Kundenrezension

145 von 156 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse Kamera mit ein wenig Umgewöhnung, 28. Oktober 2011
Von 
Nach langem Warten habe ich nun seit ein paar Tagen mit der neuen Alpha77 von Sony experimentieren können.

Erst mal ein paar Grundsätzliche Dinge:

Bestellung bei Amazon Marketplace Händler an einem Sonntag, Lieferung erfolgte bereits am darauflegenden Dienstag, das ist prima, der Preis hat auch gepasst, zumal die Kamera nur sehr, sehr schwer lieferbar ist.

Verpackung und Inhalt wie immer bei Sony, alles drin, ordentlich beschrieben, klasse.

Die Alpha 77 wurde als Ersatz für meine nun betagte Alpha 700, sowie für meine noch nicht sooo alte Alpha 580 bestellt.
Als Objektive setze ich ein Sony G F2.8 70-200mm, ein Sony Zeiss 85F14Z, sowie ein Sigma 24-70 F2.8 EX DG ein.

Die Bedienung der Alpha77 funktioniert für einen bereits an Sony Kameras Gehöhnten, einfach ab. Aber auch für einen Neuling, sind das sehr Umfangreiche Handbuch, sowie die überall abrufbaren Direkthilfen im Menü der Kamera sehr hilfreich.

Alle wichtigen Bedienelemente sind nun wieder mit dem Daumen erreichbar und können nach kurzer Eingewöhnung blind bedient werden. Das war leider bei einigen Vor- und Zwischenmodellen nicht möglich. Ein echter Schritt nach vorn!

Das Display auf der Oberseite der Kamera ist informativ und kann ebenfalls beleuchtet werden. Alle Funktionen wie Blende, Verschlusszeit, Weißabgleich, ISO, etc. sind über feste Tasten erreichbar. Eine umständliche Umstellung über das Menü ist, zwar immer noch möglich aber, nicht mehr nötig, auch das ein echter Fortschritt.

Alle diese Direkttasten können im Menü umgestellt werden. Jeder Funktion, die über das Menü einstellbar ist, kann eine Taste individuell zugeordnet werden. So kann man zum Beispiel die Funktionen Verschlusszeit (vorderes Rad) und Blende (hinteres Rad) tauschen, oder einem Rad, die Belichtungseinstellung zuordnen. Es gibt quasi keine Einschränkungen.

Zum Thema Bildqualität sei nur so viel gesagt: Die Kamera arbeitet mit einem 24 Megapixel Sensor, die Bilder sind gestochen scharf, bereits bei Vergrößerung auf dem Kameradisplay, als auch später auf dem Computer. Im Vergleich zur Alpha 580 und Alpha 700 ist ein merklich besseres Bild zu erkennen. Auflösung, Schärfe, Details, Randausleuchtung der Bilder sind erheblich besser. Die bisher teilweise bei Alpha 55 (SLT Kameras) bemängelte geringere Lichtstärke, im Vergleich zu normalen DSLRs (auf Grund des teildurchlässigen Spiegels), ist bei der Alpha 77 nicht mehr wahrnehmbar. Die Bilder sind sehr gut ausgeleuchtet und selbst Bilder in Dunkelheit haben ein sehr hohes Niveau und dank der vielen Programme und Automatiken und sehr geringes bis nicht vorhandenes Rauschen.

Videoaufnahmen nimmt die Kamera in FullHD mit bis zu 60i oder 50p auf. Der eingebaute Bildstabilisator verrichtet hervorragende Dienste, so dass ein Wackeln auch ohne Rig oder Stativ kaum wahrgenommen wird. Der AutoFokus wird auch bei der Videoaufnahme nachgeführt, wenn man das möchte, so dass ein manuelles Fokussieren wie bei der Alpha 580 oder anderen Konkurrenzmodellen nicht nötig ist.

