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Kundenrezension

56 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der König ist zurück!, 5. Januar 2011
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Donkey Kong: Country Returns (Videospiel)
Lange war es nahezu gänzlich still um den Herrscher der Kong-Insel, nur wenige Gastauftritte in diversen Mario-Spielen bewahrten ihn davor, völlig in der Versenkung zu verschwinden. Die Retro-Studios wurden nun von Nintendo erwählt, um dem Bananen liebenden Gorilla eine Rettungsliane zuzuwerfen und ihn in ein neues Abenteuer zu hiefen. Herausgekommen ist hierbei Donkey Kong Country Returns, das seinen Titel auch voll verdient hat.

Story
Okay, an der Story hat sich im Vergleich zum Ur-DKC von '94 nicht viel geändert: Donkey Kongs Bananenvorrat wurde geplündert, woraufhin er mit seinem kleinen Freund Diddy loszieht, um selbige zurückzuholen. Einziger Unterschied: nicht die krokodilartigen Kremlings, sondern die mysteriösen Tikis sind für den Raub verantwortlich. Manchen wird das zunächst sauer aufstoßen lassen. Donkey Kong ohne K.Rool und seine Schergen? Auch ich war erst wenig erfreut, die Gegner sind jedoch immer noch zahlreich, bunt, lustig und haben alle so ihre kleinen Tricks und Besonderheiten, um dem Affenduo das Leben schwer zu machen. Mir hat das Fehlen der Krokos nach 2 Leveln nichts mehr ausgemacht.

Gameplay
Das Gameplay ist nun an sich wie anno dazumal. Man steuert Donkey und Diddy durch zweidimensionale Level, in denen allerlei Bananen und weitere Gegenstände darauf warten, eingesammelt zu werden. Dazu zählen zum einen die bekannten KONG-Buchstaben, zum anderen sind nun (anstelle von Krem- oder Bonusmünzen) Puzzleteile hinzugekommen. Vor allem letztere sind z.T. ziemlich gut versteckt, gegen Bezahlung hilft der Papagei Sqwaks dem geneigten Schatzsucher jedoch durch lautes Krächzen, wenn man sich einem Teil nährt.

Damit kommen wir zu den tierischen Helfern, die in diesem Teil leider auf den genannten Papagei in seiner genannten Funktion (als Einblendung am Bildschirmrand) und Rambi, das Rhinozeros beschränkt sind. Rambi kann man wie damals schon zum Glück reiten und mit ihm Gegner und Hindernisse aus dem Weg räumen, die vorher eine zu große Herausforderung gewesen wären. Die Grauhaut ist leider nur äußerst selten im Spiel anzutreffen, dafür freut man sich jedes Mal umso mehr, wenn man denn die Hilfe des Nashorns in Anspruch nehmen darf.

Donkey und Diddy selbst haben nun auch einige Neuerungen zu bieten. Donkey beherrscht neben seiner Rolle und seinem Trommelangriff, dem diesmal eine große Bedeutung im finden von Geheimgängen und dem Besiegen von Gegnern zukommt, nun auch die Fähigkeit, in geduckter Haltung zu pusten, wodurch vornehmlich kleine Rätsel gelöst oder geheime Gegenstände aufgedeckt werden.
Auch Diddy kann pusten, seine größte Neuerung ist jedoch der aus DK64 bekannte Raketenrucksack, der es ihm nun erlaubt, eine Weile durch die Luft zu fliegen, ähnlich wie schon seine Freundin Dixie in DKC2. Ferner kann Diddy auch seine Pistolen benutzen, um die Gegner mit Erdnüssen zu besiegen, oder zumindest zu betäuben.

Diddy kann aber auch auf Donkeys Rücken klettern, um sich tragen zu lassen und die Gegner von dort aus aufs Korn zu nehmen. Donkey profitiert hierbei von Diddys Raketenpack, da er nun ebenfalls weite Sprünge machen kann. Außerdem vereinen sich die Lebensanzeigen der beiden Primaten, und hier liegt eine weitere Neuerung: Donkey und Diddy haben je 2 Herzen zur Verfügung, die man innerhalb der Level durch den Fund von Extraherzen auch wieder erneuern kann, sollte man getroffen worden sein. Solange Diddy auf Donkey sitzt, werden ihm stets zuerst die Herzen abgezogen.

Abseits der eigentlichen Level bietet diesmal nur Cranky Kong seine Hilfe an. Der grummelige Ur-DK hat wie immer ein loses Mundwerk (obwohl seine Sprüche dieses Mal bei weitem nicht die Qualität von damals erreichen), diesmal betreibt er jedoch kein Museum, sondern einen Laden, in dem man unter anderem Extraleben, Unverwundbarkeitstränke oder Sqwaks kaufen kann. Außerdem gibt es in jeder Welt einen Schlüssel zu ersteigern, der den Weg zu einem weiteren Level öffnet.
Die Welten bieten hierbei alle rund 7-8 Level, wodurch man bei 8 Welten auf eine mehr als ordentliche Anzahl kommt.

