Kundenrezension

31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Handliche, leistungsfähige Alternative zur DSLR, 17. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Panasonic Lumix DMC-G6KEG-K Systemkamera (16 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Touchscreen, WiFi, NFC) mit Objektiv Lumix G Vario F3,5-5,6/14-42 Asph./OIS schwarz (Elektronik)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Die Panasonic Lumix G6 wirkt von außen zunächst unspektakulär und erinnert von Aussehen und Handlage an eine Bridge-Kamera.
Die ausstatungsmäßigen Leckerbissen offenbaren sich bei näherem Hinsehen und beim Blick in die technischen Daten:
- Großer Sensor im Format Micro Four Thirds (17,3 x 13,0 mm), löst mit 16 Megapixeln auf
- Dreh-/Schwenkdisplay mit 1.040.000 Pixeln und Touch-Bedienung
- Hochauflösender elektronischer OLED-Sucher mit 1,4 Mio Pixeln
- Full HD Video mit 50 fps und wirklich exzellenten Stereo-Audio-Eigenschaften
- Drahtlose Konnektivität mit WiFi und NFC

Erste Schritte
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Doch beginnen wir mal am Anfang, mit dem Auspacken. Der Lieferumfang besteht aus
- Panasonic G6 Body mit Verschlussdeckel
- Kit-Optik 14-42mm/f 3,5-5,6 Mega OIS mit 2 Deckeln
- Akku
- externes Ladegerät
- USB-Kabel
- Umhängeriemen
- Software CD-ROM, Bedienungsanleitung und Garantieunterlagen

Die Montage erfolgt schnell, und nach Aufladen des Akkus geht es los.
Dabei fällt auf, dass die Kit-Optik sehr leicht ist und einen Kunststoff-Bajonettanschluss hat.
Bei den großen Herstellern ist dies mittlerweile gängige Praxis.

Die ersten Bilder offenbaren, dass die Optik überraschend gut ist.
Schärfe, Farbtreue und geringe Vignettierungen im "Tele"-Bereich machen die ersten Schritte zum Erfolgserlebnis.
Freilich darf man von der kleinen Optik nicht zu viel verlangen. Der Brennweitenbereich istr nun mal strak begrenzt, und die Lichtstärke ist nicht rekordverdächtig.
Insbesondere braucht man damit keinen Gedanken an Available-Light-Fotografie, Bokeh, Freistellung des Motivs etc zu verschwenden.

Aber für die ersten Schritte ist sie einfach gut.

Bedienung
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Die Bedienung der Kamera kann fast intuitiv erfolgen. Man sollte sich aber die Zeit nehmen, die Details näher kennenzulernen, denn diese Kamera bietet viel.
So z. B. 7 frei belegbare Funktionstasten, mit denen jeder Fotograf seine persönlichen Einstellungen so vornehmen kann, wie er es für richtig hält.
Die Kombination aus Touch- und Tastenbedienung empfinde ich als angenehm, die Lesbarkeit des Displays ist sehr gut.

Ein besonderes Highlight ist der hochauflösende OLED-Sucher, der schon fast das Gefühl aufkommen lässt, man arbeite mit einem optischen Sucher.
Dem gegenüber hat er jedoch deutliche Vorteile zu bieten, so z. B. eine 100% Abdeckung sowie die Möglichkeit des Fokus-Zooms, der gerade als Live-View für die Verweendung mit manueller Fokussierung Gold wert ist.
Darüber hinaus wirkt er natürlich wie ein Restlichtverstärker in Dämmerungssituationen un erlaubt auch dabei eine deutlich angenehmere arbeit als mit einem optischen Sucher.

Von der Haptik her haben wir es mit einem leichten Gehäuse zu tun, dass nicht verhehlen kann, dass es komplett aus Kunststoff besteht.
Die Bedienknöpfe sind allerdings mit deutlichem Druckpunkt versehen, und die Schalter haben gegenüber den Vorgängermodellen an Bedienbarkeit gewonnen.
Einzig mit dem Einstellrädchen im oberen rechten Bereich auf der Rückseite, mit dem z. B. Zeiten eingestellt werden können, werde ich wohl keine Freundschaft schließen.
Es schleift etwas und die Raststufen wirken seifig und schlecht definiert. Das geht besser, und Panasonic selbst hat solche Bedienelemente auch schon in deutlich besserer Form realisiert.
Ansonsten macht die Bedienung Spaß und die Kamera liegt wirklich sehr gut in meiner Hand (ich habe eine mittlere Handgröße bei Handschuhgröße 9,5)

Die Kamera bietet eine Fülle von Motivprogrammen und Effekten, die man auf der Webseite des Herstellers nachlesen kann.
Dazu kann man auf auch das Handbuch verweisen, das gedruckt jedoch nur in Form einer Kurzanleitung (rd. 50 Seiten) beigefügt ist.
Downloaden kann man es gegenwärtig auch nicht, aber es wird mitgeliefert auf der grauen CD als PDF-Datei.
Diese Version ist sehr umfangreich und hat immerhin 356 Seiten, die man sich in einer ruhigen Stunde einmal ansehen sollte.