Nun zum Thema Umgewöhnung und vermutlich einer, wenn nicht der wichtigste Punkt dieser Kamera. Es gibt keinen Optischen Sucher mehr. Nach wie vor, befindet sich ein Sucher an der gewohnten Stelle, da die Kamera, aber keinen "Klappspiegel" mehr verwendet, sondern einen Teildurchlässigen, ist das früher übliche optische Sucherkonzept einem elektronischem Sucher gewichen. Der Sucher besteht aus einem winzigen OLED Display, er deckt 100% des tatsächlichen Fotos ab, was man im Display sieht ist also das, was auf dem Foto landet. Nichts fehlt, oder wie die meisten kennen, ist zusätzlich auf dem Foto, obwohl es im Sucher nicht sichtbar war. Nun mal ein paar Dinge zum Sucher:

Vorteile:
- Hohe Auflösung
- Alles was auf Rückseitigen TFT angezeigt werden kann, kann auch im Sucher angezeigt werden. Dazu zählt auch das Menü, sowie das ansehen von Bilder und Videos im Sucher, das ist zumindest für mich sehr praktisch!
- Im Gegensatz zu einem richtigen optischen Sucher, zeigt der elektronische Sucher, die Bilder so an, wie man sie auch auf dem TFT sehen würde. Viele kennen das, besonders im Dunklen, man sieht fast nichts vom Motiv durch den Sucher, aber auf dem TFT kann man das Bild erkennen. Der neue von Sony verwendete Sucher setzt dies entsprechend um.

Nachteile:
- man muss sich daran gewöhnen, dass der optische elektronische Sucher bei relativ dunklen Motiven teilweise extrem stark rauscht. Was durchaus ein Vorteil sein kann, weil man durch den Sucher überhaupt etwas sieht, kann am Anfang sehr störend sein, weil man befürchtet, das die Bilder so verrauscht aussehen werden. Ich kann beruhigen, nach einem Tag der Eingewöhnung hat man ein gutes Gefühl dafür, ich komme bereits prima damit zu recht und schätze die Vorteile als erheblich höher ein, als diesen einen "Nachteil".

Zusätzlich gibt es viele neue Funktionen, wie die bereits eingebaute Objektivkorrektur, die man häufig nachträglich in RAW Konvertern, oder Bildbearbeitungsprogrammen einsetzt. Natürlich muss das eingesetzte Objektiv diese Funktion unterstützen.
Für mich ein echtes Highlight: Die Kamera bietet eine Funktion bei manuellem Fokus, mit der Objekte, die fokussiert (also scharf) sind mit einer auswählbaren Farbe umrandet werden. Man kann zwischen 3 Farben und unterschiedlichen Stärken der Umrandung auswählen, je stärker die Farbe leuchtet, umso klarer das im Fokus liegende Motiv.

Etwas schade finde ich, dass nur ein Slot für eine SD oder alternativ MemoryStick Speicherkarte vorhanden ist und keine CF Karten unterstützt werden. Bei schnellen Bildfolgen von 12 Bildern pro Sekunde, muss man somit einen winzigen Moment warten, bis man sich das erste Bild ansehen kann, da die Kamera noch etwas Zeit braucht, die bis zu 30MB großen RAW Dateien zu speichern. CF Karten wären hier evtl. auf Grund der höheren Geschwindigkeit besser, würden aber auch mehr Platz in der Kamera benötigen. Vielleicht helfen zukünftige schnellere SD Karten. Man kann aber sagen, dass es sich hier um ein Luxusproblem handelt, welches nicht mehr wie 1 oder 2 Sekunden andauert.

Alles in allem, ist Sony mit dieser Kamera ein meiner Meinung nach, sehr großer Wurf gelungen. Ich bin mir sicher, dass sie viele Anhänger finden und der Konkurrenz ein paar Kunden streitig machen wird. Das lange Warten auf einen Semiprofessionellen - Professionellen Kameranachfolger hat sich gelohnt. Für mich also eine klare Kaufempfehlung für jeden Sony Kameraequipment-Besitzer und eine lohnenswerte Überlegung für Besitzer anderer Hersteller, wenn Sie denn die Neuanschaffung ihres Equipment in Erwägung ziehen.