Nun kommt ein Punkt, an dem sich die Geister wohl scheiden werden. Die meisten Spiele sind heutzutage recht simpel, geübte Spieler durchschauen schnell die Abläufe auf dem Bildschirm und sind vielleicht ab und an leicht herausgefordert, aber nie wirklich in der Gefahr, dass das Spiel aufhört und man den Game Over Bildschirm sieht. Bei DKC ist das anders. Versucht man nicht, sich alle Puzzleteile etc. zu holen, sind die ersten Level überwiegend noch recht simpel. Trotzdem haben auch diese bereits ihre Tücken, und ob man nun allein oder zu zweit spielt: selbst Kenner der Klassiker und absolute Vielspieler werden nicht umhinkommen zu sterben. Spätere Abschnitte sind zum großen Teil Bockschwer und erfordern nicht nur die Beherrschung der Steuerung, sondern auch gehobenes Können im Bereich Plattforming. Man kann das Level zwar vom Spiel selbst durchspielen lassen, aber das ist natürlich nicht der Sinn eines Spiels.

Viele werden das Spiel wohl frustriert in die Ecke schmeißen, für mich war der Schwierigkeitsgrad grade richtig. Schon lange habe ich es nicht mehr erlebt, dass mich ein Spiel so oft sterben und fast verzweifeln lässt, ohne mich aber so sehr zu frustrieren, dass ich aus schalte, mich im Gegenteil immer weiter motiviert, es noch ein Mal zu versuchen. Hier kommt es sicherlich auf den einzelnen Spieler an, aber wie gesagt, für mich war es an keiner Stelle wirklich zu schwer, nur manchmal äußerst knifflig.

Technik
Grafisch präsentiert sich DKCR in einem wunderschönen Comiclook, der zu Donkey Kong passt wie die Faust aufs Auge. Alles ist hell, einladend und detailreich, die Animationen sind flüssig...hier gibt es nichts auszusetzen.

Auch der Soundtrack weiß zu überzeugen. Die meisten Stücke sind Neuauflagen von Tracks aus Donkey Kong Country 1-3, vor allem aus Teil 1 wurde hierbei geschöpft. Gleichzeitig bietet das Spiel auch einige neue Lieder, die ebenfalls schön anzuhören sind, wenngleich sie nicht ganz an die Stücke von damals heranreichen.

Steuern lässt sich das Spiel entweder nur mit der Wii-Remote, oder zusätzlich mit dem Nunchuckaufsatz. Hierbei habe ich letztere Variante nur kurz ausprobiert, die Variante ohne Nunchuck schien mir präziser und ging mir persönlich leichter von der Hand. Einzig etwas störend sind an und wann die Schütteleinlagen. Meistens kein Problem, können sie doch grade dann, wenn man äußerst schnell etwas anpusten oder auf den Boden trommeln muss, doch zu einem Krampf werden. Meistens gibt es jedoch keine Probleme.

Fazit
Donkey Kong Country Returns ist wohl eines der schwersten Spiele des Jahres 2010. Nintendo wollte den Affen wieder etablieren, hat das Casual-Publikum angesprochen, den Retro Studios war das aber scheinbar völlig egal, denn ohne den integrierten Super-Assistenten werden die meisten Gelegenheitsspieler wohl niemals das Ende erreichen, wohingegen geübte Spieler hier mal wieder ein Spiel kriegen, an dem sie sich die Zähne ausbeißen können, und das mit Genuss.
DKCR steckt von vorne bis hinten voll mit Nostalgie, ohne dabei eine gute Ladung frischer Ideen vermissen zu lassen, und bietet abseits des simplen Leveldurchlaufens noch zahlreiche Nebenmissionen, und eine setzt den Schwierigkeitsgrad hierbei nochmal höher an als die nächste.
Trotzdem weiß das Spiel zu motivieren, und ich hoffe, dass Nintendo motiviert ist, ein Donkey Kong Country Returns 2 zu schaffen. Gerne auch wieder von den retro Studios!
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Kommentare


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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 09.01.2011 18:38:29 GMT+01:00
Sunrise meint:
Hervorragende Rezension! Vielen dank dafür!

Veröffentlicht am 10.02.2011 22:42:50 GMT+01:00
Schöne Rezension, aber eines ist falsch: Die Remixes von alten Songs sind nicht vorallem aus dem ersten Teil, sondern ausschließlich (anderen Stücke sind ganz neu). Das liegt daran, da es sehr wahrscheinlich ist, daass ein Nachfolger rauskommen wird, der dann auch Themen und Songs des zweiten Teils enthalten wird. :-)

Veröffentlicht am 17.02.2011 16:47:51 GMT+01:00
greenwhite meint:
Ein Traum ! super übersichtlich !

Danke dafür !

Veröffentlicht am 18.02.2011 03:51:02 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.02.2011 03:51:33 GMT+01:00
Sehr gute Rezension!
Ich habe die Hauptstory nun zum dritten Mal gespielt (diesmal mit der sofortigen Ambition, die Kong Buchstaben zu sammeln, was ich zuvor nicht gemacht habe), nachdem ich das Spiel gemeinsam mit Freunden komplett durchgeschafft habe. Es ist wirklich schwer, aber ich merke, wie schnell man es zu beherrschen lernt. Wo ich anfangs noch mehrmals Game Over war und kaum Münzen hatte, stehe ich nun gerade bei über 95 % und habe noch rund 40 Leben und ca. 600 Bananenmünzen. Also für alle, die sich beschweren: Übung macht den Meister.
Auch beim dritten Mal macht Donkey Kong Country Returns noch großen Spaß und ich hoffe doch sehr, dass es einen zweiten Teil davon geben wird.
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