Kundenrezension

95 von 108 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wird der Historie leider nicht gerecht, 24. Februar 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Monuments Men - Ungewöhnliche Helden (DVD)
Ich hatte das Glück, auf der diesjährigen Berlinale am Berlinale Palast Clooney, Damon, Murray, Balaban, Dujardin und Goodman live und in Farbe zu sehen - aufgrund dessen hat mich der Film jetzt mehr bewegt, als er dies getan hätte, wenn ich ihn "einfach" nur so im Kino gesehen hätte. Allerdings stellt dieser Umstand leider kein allzu gutes Zeugnis über die Monuments Men aus.

Der Film ist unterhaltsam und nicht schlecht, das direkt vorweg, um die aufschäumenden Hass-Tiraden der anderen Mit-Rezensenten ein wenig zu dämpfen. Summa summarum stellt er jedoch keinen Film dar, der mich jetzt wer weiß wie vom Hocker gerissen hat. Ich will mal versuchen, das etwas näher begreiflich zu machen:

*****************Spoiler - wer den Film nicht kennt - BITTE NICHT WEITERLESEN***************

Zunächst einmal hat der Film in dramaturgischer Hinsicht tatsächlich keinen richtigen Spannungsbogen, der klassischen Stilmitteln folgt im Sinne von vorbereitender Einstimmungsphase, Steigerung der Spannung, Climax und Endphase. Der Film ist einfach gleichbleibend. Das ist erst mal per se nicht schlecht, wenn es um einen Dokumentarfilm gehen soll. Bei einem Spielfilm ist das weniger gelungen. Nochmal - Monument Men ist nicht langweilig, aber nichts, das den geneigten Zuschauer "mitgehen" lässt. Hinzu kommt, dass sämtliche Charaktere nur sehr oberflächlich beschreiben wurden. Bei neun (!) Hauptfiguren ist das natürlich auch sehr schwer, aber dies hat zur Konsequenz, dass die Empathie für die Figuren eben auf der Strecke bleibt. Der ergreifendste Moment war da noch der Tod von Jean Claude. (Abgesehen von den Szenen, wo die Deutschen mit Flammenwerfern Gemälde verbrannten oder man fässerweise Zahngold fand - hier musste man sich als Deutscher für die Barbarei unserer Vorfahren wirklich schämen!)

Des weiteren folgen unvermeidliche "amerikanische" Elemente.
- Die Deutschen wie z.B. Dr. Stahl und "Oberst" Wegener -in der SS gibt es diesen Dienstgrad übrigens nicht, da war das ein "Standartenführer"- sind böse, feige, arrogant - eben "deutsch". Eine nette kleine Ausnahme war der deutsche "John Wayne".
- Die Monument Men haben Tote zu beklagen - aber natürlich keinen Amerikaner, sondern Engländer und Franzosen.
- Während die Monument Men die selbstlosen Bewahrer der Weltkultur sind, stellen die Russen plündernde Räuber dar, die die Kunstwerke als Reparation stehlen und somit unterm Strich keinen Deut besser als die Nazis sind. Das mag in gewisser Hinsicht sogar historisch in die richtige Richtung gehen, um es mal vorsichtig auszudrücken, aber diente in diesem Zusammenhang wohl eher der Verdeutlichung des (US-)Saubermann-Images.

Einige Handlungsabschnitte erinnern vom Zeitablauf und der Reisegeschwindigkeit eher an Karl May als an akkurate Schilderungen. Da reist man von Altaussee in der Steiermark mal eben nach Merkers in Thüringen, macht einen Abstecher nach Siegen im tiefsten Westphalen und Aachen über Neuschwanstein in Bayern nach Heilbronn, und das alles im Krieg während der letzten Tage des verzweifelten deutschen Wiederstandes. Und mit nur acht Mann retten sie 3.000 Kunstwerke hier, 5.000 Kunstwerke dort - ausgerechnet an diesen entscheidend wichtigen Stelle nehmen sich die Filmemacher nun "filmische Freiheiten" heraus.

Fazit: Der Film hat mich unterhalten, nicht gelangweilt und ich habe auch nicht ständig auf die Uhr sehen müssen. Dennoch war ich ehrlich gesagt ein wenig enttäuscht. Unterm Strich stellt Monuments Men keinen Kriegsfilm dar, sondern will den unbestreitbar lobenswerten Einsatz einiger tapferer Menschen ehren, die der gesamten Menschheits-Kultur einen unschätzbaren Dienst erwiesen haben. Insofern bieten sich Vergleiche mit Saving Privat Ryan nicht unbedingt an, obgleich sich die Sujets an sich ähneln. Und die Intention des Films ist sehr gut, das steht außer Frage - allerdings hatte ich den Eindruck, dass hier das Resultat leider nicht an die hochgesteckten Ziele herangereicht hat. Und das ist bei den gebotenen Möglichkeiten vermeidbar und sehr schade gewesen.

