Kundenrezension

21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Beachtliche Ausstattung, 9. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Nikon Coolpix L810 Digitalkamera (16 Megapixel, 26-fach opt. Zoom, 7,5 cm (3 Zoll) Display, bildstabilisiert) rot (Elektronik)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Mit der Coolpix N810 stellt Nikon eine Bridgekamera vor, die vor allem mit einem hochwertigen Objektiv und einer Superzoomfunktion auf dem Papier zu überzeugen weiß.

Bridgekameras vereinen im Regelfall die Eigenschaften von Spiegelreflex - und Kompaktkameras in Bezug auf Ausstattungs-, Qualitäts- und Funktionsmerkmalen und sprechen damit häufig eine Konsumentengruppe an, die dem Status eines vollständigen Fotolaien entwachsen sind, sich aber aus verschiedenen Gründen nicht auf das Abenteuer und die Anschaffung einer (hochwertigen und hochpreisigen) Spiegelreflex-Ausrüstung einlassen wollen oder können.

Der Lieferumfang der Coolpix N810 entspricht den Erwartungen und Anforderungen. Neben der Kamera selbst findet sich ein Trageriemen, 4 Batterien, USB und Audiokabel, der Objektivdeckel, ein Benutzerhandbuch, Software und eine Garantiekarte in der Verpackung.

Optisch hinterlässt die Kamera einen hochwertigen Eindruck, der an den Look einer vollwertigen Spiegelreflexkamera erinnert. Der Käufer kann zwischen den Farben Schwarz, Grau, Blau und Rot wählen. Die mir vorliegende rote Farbvariante wirkt hochglanzlackiert und edel, Fingerabdrücke sind nicht sichtbar. Sicherlich ist die L810 keine Hosentaschenkamera, kann aber doch recht einfach und platzsparend verstaut werden.

Abmessungen und Gewicht der Kamera sind sicherlich nicht als filigran zu bezeichnen. Trotzdem wirkt die Haptik des Gerätes gut, die Coolpix liegt trotz eines Gewichtes von 450 Gramm angenehm in der Hand, eine gummierte Handgriffwölbung sorgt für festen Griff. Selbst bei vollem Zoomfaktor ist hier eine vernünftige Handhabung gewährleistet.

Ein häufiger Schwachpunkt bei Bridge-Kameras leider auch bei der Coolpix N810. Das Gerät wird ohne Ausnahme über Batterien betrieben. Ich bin kein Umweltaktivist und betrachte diesen Part einzig und allein aus der Sicht der Alltagstauglichkeit - und da nervt der notorische Nachkauf von Batterien oder der dauerhafte Einsatz von wiederaufladbaren Batterien und Ladegerät ungemein. Selbst eine Anhebung des Verkaufspreises zu Gunsten einer Aufrüstung mittels Akku würde ich hier nur zu gerne in Kauf nehmen.

Jetzt aber zum Wesentlichen:
Mit einem Brennweitenbereich von 22,5 bis 585 Millimeter deckt das Objektiv der Coolpix L810 alle Aufnahmesituationen im Alltag ab. So ist zwischen dem Ablichten von Panoramafotos über Portraits und Detailaufnahmen weit entfernter Motive eigentlich alles möglich. Vor allem der seitliche Zoomschalter erweist sich in der Praxis als sehr hilfreich, da er gleichmäßiges und kontrolliertes Zoomen deutlich erleichtert. Der Zoom funktioniert im Übrigen auch bei Filmaufnahmen.

Damit die Aufnahmen bei hoher Brennweite nicht verwackeln, greift ein mechanischer Bildstabilisator ins Geschehen ein. Die bewegliche Linsengruppe besteht aus 12 Linsen in 9 Gruppen mit einer ED Glaslinse, die wiederrum für eine entsprechende Farbtiefe sorgt. Damit bewegt sich die Coolpix L810 annähernd in einem professionellen Rahmen.

Um die jeweils passende Einstellung kümmert sich die Coolpix im Automatikverfahren selbst und greift dabei auf vier verschiedene Automatikfunktionen zurück. Hier hat der Fotograf allerdings keine Möglichkeit, die voreingestellten Aufnahmeparameter selbst weiter zu beeinflussen. Allerdings ist es möglich, die Belichtung von Hand in festgelegten Stufen zu korrigieren oder manuell auf die ISO-Empfindlichkeit einzuwirken. Für ambitionierte Fotografen mit Hang zu größeren Experimenten mag dies ggf. zu wenig Freiheit sein.

