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Ein "richtiger" historischer Roman - sehr gelungen,
4. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Mann, der Hunde liebte (Gebundene Ausgabe)
In einem zweifach gewobenen Erzählrahmen erfahren Leserinnen und Leser in diesem neuesten Roman von Leonardo Padura, an dem er sehr lange gearbeitet hat, wie die Leben des Ramón Mercader und des Lew Dawidowitsch a.k.a. Leo Trotzki am 20. August 1940 in Mexiko zur Ermordung des Einen durch den Anderen geführt haben. Dabei beginnt die Geschichte Trotzkis mit seiner Verbannung aus den Regierungsgeschäften, während wir Ramón eigentlich ab seiner Geburt begleiten können.
Durch die ganze Welt reisend, durch den spanischen Bürgerkrieg, die Vorbereitungen des Zweiten Weltkrieges in Europa und schließlich auf den Weg nach Mexiko begleiten wir die Leben dieser beiden Männer, von denen der eine zum Henker des anderen herangezogen wurde,
Dies alles wird wahrgenommen durch die Brillen zweier Generationen kubanischer Schriftsteller, die sich mit der Lebensgeschichte Ramóns und dem Tod des 'großen Menschheitstraums', der auch die Geschichte ihrer Insel heute noch bestimmt, auseinander setzen müssen.
Eine sehr dichte und dabei anspruchsvoll zu lesende Erzählung, die die Lügen und Winkelzüge eines großen Teils der Politik des 20. Jahrhunderts in möglichen Zusammenhängen zeigt. Insgesamt sehr lesenswert.
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