P.S. - ach so, wer anderer Meinung ist oder sich irgendwie "persönlich" von meiner Rezension angegriffen fühlt, darf dies natürlich gerne kundtun, nur zu - aber man möge mir BITTE BITTE BITTE nicht vorwerfen, ich hätte
a) den Film nicht verstanden
und
b) solle weiterhin lieber "Transformers" oder "Fast & Furious" sehen
- das wird einfach langweilig, ok? ;-)
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Kommentare

Von 3 Kunden verfolgt

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1-8 von 8 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 03.03.2014 18:02:20 GMT+01:00
webonkel meint:
Gute Rezi, ich war auch enttäuscht über Clooneys Werk.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.03.2014 10:29:38 GMT+01:00
Rafterman meint:
Bravo! Bra-vo! Sehr gute Rezension.
Besonders das Ende ist mir aus der Seele gesprochen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.08.2014 08:06:31 GMT+02:00
chrisbabi meint:
Sorry, aber das war keine Rezension. Ob einem der Film gefällt, sollte
anderen Wurst sein. Schließlich hat nicht jeder den gleichen Geschmack.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.09.2014 01:00:04 GMT+02:00
M. Reimer meint:
Verstehe ich jetzt nicht. Aus welchem Grund war das keine Rezensionen? Ich fand sie sogar ausgesprochen gut. Und das nicht nur, weil ich mit der Meinung des Schreibers zum Film zufällig konform gehe. Auch wenn ich nicht seiner Meinung wäre, gäbe es ein “hilfreich“. Gesagt - Getan :-)

Veröffentlicht am 08.12.2014 12:49:00 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.12.2014 13:18:06 GMT+01:00
Die Filmhandlung zieht sich über fast ein ganzes Jahr, nämlich vom Spätsommer/Herbst 1944 bis Sommer 1945. Als Prof. Stout seiner Truppe am Anfang die militärische Lage erklärt, befinden wir uns offenbar gerade erst wenige Tage nach dem D-Day am 6. Juni 1944. Schon zwei bis drei Wochen später sah der Frontverlauf in Frankeich ganz anders aus. Als die Monuments Men auf dem europäischen Festland landen, existiert das Vichy-Regime noch, und erst im weiteren Verlauf der Handlung findet der Fall von Paris am 25. August 1944 statt. Und zum Schluß des Films, als sie in Altaussee gelandet sind, befinden wir uns offenbar in den ersten Maitagen 1945, da der Krieg schon aus ist.

Innerhalb eines Jahres war das, was wir im Film sehen, die ganz reale Vormarschgeschwindigkeit der Westalliierten über Frankreich, Belgien, das Rheinland und Bayern, hinter deren Linien die Monuments Men ganz einfach hertrotten. Ich bin sehr kritisch, ob im Film tatsächlich das thüringische Merkens gemeint ist; der Karte nach scheint sich die im Film genannte Ort südwestlich von Aachen zu befinden, etwa auf der Höhe von Gent. Und die Monuments Men retten in Film die Kunstwerke ja offenbar nicht allein, sondern sind nur für die Auffindung zuständig, und wenn vor Ort sonstige Truppenteile in der Nähe sind, die gerade nichts besseres zu tun haben, hat Stout offenbar das Recht, Personal und LKWs für die Rückführung des ehemaligen Raubguts in westlicher Richtung anzufragen.

Was die angeblich mangelnde Charakterisierung der Figuren angeht (wenn man denn die stummen Bilder, wie die einzelnen Momuments Men aus ihren jeweiligen Zivilbrufen rausgerissen werden, nicht mitzählen will), fand ich z. B. die Anfangsszene zwischen Clooney und Damon in der Bar nicht schlecht, auch die Verweise auf den Alkoholismus und die diesbezügliche Familiengeschichte des Schotten, und vor allem die Szene mit der Schellackplatte bei Bill Murrays Figur hat mich sehr berührt.

