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Kundenrezension

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weltklasse!, 18. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Borderlands 2 - Game of the Year Edition - [PC] (Computerspiel)
Während eines Steam-Sales war wieder einmal Borderlands 2 im Angebot und ich habe mir gedacht "Kauf's dir doch mal". Und ich muss sagen es hat sich gelohnt.
Ich habe mir das Game zusammen mit 3 Freunden im 4-Pack geholt (im Steam-Sale für 40€) und zusätzlich noch den Season Pass. Nun aber zum Review:

Die Story:

Die Story rund um Hyperion, ein Waffenfabrikant der den gesamten Planeten Pandora mehr oder weniger annektiert hat, ist im Prinzip eine 08/15 Story die man im Prinzip, so oder so ähnlich, in 8 von 10 Shootern wiederfindet.
Ein Großunternehmen/Eine Terrorzelle/Ein Staat hat einen Planeten/eine Stadt/ein Land unterjocht und man selbst spielt den Held, der mehr oder weniger freiwillig in die ganze Sache hineingerutscht ist.
Eine Sache macht Borderlands 2 hier aber anders als all die anderen Shooter am Gaming-Himmel:
Es unterhält einen.
Und zwar nicht für 6-8 Stunden wie ein neues Call of Duty im Singleplayer oder gar nur 3-4 Stunden wie ein Battlefield oder ein Medal of Honor (ich spreche hier bei allen genannten Spielen nur vom Singleplayer) sondern für mindesten 60 Stunden!
Die Story ist dermaßen interessant erzählt, dass man einfach nicht aufhören kann Pandora zu viert oder sogar nur alleine zu durchkämmen auf der Suche nach immer besseren Waffen, Loot oder der Person, die einem die Geschichte weiter erzählt.
Borderlands 2 nimmt sich nicht ernst.
Dies ist allerdings nicht negativ zu bewerten, weil dadurch die Story dermaßen mit Humor angereichert wird, dass man, sollte man mit mehreren spielen, nicht selten in Lachen ausbricht nachdem eine Figur mal wieder etwas total Bescheuertes gesagt hat.

Neben der gut erzählten Story, die nebenbei bemerkt einen der coolsten Antagonisten vorzuweisen hat, denen ich bisher begegnet bin (und ja, ich habe Far Cry 3 gespielt und ich liebe Vaas genauso wie ihr ;) ), gibt es auch noch zahlreiche Nebenmissionen, die allesamt auf dem gleichen Niveau der Hauptquest sind, entsprechend kürzer versteht sich.
!!!Spoiler!!!
Relativ am Anfang des Spiels z.B. begegnet man einem Dr., den man bereits aus dem ersten Teil kennt. Dieser bittet einen man solle doch bitte mal zu einer Höhle in den Wastelands fahren und nachsehen woher seine ganzen Patienten die Verletzungen von dort bekommen.
So weit, so normal.
Ist man nun bei der Höhle angekommen und hat man sich durch Banditen bis zum letzten Boss gekämpft und diesen in die Knie gezwungen, hält man die Waffe in den Händen, die die gesuchten Verletzungen hervorruft.
Der Dr. meldet sich per Com-Link und schlägt uns vor wir sollten diese Waffe doch direkt an den, hier überallherumlaufenden, Banditen ausprobieren.
Selbstverständlich nur, damit der Doktor die Art der Verletzungen genauestens studieren kann...
!!!Spoiler Ende!!!
Diese und mehr Nebenmissionen darf man erledigen und wird so bestens unterhalten.

Die technischen Details:

Borderlands 2 wird komplett in einem Comic-artigen Cell-Shading Look präsentiert und sieht durch seinen eigenen Stil, der einfach perfekt in das Setting passt wunderbar aus.
Das verändern der Einstellungen ist jedoch nur im Spieleigenen Launcher zu erledigen. Dieser öffnet sich sobald das Spiel gestartet wird.
Die Einstellmöglichkeiten:
Die Grafikeinstellung sind umfassend genug, um sein System perfekt zu belasten. Zusätzlich zu den Standard-Einstellung zu Texturqualität, Shading oder Anti-Aliasing ist auch eine Funktion vorhanden um Framedrops zu vermeiden. Dort kann man zwischen „Normal“, „Fest“ und „Smooth“ wählen. Im „Fest“ Modus werden die FPS dauerhaft auf einer Zahl gehalten, das heißt es gibt zwar keine Framedrops, aber das Spiel läuft auch nicht mit maximaler Geschwindigkeit. Der Modus „Smooth“ dagegen sorgt dafür, dass die FPS nicht ruckartig sinken und sorgt dafür, dass man von den rucklern selten bis nie etwas mitbekommt. Solltet ihr beispielsweise einen Monitor mit 60 Hz haben schaltet die Smooth-Funktion direkt auf 40 bzw. 30 Hz, damit die bildwiederholungrate mit den gerenderten Bildern übereinstimmt.
Die Soundeinstellungen fallen dagegen etwas mager aus.