Genug der Technikerklärung, ab zum Praxistest:
Dauerhaft wird kein Nutzer auf den internen 50 MB großen Speicher zurückgreifen. Die Anschaffung einer SD/SDHC-Karte in gewünschter Größe ist damit unumgänglich. Die Kamera verzichtet auf die Speicherung im RAW-Format und arbeitet mit dem JPEG-Bildformat.

Bei erster Inbetriebnahme werden die üblichen Parameter (Zeitzone, Uhrzeit, Datum etc). abgefragt. Danach ist die Kamera intuitiv und einfach zu bedienen, hier werden sich selbst unerfahrene Nutzer schnell zurechtfinden. Im Notfall steht eine ausführliche Anleitung in Papier - und Digitalform zur Verfügung.

Nikon typisch funktioniert das Zuschalten des Blitzlichtes über einen kleinen Knopf am linken Kameragehäuse, d.h. der Blitz wird im Bedarfsfall ausgeklappt, bleibt im Alltagsgeschehen und guten Lichtverhältnissen aber eingeklappt. Während Kompaktkameras hier schnell bescheidene Bilder fabrizieren, verrichtet die L810 hier erstaunlich gute Arbeit. Hier zeigt sich erneut die Stärke der bereits erwähnten Einfachautomatik. Die Kameraeinstellungen werden an die momentanen Lichtverhältnisse angepasst, Aufnahmen gelingen zumeist mühelos.

Das erhaltene Bildmaterial (durch einen rauscharmen CCD-Bildsensor mit einer maximalen Auflösung von 16 Megapixel) auf meinen ersten Touren war so nach kurzer Eingewöhnungszeit durchwegs gut bis sehr gut. Bei Tageslicht bin ich geneigt, die Bilder als fast perfekt zu bezeichnen. Kein Farbrauschen, scharfe Kantenablichtung, neutrale und frische Farbgebung. Selbst bei Aufnahmen in hoher Zoomauflösung fällt das Bildresultat nicht nennenswert ab, gleiches gilt für Nachtaufnahmen und dem Einsatz von Blitzlicht.

Die Sichtung der Aufnahmen am rückseitigen TFT-Monitor (ca. 921.000 Pixel) ist dank einer Clear-Color-Technologie auch bei Tageslicht und Sonneneinstrahlung möglich, hier wird dem Werbeversprechen auch Rechnung getragen. Leider ist der Monitor im Gegensatz zur Ausstattung der Coolpix L510 nicht frei schwenkbar und damit zwangsläufig arg blickwinkelabhängig, d.h. Knipsen über eine Menschenmenge wird so wieder zu einer eigenen Herausforderung.

Die Funktion "Motion Detection" verrichtet scheinbar unauffällig aber wirklich zuverlässig Ihre Arbeit im Hintergrund und reduziert auch bei kritischen Aufnahmen erfolgreich Verwackler - und Bewegungsunschärfe. Nach Wunsch filtert ein Best-Shot-Selector (BBS) aus einer Reihe von bis zu zehn aufeinanderfolgenden Aufnahmen das schärfste und beste Bild.

Fasziniert hat mich mein erstmaliger Kontakt mit einem integriertem 3-D-Aufnahmemodus. Eine Spielerei, die mich zukünftig öfter vor mein TV-Gerät fesseln wird.

Filmfreaks freuen sich vermutlich über die Möglichkeit, HD-Filmaufnahmen mit einer Auflösung von bis zu 720p zu erstellen - ein Gimmick, welches ich für mich persönlich als zweitrangig einstufen möchte, zumal Der Full-HD- beziehungsweise 1080p-Standard nicht unterstützt wird. Abschliessend sei erwähnt, dass die Kamera per HDMI-Anschluss mit dem TV-Gerät verbunden werden kann und auch die kabellose Übertragung mit Eye-Fi-X2-Karten unterstützt. Eine Funktion, die ich allerdings nicht näher getestet habe.

Fazit: nach etwas Spielerei kann ich die L810 eigentlich uneingeschränkt empfehlen. Selbstverständlich ist nötiges Zubehör wie eine Aufbewahrungstasche oder eine Speicherkarte nicht im Lieferumfang enthalten. Maßgeblich stört mich nur die bereits erwähnte fehlende Akku-Ausstattung. Der Rest ist Fotografie auf doch erstaunlich hohem Niveau.
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