Ich finde es auch etwas befremdlich, wie du, wenn du den Tod von Jean-Claude als: "einzige ergreifende Szene des ganzen Films" wahrgenommen hast, die Szene, wo Matt Damon ein Bild in der leeren Wohnung der offenbar deportierten und vergasten Vorbesitzer in einer stummen, pietätvollen Geste aufhängt, offenbar total übersehen hast; die Szene drückt in ein paar stummen und unendlich traurigen Einstellungen meisterhaft aus, daß alles, was seitdem in Gedenken und Aufarbeitung getan wurde, getan werden kann und muß, nur ein Fliegenschiß gegen Auschwitz ist und sein kann, aber daß wir es angesichts des ultimativen Menschheitsverbrechens nachwievor als Nachwelt den Opfern schuldigbleiben, wenigstens ihrer zu gedenken, um ihnen ihre Würde wiederzugeben. Auch die Arbeit der Monuments Men und der Restitution der Raubgüter allgemein, so sagt die Szene aus, ist und bleibt Teil dieser notwendigen Aufarbeitung. Die Szene hat mich in dieser miniaturartigen Sinnbildhaftigkeit auch stark an die existierende Interpretation erinnert, wonach Kubricks: "Shining" (1980) noch am ehesten an den Holocaustfilm rankam, den Kubrick Zeit seines Lebens drehen wollte, und wonach die verlassenen Flure des Overlook-Hotels in ihrem leicht altmodischen Art-Deco-Interieur, in denen sich plötzlich wie von Geisterhand die Fahrstühle öffnen, um Hektoliter von Blut auszuspeien, ein geradezu perfektes Sinnbild für die leeren Kulissen des von Hitlers Brain Drain entvölkerten, vormals glanzvoll-altehrwürdigen alten Europas wäre, in dem sich der Holocaust vollzog.

Auch hat mich der Film gerade gegenüber seiner vergleichsweise freundlichen Haltung gegenüber den Sowjets überrascht: Matt Damon spricht sich gerade für Verständnis gegenüber den Sowjets aus, da diese den unglaublichen Blutzoll von 20 Millionen Menschen hatten hinnehmen müssen. Spätetens zwei bis drei Jahre nach der Zeit der Filmhandlung wäre sowas schon keinem US-Boy mehr über die Lippen gekommen, und zwar für Jahrzehnte nicht. Einen expliziten Vergleich speziell mit der Naziplünderei sehe ich im Film nicht, höchstens drückt die Figur von Kate Blanchett am Anfang in zynischen Worten aus, daß Kunstraub im Krieg schon immer üblich war (den nur die Nazis eben gigantisch übertrieben hätten), weshalb sie ja auch am Anfang glaubt, daß die Amerikaner einfach genauso handeln werden wie jede andere Siegermacht in der Geschichte vor ihnen.

Und: Wieviele: "Nazis" sehen wir denn im Film, außer den eher als Dekoration im Hintergrund auftauchenden Hitler und Göring? Im Grunde nur zwei: Stahl (der wohl kaum erwarten konnte, daß ausgewiesene Kunstexperten bei ihm reinschneien, die genau wissen, wer welche Bilder aus Paris hat mitgehen lassen, und daß er gerade ausgerechnet für Kunstraub verhaftet würde, auch wenn jeder alliierte Soldat in dem Moment das Recht hatte, jeden Deutschen zu verhaften, und spätestens in Haft dürften seine wahre Identität (er hat sich ja offenbar unter dem Tarnnamen: "Bauer" in Bayern versteckt) und seine wahren Verbrechen in Frankreich rauskommen), und den SS-Standartenführer Wegner (der: "Oberst" liegt eher an der schlechten Synchro; im Englischen sucht man sich meistens aus, ob die SS-Ränge wörtlich übernommen oder mit ihren militärischen Äquivalenzgraden übersetzt werden), der weder als feige, noch dämlich charakterisiert wird, dafür aber subtile Gänsehautsätze wie den von sich gibt, daß Stout, weil kein Jude, ihm, dem ehemaligen Leiter eines Vernichtungslagers, gefälligst dankbar zu sein habe. Es war ja bis zur Anklageverkündung im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozeß für die Täter völlig undenkbar, daß sie, die: "ja nur geschossen" oder: "nur die Fahrpläne geschrieben" hatten, ganz persönlich wegen Verbrechen gegen die Menschheit belangt werden könnten. Bei der Beweisvernichtung für den Völkermord im Osten ging es nicht um den Selbstschutz der Täter vor Ort, sondern um den Platz des Regimes in den Geschichtsbüchern.

