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Kundenrezension

17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es gibt Hoffnung!, 19. April 2010
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Headache in the Pelvis: A New Understanding and Treatment for Chronic Pelvic Pain Syndromes (Taschenbuch)
Ich war selbst bereits zwei mal in meinem Leben (bin 25) länger von CPPS betroffen. Einmal mit 16 (nur leicht) und das zweite mal mit 24 (stark). Was mich am meisten psychisch und auch physisch über die lange Zeit angegriffen hat, war die Tatsache, dass man überall auf Hoffnungslosigkeit traf. Ob im Internet oder in den Arztpraxen. Die Ärzte sagten nach unzähligen negativen Tests und Abstriche auf Krankheitserreger grob zusammengefasst:
"Ja, wahrscheinlich haben sie CPPS. Dieses Syndrom ist wohl bekannt und unter jungen Männern weit verbreitet. Es kommen fast jeden Tag Patienten mit solchen Beschwerden zu uns. Dauerhaft helfen können wir eigentlich nicht, da die genaue Ursache unbekannt ist. Man weiß nicht, wo es herkommt. Manchmal verschwindet es einfach so. Sie sollten versuchen sich damit abzufinden. Machen sie sich keine Sorgen, sterben werden sie davon nicht."

Das Internet brachte auch keine besseren Ergebnisse: Im Prostatitisforen sind tausende Threads, die sich mit den Beschwerden und der teilweise unglaublichen Dauer dieser Krankheit beschäftigen. Im Vergleich dazu findet man lediglich eine Hand voll "Erfolgsgeschichten".

Je mehr ich mich mit dieser Thematik beschäftigte, und desto hoffnungsloser und aussichtsloser die Behandlungen und Aussagen wurden, desto mehr Angst bekam ich und steigerte mich immer mehr in die Problematik rein. Dies ist allerdings eine verständliche Reaktion des Verstandes und der Seele. Wenn man krank ist, geht man im Normalfall zum Arzt. Dieser Arzt sagt dann: "Aja ... sie haben eine Grippe, sie haben sich einen Virus eingefangen .. nehmen sie dieses Medikament und ruhen sie sich aus ... in ein paar Wochen sind sie wieder fit." Allein mit dieser Aussage werden psychisch sämtliche Einstellungen auf Heilung umgestellt (übertrieben dargestellt: man braucht keine Angst zu haben ... man kann dir helfen, du bist bald wieder gesund).

Man stelle sich vor, man geht zum Arzt und der Arzt sagt ihnen: "Ja sie sind Krank, aber niemand kann ihnen helfen oder weiß woher es kommt." Es mag übertrieben wirken, aber nicht umsonst wird das Becken in asiatischen Kulturen als Zentrum der Lebenskraft dargestellt. Und gerade als junger Mann, für den einen unbeschwärte Sexualität oft mit einem gesunden Selbstvertrauen zusammenhängt, wirkt sich diese Krankheit psychisch schlimmer aus, als es die meisten Schulmediziner wahrhaben wollen.

Gleichzeitig damit wurden meine Beschwerden immer schlimmer und es kamen weitere Beschwerden hinzu. Nachdem unzählige Symptome aufgetreten waren verfiel ich immer mehr in eine Depression. Ich war 24 und hatte Beschwerden, wie ein 75-Jähriger. Ich verlor immer mehr die mir so wichtige Anerkennung meiner Mitmenschen ("Warum geht es Dir so schlecht? Der Arzt hat doch nichts gefunden? Du machst Dich selbst verrückt .. da ist doch nichts. Jetzt raff Dich mal auf!"). Die zeitweise unglaublichen Schmerzen waren zu diesem Zeitpunkt nicht mehr das Schlimmste. Ich war wirklich verzweifelt...ich hatte das Gefühl meine Seele und meinen Körper zu verlieren. Das einzige was noch halbwegs funktionierte, war mein Verstand.

