Kundenrezension

55 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Einseitige Informationen zu Hauf, 2. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Klimawandel: Diagnose, Prognose, Therapie (Taschenbuch)
Um es vorwegzunehmen: Mit dem sachlichen, hochinformativen Buch von Mojib Latif zum gleichen Thema (Fischer-Verlag) ist man wesentlich besser bedient. Ursachen des Klimawandels und die wissenschaftlichen Grundlagen dazu behandlen die Autoren Rahmstorf/Schellnhuber knapp, aber kompetent und sehr verständlich auf den ersten etwa 50 Seiten. Danach gerät das Buch ins Trudeln. Bei den "Folgen des Klimawandels" werden einem durchweg schlimmere Einschätzungen präsentiert als im offiziellen IPCC-Bericht. Z.B. steht im IPCC-Bericht, mit einem Abreißen des Golfstromes sei definitiv nicht zu rechnen; Rahmstorf/Schellnhuber hingegen warnen vor dieser Gefahr. Rahmstorf/Schellnhuber warnen auch vor der Ausbreitung von Malaria durch den Klimawandel, im IPCC-Bericht heißt es jedoch, dass sich neue Ausbreitung und Rückgang anderswo die Waage halten werden. Nachdem die Autoren nicht ganz zuverlässig die Folgen des Klimawandels abgehandelt haben, kommen sie zu den Gegenmaßnahmen. Dies ist der Hauptteil des Buches. Hier weichen die Autoren nun in umgekehrter Richtung vom IPCC-Bericht ab, indem sie explizit feststellen, dass stringente CO2-Vermeidungsmaßnahmen 10-mal so billig sind, wie vom IPCC behauptet. Ich kann nicht einschätzen, ob die von ihnen dafür ins Feld geführte wirtschaftswissenschaftliche Berechnung verlässlich ist; ich weiß aber auch nicht, ob sie es können. Bei ihren Vorschlägen, wie dies im einzelnen zu erreichen sei, scheint es sich um bloße Meinungsäußerungen zu handeln. Zum Beispiel werben sie dafür, einen Großteil des CO2 durch Speicherung des Kohlendioxids in der ERde zu vermeiden; bei Mojib Latif und anderen liest man, dass gerade diese Maßnahme ungeeignet sei -- wem soll man nun glauben? Experten für Energiewesen sind diese Autoren alle nicht. Es fehlt in diesem Hauptteil gänzlich eine tiefere Diskussion oder Kosten-Nutzen-Analysen der Maßnahmen. Kurz, ich finde das Buch als zusätzliche Meinungsäußerung interessant, aber als Information für völlige Laien auf dem Gebiet Klimawandel nur auf den ersten knapp 50 Seiten geeignet. Damit ist es in der Beck-Reihe nicht gut platziert.
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 01.03.2009 13:05:46 GMT+01:00
Dirk Spieker meint:
Tut mir zwar leid, aber wenn ich das schon lese: "Es fehlt in diesem Hauptteil gänzlich eine tierere Diskussion oder Kosten-Nutzen-Analysen der Maßnahmen." Kosten-Nutzen-Analyse!!! Ja hallo, was muss denn noch geschehen, damit eine Besinnung auf den Erhalt de menschlichen Rasse einsetzen kann???
Was wollen wir denn? Wollen wir Leben oder mal wieder wirtschaftlichkeits Aspeketen den Vorrang geben? Das kann doch nicht sein, das man Informationen nicht mehr nur noch nach ihrer Aussage bewertet, sondern hinterfragt, was kostet mich denn diese Aussage! Unglaublich. Die Welt trudelt und geht einen Weg, den niemand gut heissen kann und dann rücken wieder wirtschaftliche Gründe in den Vordergrund. Wenn wir so weitermachen wie bisher, dann gibt es keine Wirtschaftlichkeit und Kosten-Nutzen-Analyse mehr!

Veröffentlicht am 23.05.2009 19:17:13 GMT+02:00
Isidor meint:
Der Rezensent beklagt, den Autoren sei ein "dicker Fehler" unterlaufen: die Schätzung der WHO zur Zahl zusätzlicher Toter aufgrund des Klimawandels sei im Buch mit 150000 jährlich falsch
wiedergegeben. Den Webseiten der WHO sei zu entnehmen, daß sich die Zahl 150000 auf einen 30-Jahres-Zeitraum beziehe.

Die Behauptung des Rezensenten hält einer einfachen Überprüfung nicht stand. Auf

http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs266/en/index.html

findet sich der Absatz

"Measurement of health effects from climate change can only be very approximate. Nevertheless, a WHO quantitative assessment, taking into account only a subset of the possible health impacts, concluded that the effects of the climate change that has occurred since the mid-1970s may have caused over 150 000 deaths in 2000. It also concluded that these impacts are likely to increase in the future."

