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Liebevoll & Weise !,
24. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Poet der kleinen Dinge (Gebundene Ausgabe)
Die junge Alex lebt aus dem Rucksack, jobbt auf einer Hühnerfarm und hat am Bruder ihres Vermieters einen Narren gefressen: Gérard leidet an einer Behinderung und stellt jede Menge Unfug an, aber er trägt das Herz am rechten Fleck. Und Alex traut ihren Ohren nicht, als er eines Tages beginnt, ihr schlichte und zugleich hoch poetische Gedichte vorzutragen ... Bei ihren Spaziergängen am Fluss lernen die beiden ein anderes Außenseiterpaar kennen: zwei junge Männer, die dort jeden Tag herumhängen und Bier trinken. Das Unmögliche geschieht: Die vier freunden sich an, und plötzlich bietet sich ihnen die Möglichkeit, gemeinsam zu einer Freundin von Alex zu reisen - zu viert auf einem alten Motorrad mit Sidecar ...
Keine Weltliteratur, die Madame Roger uns vorsetzt: zugegeben. Aber doch eine warmherzige Geschichte um vier Außenseiter wird hier erzählt, die unterhält, berührt und durchaus klug zum Nachdenken anregt. Es sind besonders die menschlichen Schwächen zwischen den Zeilen, die dieses knapp 240-seitige Büchlein ausmachen.
Auch lässt sich vielleicht darüber streiten, ob manche Passage etwas stereotyp daher kommt. Oder ob bei dem (etwas gehetzten) Ende sich die Dinge etwas zu kitschig an ihren Platz rücken. Aber man kann diesen Roman trotz dieser kleinen Schwächen dennoch als großes Ganzes verstehen, einfach weil die Charaktere und die Philosophie stimmen!
Fazit:
Netter Franzosen-Happen: schmeckt und liegt nicht schwer im Magen...
Empfehlung!
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