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Kundenrezension

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Völlig unnötige Remixe, die den Scorpions-Balladen ihren letzten Rock-Zahn ziehen, 3. September 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Still Loving You (Audio CD)
"Das Beste, was die Scorpions jemals an Balladen geschrieben haben" - wie es ein anderer Rezensent formuliert hat - ist hier leider nur auf dem Papier vorhanden. Schon von Vorneherein war diese Balladenzusammenstellung für die Scorpions lediglich eine lästige Pflichtaufgabe gewesen: Nach dem 88er-Album "Savage Amusement" hatte man sich von Plattenfirma EMI und Produzent Dieter Dirks getrennt und das 90er-Erfolgsalbum "Crazy World" von Keith Olson produzieren lassen und bei Polygram herausgebracht. Allerdings war man der EMI und Dierks nach wie vor eine Compilation schuldig, und um diese vertraglichen Verpflichtungen zu erfüllen, erschien dann 1992 die Balladensammlung "Still Loving You". Im Prinzip hätte das Ganze auch eine durchaus unterhaltsame Angelegenheit - und eine passende Ergänzung zur eher balladenarmen 89er-Best Of "Rockers 'N' Ballads" - werden können, denn so zunehmend furchtbar die Balladen der Scorpions im Laufe der 90er und in der Folgezeit auch wurden, so hörenswert waren sie in den 70ern und 80ern.

Aus mir völlig unbegreiflichen Gründen, entschied man sich jedoch leider dazu, mit Ausnahme zweier Songs ("Wind Of Change" und "Living For Tomorrow") das gesamte Material von einem gewissen Erwin Musper in den niederländischen Wisseloord-Studios in Hilversum überarbeiten und remixen zu lassen - und das ist leider völlig in die Hose gegangen. Vielleicht noch unter dem Eindruck des Riesenerfolgs von "Wind Of Change" stehend, war die Maxime dieses Vorgangs anscheinend, die Scorpions-Balladen möglichst weich zu spülen und alles in den Hintergrund zu rücken, was noch in irgendeiner Weise an Rock oder gar Hardrock erinnert. Die Folge waren weniger rockige Gitarren-, dafür aber mehr klebrige Keyboard-Klänge, was bereits beim Opener "Believe In Love" ebenso krass wie negativ auffällt. Das Resultat dieser Remix-Tortur fällt - ja nach Song - mal mehr, mal weniger schrecklich aus; in positiver Weise profitiert hiervon jedoch nicht ein einziger der Songs, und wenn hier mehrere Rezensenten von den "besten Balladen der Scorpions" schwärmen, kann daraus nur geschlossen werden, dass deren Originalversionen offenbar nie gehört wurden.

Lange Rede, kurzer Sinn: Finger Weg von diesen Weichspülversionen - statt dessen zu den Originalen greifen!

Leider haben die Scorpions (bzw. deren Plattenlabels) ein Händchen dafür, irgendwelche völlig unbekannten und bestenfalls semi-talentierten Nobodys mit ihren Songs herumpfuschen zu lassen: So beauftragte man beispielsweise mit dem Remastering des EMI-Backkatalogs im Jahre 2001 ausgerechnet einen gewissen Herrn Jens Müller-Koslowski(!). Das Resultat war in absolut jeder Hinsicht katastrophal und reiht sich nahtlos ein in die lange Liste völlig misratener Hardrock/Metal-Remasters, in der sich auch so prominente Namen wie Gary Moore, Judas Priest und Iron Maiden finden. Kein Wunder, dass besagte Scorpions-Remasters mittlerweile nicht mehr produziert werden, was allerdings auch zu der paradoxen Situation geführt hat, dass - zumindest derzeit - die 80er-Jahre EMI-Alben DER deutschen Hardrock-Band schlechthin, ausgerechnet im eigenen Land nur als US-Import(!) zu bekommen sind.
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 19.06.2014 14:04:43 GMT+02:00
Das ist doch einmal eine Rezension die wenigstens auf den Klang eingeht. Da ist wirklich ziemlicher Müll in letzter Zeit produziert worden und Remixe (wie z.B. hier) verbessern in den seltensten Fälle etwas.
Bei Gary Moore ist mir das auch aufgefallen und dann loben noch viele den Klang. Wild Frontier (vgl. meine Rezension) hätte ich am Liebsten in die Tonne geschmissen. Neben dem Sisters Of Mercy Remaster von First Last & Always das Schlimmste was ich diesbezüglich gehört habe und schon fast ein Fall für die Gewährleistung.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.06.2014 15:06:08 GMT+02:00
shaboo meint:
Dem kann ich (leider) nur hundertprozentig zustimmen! Die Gary Moore- und die Sisters Of Mercy-Remasters waren eine Riesenenttäuschung und in beiden Fällen habe ich die Original-CDs behalten bzw. mir nachträglich wieder zugelegt. Wobei diese beiden Remaster-Reihen überhaupt keine Dynamik- oder Loudness War-Probleme haben, sondern einfach nur miserabel klingen. Dabei hatte ich mir - angesichts des dumpfen Klangs und der Lautstärkeschwankungen der Original-CD - gerade von einer remasterten "Wild Frontier" so viel versprochen und bekam statt dessen etwas, das ich in der Tat für kaum möglich gehalten hätte, nämlich eine CD die NOCH schlechter klingt. Schade um die schönen Bonustracks ...
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