Kundenrezension

1.933 von 2.149 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen wie medieng... kann man sein?, 26. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Vegan for Fit. Die Attila Hildmann 30-Tage-Challenge. Vegetarisch und cholesterinfrei zu einem neuen Körpergefühl (Gebundene Ausgabe)
Ich habe lange überlegt, ob ich "Vegan for Fit" wirklich bewerten soll, denn zuerst war ich positiv überrascht von der Motivation, die er bei seinen Challengern freilegte. Allerdings sind in der Zwischenzeit meine Meinung zum Buch und vor allem zum Autor extrem negativ beeinflusst haben.
Zuerst:
Innerhalb von 30 Tagen soll man mit der "Vegan for Fit"-Challenge abnehmen. Dies geschieht über vegane Ernährung und - wenn möglich - Sport.
Der Autor verfolgt das "low carb, high fat"-Prinzip, das heißt, die Gerichte beinhalten große Mengen Fett, dafür aber wenige Kohlenhydrate. Ich habe mir mal den Spaß erlaubt, für einen Tag das Fett zu berechnen: Er schlug mit knapp 150 g reinem Fett zu Buche. Auch wenn es sich um größtenteils ungesättigte Fettsäuren und damit eigentlich gesundes Fett handelt, ist dies eigentlich zu viel des Guten.
Durch das viele Fett ist man lange satt und isst dementsprechend weniger. Zudem verzichtet man während der 30 Tage u.a. auf Weißmehl und Industriezucker.
Dass man damit abnimmt, ist aber nichts neues, es ist ein altes Diätprinzip, dass immer wieder in Buchform an den Mann gebracht werden soll.
Auch finde ich es sehr schade, dass Hildmann auf der einen Seite den Veganismus (ich lebe selbst schon längere Zeit vegan) für seine Diätform nutz und diesem auch hilft, keine Frage, aber andererseits auch das Ganze immer etwas lächerlich wirken lässt und mit Kommentaren wie "Lederschuhe sind ja okay, man muss ja nicht so ernsthaft sein" auch noch gegen die Bewegung arbeitet. Das muss nicht sein!
Wenn man sich dann mit den Rezepten an sich auseinandersetzt, stellt man fest, dass viele teure Zutaten, wie schon oft hier angesprochen wird, verwendet werden. Das Nussmus als bestes Beispiel ist wirklich nichts für den kleinen Geldbeutel, da Attila Hildmann gerne mal in einem Rezept für zwei Personen 100 Gramm von ebendiesem verwendet. Da in einem Glas gerade mal 300 - 400 Gramm sind, hält dies natürlich nicht lange. Für den kleinen Geldbeutel sind die Rezepte großteils also nicht. Das teure Zubehör kommt ebenfalls dazu. Ich habe einen Highspeed-Blender, wie von Hildmann empfohlen, schon lange in der Küche stehen und habe dadurch den direkten Vergleich zwischen "Normalmixer" und Highspeed-Blender und kann nur sagen, dass das Ergebnis wirklich gravierend schlechter ausfällt, wenn man einen Standard-08/15-Mixer nutzt. Darum ist es fragwürdig, ob Rezepte, die derartige Utensilien benötigen, wirklich in ein Koch/Diätbuch gehören, dass für alle zugänglich sein soll.
Es gibt auch einige gute Rezepte, das soll natürlich auch gesagt sein. Kürbispommes, Schoko-Erdnussmüsli und Pancakes, um mal Beispiele zu nennen.
Damit kommen wir aber zu meinem zweitgrößten Kritikpunkt:
Das Copycat-Problem: Je weiter ich das Buch durchblätterte, umso öfter hatte ich den "das gabs doch schon bei xy?"-Moment. Hildmann kopiert fröhlich Zubereitungsideen, Rezepte usw. von Bloggern, Autoren, veganen Köchen. Und das finde ich absolut nicht okay, da er alles immer wie "sein eigen Werk" dastehen lässt.
Und nun mein größter Kritikpunkt, den sich Herr Hildmann vielleicht wirklich mal zu Herzen nehmen sollte (er liest diese Rezension ja eh, wie man auf Facebook verfolgen kann):
Die absolute Unfähigkeit, mit Kritik umzugehen.
Ich finde es sehr schlimm, zu lesen, wie hier auf negative Rezensionen reagiert wird! Jede Bewertung, die weniger als 4 Sterne aufweist, wird von Herrn Hildmann sofort auf dessen Facebook-Profil verlinkt, damit seine "Jünger" sofort mit dem Shitstorm beginnen können.
Jede negative Rezension wird mit zig Kommentaren versehen, damit derjenige bloß nicht den Mund aufmacht und den heiligen Hildmann beleidigt.
Man bekommt das Gefühl, dass weder Atilla, noch seine Challenger jemals das Wort "Meinungsfreiheit" gehört haben.
Dies ist eine freie Plattform und jedem steht es zu, seine Meinung kundzutun, wenn jemand keinen Erfolg mit der Challenge hatte, dann vergönnt es ihm doch bitte, dass er wenig Sterne gibt, denn das ist eine subjektive Einschätzung und wird jemanden, der das Buch wirklich haben will, sicher nicht vom Kauf abhalten.
Auch gegen vegane Kochkollegen und Veganer, die auch mit Herz und Verstand hinter dem Veganismus stehen, wettert er, während er absoluten Niveaulimbo betreibt. Glauben sie nicht? Scrollen sie mal auf seinem Facbeook-Profil ein paar Monate zurück, was man dort lesen kann, ist wirklich absolut niveaulos und eine absolute Dreistigkeit, die an "Möchte gern cooler Junge sein"-Image erinnert. So sollte keine medienwirksame Person agieren.
Und an Atilla persönlich: Wer sich in die Medienwelt begibt und somit den Rummel um seine Person freisetzt, der muss auch mit Gegenwind rechnen.
Es wäre wesentlich professioneller, dem einfach keine Beachtung zu schenken und sich mehr über positive Bewertungen zu freuen, statt jedem Negativ-Rezensenten gleich die Meute an den Hals zu jagen. Das würde nämlich auch besser zu deinem Image passen. So kann und will ich dich und dein Projekt einfach nicht ernst nehmen. ;-)
So und falls sich daran wirklich was ändert und weniger Shitstorm auf Kritiker eingeht, dann bin ich auch gerne bereit, meinen Stern nochmal zu überdenken.
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Kommentare