Die Übertragung der Bilder und die Fernbedienung per WiFi mit Smartphone oder Tablet (getestet mit Motorola Defy + und Nexus 7) funktionieren einwandfrei. Einfach die App für Android (Panasonic Image App) kostenlos downloaden, installieren und die Geräte verbinden.

Bildqualität und Videos
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Am wichtigsten an einer Kamera ist für mich immer die Bildqualität, wobei ich einen umfangreichen Vergleichstest mit folgenden Kameras gemacht habe:

- Nikon 1 S1 mit Kit-Optik 10-30 mm (Sensorgröße 13,2 x 8,8 mm)
- Nikon D 5100 mit Kit-Optik 18-55 mm (Sensorgröße APS C, also 23,1 x 15,4 mm)
- Olympus E 520 mit Kit-Optik 14-42 mm (Sensorgröße Four Thirds, also 17,3 x 13,0 mm)
- Panasonic G6 mit Kit-Optik 14-42 mm (Sensorgröße Micro Four Thirds, also 17,3 x 13,0 mm)

Im Ergebnis kann man folgendes festhalten:
- Die Kit-Optiken reizen die Fähigkeiten der Kameras nicht vollständig aus
- Je kleiner der Sensor, umso größer die Probleme bei schwachem Licht (Bildrauschen)
- Die ISO-Fähigkeiten nehmen mit der Sensorgröße zu.
Bemerkenswert ist dabei, dass im Vergleich zwischen Oly E 520 und Pana G6 ein deutlicher Entwicklungsschub zu verzeichnen ist.
Trotz identischer Sensorgröße ist die Panasonic deutlich besser in höheren ISO-Bereichen als die Olympus.

Bei niedrigen ISO-Werten bis ca. 200 ist kein nennenswerter Unterschied zwischen der Panasonic G6 und der Nikon D 5100 mit APS C-Sensor festzustellen.
Hier sind die Ergebnisse auch besser als bei Nikon 1 und Olympus E 520.

Bei ISO-Werten um 800 rauscht die Panasonic G6 bereits etwas stärker als die Nikon D5100, bei ISO 1600 wird dieser Effekt noch etwas deutlicher.
Die Performance ist allerdings der von Nikon 1 und Oly e 520 überlegen.

Die erzeugten Videos gehören zum besten, was ich jemals selbst gemacht habe. Die 50 Bilder pro Sekunde erzeugen ruckelfreie Videos, die jedoch nur dann stabilsiert werden, wenn die jeweils verwendete Optik einen Stabilisator hat, denn einen Stabi hat die Kamera selbst nicht mit an Bord.
Der Sound ist dabei erstaunlich gut und lässt den Gedanken an eine Studio-Aufnahme aufkommen. Zusätzlich ibt es als besonderes Merkmal einen Anschluss für ein externes Mikro.

Blitzaufnahmen
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Es gibt sowohl einen eingebauten Blitz als auch einen Blitzschuh. Der integrierte Blitz reicht für normale Räume völlig aus und lässt sich in der Stärke dosieren.

Es gibt dabei jedoch eine Besonderheit, die ich nicht unerwähnt lassen möchtem, weil sie mir eine panikartieg Suche nach Fehlerquellen beschert hat:
Die Kamera hat die Option, den Verschluss auf "elektronischer Verschluss" einzustellen.
In der Anleitung steht, dass man damit das Auslösegeräusch unterdrückt. Das ist auch richtig und ich habe das auch schon angewendet, um umbemerkt fotografieren zu können.
Was aber verschwiegen wird: Wenn man den elektroischenm, geräuschlosen Verschluss benutzt, kann man den Blitz nicht benutzen!

Also vor der Blitzbenutzung einfach wieder den normalen Verschluss aktivieren und den Blitzaufnahmen steht nichts mehr im Wege.

Zusätzliche Objektive und Adapter
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Panasonic und weitere Hersteller wie Olympus bieten eine Reihe von Objektiven für Micro Four Thirds an. Man sollte aber immer bedenken, dass Panasonic keinen Bildstabilisator im Gehäuse verbaut (anders als z. B. Olympus), so dass man zumindest bei längeren Brennweiten darauf achten sollte, einen OIS (optischen Bildstabilisator) an Bord der jew. Optik zu haben.
Diese Optiken sind allesamt zierlicher als vergleichbare Exemplare für das APS C-System und daher für Urlaube etc sehr interessant.

