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Rezension bezieht sich auf: Kriegstagebuch: Mit Briefen von Jack Hamesh an Ingeborg Bachmann (Gebundene Ausgabe)
In der vorliegenden Ausgabe umfasst der Text des Kriegstagebuchs nur rund 17 Seiten. Es geht darin einerseits um die Zeit vom Spätsommer 1944 bis zum Kriegsende im Mai 1945, die die Autorin in Kärnten in einer totalen Naziumgebung miterleben musste; andererseits um wenige Tage im Juni 1945, in denen Ingeborg Bachmann den britischen Soldaten Jack Hamesh kennen-(und lieben)lernte.An das Kriegstagebuch schließen 11 Briefe von Jack Hamesh an Ingeborg Bachmann an (geschrieben zwischen Ostern 1946 und Juli 1947). Danach brach der Briefverkehr offensichtlich ab. Diesen Jack Hamesh umgibt ein Geheimnis: Er konnte 1939 als 18-Jähriger(!) mit einem Kindertransport aus Wien nach Großbritannien flüchten und taucht 1945 als britischer Soldat in Kärnten auf. Im Sommer 1946 wandert er nach Palästina aus; ab Sommer 1947 verliert sich seine Spur - bis heute (trotz vieler Recherchen). Das kluge und auch für Nichtfachleute verständliche Nachwort des Salzburger Germanisten Hans Höller trägt sehr viel zum Verständnis dieses Bachmannschen Werkes bei. Der Leser erfährt hier u.a., wie wichtig dieser Text (bzw. die Erlebnisse) der Autorin für ihr weiteres Schaffen waren: 2 junge Menschen treffen sich knapp nach Kriegsende. Da ist einerseits die junge Ingeborg Bachmann, in deren - auch familiärem - Umfeld es immer noch nur so von Nazis wimmelt - und auf der anderen Seite der elternlose - die Eltern wurden offensichtlich im KZ ermordet - junge britische Soldat, der bis zu seinem 18. Lebensjahr in Österreich lebte. Das Ergebnis ist ein spannender Text mit den entsprechenden Umfeldinformationen. Wirklich eine Leseentdeckung! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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EUR 15,80
Rezensentin / Rezensent
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