Kundenrezension

14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ist die Zeit für die Rente schon gekommen?, 20. August 2010
Rezension bezieht sich auf: The Final Frontier (Limited Metal Tin Box) (Audio CD)
Mit den letzten Alben zeichnete sich bei Maiden fast schon ein gewisses Schema bzgl. der Qualität ab:

X-Factor - Durchaus gute Platte (ob Blaze nun hin oder her)
Virtual XI - Griff ins Klo (wobei The Clansman gar nciht so schlecht ist)
Brave New World - Sehr starkes Reunion-Album mit Bruce und Adrian
Dance Of Death - Erschreckend schwach. Mieser Sound und viele Füller
AMOLAD - Bis auf BruceŽs schwächelnde Stimme absolut starkes Album
The Final Frontier - ????

Nun, nach diesem Schema war nun leider wieder ein schwächeres Album zu befürchten. Allerdings war die Hoffnung groß, dass Maiden 4 Jahre nach AMOLAD genug Zeit hatten um ein wirklich gutes Album zu machen.
Nun ja, was dabei raus gekommen ist...

1. Satelite 15...The Final Frontier:
Nach den ersten 30 Sekunden gefiel mir das Intro noch ausgsrochen gut. Nette Abwechslung zum typischen Maiden-Sound. Aber wie so viele andere Hörer auch kann ich nur sagen, dass die Schmerzgrenze nach 4.30 wirklich maßlos überschritten ist. Und was kommt dann? Ein ganz passabler Song, der allerdings durch nen grauenvoll einfallslosen Refrain total verhunzt wird (Immer wieder "The Final Frontier...". So was ist doch kein Chorus für ne Band die in Vergangenheit Hymnen erschaffen hat). (5/10)

2. El Dorado:
Als ich die Vorab-Single vor ein paar Wochen zum ersten Mal gehört hab fand ich sie erschreckend schwach, weils einfach zu typisch Maiden war, und nach 14 Alben der Luft irgndwo raus war. Nun muss ich sagen, dass der Song doch gar nicht so schlecht ist. Wie gesagt, typisch Maiden, aber dafür immerhin rein auf die Stärken konzentriert. Und die Killers-ähnlichen Bassläufe zu Beginn der Strophen sind klasse. Leider find ich den Song nen Ticken zu lang, und der Intro- und Outro-Krach passen IMO nicht auf eine Studio-Version. Sowas sollte man nur live machen. (7/10)

3. Mother Of Mercy:
Unspektakulärer Song. Hier schwächelt Bruce auch wieder ein wenig (wenn auch nicht so sehr wie auf AMOLAD). Die Dynamik im Song ist zwar in Ordnung, aber vom Hocker reißt mich hier gar nichts. (6/10)

4. Coming Home:
Hier merkt man deutlich, dass Bruce als Songwriter beteiligt war. Und da seine letzten 3 Soloalben allesamt brilliant waren, kommt auch hier eine gewisse Magie rüber. Leider hält der Song nicht die Spannung über die komplette Länge, und am Ende wirds ein wenig eintönig, aber dennoch ein grund solider Song und eine schöne Halb-Ballade. (8/10)

5. The Alchemist:
Auch ein ganz solider Song, aber ich muss gestehen, ich hab das Album nun 4-5 mal gehört, und ich gab fast keine Ahnung mehr wie Melodie oder Refrain waren. Sprich, der Song geht unter und bleibt nicht hängen. Immerhin fällt er jedoch nicht so negativ auf wie manch anderer...Positiv jedoch auf jeden Fall, dass es ein schneller Song ist der auch mal wieder rasch auf den Punkt kommt ohne aufgeblasen zu wirken. (7/10)

6. Isle Of Avalon:
Genau wie bei The Alechmist bleibt auch hier fast gar nichts hängen. Hinzu kommt jedoch, dass der Song wieder etwas länger ist und durch den pseudo-progressiven Aufbau eher langweilt als fesselt. Hier hat man deutlich das Gefühl, als ob einfach ein paar Riffs zusammengebastelt worden sind, nur im einen möglichst langen Song zu schaffen. (5/10)