Und bei der: "mangelnden Spannung", die viele Leute dem Film vorwerfen, habe ich den starken Verdacht, daß es da eigentlich um Clooneys humanistische Botschaft geht, daß man keine Waffe in die Hand nehmen oder den und jenen umhauen muß, um ein Held zu sein. Nach dem Maßstab des auch in vielen Kriegsfilmen bis heute kolportierten Männlichkeitsbild bleiben die Monuments Men ziemliche: "Feiglinge", wenn es die meisten bis zum Schluß kaum wagen, eine Waffe in die Hand zu nehmen oder gar damit zu schießen. Wenn sich auf dieser Grundlage über: "mangelnde Spannung" aufgeregt wird, erinnert mich das an das verletzte Männlichkeitsbild, das Sebastian Haffner schon in den 60ern im STERN als Grundlage des Hasses der Weimarer Rechten auf die angeblichen: "Novemberverbrecher" von 1918 ausmachte, die, ebenfalls ohne auch nur einen Schuß gegen die innere monarchistische Reaktion abzugeben, den Kaiser mitsamt seinem morschen Regime stürzten und die als feige empfundene Verständigung mit der Entente im Wald von Compiegne suchten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.12.2014 17:02:35 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 26.12.2014 17:19:05 GMT+01:00
Roger Lynch meint:
Sehr gelungene Darstellung. Das deckt sich mit den Ausschnitten die ich von dem Film gesehen habe und meiner Erfahrung mit Hollywood-Produktionen insgesamt. Auch wenn die amerikanischen Filme und Serien heutzutage nur noch dem Namen nach dort produziert werden, ist der Ausdruck als Dachbegriff doch immer noch griffig, oder meint wer Vancouver-Filme wäre inzwischen angebrachter, was ja Sinn machen würde, da sich die Studios immer mehr nach Canada absetzen.
Die generell schlechte deutsche Kritik kann ich auch nicht verstehen. Ich vermute mal das ist das allgemeine deutsche schlechte Gewissen zum Thema: JÜDISCHE RAUBKUNST, das dieses Jahr durch die Funde in München und Salzburg wieder neu befeuert worden ist.
Was die FRANZOSEN angeht schonen die amerikanischen Autoren und Filmemacher dieses Volk ganz gerne. In Wahrheit ist die Vichy-Regierung in Frankreich während des Krieges alles andere als unbeliebt gewesen. Der Widerstand, auf Französisch auch "Maquis" genannt ist im Land selber eher eine Minderheit gewesen. Die faschistische Bewegung hatte in Frankreich Wurzeln die bis vor den Krieg zurückreichen. Durch das Elend der Weltwirtschaftskrise hatte diese Gruppierung leider einen ziemlichen Zulauf. Die Briten nannten solche Leute in Anspielung auf den Anführer der damaligen norwegischen Majonettenregierung "QUIZLINGS". Das änderte sich erst mit der Landung der Alliierten.
Was die RUSSEN per se angeht, bis zum Kriegsende sind Amerikaner und Russen politisch die dicksten Freunde gewesen, Roosevelt nannte Stalin ja sogar " Onkel Joe " und wollte ihm am liebsten die Kontrolle über Zentraleuropa überlassen nach den mir bekannten Quellen die ich zur Erarbeitung meiner Magisterarbeit benutzt hatte. Trueman, sein Nachfolger, hatte da zum Glück für uns eher eine gesunde Skepsis zu diesem Thema, was sich positiv auf die Gespräche in Potsdam ausgewirkt hatte unter dem "neuen amerikanischen Management"
Also nochmals vielen Dank für Ihren erhellenden Bericht.

Veröffentlicht am 05.01.2015 14:17:32 GMT+01:00
Werner Braun meint:
Bester Text zu diesem Film!

Veröffentlicht am 10.01.2015 19:19:32 GMT+01:00
deckard meint:
Ich glaube ich stehe gerade auf dem Schlauch. Ich verstehe nicht wieso diese Rezension die "hilfreichste" ist.

"Hilfreich" - ist eine Rezension doch dann, wenn sie bei etwas hilft. Bei was? Ja ich denke bei der Kaufentscheidung. Also den Leuten hilft, welche den Film/Artikel NICHT kennen.

Wieso sollte eine Rezension den Leuten helfen sollen, die den Film selber bereits gesehen haben (oder allgemein einen Artikel bereits erworben haben)? Die brauchen doch keine Hilfe mehr bei der Kaufentscheidung.

Aber wenn die gesamte Rezension anscheinend aus Spoilern besteht (danke an dieser Stelle an den Rezensenten für den Hinweis) und ich die Rezension aus diesem Grund nicht lesen kann, wieso ist dann das hier die hilfreichste Rezension? Das einzige was ich lesen kann, ist im Groben, dass der Rezensent auf der Berlinale war und dann noch einen Hinweis an die "Mit-Rezensenten". Wobei soll mir das helfen?
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2.7 von 5 Sternen (137 Kundenrezensionen)
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