Zusatz nach ein paar Tagen Benutzung, sowie Antworten auf Fragen.

Die Ergonomie ist für mich prima. Das Gehäuse der Alpha 77 ist etwas größer wie das der 55er. Auch ohne zusätzlichen Batteriegriff kann man die Kamera gut halten und alle wichtigen Einstellungen mit Daumen und Zeigefinger erreichen. Ich habe (meiner Einschätzung nach) eine normal große Hand...
Ich habe mir zusätzlich auch den Batteriegriff bestellt, da ich sehr viele Porträtbilder mache. Der Griff passt perfekt, bietet wie immer Platz für 2 Sony Akkus und hat im Gegensatz zum Batteriegriff der Alpha 580 wieder alle Buttons, sowie das Steuerkreuz eingebaut. Es sind alle alle Funktionen auch im Hochformatmodus möglich. Das der Batteriegriff "nur" mit Sony Akkus funktioniert, stört mich nicht, im Gegenteil.
Zur Batteriedauer kann ich noch nicht so viel sagen. Allerdings habe ich vor 3 Tagen auf einer Geburtstagsfeier ca. 150 Bilder mit einem Sony 58er Aufsteckblitz geschossen, sowie ein 14 minütiges Video gedreht.
Die Batterie hatte anschließend noch 52% Leistung. Ich würde sagen, das ist in Ordnung, zumal ich jetzt am Anfang auch noch viele Funktionen ausprobiere und somit auch öfters das Menü benutze, was natürlich auch Strom frisst. Das Temperaturproblem des Sensors hat Sony sicher in den Griff bekommen. Meine Alpha 580 kann auch nur ca. 15 Minuten Video Aufnehmen, weil der Sensor zu heiß wird, das spürt man dann auch deutlich am Kameragehäuse. Die Alpha 77 war auch nach 14 Minuten Videoaufnahme nicht wärmer als im Fotomodus.
Auslöseverzögerungen mit Aufsteckblitz habe ich nicht feststellen können. Sowohl mit Eingebauten, als auch Aufsteckblitz, als auch mit Pocketwizard und externer Blitzanlage, waren die Auslösungen absolut synchron.
Bzgl. der GPS Daten kann ich leider kaum etwas sagen. Nur so viel:
- Bilder im Freien wurden mit GPS Koordinaten versehen, im Innenraum nicht.
- Den Status des GPS Signals sieht man, wenn man möchte, sowohl auf dem Display, als auch im Sucher
- Anzeige von Satellitentyp, Signalanzahl etc. scheint es nicht zu geben, bzw. habe ich bis jetzt nicht gefunden.
- Es gibt eine Anzeige, das ein GPS Signal empfangen wird, zusätzlich signalisieren 3 Balken irgendetwas, ob das Signalqualität, oder Menge der Satelliten sind, vermag ich nicht zu behaupten. Das Handbuch liefert hier leider auch nicht viel mehr Informationen. Sie können sich ab Seite 179 im Deutschen Handbuch die Informationen (ca. 2 Seiten) anschauen. Das Handbuch kann bei Sony im Supportbereich heruntergeladen werden.
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-10 von 39 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 29.10.2011 14:56:02 GMT+02:00
seven meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Veröffentlicht am 31.10.2011 14:47:15 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 09.01.2012 23:31:19 GMT+01:00
Dank für Ihre äußerst schnelle Veröffentlichung der Kundenbeurteilung zur A 77!

