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Kundenrezension

28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen An sich gut, doch es fehlt an Programmfortschritt und Kundenfreundlichkeit des Herstellers, 28. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Adobe Photoshop Elements 11 (DVD-ROM)
Im Grunde bietet PSE 11 alles, was man als Amateurfotograf so braucht.

Sieht man einmal von der fehlenden Unterstützung für die Druckvorstufe (z. B. für das Farbmodell CYMK), für Dateien mit 16 Bit Farbtiefe und für eine Automatisierung der Bearbeitung mittels selbst erstellter Skripte ab, die eher für (semi)professionelle Anwender interessant sind, dann ist PSE nach wie vor eine Empfehlung wert. Kaum ein Bearbeitungswunsch bleibt unerfüllt, viele Assistenten erleichtern gerade Einsteigern, die wohl Adobes hauptsächliche Zielgruppe für die Software darstellen, das Leben erheblich. Die zur Bildbearbeitung verfügbaren Werkzeuge sind nicht nur zahlreich, sondern funktionieren auch mit der Photoshop-eigenen professionellen Präzision und lassen sich zudem sinnvoll an die individuellen Bedürfnisse anpassen.

Und was PSE 11 von Hause nicht mitbringt, lässt sich oftmals mit Hilfe frei oder kommerziell erhältlicher Plugins nachrüsten. Als besonders hilfreich hat sich in meiner Praxis die kommerzielle Erweiterung "Elements+" erwiesen, die PSE um Gradationskurven, Ebenenmasken, Pfade u. v. m. ergänzt.

Außerdem ist die Anwendung halbwegs flott und gerät auch bei größeren Dateien (TIFF mit mehreren Ebenen bis 180 MB getestet) nicht aus dem Gleichgewicht. Von einigen kleineren Mäkeleien abgesehen also eine runde Sache, wenn man den Blick auf PSE 11 als eigenständiges Programm richtet. Dazu kommt noch, dass auch PSD-Dateien aus dem "großen Bruder" Photoshop CS geöffnet werden können, der Datenaustausch selbst "mit den Profis" also gegeben ist.

Doch es bleibt aus der Sicht eines langjährigen Anwenders immer mehr ein Gefühl von Bitterkeit. Zum einen ist die Anwendung als Update nicht nennenswert preiswerter als eine neue Vollversion. Hier wird Kundentreue kaum belohnt. Zum anderen frage ich mich eigentlich schon seit der Version 7, wo eigentlich die Fortschritte sind, die einen Neukauf, sei es Update oder Vollversion überhaupt noch rechtfertigen. Vergleicht man die Funktionen, die bereits in PSE 7 an Bord waren mit denen, die es in PSE 11 gibt, so wird man eigentlich nichts finden, was einen Updatepreis von mehr als 70 Euro rechtfertigen könnte.

Es gibt jedoch leider einen Grund zum (Zwangs)update, und der ist so übel, dass es mir die Zornesröte ins Gesicht treibt: Adobe macht schlicht und einfach seine neusten Versionen des Importfilters für RAW-Dateien (Adobe Camera Raw, ACR) immer nur zu der jeweils aktuellen Version von PS kompatibel. Wer sich in den letzten zwei Jahren also eine aktuelle DSLR gekauft hat, wird z. B. mit PSE 9 keine RAW-Daten aus der Kamera mehr nach PSE importieren können, weil Adobe zwar den passenden Filter bereitstellt, dieser aber nur mit PSE 10 oder 11 läuft. Mit diesem "schmutzigen Trick" sorgt Adobe also für mehr Umsatz mit denen, die auf die Nutzung des RAW-Formats ihrer halbwegs aktuellen DSLR nicht verzichten wollen, aber deshalb nicht gleich ein neues Programm kaufen wollen. Der Vergleich liegt nahe, dass Kunden hier gezwungen werden, eine Kuh zu kaufen, obwohl sie eigentlich nur ein Glas Milch trinken wollen.