Da ich selbst in der Wissenschaft im Bereich der medizinischen Informatik arbeite, fing ich an wissenschaftliche Artikel aus den USA bzgl. CPPS zu lesen und wurde auf dieses Buch aufmerksam. In den USA wird sich wesentlich intensiver mit der Thematik auseinandergesetzt, da auch dort immer mehr verzweifelte Patienten das Gesundheitssystem zunehmend mit jährlich ca. 10000 neuen Fällen belasten und damit einen großteil der urologischen Patienten darstellen. Die Regierung beauftragte das NIH mit einem Forschungsauftrag zur Entwicklung einer möglichst breiten und effektiven Therapie. Das Resultat der Forschungsergebnisse wird in diesem Buch gerade für den Betroffenen aufschlussreich und einfach erläutert. Die Therapie hilft 72-83% der Patienten mit CPPS/CP in den USA. Und da war sie endlich ... es gab endlich HOFFNUNG.

Ich habe mich wirklich sehr ausführlich mit der Thematik CPPS/CP beschäftigt, viele Bücher und Artikel gelesen und vieles ausprobiert. Dieses Buch fasst die aktuellen Erkenntnisse am besten Zusammen. Ich kann mich den anderen Rezensionen nur anschließen. Das Lesen des Buches und das Verstehen der Zusammenhänge hat sich tatsächlich positiv auf meine Symptome ausgewirkt. Am wichtigsten war die damit verbundene Hoffnung, die mein äußerst angespanntes vegetatives Nervensystem beruhigen konnte.

In dem Buch wird die multimodalität der Ursachen dieser Krankheit beschrieben. Es ist ein Zusammenspiel aus psychischer Anspannung (Stress,Angst), Muskelverpannungen im Becken und Beckenboden, Irritation von Nerven und Entzündung. Jede dieser Punkte wirkt sich negativ auf die anderen Punkte aus. Es entsteht ein Teufelskreis. Und um diesen zu Durchbrechen muss man nach und nach einen Riegel vor die Ursachen schieben. Die Maßnahmen dafür werden in diesem Buch ausfühlich beschrieben und durch Zeichnungen erklärt. Es wird deutlich, dass man selbst aktiv werden muss. Auf eine erlösende Pille zu warten ist nicht ratsam. Dies alleine anhand des Buches zu schaffen ist schwierig, da man nicht genau weiß, was man genau machen muss und wann man wie etwas fühlt.

Aufgrund dessen habe ich mich auf die Suche nach ähnlichen Therapieansätze in Deutschland gemacht und wurde fündig. In diesem Zusammenhang möchte ich das Buch "Der chronische Beckenbodenschmerz - CPPS" von Walter Merkle et. al. empfehlen, die am DKD in Wiesbaden ganz ähnliche Erfahrungen gemacht haben und eine Therapie anbieten. Auch das Buch "Heal Pelvic Pain" von Amy Stein ist zu empfehlen und beschreibt ähnliche bzw. gleiche Zusammenhänge und gibt über diese Hinaus auch Empfehlungen für Ernährung, die den Heilungsprozess unterstützen und beschleunigen.

Ich habe eine sehr ähnlich zu der in diesem Buch beschriebenen Therapie am DKD in Wiesbaden gemacht und kann nun nach fast einem Jahr des Schmerzes und einem großen schwarzen Schleier auf meiner Seele sagen, dass es mir wieder richtig gut geht (so wie früher). Ich war überrascht wie offen und professionell dort von den Schulmedizinern ein multimodaler Ansatz verfolgt wird (vorher war ich bei den verschiedenen Medizinern oft auf einseitiges Denken gestoßen). Nicht nur der Körper muss geheilt werden, auch die Psyche (sie ist wahrscheinlich der entscheidendste Faktor). Beides kann sich wiederum gegenseitig positiv beeinflussen. Ich bin unendlich dankbar für das Buch und die Therapie. Ich bin mir sicher, dass auch allen anderen CPPS/CP Betroffenen dauerhaft geholfen werden kann. Man wird wahrscheinlich immer eine Disposition zu dieser Krankheit behalten, was bedeutet, dass sie unter ungünstigen Umständen wieder auftreten kann. Aber nachdem man erfahren hat, wie viele Mittel es gibt wieder gesund zu werden, wird auch das wieder vorbeigehen.

