Kundenrezension

1 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das erste Soloalbum, 9. Juli 2006
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Rezension bezieht sich auf: Welcome to My Nightmare (Audio CD)
(1975) Was war man doch auf das neue Alice Cooper Album gespannt. Man wusste zwar, daß die alte Band sich aufgelöst hatte, mehr aber auch nicht. Die Medienwelt von damals war halt noch nicht ganz so perfekt wie heute. Es gab zwar 'Bravo? oder 'Pop,? aber die waren schon zu der Zeit mehr auf bunte Bilder oder Starschnitte eingestellt als auf 'echter? Information. Nur die 'Sounds? brachte mal einen richtig guten Artikel. (Suche ich heute noch!)

WELCOME TO MY NIGHTMARE war von Anfang an, sehr starker Konkurenz ausgesetzt. Im Jahr davor veröffendlichten Genesis ihr 'Lamb Lies Down On Broadway?. Die Eagles hatten ?75 ihren ersten Hit, Springsteen kam zum ersten mal mit 'Born To Run? in die Albumcharts und David Bowie präsentierte sich 'Live? und als 'Young American?. Led Zeppelin, Black Sabbath und auch Queen belegten vordere Plätze. Pink Floyd legten in diesem Jahr mit 'Wish You Were Here? neue Maßstäbe in Punkto Soundqualität, Komposition und Marktstrategie und im gleißendem Neonlicht von New Yorks Kellerwelt wartete schon die ?Neue Kraft? des Rock?n' Roll. Die nächste Generation, hier vertreten durch Pattie Smith?s Debut: ?Horses? oder einem, damals noch recht unbekannten jungen Schwarzen aus Jamaika, den die Welt heute als Bob Marley kennt.

Schon am Cover konnte man sehen das man in der Chefetage der Plattenfirma vorsichtiger geworden war. Das ?gefloppte? MUSCLE OF LOVE-Album ließ das Budget für den frisch gebackenen Solokünstler deutlich geringer ausfallen. Und so kam die Platte in einem einfachen Cover mit bedruckter Innerhülle auf den europäischen Markt.

Zur Besetzung: Allen voran Dick Wagner und Steve Hunter. Das Duo kannte man schon von den zwei Lou Reed Livealben (Rock?n Roll Animal u. Lou Peed Live) und das ließ auf spektakuläre Gitarrenarbeit hoffen. Gaststars, unter anderem auch die Hollywood-Legende Vincent Price.

Produziert hatte wieder mal Bob Ezrin.

Die Platte beginnt gleich mit dem Titelstück. Ein Ticket für eine Reise in Mr. Cooper?s Unterbewußtsein (schauder).

Das nachfolgende 'Devils Food? ist auch heutzutage noch in fast jeder Cooper-Show

zu finden. Mit einem wirklich gruseligen Monolog, gesprochen von Vincent Price, beginnt dann 'Black Widow?. Ein echter Cooperklassiker. Wer das Gitarrenduell von Wagner und Hunter mal live erleben durfte, der weiß, was man unter Rocktheater zu verstehen hat. Beeindruckend.

Mit Fingerschnippen und fetten Bläsersätzen entführt man uns bei 'Some Folks? in Alice sein ureigenes Alptraumkasino und die Gitarren spielen um den höchsten Einsatz; wehe ein falscher Ton und sie brennen in der Hölle. (natürlich passiert dies nicht).

'Only Woman Bleed? ist dann der heimliche Hit. Die Gitarren im Intro sind einfach super. Da kann man dem Sänger zu seinen neu eingekauften Saitenhelden nur gratulieren und auch Cooper fährt hier zur Höchsform auf. Die Stimme und das Szenario sind absolut perfekt. Hier stimmt alles. Ein Klassiker dieser Song.

Das folgende 'Department Of Youth? ist pures Chartfutter, aber ganz lustig ("...and who give it to you? Donny Osmond! WHAT?")

'Cold Ethyl? kommt dann als typischer Alice Cooper Rocksong daher. Könnte so auch auf der BILLION DOLLAR BABIES sein.

Nun kommen wir zum düsteren Teil der Platte. Der eigentliche Nightmare wird von dem spukhaften 'Years Ago? eingeleitet. Eine kuriose Zirkusmusik weckt dann den kleinen 'Steven?. Irgendwie sehr ?schräg? das Ganze.

Leider, muß man sagen, fällt das Album hier etwas ab. Zwar sind immer mal wieder interessante Passagen und auch echt geniale Gesangseinsätze zu vernehmen aber über weite Strecken, übertreibt es der Produzent doch etwas mit den Bläser -, Geigen- und Keyboardwänden. Weniger ist manchmal mehr.

Nachdem schon etwas sehr ruhigen 'The Awakining?, bei dem man auch schon mal einschlafen könnte, kommt mit 'Escape? nochmal ein Rocker. Alice?s Gesang erinnert bei diesem letzten Track sehr an eines seiner Vorbilder; nähmlich an die alte Stoneslippe Jagger.

Tja, irgendwie nicht schlecht, aber man hatte doch mehr erwartet.

Auch die gewohnten Shockeffekte waren irgendwie ?entschärft? worden.

Natürlich wußte Mr. Furnier, der sich damals schon offiziel 'Cooper? in seinen Pass schreiben durfte, noch zu schockieren. Aber doch in einem etwas anderen Rahmen. Es war halt alles nur ein Traum. Ein Alptraum zwar, aber doch nicht anderes als nur ein Traum.

ALICE COOPER light.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 26.02.2012 23:46:27 GMT+01:00
Klaus Beni meint:
Alice Cooper Light?Ein Cooper Fachmann sind sie jedenfalls nicht!l g
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