Ohne Zweifel sind die Kennwerte der neuen Kamera und Ihre Worte zum ersten realen Eindruck von dieser Kamera äußerst animierend für einen Kauf. Als durch das unreife Produkt der A 55 geschädigter Sonykunde habe ich versucht die A77 im Fotofachhandel in Augenschein zu nehmen, um nicht die Katze im Sack zu erwerben. Keiner der 3 aufgesuchten Händler und ebenso wenig 3 weitere telefonisch angefragte waren jedoch bereit, diese Kamera vorzuführen und die Beseitigung der gravierenden Mängel der A 55 praktisch unter Beweis zu stellen. Deshalb an Sie die Bitte, einmal die Schwachstellen des jetzt etwa 1 Jahr in Umlauf befindlichen Vorgängermodells A55 an Ihrer A77 auf Funktionstüchtigkeit zu überprüfen. Dabei bleibt mir die Hoffnung, Ihnen damit die Gewissheit des Erwerbs eines inzwischen ausgereiften Produktes zu stärken und ungetrübte Freude mit der A77 zu Teil werden zu lassen!

Nachfolgend die Kurzform der Mängelrüge zur A 55, die Sie in vollem Umfang unter meiner Rezession zur Kamera vom 22.1.2011 einsehen können.
Vielen Dank im Voraus für Ihre Mühen und weiterhin viel Freude mit Ihrem Neuerwerb.
MfG
EJo
-----------------------------
Mängelliste für die Sony A55V - Erstverkauf im Okt. 2010 mit Firmupdate Juni 2011:

- Mängel in der Ergonomik (Handhabbarkeit)
o trotz vorteilhaft leichtem Gewicht, aber damit wegen geringer Größe zu kleiner und gedrungener Griffwulst
o schlecht positioniertes Stellrad
- Ausfall der Voll-HD-Videofunktion durch Erwärmung - abhängig von der Außentemperatur -nach <5 bis 15 min.
- erhebliche Auslöseverzögerung beim Blitzen mit internen und externen Blitzen mit weiteren Ungereimtheiten der Blitzfunktionen
- mit 1/160 eine relativ geringe Blitzsynchronisationsgeschwindigkeit im Verhältnis zu vergleichbaren Modellen der Konkurrenz
- Verwendung veralteter GPS-Technologie
o kein R-GPS (fehlende Bildrichtungsregistrierung und –anzeige)
o kein B-GPS (fehlende Bewegungssensorfunktion - damit keine Funktion in Innenräumen)
o sehr träge (langsame) Initialisierung (systembedingt unterschiedlich nach Anzahl und Stärke der Satellitensignale)
o keinerlei Einstellmöglichkeiten verschiedener Registriermodi
o absolut schwachsinnige Vorgabe der Registrierung der letzten Position auch bei Folgeaufnahme ohne GPS-Empfang, führt zu massenhaften Fehlangaben von Positionen der Bilder, obwohl es logisch ist, besser keine Georeferenzierung zu haben als eine falsche!!! Noch dazu ohne die Möglichkeit, falsche Daten bereits in der Kamera schnell wieder zu löschen! Ganz abschalten beseitigt den Mangel, aber das ständige Hin und Her ist keine wirklich brauchbare Lösung auf Reisen!
o keinerlei Möglichkeit der Anzeige auf dem Monitor von:
-- Satellitenposition
-- Satellitentyp
-- Signalanzahl
-- Signalstärke
o keinerlei Anzeigemöglichkeit auf dem Monitor von registrierten Koordinaten
o fehlender Speicher für Orthofotos und Karten der Umgebung der Aufnahmeposition und daraus folgt:
o keinerlei Anzeigemöglichkeit von Sehenswürdigkeiten der Umgebung
o keine Anzeige des GPS-Zustandes auf dem Sucherbild
o keine Anzeige von Anzahl oder Lage empfangener Satelliten auf Bildschirm oder im Sucherbild
o reduzierte Empfangsleistung bei Nutzung eines Aufsteckblitzes

- mangelhafte Energieversorgung der Kamera durch zu kleinen Akku für die vielen stromzehrenden Instrumente (Kameragrundbetrieb, großer Monitor, Sensorstabilisation, Video, GPS)
- Fehlendes Batterie-Handgriffangebot zur Nachrüstung durch Zubehör, um die äußerst mangelhafte Energieversorgung und Ergonomik zu verbessern – ein Handgriff sollte selbstredend auch mit AA-Standardbatterien bestückbar sein.

