Kundenrezension

17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiges Konzert mit dem gewissen Tribute Faktor (ursprünglich bei access2music.de veröffentlicht), 1. März 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Bob Dylan - 30th Anniversary Concert Celebration [Blu-ray] [Deluxe Edition] (Blu-ray)
Was kam da für ein Allstar Lineup, an diesem denkwürdigen 16. Oktober 1992 im Madison Square Garden zusammen… Stevie Wonder, Johnny Cash, June Carter-Cash, John Mellencamp, Kris Kristofferson, Willie Nelson, Eric Clapton, George Harrison, Neil Young und und und…alle kamen um das 30 jährige Bühnenjubiläum von Robert Allen Zimmermann aka Bob Dylan zu feiern. Dabei ist gerade nicht die Performance Dylans die hier für Begeisterungssprünge sorgt, sondern der Musiker, die seine Songs zelebrieren.

Bereits vor einigen Jahren kam das Konzert in einer gekürzten Fassung auf VHS und DVD heraus. Jetzt liegt es erstmals in seiner kompletten Form und vor allem in glasklarem Bild und Ton! Wenn man nicht wüßte, dass das Konzert bereits 21 Jahre her ist, könnte man meinen, es sei eine Aufnahme aus den letzten 4 oder 5 Jahren.

Eröffnet wird der Abend von John Mellencamp mit Like a Rolling Stone, gefolgt von Stevie Wonder mit Blowing in the Wind. Spannend sind dabei vorallem die unterschiedlichen Arrangements. Die “Hausband” wurde von GE Smith geleitet, der die letzten 3 Jahre mit Roger Waters auf The Wall Tour war. Weitere Mitglieder sind u.a. Jim Keltner (Drums) sowie die von den Blues Brothers bekannten Duck Dunn und Steve Cropper. Jeder der beteiligten Musiker ob Gast oder Hausband ist mit großer Leidenschaft und Spaß bei der Sache. Nur für Sinèad O’Connor dürfte das “Bobfest” in besonders negativer Erinnerung geblieben sein. Einige Wochen vor dem Konzert zerriss sie bei Saturday Night Live ein Bild des Papstes und demonstrierte damit gegen Kindermissbrauch in der katholischen Kirche. Als sie die Bühne betritt wird sie von den 180000 Zuschauern gnadenlos ausgebuht. O’Connor gibt der Band ein Zeichen nicht einzusteigen und singt stattdessen, wie einige Wochen zuvor bei der Fernsehshow, den Song “War” von Bob Marley. Am Ende bricht sie in den Armen von Kris Kristofferson in Tränen aus. Kurz darauf liefert Neil Young eine eigenwillige aber grandiose Version von All along the Watchtower ab.

Nach dem sich Eric Clapton und George Harrison die Klinke in die Hand gaben und Tom Petty mit dem Byrds Gitarristen Roger McGuinn den Mr. Tambourine Man zelebrierten, betritt der damals 51 jährige Bob Dylan die Bühne. Seine Perfomances sind ja bekanntlich recht launenabhängig. Ob er hier betrunken war, einfach nur schlechte Laune hatte oder ob er einfach nur Bob war, lässt sich so nicht sagen. Jedenfalls ist es fraglich wieso man die zweite Strophe von Knocking on Heavens Door so rein garnicht versteht.

Betrachtet man die Liste wieviel der dort anwesenden Musiker heute leider nicht mehr unter uns weilen, verfällt man schonmal in eine Art Melancholie. Wenn ich richtig liege, ist dies der letzte Abend gewesen an dem die verbliebenen Travelling Wilburys Mitglieder zusammen auf einer Bühne standen. Somit wird auch hier an große Musiker erinnert. u.a. Johnny Cash, June Carter, George Harrison, Richie Havens, Duck Dunn etc.