Das Balancing:

Bevor man das Spiel beginnt muss man sich einen Charakter erstellen (es können beliebig viel Chars erstellt werden). Diesen wählt man aus einer der vier Klassen die zur Verfügung stehen:
Assassin, Sirene, Gunzerker, Commando
Jede dieser Klassen hat einen eigenen Skill-Tree und eigene Klassenfähigkeiten. Während der Assassin sich kurzzeitig unsichtbar machen kann und der Commando eine mobiles Geschütz aufstellen kann, greift der Gunzerker bei Bedarf einfach zu zwei Knarren gleichzeitig und die Sirene nimmt die Feinde die ihr nicht passen kurzerhand in einer Parallelwelt gefangen und entzieht ihnen die Lebenskraft.
Durch die drei Skill-Trees können die Klassen individuell angepasst werden. Der Assassind beispielsweise kann sich aussuchen, ob er lieben mehr Schaden pro Kopftreffer austeilt und einen Schadens- sowie Munitionsbonus für Scharfschützengewehre bekommt, oder ob er doch lieber 600% Nahkampfschaden machen möchte.
Zusätzlich zu den Charakter Fähigkeiten gibt es selbstverständlich auch noch Waffen. Eine Menge sogar. Geschätzt ca. 17,5 Millionen.
Nein das ist nicht etwa übertrieben, sondern der Spielengine zuzuschreiben. Diese hat nämlich keine Waffen implementiert, sondern generiert diese einfach per Zufall. Ob Schrotflinte, Sniper, Pistole, Maschinengewehr oder Raketenwerfer. Alle Waffen werden aus 7 Einzelteilen zufallsgeneriert zusammengesetzt und nach den verwendeten Teilen richtet sich auch der Waffe.
Dieses Konzept macht einen Spiele regelecht sammelsüchtig, denn alle Waffen sind so designed, dass man aus Reflex denkt: „Wow, das Ding muss krass sein! Ich muss es einfach mitnehmen.“
Das führt allerdings dazu, dass das zu Beginn 16 Plätze großes Inventar recht bald aus allen Nähten platzt. Wie gut, dass es Eridium gibt, eins der Wertvollsten Mineralien im Borderlands Universum.
Wenn es doch nur nicht so schwer zu bekommen wäre…
Also gut, dann eben noch kurz in der Höhle gucken ob da welches rumliegt, Oh! Eine Waffe! Ich muss doch noch irgendwo Platz haben…!

Die DLCs:

Der Season Pass beinhaltet nicht wie zu vermuten ALLE DLCs von Borderlands 2, sondern lediglich die 5 großen Story DLC und die „Ultimate Voult Hunter Packs“. Zusätzlich gibt es noch einige Skin DLCs und ein paar Bonus DLCs wie z.B. eins zu Halloween.
Die DLCs behalten den Humor des Hauptspiels bei und erlauben sich nicht eine Minute langweilig zu werden. Zu jedem DLC gehören ca 4-5 neue Level, die nach absolvieren der Story weiterhin zur Verfügung stehen. Von den DLCs sind vor allen Dingen: „Tiny Tinas Assault on the dragon Kept“ was einfach eine grandios erzählte Geschichte und einen Top Soundtrack hat und „Mr. Torgue's Campaign of Carnage“ welches einfach abnormal bekloppt ist :D, zu nennen.
Abgesehen von den anderen DLCs gibt es noch zwei weitere Charakterklassen, die per DLCs erworben werden können. Der „Mechromanter“ und der „Psycho“.

Das Fazit:

Einige Dinge muss ich jedoch dem Spiel noch vorwerfen:
Zum einen ist die riesige Spielwelt nicht komplett frei. Es gibt nicht erklimmbare Wände oder Grenzen bei denen man nach übertritt von Geschütztürmen zerrissen wird.
Zum anderen gibt es kein freies Speichern, was für ein Open-World Game oder RPG oder was weiß ich, eigentlich ein No-Go ist. Zum Glück sind die einzelnen Regionen der Karte so aufgeteilt, dass man den Level recht schnell wechseln kann. Neben dem Levelwechsel verfügen selbstverständlich auch Story- oder Nebenmissionen über eigene Save-Points.

Insgesamt kann ich für Borderlands 2 eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Das Spiel unterhält auf einen langen Zeitraum bestens und sorg sogar für Lacher, was bei einem USK 18 Titel nicht der Norm entspricht.
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