Die stümperhafte Ausstattung des GPS in der A55 ist umso unverständlicher, da Sony an 2 viel preisgünstigeren Kompaktkameras beweist, wie eine GPS-Kamera zu funktionieren hat!!!

Fazit und Verfahrensempfehlung für Käufe

Wegen dieser vielen auch durch das Update nicht beseitigten Mängel der Sony A55, die auf Ignoranz gegenüber dem Kunden und fehlende Qualitätskontrolle seitens des Herstellers hindeuten und die Kunden vermutlich bewusst aus niederer Gewinnsucht mit Halbfertigprodukten zu Versuchskaninchen machen lassen, ist in Anbetracht der Neuankündigungen von A 65 und A 77 unbedingt zu empfehlen, deren Erscheinen abzuwarten. - Seit kurzem im Handel verfügbar! Dann sollte man mit der hier zusammengestellten Mängelliste in der Hand die Neuprodukte auf Herz und Nieren prüfen und für die GPS-Kontrolle auf jeden Fall freies Gelände mit verschiedenartigen Konstellationen (kuppiges Gelände an verschiedenen Positionen, Wald mit und ohne Belaubung, Gelände und Häuserschluchten, Gewässerränder etc.) aufsuchen. Vermeiden Sie Ladenkauf ohne Rückgaberecht und versuchen Sie hinreichende Fristen zu vereinbaren. Vor allem im Winter sind 4 Wochen wünschenswert und vielerorts erzielbar. Auch die Teilnahme an Workshops mit den ins Auge gefassten Kameras ist wärmstens zu empfehlen. Große Fotohäuser bieten sie häufig an, bei Amazon habe ich sie bisher noch nicht entdeckt. In Anbetracht der vielen nun selbst erfahrenen und praktizierten Kinderkrankheiten, die größtenteils ohne Weiteres durch Firmwareupdates auszumerzen wären, kann die A 55 beim jetzigen Stand der Dinge nur mit 2 Sternen bewertet werden. Man sollte im Augenblick die Finger von der Kamera lassen, es sei denn, der Gehäusepreis sinkt deutlich unter 500,- ¤ und lässt die lästigen Ärgernisse durch Kostenkompensation verschmerzen.

Keineswegs sollen die guten Eigenschaften der Kamera missachtet werden, doch würde ich eine tabellarische Zusammenstellung allein aus Zeitgründen gern denen überlassen, die diese Kamera trotz unbereinigter Betatypenmängel und ohne Aussicht auf deren Beseitigung in überwiegend positivem Licht sehen. Wie wichtig auch die Kontrolle dieser guten Kameraerrungenschaften ist, zeigt der Vergleich von A 33 und ihrem Nachfolger A 35, wo offensichtlich einige vorteilhafte Eigenschaften der älteren Version beseitigt wurden, um verkaufsstrategischen Manipulationen zugunsten anderer Modelle zu dienen. Als mitdenkende Käufer müssen Sie entscheiden, ob wir solche taktischen Manöver mit unseren Investitionen fördern wollen! Vertrauen ist ohne Zweifel gut, doch Kontrolle weit besser, um hohle Worte des Werbeterrors zu demaskieren und sich nicht übertölpeln zu lassen. Denn wer ärgert sich schon gern hinterher über die Einfältigkeit seiner eigenen Kaufentscheidung? Für die man überdies dann noch kluge Gründe seines Kameraerwerbs finden muss, um bei den Schwächen unseres gesellschaftlichen Lebens die ach so begehrt guten Karten zu behalten!
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen erfolgreiche Einkäufe und das Engagement, durch kritische Produktbeurteilung nach besten Kräften auch andere vor Fehlkäufen zu bewahren und damit durch übertriebenen Ehrgeiz selbst gemachtem Zeitdruck bis hin zu skrupellosen Geschäftsgebaren durch verantwortungsvolle Verbraucherzusammenarbeit entgegenzuwirken. Jeder soll und muss verdienen, aber bitte „anständig“, wie auch immer sie es verstehen und leben wollen!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.11.2011 11:03:44 GMT+01:00
Graupi meint:
Also ich habe mir gerade die von Ihnen erwähnten Punkte bzgl. der Alpha 55 angesehen und versuche mal auf ein paar davon einzugehen.