Fazit: PSE 11 als Einzelanwendung bekäme von mir gute vier Sterne für flottes, präzises Arbeiten und umfangreiche Möglichkeiten. Für Adobes kundenunfreundliche Update- und RAW-Importfilter-Politik sowie den Mangel an echten Programmfortschritten im Vergleich zu den Vorgängerversionen 7 und 9 ziehe ich von diesen vier Sternen allerdings einen wieder ab. Das macht also drei Sterne, womit das Produkt m. E. fair bewertet ist.
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Kommentare

Von 3 Kunden verfolgt

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1-6 von 6 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 07.07.2013 18:57:30 GMT+02:00
fauka meint:
Danke, endlich mal ne Rezession die länger und umfangreicher ist als ein YouTube Kommentar.

Das mit den RAW Import is ja übel. Aber bei CS is Adobe auch nicht grad netter. Manche Bugs die Monate bekannt lang waren, wurden auch nicht gefixt und jetzt sowieso nicht mehr. Und das bei ner Software die über 800 Euro kostete.

PsE 7 hatte noch keine inhaltssensitiven Funktionen und keine Gesichtserkennung.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.07.2013 08:00:56 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.07.2013 08:04:48 GMT+02:00
Happy Day meint:
Das mit dem RAW-Import ist Teil einer Zwangsupdate-Strategie, die Adobe selbstverständlich nicht nur bei "den kleinen" Programmen verfolgt, sondern natürlich auch bei "den großen", denn da ist eine solche Vorgehensweise noch viel lukrativer. Von dem neuen Mietmodell, idiotischerweise als "Creative Cloud" bezeichnet, obwohl es mit Cloud-Computing überhaupt nichts zu tun hat, schweigen wir jetzt in diesem Zusammenhang, denn das ist m. E. für die allermeisten Kunden eine ganz üble Sache, bei der sie gegenüber einem einmaligen Softwarekauf finanziell immer draufzahlen und noch eine ganze Reihe anderer handfester Nachteile zu vergegenwärtigen haben. Z. B. die Frage, wie um alles in der Welt sie denn ihre mit den CC-Programmen generierten oder bearbeiteten Dateien noch sinnvoll nutzen sollen, wenn sie das Software-Abonnement beenden...

PSE7 hatte noch keine inhaltssensitiven Funktionen und auch die Gesichtserkennung kam erst mit Version 8. Aber es war ein deutlicher Fortschritt von der Version 6 auf 7 festzustellen, vor allem, was die Geschwindigkeit anging. PSE8 war, trotz der gerade aufgrund der neuen Funktionen grottenschlecht, langsam und ein todsicherer Absturzkandidat bei größeren Dateien. Bei PSE9 hatte man diese Problem dann im Griff, Version 10 war wieder eine Experimentalversion, die man getrost überspringen konnte und PSE11 läuft an und für sich sehr ordentlich. Mal schauen, ob Adobe es gelingt, mit PSE12 die Reihenfolge "ungerade Versionsnummern gut, gerade Versionsnummern besser überspringen" durchbrechen kann. ;-)

Veröffentlicht am 22.08.2013 16:36:14 GMT+02:00
h.n. meint:
Warum nicht mit Adobes kostenlosem DNG-Converter aktuellste Raw-Dateien (NEF, CR2 etc.) in qualitätsidentische DNGs umwandeln und diese dann auch in älteren Photoshop-Versionen öffnen? Da müsste die Zornesröte eigentlich verblassen.

Veröffentlicht am 09.09.2013 12:27:49 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.09.2013 11:49:16 GMT+02:00
M. Preuss meint:
Entschuldigung, aber wenn ich solche Kommentare lese, dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

-> "Adobe ist böse, denn sie wollen Geld für zusätzliche, neu entwickelte RAW-Importfilter"
Ohweh! Da erdreistet sich eine Firma doch tatsächlich, für zusätzliche Arbeit auch zusätzliches Geld zu verlangen (bzw. die Ergebnisse der zusätzlichen Arbeit nicht einfach kostenlos zu verteilen). Was für ein Skandal...

Auch bei Adobe (bzw. überall in der Software-Industrie) arbeiten Menschen wie Sie. Und die wollen jeden Monat ein Gehalt überwiesen bekommen, so wie Sie auch. Wo soll denn Ihrer Meinung nach das Geld herkommen, wenn nicht vom Verkauf neuer Software? Erwarten Sie allen Ernstes, dass Sie kostenlos auf ewig neue RAW-Importfilter geliefert bekommen? Seit wann bekommen Sie denn nachträglich Zusatzausstattungen von Ihrem Autohersteller gratis? Da erwarten Sie es doch auch nicht.

