wahnsinnssong. Und von dem Kaliber ist die Platte GESPICKT. Aus dem rasenden Raster fällt "Luna" ein sehr schöne und besondere Ballade (wunderbar pathetisch aber eben nicht peinlich) mit weiblicher Stimmbegleitung.

Der vormals als Hollywood-Metal angepriesene Operettenmetal war für mich lange viel zu sehr Bollywood statt Hollywood. Ascending to Infinity ist in der Tat große Melodic-Metal-Oper. Mit Spannungsbögen, Doublebass-Speed, Abwechslungsreichtum, Mords-Soli (auch Keyboard und Bass dürfen hin und wieder mal ...), einem Sänger, der in allen Tonlagen brilliert, ECHTEN Chören (und falschen ;-), und mächtig Ohrwurmmelodien (aber eben ohne den Über-Karies-Super-Kleister).

Kann beim besten Willen nichts schlecht finden an der Platte. Für mich eine der besten Symphonic-Metal Veröffentlichungen seit langem.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 20.12.2012 13:51:24 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.12.2012 18:46:49 GMT+01:00
Roswell47 meint:
Eine sehr schöne Rezension! Auch wenn ich diese Meinung nicht teilen kann, denke ich, dass insbesondere die Tatsache, dass Du all die Dinge negativ empfindest (wie das "over the top Vivaldi-eske Hyper-Schmacht-Pathos"), die Rhapsody für mich ausgemacht haben, bzw. umgekehrt (wie beispielsweise der neue Sänger), den Lesern dabei helfen könnte zu entscheiden, was sie selber erwarten und hören wollen! Würde mich jedenfalls freuen.
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