Ich möchte nicht behaupten, dass dieses Buch und die beschriebene Therapie für alle eine komplette Heilung verspricht. Zu unterschiedlich können die schwierig aufzufindenden Ursachen sein (Darmprobleme, Candida Albicans, Nahrungsmittelunverträglichkeit...). Dennoch, auch bei anderen Ursachen können die in diesem Buch beschriebenen Probleme nach bestimmter Zeit zusätzlich auftreten.
Bei einem Großteil der Betroffenen wird diese Therapie aber tatsächlich halten, was sie verspricht: "RETURN TO HEALTH IS POSSIBLE!".
Ich hoffe, dass dieses Buch bald in die deutsche Sprache übersetzt wird und zu einem Standardwerk in der urologischen Facharztausbildung wird und die Erkenntnisse der Therapie gelehrt werden.
Ich kann dieses Buch jedem Betroffenen, jedem Urologen, jedem Physiotherapeuten und jedem Psychologen ohne jede Einschränkungen empfehlen.
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1-9 von 9 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 16.01.2011 13:19:35 GMT+01:00
Takeshi meint:
Danke für diesen guten Beitrag.
Über einen Austausch würde ich mich freuen,
anna.calla@gmx.de

Veröffentlicht am 22.04.2011 14:22:50 GMT+02:00
maddes meint:
Hallo, gerne würde ich mich mit Ihnen zu diesem Thema austauschen --> me-kontakt@web.de

Veröffentlicht am 16.02.2012 19:01:52 GMT+01:00
notthere meint:
Mann mann, nette Freunde hast du da...
Vielen Dank jedenfalls für die ausführliche Rezension und den Tip mit dem DKD in Wiesbaden!

Veröffentlicht am 26.02.2013 21:48:58 GMT+01:00
Jens meint:
Hallo, vielen Dank für die lange ausführliche Beschreibung.
Ich würde mich sehr freuen wenn du mich mal Kontaktieren würdest zu der Therapie in der DKD-Klinik.
Meine Behandlung besteht in Biofeedback Psychosomatische Behandlung und evtl. ein Antidepresiva.
Ich möchte dich nicht lang nerven nur würde mich Intressieren was du alles zu genesung gemacht hast.
Da ich seit vier Jahren daran leide würde ich mich sehr freuen wenn du mir ein paar Zeilen schreiben kannst.
zionit06@t-online.de oder frozenkt@t-online.de

Danke und Grüße
Jens

Veröffentlicht am 26.02.2013 21:52:25 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 26.02.2013 22:52:03 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 05.03.2013 16:48:43 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 26.06.2014 19:09:49 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 02.04.2013 18:29:29 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 26.06.2014 19:09:38 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 09.08.2013 13:01:15 GMT+02:00
maddes meint:
Hallo,

Ich bin selbst Betroffener und habe nun alle dort aufgeführten eMail-Adressen von anderen Betroffenen angeschrieben.
Ziel soll es sein, Erfahrungen (Therapien, Ärzte, ..) auszutauschen und ein "eMail-Verteiler-Netzwerk" zu gründen, damit nicht jeder sich selbst alleine auf die Suche nach Therapien und qualifizierten Ärzten machen muss.

Sicherlich hat der ein oder andere schon denselben Arzt aufgesucht und kann über Sinn und Unsinn von Behandlungen und Diagnostik berichten.
Auch die Qualität der Behandlung (privat/Kasse) würde mich interessieren, ob man interdisziplinär anderen Fachbereichen vorgestellt wurde.

Schlagwörter: DKD, CPPS, Pudendusnerv, Nervenleitmessung, myofaszialer Schmerz, ...

Ich würde mich sehr über ein positives Feedback freuen --> me-kontakt@web.de

Gruß aus Raum Frankfurt/M

Veröffentlicht am 24.04.2016 21:44:36 GMT+02:00
Klaus meint:
Hallo erker85,
ich bin auch jung (28 Jahre) und leide seit ca. 3 Jahren sehr stark. Bei mir wurde nie etwas festgestellt (Prostata usw) und ich denke es hängt sehr stark mit dem Beckenboden zusammen. Ich weiß dein Eintrag ist schon sehr lange her aber vielleicht habe ich ja Glück und du meldest dich mal bei mir für einen Austausch, da wäre ich sehr dankbar. Jimmy878@web.de Danke !
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