Die Ergonomie ist für mich prima. Das Gehäuse der Alpha 77 ist etwas größer wie das der 55er. Auch ohne zusätzlichen Batteriegriff kann man die Kamera gut halten und alle wichtigen Einstellungen mit Daumen und Zeigefinger erreichen. Ich habe (meiner Einschätzung nach) eine normal große Hand...
Ich habe mir zusätzlich auch den Batteriegriff bestellt, da ich sehr viele Porträtbilder mache. Der Griff passt perfekt, bietet wie immer Platz für 2 Sony Akkus und hat im Gegensatz zum Batteriegriff der Alpha 580 wieder alle Buttons, sowie das Steuerkreuz eingebaut. Es sind alle alle Funktionen auch im Hochformatmodus möglich. Das der Batteriegriff "nur" mit Sony Akkus funktioniert, stört mich nicht, im Gegenteil.
Zur Batteriedauer kann ich noch nicht so viel sagen. Allerdings habe ich vor 3 Tagen auf einer Geburtstagsfeier ca. 150 Bilder mit einem Sony 58er Aufsteckblitz geschossen, sowie ein 14 minütiges Video gedreht.
Die Batterie hatte anschließend noch 52% Leistung. Ich würde sagen, das ist in Ordnung, zumal ich jetzt am Anfang auch noch viele Funktionen ausprobiere und somit auch öfters das Menü benutze, was natürlich auch Strom frisst. Das Temperaturproblem des Sensors hat Sony sicher in den Griff bekommen. Meine Alpha 580 kann auch nur ca. 15 Minuten Video Aufnehmen, weil der Sensor zu heiß wird, das spürt man dann auch deutlich am Kameragehäuse. Die Alpha 77 war auch nach 14 Minuten Videoaufnahme nicht wärmer als im Fotomodus.
Auslöseverzögerungen mit Aufsteckblitz habe ich nicht feststellen können. Sowohl mit Eingebauten, als auch Aufsteckblitz, als auch mit Pocketwizard und externer Blitzanlage, waren die Auslösungen absolut synchron.
Bzgl. der GPS Daten kann ich leider kaum etwas sagen. Nur so viel:
- Bilder im Freien wurden mit GPS Koordinaten versehen, im Innenraum nicht.
- Den Status des GPS Signals sieht man, wenn man möchte, sowohl auf dem Display, als auch im Sucher
- Anzeige von Satellitentyp, Signalanzahl etc. scheint es nicht zu geben, bzw. habe ich bis jetzt nicht gefunden.
- Es gibt eine Anzeige, das ein GPS Signal empfangen wird, zusätzlich signalisieren 3 Balken irgendetwas, ob das Signalqualität, oder Menge der Satelliten sind, vermag ich nicht zu behaupten. Das Handbuch liefert hier leider auch nicht viel mehr Informationen. Sie können sich ab Seite 179 im Deutschen Handbuch die Informationen (ca. 2 Seiten) anschauen. Das Handbuch kann bei Sony im Supportbereich heruntergeladen werden.

Ich hoffe ich konnte noch ein wenig weiterhelfen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.11.2011 13:02:45 GMT+01:00
Ausgezeichnet und postwendend, herzlichen Dank! Kommt gerade noch rechtzeitig, um die neue Kamera vielleicht noch vor der nächsten Reise ordern zu können. Nach ihren Aussagen scheint die A55 dann wohl doch nur ein böser Ausrutscher gewesen zu sein, aber wer abrutscht darf noch mal, zumal, wenn er dann einen Volltreffer landet!