Alles in allem ein absolut großartiges Konzert! Neben dem Freddy Mercury Tribut vom gleichen Jahr ist es wohl eines der am besten besetzten All-Star Konzerte der Neunziger Jahre. Musikalisch äußerst wertvoll und ein Muss für jeden der sich nur halbwegs für Musik interessiert. Ausserdem hat Sony beim Remaster richtig gute Arbeit geleistet!
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1-7 von 7 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 02.03.2014 10:27:24 GMT+01:00
Frankie Lee meint:
Auf dieser DVD sind exakt dieselben Songs wie auf der VHS-Veröffentlichung von 1993. Das Konzert liegt also nach wie vor nicht in "kompletter Form" vor, auch von Dylan selbst fehlt immer noch ein Song.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.03.2014 11:55:02 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 04.03.2014 23:59:54 GMT+01:00
ein Leser meint:
schenkt man verschiedenen Quellen Glauben, liegt das Fehlen einiger Songs daran, daß es technische Probleme gab, oder die Künstler mit ihrer eigenen Performance unzufrieden waren.
Mir persönlich fehlt George Thorogood mit Wanted Man. Ansonsten großartiges Konzert.
zur Rezension noch; Steve Cropper ist mir weniger ein Begriff bezüglich 'Blues Brothers'. Sondern eher als Ur-Mitglied der Hausband des Konzerts ' Booker T. and the MGs.'
Und die haben mich eigentlich am meisten beeindruckt, weil das Konzert über Stunden getragen.. Als 'Hobby-Instrumenten-Kollege' von Booker T. Jones - Hammond B3 - habe ich natürlich auch ständig die Ohren nach ihm gespitzt. Und nach Al Kooper. Und nach dem Heartbreakers Organisten. Wie hiess der nochmal ?
Weil der Stellenwert des Organisten scheint unterste Priorität zu haben. Die Keys waren ausser bei Stevie Wonder vielleicht insgesamt gefühlte 5 Minuten im Bild. Weit weg vom Rest und noch nicht mal richtig beleuchtet.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.03.2014 18:09:15 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 14.05.2014 23:51:21 GMT+02:00
Bob Dylans "Song to Woody" soll aufgrund technischer Probleme verloren gegangen sein, wobei ich mir nicht recht vorstellen kann, dass diese akustischer und optischer Natur gewesen sein sollen, sprich: Kameras UND Bandmaschinen sind gleichzeitig ausgefallen...?

Booker T. & The MGs sind eine dufte Band, aber dass ihr "Gotta serve somebody" im Bonusteil gelandet ist, hat leider mit der nicht so überzeugenden Gesangsleistung von Booker T. selber zu tun ;-)!

Tom Pettys Keyboarder ist Benmont Tench; muss noch mal drauf achten, ob man ihn im Film zu sehen bekommt.

Veröffentlicht am 08.03.2014 16:55:01 GMT+01:00
Frieder Jesch meint:
Leider fehlt auch George Harrisons "If Not For You", was besonders bedauerlich ist, denn diesen Song wählte er schon für sein Album "All Things Must Pass" von 1970 aus. Ich bin froh, die Video-Aufzeichnung aus der ARD, die auf 1Festival vor Jahren nochmal gezeigt wurde, zu besitzen.

Veröffentlicht am 10.03.2014 18:26:14 GMT+01:00
Es stimmt, einige Songs fehlen, auch die Reihenfolge stimmt nicht ganz. Ich hatte VHS Version, da waren so wie schon geschrieben (sieh Kommentar) dieselben Lieder drauf. Aber, die Qualität ist endlich besser. Auch mir war schwer ums Herz, als ich "Im Memmoriam" las, der letzte in der Reihe ist Lou Reed.
Zu der Rezension - meinen JA haben Sie. Wie bei Mr. Dylan schon üblich, er spielt seine eigene Songs NIE wie im Originalfassung, so muss ich gestehen, dass eigentlich die Interpreten "Dylan Original" singen - oder näher dran sind. Aber, Dylan ist und bleibt ein grosser Songwriter, Poet, Musiker - auch nach fast 50 Jahren. Habe ihn dreimal live gesehen und gehört - es war ein Erlebnis. So wie dieser Abend im Oktober 1992, da wäre ich gerne dort.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.03.2014 13:19:17 GMT+01:00
Thomas Weigel meint:
Bei "Song to Woody" war das Gitarrenmikro ausgefallen, so dass man nur den Gesang hörte und von der Gitarre nur das, was das Gesangsmikro mitnahm. Auf Youtube und Co kann man es anschauen. Schade, da das eine wunderbare Version und ein wichtiger Song war, der den Bogen schlug zum Debutalbum. Außerdem fehlt Dylans "It's all right Ma". Eigentlich unmöglich, dass nicht vollständig, andererseits für 20 Euro bekommt man sehr, sehr viel. Das ist mir lieber als so Dinger wie die "Another Self Portrait" von letztem Jahr, wo man entweder für 17 Euro die neue Version bekam oder für 80 Euro noch das Isle-of-Wight-Konzert dazu. Preis-Leistung stimmt hier jedenfalls.

Veröffentlicht am 07.04.2014 18:01:01 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.04.2014 18:03:48 GMT+02:00
Guido Poeppel meint:
Sie haben es auch nicht geschafft, den 2. Song von George Harrison " IF NOT FOR YOU" reinzupacken.
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