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Gut geschrieben aber nur für Kunstfreunde empfehlenswert,
25. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Schwanendiebe (Taschenbuch)
Nach dem fulminanten Erstlingswerk von Elisabeth Kostova hatte ich schon hohe Erwartungen an dieses Buch.
Sprache und Stil sind absolut hochklassig - man merkt, daß die Autorin wirklich etwas vom Schreiben vesteht. Die Besessenheit des Malers von einer Frau die 100 Jahre vor seiner Zeit gelebt hat, ist packend geschrieben. Auch die Psychose, die ihn dann erwischt, kann man gut nachvollziehen. Die Schilderungen des Persönlichkeitszerfalls sind dicht und berühren einen schon.
Leider erscheint mir die Story dann aber doch ziemlich belanglos und die Spannung, die zwar immer mal wieder aufkommt, findet aus meiner Sicht keine Entsprechung in einer entsprechenden Handlung. Die Liebesgeschichte, die sich dann zwischen dem behandelnden Psychater und der Verflossenen des Malers entwickelt, ist vorhersehbar und ich empfinde sie - man verzeihe mir den Ausdruck - als ziemlich trivial.
Was mich entsetzlich gelangweilt hat, sind die ausufernden Beschreibungen künstlerischen Lebensschmerzes und des Malstils der Hauptperson. Wie man die richtige Bildkomposition findet, und daß dies einfach furchtbar schwierig ist, mag ja für einen Kunst-Studenten ganz spannend sein - mich hat das einfach genervt. Was für einen Kunstschafffenden sicher faszinierend ist, hat mich so immer wieder zum Überschlagen ganzer Abschnitte verleitet.
5 Sterne für Sprache und Stil 0 Sterne für die Handlung. Schade um die Zeit, die ich in dieses Buch investiert habe - aber es mag sicher auch andere Meinungen dazu geben, die ich natürlich akzeptiere.
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