Könnten Sie bitte nochmals überprüfen, ob in Google die Bilder mit einem Winkel in Blickrichtung dargestellt werden oder in der EXIF-Datei eine Winkelangabe vorhanden ist, dann wäre an der Kamera auch eine gute GPS-Basisausstattung mit Kompass erfüllt.

Erfreulich auch Ihre Beobachtung zur Energieversorgung, selbst wenn der Griff ohne AA-Batterielademöglichkeit für mich - zumal bei dem Preis - enttäuschend ist, aber warten wir ab, was die Chinesen bis zur nächsten Photokina an Nachbauvarianten auf den Markt bringen!

Nochmals vielen Dank für Ihre Mühe und Antwort.
Beste Grüße
EJo

Veröffentlicht am 02.11.2011 08:43:49 GMT+01:00
Dirk B. meint:
Hallo

Das mit dem Sucher kann ich genauso bestätigen.
Die Akkus sind die gleichen, wie sie in der a900 eingesetzt werden, und halten entsprechend lang.
Man hat signifikanten Einfluss auf den Verbrauch - Liveview, Bildkontrolldauer, GPS an/aus, etc.

Bezüglich Speicher würde ich Sie gern korrigieren.
Wenn man UHS-I SD Karten einsetzt, hat man extrem schnelle SD Karten, die sogar schneller sind, als die meisten CF Karten.

Bezüglich GPS Funktionalität habe ich noch nicht mehr entdeckt als das, was die a55 kann.
Ich gehe davon aus, dass auch hier das GPS für professionellen Bedarf nur recht beschränkt einsetzbar ist.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.11.2011 10:07:13 GMT+01:00
An Dirk B. gerichtet:

Dank für den Kommentar! Das mit den Geschwindigkeiten von SD und CF-Karten kann ich nicht bestätigen , wenn man gleichartige Produkte vergleicht. Doch haben wohl in den letzten Jahren SD-Karten mehr an Geschwindigkeit zugelegt als CF-Karten mit weiterhin leichtem Vorteil für die CF-Speicher. Insgesamt aber ist der Unterschied zwischen den Fabrikaten doch erheblich und es wäre interessant zu wissen, auf welches Fabrikat und Modell und mit welcher Kamera sich Ihre gute Erfahrung bezieht?

Bezüglich GPS: wird wirklich noch wie bei der A55 nur jede 15 Sek. ein Signal der Satelliten verwendet/ausgewertet? Und werden immer noch bei fehlendem Empfang die vorherigen, also falschen, Koordinaten dem aufgenommenen Bild zugeordnet ohne Variationsmöglichkeit der Einstellung. Das wäre ja wirklich der Hohn nach einem Jahr massiver Reklamation dieser Hirnrissigkeit!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.11.2011 11:09:21 GMT+01:00
Dirk B. meint:
Hallo Herr P.D.Jordan

Ich nutze eine Sandisc Extreme IV 90MB/s Edition UHS-I in meiner a77v. Dazu nutze ich den Sandisc Cardreader, allerdings mangels USB3 am Macbook als USB2.
In meiner a900 nutze ich eine Transcend CF 600x.

Obwohl sich bezüglich der Bildgröße (beide Kameras 24MP) ist ein fruchtbarer Vergleich nicht möglich, weil einerseits der Prozessor der a900 drei Jahre älter ist als der der a77, zum anderen unterstützt die a900 kein UHS.