Dies kann man mit etwas Anstrengung noch im Sinne des Rezensenten mißverstehen. Aber in der WHO-Schrift "Protecting health from climate change - World Health Day 2008", zu finden als "Issues paper - full" auf

http://www.who.int/world-health-day/previous/2008/en/index.html

heißt es auf Seite 19 ganz unmißverständlich:

"A WHO assessment of the burden of disease caused by climate change suggested that the modest warming that has occurred since the 1970s was already causing over 150 000 excess deaths annually by the year 2000."

Der Rezensent hat folglich unrecht. Bezieht er den Titel der Rezension "Unzuverlässige, einseitige Informationen zu Hauf" etwa auf seine eigenen Ausführungen?

Veröffentlicht am 08.10.2009 21:43:56 GMT+02:00
Lieber Leser Isidor; danke für die Kritik betreffs der WHO-Quelle, Sie haben Recht und ich habe die entsprechenden Sätze gestrichen. Ich hoffe, dass die Änderung bei Amazon auch ankommt. An Dirk Spieker: Ich meinte mit Kosten-Nutzen Analyse die Abwägung, wie effizient verschiedene Maßnahmen geeignet sind, den erwünschten Nutzen für die Menschheit zu erbringen. Z.B. kostet die staatliche Förderung zum Dämmen von Häusern sehr viel, nützt aber gar nichts, wenn die gesparten Heizkosten von den Bewohnern in eine Flugreise gesteckt werden oder wenn das KfW-geförderte neue 140 qm Haus eine 60-qm-Wohnung ersetzt. Und mit Investitionen in die Wasserversorgung können pro eingesetzten Euro wesentlich mehr an Durchfall sterbende Menschen gerettet werden als mit dem Verbot von Glühbirnen (zu einer Zeit, in der gleichzeitig stromfressende riesige Flachbildfernseher reißenden Absatz finden). Ich hoffe mal, dass ich aus Ihrem entsetzten "Ja hallo" schließen darf, dass Sie wie ich zu den Wenigen gehören, die tatsächlich ihr persönliches Verhalten auf CO2-Sparen ausgerichtet haben. Ich bin immer sehr erstaunt über Leute, die laut vor der Klimakatastrophe warnen und sich dann in den Flieger Richtung Karibik setzen. Und nicht dass meine Bemerkung oben über das Glühbirnenverbot missverstanden wird: Ich habe ich schon seit zehn Jahren nur die scheußlichen Sparfunzeln in der Wohnung. Sie wahrscheinlich auch, aber ich erlebe wirklich immer wieder, dass Menschen, die sich wegen Klimawandel aufregen, nicht verstehen, dass sie es selbst sind, die direkt oder indirekt das ganze Zeug in die Luft blasen. Nicht heizen kann man in Dtld. nicht, aber auf Fernreisen, Auto oder Geschirrspüler verzichten geht sehr wohl, wenn es einem wirklich wichtig ist.

Veröffentlicht am 28.05.2012 00:34:40 GMT+02:00
Nico Pufahl meint:
Noch zu bedenken wäre natürlich auch, dass Prof. Rahmstorf einer der Autoren des IPCC-Berichtes ist.

Veröffentlicht am 26.01.2013 13:31:09 GMT+01:00
Mit dem Buch lässt sich der gesamte Klimablödsinn in der Öffentlichkeit von Schellnhuber und Rahmstorf entlarven.
Alleine schon durch die Seite 37 im Buch, wo eine Grafik gezeigt wird, wo an der rechten Seite die globale Mitteltemperatur von 14,5°C ausgewiesen wird. Parallel wird in "Der Klimawandel" auf Seite 31 im Buch der "natürliche Treibhauseffekt" beschrieben, der eine globale Mitteltemperatur von 15°C bewirkt. Wenn man Schellnhuber und Rahmstorf fragt, wo denn dann eigentlich die angeblich so gefährliche globale Erwärmung ist, dann bekommt man von beiden angeblichen Klimaforschern keine Antwort. In diesem Zusammenhang muss auch erwähnt werden, dass die Seite 20 der Bundestagsdrucksache 12/2400 vom 31.03.1992 eine globale Mitteltemperatur für das Jahr 1990 von 15,5°C (!) ausgewiesen hatte. Also heutzutage (2010) existiert mit 14,5°C eine um 1°C geringere globale Mitteltemperatur als im Jahr 1990, wo man 15,5°C ausgewiesen hatte. Trotzdem reden Schellhuber und Rahmstorf von einer angeblich gefährlichen globalen Erwärmung. Die beiden wissen gar nicht, wovon die reden. Das beweist "sehr schön" deren Buch.
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