7. Starblind:
Der einzige Song auf dem Album, der den Anspruch einer gewissen Progressivität noch in gewisser Weise standhält. Leider schwächelt Bruce hier wieder ein wenig, und der ebenso schwache Sound macht den etwas komplexeren Song auch ein wenig kaputt. (7/10)

8. The Talisman:
Guter Song, wenn man sich die ca. 2 Minuten des Intros wegdenkt. Das Intro soll zwar nen gewissen mittelalterlichen Flair vermitteln, ist aber leider langweilig und unspektakulär, und hat aus rein musikalischer Sicht nichts mit dem Rest des Songs zu tun. Vergleich man das Intro mal z.B. mit dem Akustik-Outro von "The Prophecy" vom Seventh Son-Album, dann tun sich da Welten auf. (7/10)

9. The Men Who Would Be King:
Alles schon zwanzig Mal von Maiden gehört, und fast immer besser als hier. Typischer Füller, der zwar kein Totalausfall ist, aber an den sich wohl schon bald niemand mehr erinnern wird. (6/10)

10. When The Wild Wind Blows:
Tja, der Knackpunkt des Album ;-) Viele halten den Song für eine typisch geniale Steve Harris Nummer. Nach mehrmaligen Hören muss ich sagen: ja, klingt original nach ner Steve Harris Nummer, nur leider nach eine absolut schlechten.
Wie gewohnt ein ruhiges Intro mit einer leicht schunkeliger, leicht folkloristischen Stimmung. Und das Intro zieht sich und zieht sich.....und zieht sich und zieht sich...
Dann, wenn endlich mal Abwechslung in den Song kommt passiert was? Der Song bleibt im Midtempo hängen (Fear Of The Dark z.B. hat richtige Dynamik). Lange und vor allem sehr langweilige Intrumentalpassagen mit Solos, die nach spontanten Jam-Solos klingen, und nicht nach den genialen Smith/Murray-solos aus "der guten alten" Zeit.
Die Melodien im Song hat man so oder so ähnlich schon x-mal vorher gehört. Ok, es sind markante Harris-Melodien, aber warum nicht mal was neues? Und warum das ganze dann auf 10 Minuten strecken?
Und dann endet der Song EXAKT so wie man es am Anfang erwartet.
Gut das nach 10 Minuten endlich Schluß ist. Ach ja, und auch wenn Virtual XI nich grad toll war, The Clansman ist ein wesentlich besserer Song als der hier.... (5/10)

Also ich bin enttäuscht. Und auch wenn viele meinen, dass Album sei progressiv (in keinster Weise übrigens. Lange Songs sind nicht gleich progressiv), und dass sich die Genialiät erst nach vielen Hörlaufen entfaltet, kann ich dem ganz und gar nicht zustimmen. Vielmehr finde ich es mit jedem weiteren Durchlauf schwächer.
Und noch ein paar Kritikpunkte:
- schwache Produktion von Kevin Shirley (warum lassen Maiden nicht mal Roy Z oder so ran?)
- NickoŽs Drumming wird auch immer schwächer (was aber auch am Sound liegen kann)
- schwache (Lead)Gitarrenarbeit

Fazit: Entweder machen Maiden (dem o.g. Schema zufolge) nun noch ein starkes Abschiedsalbum, oder sie lassen es langsam ganz sein. Die Luft ist raus. Oder aber Maiden nehmen sich mal ein Beispiel an den letzten Solo-Alben von Bruce...
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 26.09.2013 13:01:48 GMT+02:00
Absolut meine Meinung. Dieser Shirley hat noch nie das aus der Band geholt, was ein Birch konnte. Roy Z wäre echt gut.
Überhaupt wer sich Bruce' *Tyranny of Souls* z.B. anhört und dann * The Final...*, da fragt man sich schon was sich Harris & Co. sich dabei gedacht haben so ein Album rauszubringen.
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