Vergleicht man (sorry, aber es ist mehr ein Apfel-Birne Vergleich) Bildverarbeitung und die Übertragung auf den Mac, dann ist die a77/SD Kombination deutlich schneller als die a900/CF Kombination.
Ein Benchen unter Windows 7.64 zeigt unter USB2 folgende Mittelwerte Read/Write in MB/s (habe für die CF einen Lexar FW800 reader zum Vergleich noch dazu):
SD E-IV-UHS1 42,5/49,8
CF Transcend 600x an USB2 39,8/44,5
CF Transcend 600x an FW800 52,2/69,6

Bezüglich GPS:
Ja, es werden nach wie vor nur alle 15 Sekunden die Standortdaten aktualisiert. Zudem hat die Satelliten Triangulation eine Toleranz von 30m.
Wie ich in meiner a55 Rezension schon bemerkt hatte, hat man hier bei einer Zugfahrt oder Autofahrt schnell mal eine Ungenauigkeit von einigen Hundert Metern. Selbst bei einer Wanderung können hier bei flottem Gang inklusive Toleranz deutlich über 50m Ungenauigkeit zusammenkommen.
Die Verwendung der "alten" Daten müsste ich nochmal verifizieren, aufgrund der Hilfsdatenspeicherung befürchte ich hier "Böses".
Ungeachtet dessen bleibe ich dadurch bedingt bei meiner Meinung, dass die GPS Funktion professionellen Ansprüchen nicht genügen kann.

Veröffentlicht am 02.11.2011 20:37:24 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 03.11.2011 05:08:04 GMT+01:00
dm-s meint:
Hallo,

also laut amerikanische Webseite http://www.dpreview.com/reviews/sonyslta77/page11.asp
kann SLT-A77 zumindest die Positions "Höhe" speichern (sieht man deutlich im Preview von Adobe Bridge). Auch die "Geschwindigkeit" wird gespeichert.
Die aktuelle Position kann man sehen auf dem Kamera Bildschirm (bei anschauen vom Bild lassen sich GPS Daten einblenden). Welche GPS Tag ist für Richtung zuständig?

Am bestem wird wohl nur Solmeta Geotagger N3 Ihre Wünsche erfüllen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.11.2011 23:36:53 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 04.11.2011 00:13:05 GMT+01:00
U. Zukowski meint:
Hallo,

soweit ich die Handbücher und Tests gelesen habe, unterstützen die A65 und A77 genau wie die A55 nur Position (inklusive Höhe) und besitzen keinen Kompass (wie z.b. die Sony HX9). Geschwindigkeit weiß ich nicht, wird aber normalerweise von jedem GPS-Chipsatz geliefert, müsste also von der A77 nur noch gespeichert werden.

Aber nun zum Unterschied: wenn ich die Beschreibungen richtig verstanden habe, wird ohne Empfang keine Position gespeichert (so wie bei der HX9 und anders als bei der A55).

Genaueres kann ich nachliefern, wenn ich morgen meine A77 endlich erhalte. Im Gegensatz zu A65 ist die A77 inzwischen bei Amazon direkt erhältlich (zumindest zeitweise).

Ergänzung: Die Alpha 55 speichert Position, Höhe, Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung. Die HX9 speichert mittels Kompass zusätzlich die Blickrichtung.

Ergänzung 2: Die Alpha 55 speichert mittels des Tags GPSStatus auch, ob die enthaltenen Positionsdaten aktuell oder veraltet sind. Mittels entsprechender Software (z.B. exiftool) könnte man also die ungültigen Ortsdaten entfernen. Bei der A77 ist das dann hoffentlich nicht mehr nötig.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.11.2011 23:52:56 GMT+01:00
Lieber Herr Prof. Dr. Ekkehard Jordan,
gestatten Sie mir eine Frage - suchen Sie eine Kamera, oder ein Navigationsgerät?
Bei der Alpha 77 handelt es sich um eine SLR und keinen Kompass; ich finde als Konsument die Kritiken einseitig, wenn nicht das Gesamtpaket und die originären Zwecke rezensiert werden, sondern Marginalaspekte, die lediglich Gimmickcharakter haben (sollen). Ein Auto aufgrund seines Autoradios zu beurteilen, läge mir auch fern.
Ein Fotoapparat ist ein Fotoapparat ist ein Fotoapparat.
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