Kundenrezension

52 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Denkbar makelloseste Soundqualität, 24. Mai 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: A Letter Home (Audio CD)
Als Andy Warhol (und nicht nur er) seinerzeit die sauteure und perfekte Nikon F oder F2 oder Leica-M oder Hasselblad wegpackte und zur technisch völlig unzureichende Polaroid Land Camera griff entstand dabei Kunst. Wenn heute ein (Foto-) Künstler statt zur perfekten Digitalen bewusst zur Einwegkamera, zur Lomo oder zur Holga greift oder gar Rayographien anfertigt entsteht dabei: Na? Ich habe noch nicht gehört, das sich jemand entblödet hätte für die Ergebnisse Geld auszugeben um sich hinterher über die technische Qualität zu beklagen.

Und wenn ein Musik-Künstler bewusst ein technisch völlig unzureichendes Aufnahmegerät aus dem Jahre 1947 benutzt (also aus seinen Kindheitstagen), das gar nicht zur Aufnahme von Musik konzipiert war, sondern um gesprochene Glückwünsche oder Grüße gleich und ohne Umweg über das Band in Vinyl geritzt mitnehmen und dann einen akustischen Brief nach Hause schicken zu können, und das Ergebnis dann "A Letter Home" (!) nennt, und das Ganze mit einer Ansprache an seine verstorbenen Eltern beginnt (,Hi Mom, it's great to be able to TALK(!) to you...' (!) usw.; mündliche Nachrichten gingen damals eben nicht so einfach, man verkehrte hauptsächlich schriftlich miteinander), stellt sich die Frage: Welche Banausen verstehen nicht, das hier genau die perfekteste Methode und makelloseste Soundqualität gewählt wurde, die für ein solches Vorhaben überhaupt denkbar ist?

Das Konzept ist grandios und ebenso richtig wie die elektrische Zerstörung von "Blowing In The Wind" auf der "Weld"-Tour zu Zeiten des Golfkrieges; genau dadurch stellte Young damals die Würde des jahrzehntelang an unzähligen Lagerfeuern schamlos gemeuchelten Songs wieder her.
Und wenn wir schon dabei sind: vielleicht sollten Zweifler auch mal einen Blick auf die Songauswahl und deren Texte werfen.
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-10 von 15 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 24.05.2014 23:25:13 GMT+02:00
R. Spielmann meint:
Super!

Veröffentlicht am 25.05.2014 11:03:03 GMT+02:00
Yukon meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.05.2014 15:10:30 GMT+02:00
Er hat aber ausgiebig (!) erklärt, weshalb das eigentlich kein Schwachsinn ist... Da ist jedenfalls das "Banause zurückgeben" leider gänzlich unangebracht...

Veröffentlicht am 25.05.2014 15:22:15 GMT+02:00
Sehr guter Kommentar. Ob man diese CD in ihrer Eigenart mag oder nicht, sei zunächst dahingestellt. Dass ein Künstler sich jedoch Freiheiten nimmt, diese gar benötigt, ist letztendlich nicht verhandelbar. Ohne Mut und Experimente landet alles im Radio-Einheits-Brei-Mixer. Also ganz unabhängig davon wie ich das Werk (und das bewusst gewählte Aufnahmesetting ist ein Teil des Ganzen) beurteile, meinen Respekt hat es allemal, die ausgetrampelten Pfade zu verlassen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.05.2014 15:54:14 GMT+02:00
song_x meint:
Klasse Besprechung!

Veröffentlicht am 25.05.2014 18:30:53 GMT+02:00
BluesMichi meint:
Endlich mal eine sachliche gute Rezi, klare Argumente.....Danke.

Aber trotz aller Vergleiche und Erklärungen, ich kann beim besten Willen den Sound nicht gut finden. Es gibt 100 Gründe in der heutigen Zeit einen Schritt zurück zu machen, also zu analogen Aufnahmetechniken. Der digitale Wahnsinn mit aalglatten Sound, Loundess War und sonstigen technischen Gimmicks sind auch nicht meine Welt.
Aber hier hat NY doch einen zu großen Schritt in die Vergangenheit gemacht. Ich möchte Musik genießen, sauber und klar. Was er hier abgeliefert hat, sollte man nicht mit Kunst ala Warhol vergleichen sonder ganz obkjetiven mit musikalischen Sachverstand.
Und da hat der gute Neil leider in das Fettnäpfchen getreten......aber mit Anlauf......

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.05.2014 20:13:03 GMT+02:00
song_x meint:
Sehe und höre ich ganz anders... Das Fast-Verschwinden des Sounds hat viele ästhetische Qualitäten, ist klar durchdacht und hat mehrere gute Gründe. Deshalb muss man es natürlich nicht mögen. Ich höre das Album gerne laut, das Zischen, und Kracken und Reissen hat etwas Besonderes.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.05.2014 22:29:57 GMT+02:00
R. Spielmann meint:
@ BluesMichi

Wenn ich deinen Kommentar richtig deute, sprichst du Leuten, denen die Scheibe gefällt,
also musikalischen Sachverstand ab?
Neil Young selbst dann auch?

Ich jedenfalls finde Neils Experiment gut, legitim und gelungen.
Es beweist ein weiteres Mal seine Vielfältigkeit.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.05.2014 12:33:25 GMT+02:00
于平 meint:
Ich möchte, ich möchte, ich möchte...
Möglicherweise ist Neil Young egal, was Sie persönlich möchten. Zum Glück, denn ein Künstler, der seine Berufung darin sieht, an ihn gestellte Erwartungen zu erfüllen, macht schlechte Kunst.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.05.2014 13:41:28 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 26.05.2014 13:42:53 GMT+02:00
Rocker meint:
gute kunst/schlechte kunst....schönheit liegt bekanntlich im auge/ohr des betrachters/hörers.

aber ja, neil young nimmt bekanntlich keine rücksicht auf die wünsche des publikums. das zeichnet ihn aus. all die angeblichen "fans", die sich hier mokieren, sollten das eigetlich am besten wissen. und die, die immer noch nicht glauben wollen, dass alles, was mit a letter home zu tun hat, exakt so gewollt ist, sollten sich das video der jimmy fallon show anschauen, in der neil young den voice-o-graph live vorführt.

und wer's partout nicht hören mag, soll's eben lassen. so einfach ist die welt....
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