Kundenrezension

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles ausser Punk, 26. Juni 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Preliminaires (Audio CD)
Dass dieses Album in vielen Besprechungen und Artikeln als Jazz-Album angepriesen wird, ist natürlich purer Schwachsinn, denn es ist lediglich ein (New Orleans) Jazz-Song hier drauf. In Wahrheit ist das eine höchst vergnügliche und erstaunliche gelungen Sammlung von Liedern die in den verschiedensten Stilrichtungen gewandet sind - ausser in Punk. Über allen steht eine thematische Klammer die man kurz mit 4 Worten beschreiben kann: Sex, Tod, Untergang und Hunde.

Mit dem Chanson Klassiker ,Autumn Leaves' auf französisch wird das Album eröffnet, das einen schönen luftigen elektronischen Unterbau aufweist, durch Pop's Stimme aber sehr wohl Tiefe bekommt, auch wenn sein Französisch teilweise weh tut. Es folgen Trip Hop, Elektronik, Grunge, Softrock-Balladen, und eine absichtlich(?) dilettantisch dahergeschrumelter Blues-Skizze. Dass das alles trotz dieses Stilmix so glänzend funktioniert und rund rüberkommt, liegt an der Atmo die dieses Album, einerseits durch die Produktion und andererseits durch - nicht lachen - Pop's crooner-Fähigkeiten hat. Pop zeigt mit diesem Werk beeindruckend wie man in Würde altern kann und trotzdem noch topaktuell und sogar trendsetterisch sein kann; wenn nämlich z.Bsp. ,Nice To Be Dead' als Grungenummer daherkommt, dann klingt die keineswegs altbacken nach frühen 90ern, sondern zeigt wie man dieses Genre 2009 unpeinlich wiederbeleben könnte. Dass ,Party Time' dann ein bisserl gar arg von Kraftwerk's ,Model' entlehnt wurde, verschmerzt schon allein wegen des Überraschungseffekts den der song dadurch erzeugt, dass er eben von Pop kommt.

Es bleibt zu hoffen, dass dieser grösstenteils ruhige Pop, diesem Album ähnliche folgen lässt denn das wichtigste hier - und es wäre eigentlich fast Wurscht wie sie arrangiert sind - sind die wirklich guten songs hier drauf, und macht es zu seinem wahrscheinlich besten seit ,Brick By Brick'
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1-10 von 27 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 29.06.2009 10:10:59 GMT+02:00
Stephan Urban meint:
sag mal an v-lee, ist das soundmässig auch ok?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.06.2009 11:27:33 GMT+02:00
V-Lee meint:
ja, klanglich schwer ok und gut produziert; ich find' das album auch extrem bemerkenswert, weil er da bei einer mischung aus cohen und waits ankommt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.06.2009 12:07:07 GMT+02:00
Stephan Urban meint:
ok - gekauft...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.06.2009 12:43:21 GMT+02:00
guitar meint:
stephan, mal ehrlich: ist das wirklich soooo wichtig? wenn die musik drängt, ist mir der klang ziemlich nebensächlich. das ganze zeug aus den frühen sixties ist klanglich supermangelgaft und dennoch oder deshalb unschlagbar. oder tonight's the night - so ein wichtiges album - und klingt abartig übel.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.06.2009 13:48:37 GMT+02:00
Stephan Urban meint:
für mich ja - ich will gute musik + guten sound haben. es gibt viel, viel mehr gute musik als ich mir in meinem ganzen leben kaufen kann, also lege ich kriterien an, wobei dies eine davon ist. und: klar gibt's musik die ich haben muss und bei der mir der sound egal ist. aber musik, die ich nicht unbedingt haben muss, kaufe ich nicht, wenn sie mies klingt.

zudem: preislich ist über das große angebot gesehen kein unterschied zwischen einer billigen ramsch-produktion und einer audiophilen aufnahme, wo von der auswahl der kabel bis zum netzfilter im besten studio der beste toningenieur verwendet wird.
das gehört honoriert, also kaufe ich letzteres lieber. wieso soll ich den billigproduzenten, die sich null um den sound scheren, auch noch den höheren gewinn verschaffen?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.06.2009 13:53:03 GMT+02:00
guitar meint:
weil die wichtigkeit von musik meines erachtens völlig unabhängig von der auswahl der kabel ist. sie speist sich aus der auswahl der herzen, hirne und seelen.