Es ist für mich unverständlich, dass Leute offensichtlich genug Geld haben sich alle paar Jahre eine neue, hochwertige Kamera zu kaufen (sie kann immerhin RAW-Bilder produzieren), aber dann wegen weniger als 100 Euro für eine neue, passende Software herummeckern.

-> "Tip: Kostenlosen DNG-Konverter nutzen"
Das ist ein guter Tipp, wenn es primär auf die Einsparung des Geldes ankommt. Ebenso, wenn man anders nicht an den Inhalt eines RAW-Bildes herankommt.

Aber die Aussage, dass der Konverter die RAWs "in qualitätsidentische DNGs" umwandelt ist so nicht richtig. Tatsächlich werden die Daten sowohl inhaltlich verändert (Qualität reduziert) als auch bestimmte herstellerspezifische Metadaten der Bilder nicht (sauber) übernommen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.09.2013 12:41:42 GMT+02:00
fauka meint:
Warum müssen Leute die digitale Welt immer analog mit Autos vergleichen? Das hinkt immer so derbe.

"Erwarten Sie allen Ernstes, dass Sie kostenlos auf ewig neue RAW-Importfilter geliefert bekommen?" Ich für meinen Teil würde das erwarten, ja. Normales Update.
Verdienen tut Adobe auch ohne die gewaltige finanzielle Stützte des RAW Importfilters (das war ironisch) der so oder so entwickelt wird, unabhängig davon ob er abwärtskompatibel gemacht wird oder nicht.
Grad bei der Bildbearbeitung ist allein Photoshop seit Jahrzenten unangefochtener Platzhirsch, der teuerste dazu, und jetzt wo sie auf mieten-only umgestattelt haben für ihre teuren Produkte kackt der Esel noch mehr Gold je länger die Laufzeit der Abos ist.

Nen Update von nem Plugin reißt sie weder in den Ruin noch bricht ihn da nen Zacken aus der Krone.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.10.2013 23:18:33 GMT+02:00
Happy Day meint:
@h.n.
Leider sind die mit dem DNG-Konverter von RAW nach DNG umgewandelten Dateien alles andere als "qualitätsidentisch."

@M. Preuss:
Sie tun ja fast so, als sei ein neuer Raw-Importfilter (ACR) eine komplette Neuentwicklung. Das ist er mitnichten. Die Anpassung an die Daten aus neuen Kameramodellen ist relativ einfach, denn die grundsätzlichen Strukturen der RAW-Dateien von Canon, Fuji, Hasselblad, Leica, Nikon, Olympus, Pentax, Sony (um mal die wichtigsten zu nennen) sind Adobe bekannt. Ich weiß definitiv, dass z. B. für die Anpassung des ACR an die Nikon D7100 derselbe Code verwendet werden konnte wie für die D3200 und D5200, bloß den Namen des Kameramodells musste man ändern.
Ja, bei solchen Pipifax-Änderungen erwarte ich in der Tat, dass so etwas auch ohne Zwang zum Update auf ein komplett neues Programm bereitgestellt wird. Außerdem: würde Adobe für eine neue ACR-Version z. B. 10 oder 15 Euro berechnen, wäre ich sogar noch bereit, ein entsprechendes ACR-Update zu kaufen. Aber deshalb gleich das komplette Programm neu kaufen? - Im Leben nicht!
Vergleichen Sie das mal mit dem Programm Capture NX2 (CNX2), dem RAW-Editor von Nikon. Das Programm kaufte ich vor etwa fünf Jahren und es wird immer noch regelmäßig auf den neusten Stand gebracht. Erscheint ein neues Kameramodell, dass RAW-Daten erstellen kann, erscheint auch gleichzeitig das Update von CNX2. Solch ein Verhalten nenne ich einen vorbildlichen Investitionsschutz. Sehen Sie, und das ist auch der Grund, warum ich immer mehr mit CNX2 und immer weniger mit PSE mache. Wenn Adobe mich zwingen will, mir "die Kuh zu kaufen, weil ich ein Glas Milch trinken will", dann verzichte ich halt auf das Glas Milch.
Wegen der Zwangsumstellung des "großen Photoshop" auf das Abomodell (so wie auch MS mit dem neuen Office) werden denen ohnehin schon bald die User scharenweise davonlaufen.
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