Ich habe zwei (ziemlich) vollständige Ausrüstungen von Olympus (Four Thirds) und Nikon, so dass ich zunächst von der Möglichkeit Gebrauch machen wollte, diese Optiken an der Panasonic G6 zu nutzen, bevor ich einen weiteren Schrank mit einem zusätzlichen System fülle.

Daher habe ich zunächst mal in zwei Adapter investiert:
- Olympus MMF-2 (Verwendung von Four Thirds-Optiken mit Datenübermittlung)
- Quenox Objektivadapter Nikon G/F - Micro Four Thirds (rein manuelle Anpassung)

Mit beiden Adaptern macht das Fotografieren Spaß! Mit meiner Sigma 50mm/f 1,4 (Four Thirds) wächst die Pana G6 zur Hochform auf und offenbart, welches Potenzial in ihr steckt, was von der kleinen Kit-Optik niemals ausgereizt werden kann.
Noch deutlicher wird es bei meiner Samyang 85mm/f1,4 (Nikon), die ohnehin manuell ist.
Hier wird eine schöne Besonderheit der Pana G6 deutlich, die in der Werbung irgendwie untergeht: Die Fokussierung wird mit der Zoom-Lupe im Live-View des OLED-Suchers zum Vergnügen, und zwar auch bei der schwierig zu handhabenden Offenblende, und die Belichtungszeit wird nach Blendenvorwahl am Objektiv einfach automatisch ermittelt.

Meine Samyang-Optik, die mit der D5100 nur schlecht und mit der D7000 nicht bequem nutzbar war, ist seitdem häufig an der Pana G6 und hat wirklich schöne Ergebnisse geliefert.
Die Bildqualität ist dabei nur mit Pixel-Peeping von der zu unterscheiden, die man mit einem APS C-Sensor erzielt (also z. B. Nikon D5100 oder Nikon D7000).

Fazit:
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Die Panasonuc Lumix 6 ist kleiner, handlicher und leichter als eine bisherige DSLR.
Mit der Kit-Optik macht sie schöne Bilder, die fast so gut sind wie die einer DSLR mit APS C-Sensor und auf jeden Fall deutlich besser als die jeder Bridge-Kamera.
Die Videos sind erstklassig.
Man kann das System entweder durch weitere Optiken von Panasonic (OIS beachten) erweitern oder durch Adapter auf bestehende Optiken anderer Systeme zugreifen.

Für jeden ambitionierten Hobby-Fotografen, der eine handliche Alternative zur DSLR sucht, ist diese Kamera einen Blick wert.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 07.08.2014 12:50:37 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.08.2014 13:36:39 GMT+02:00
Andy meint:
Vielen Dank für die ausführliche Rezension, sie hat mir sehr viel Aufschluss gegeben und mich bestärkt, die Panasonic G6 mit dem 14-140mm zu kaufen.

Mein eigentlicher Kaufgrund ist die extrem gute Ausstattung der Kamera und der verhältnismässig günstige Preis vieler Objektive und Zubehör.
Da ich MFT-Neuling bin (vorher diverse Canon DSLR und aktuell noch Fuji X-E1], habe ich eine Verständnisfrage bezüglich des "Olympus MMF-2 Micro Four Thirds Adapter für Four Thirds Objektive".
Durch den Adapter kann ich alle FOUR THIRD Objektive an der Panasonic G6 anschliessen und sie haben auch alle Automatikfunktionen? Ist das richtig?
Es wäre schon interessant, da ich beim durchstöbern von verfügbaren Objektiven festgestellt habe, dass einige nur für das Four Third System passen.
Nur um sicher zu sein, dass ich mir jetzt nicht den falschen Adapter bestelle, da es auch unmengen Adapter für das MFT System gibt, was mich ganz schön ins Schlingern gebracht hat.

Es gibt auch einen Olympus MMF-3, ist der neuer oder besser?
Ich stelle gerade fest, dass ich mich erstmal tiefgründig in ein völlig neues System einarbeiten muss und trotz jahrelanger Erfahrung noch immer wieder etwas dazu lernen kann

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.08.2014 19:38:14 GMT+02:00
Emigrator meint:
Das Problem bei den Adaptern ist weniger die Belichtungssteuerung als vielmehr die Fokussierung.
Es kann passieren, dass der Fokussiervorgang stotternd in vielen zeitaufwändigen Einzelschritten ausgeführt wird, was
a) eine unschöne Geräuschkulisse erzeugt
b) durchaus mal bis zu 2 Sekunden in Anspruch nehmen kann, bis der Fokus mal endlich gefunden ist.

Tipp: Am besten vorher testen ...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.08.2014 22:00:53 GMT+02:00
Andy meint:
Dankeschön für den Rat. Ich werde mir mal einen Adapter ansehen. Vielleicht werde ich auch keinen benötigen, aber es ist gut zu wissen, worauf man sich einstellen muss
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