ich habe gerade im lofi-bereich so unfassbar wunderbare musik gefunden. und noch was: ich weiß ja, dass du NICHT so bist, insofern kann ich den gedanken aussprechen, ohne dich zu beleidigen: dieses ganze audiophile krimskrams hat auch eine note von biedermeierlichkeit.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.06.2009 14:16:53 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 29.06.2009 14:18:15 GMT+02:00
V-Lee meint:
wenn ich mich kurz in euren diskurs einbringen darf. guitar, ich versteh' was du meinst und geb' dir recht, ich versteh' aber auch den stephan (ich bin ein großer versteher;-)), denn ich seh' das so: es gibt musik, bei der ein klarer audiophiler sound das hörvergnügen absolut steigern kann; gerade bei vielen sachen die stephan so hört, ist das so (bsp. die leonard cohen live gewinnt ungemein dazu wenn man sie auf seiner anlage mal gehört hat). auch van halen will ich mir nicht als soundgewäsch reinziehen, weil da sind halt die glasklaren und exakten gitarrenläufe von eddie ganz wichtig. 'tonight's the night' würde es aber eher schaden, wenn sie audiophil aufgenommen wäre, ebenso den alten stooges platten. bei den doors hast du selbst gesagt, dass die neuabmischungen ein echter gewinn waren; die krux ist für mich, das klangbild und die abmischung muß zur musik selbst passen, und die von dir angesprochenen lo-fi produktion beziehen ihre qualität ja auch unter anderem daraus, dass sie eben verwaschen und unsauber klingen; wenn man sowas hochpoliert geht die authentizität und der charme verloren.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.06.2009 14:24:49 GMT+02:00
guitar meint:
du bist der große versteher!

stimmt eh alles. mich interessiert halt der inhalt soviel mehr als die form. ich mein, ich hör ja die meiste musik auch im auto - was kümmert mich da audiophilie? vielleicht tu ich mir deshalb auch oft schwer mit progrock - weils mir wurscht ist, wieviele gitarrengirlanden im ungeraden takt der song zwischen minute 13 und 19 umgehängt bekommt. ich will den song!

zu den doors: da gings aber notabene um die ABMISCHUNG, also vor allem um das neu einbeziehen oder neu bewerten ganzer spuren.

aber ich sag ja nicht, dass ein guter sound die sache nicht noch verbessert. ich hab jetzt in london die beatles-remasteres und die alten überspielungen vergleichgehört - klar tut sich da viel. aber "strawberry fields forever" ist für mich ein großer song und erfreut mir die seele, egal, ob ich ihn über ein gschistigschasti-rack in einem musikzimmer höre oder über eine alte c90-kassette vom nebenhandtuch im freibad.

weil sonst könnt ich mich ja auch ins wohnzimmer setzen und den ganzen tag die wand anstarren und mich an der formschönheit meiner neuen blumentapete erfreuen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.06.2009 14:31:19 GMT+02:00
V-Lee meint:
aber schöner is' trotzdem 'strawberry fields' über eine gute anlage zu hören, oder? achja noch ein beispiel: die 60er jahre decca aufnahmen der stones. da hab' ich dann aufgrund der 96er remasters überhaupt erst mitgekriegt, dass bei den meisten songs eh ein bass dabei war, und bei so aufwendig arrangierten songs wie 'she's a rainbow' war die gemasterde version dann einfach noch eine spur schöner. und zu den beatles: die waren eh alle schon von haus aus saugut aufgenommen. ich erwart mir von den remasters da eigentlich gar nicht so viel, vielleicht ein wenig mehr masse, aber wann man da z.bsp. die bässe anhebt, macht das glaub' ich mehr hin, als es bringt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.06.2009 14:37:50 GMT+02:00
guitar meint:
ich find, bei den andrew-loog-oldham-produktionen ist nicht viel zu retten, klanglich. ja, aber es ist besser, stimmt schon. nur hatsd mir vorher auch nicht schlechter gefallen.
die frühen beatles find ich gar nicht gut aufgenommen, aber bitte.

sie arbeiten bei den remastered nur mi dem EQ, trotzdem klingen die instrumente viel separierter, obwohl die originalbänder nicht angerührt wurden.
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V-Lee
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