Von 15 Kunden verfolgt

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1-10 von 89 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 26.12.2012 21:31:39 GMT+01:00
caruncho meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Veröffentlicht am 27.12.2012 10:16:29 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.12.2012 10:19:01 GMT+01:00
wildeflowers meint:
Sie sprechen hier von 'Meinungsfreiheit', beziehen das aber offensichtlich nur die Kritiker von Attila Hildmann. Richtig ist: dies ist eine freie Plattform, wo JEDER seine Meinung kundtun kann und das gilt nun mal auch für die Leute, die mit seinem Programm beeindruckende Erfolge erzielt haben.........und die gibt es nun mal dummerweise in sehr großer Zahl.

Ich selber gehöre auch dazu und sage das auch immer wieder gerne - und gehöre dann ja somit zur 'Meute, die er seinen Negativ-Rezensenten an den Hals gejagt hat.'

Hierzu möchte ich mal ganz klar feststellen: ich äussere mich völlig freiwillig und aus eigenem Antrieb so positiv, einfach weil ich von ihm und seiner Arbeit absolut überzeugt bin. Ich kenne ihn nicht persönlich und schreibe hier nicht, weil er mich dahingehend manipuliert hat.

Und die Aussage 'Lederschuhe sind doch eigentlich ok', die ihm immer wieder in den Mund gelegt wird, hat er meines Wissens so nicht gemacht, sondern er sagt vielmehr immer wieder, dass er sich zwar hundert Prozent vegan ernährt, bei anderen Produkten aber nicht ausschließlich vegan lebt, weil er da für sich aus pragmatischen Gründen eine Grenze gezogen hat.

Das ist in meinen Augen kein 'Niveaulimbo', sondern erstens ehrlich und zweitens bleibt es jedem selbst überlassen, wie radikal vegan er leben möchte.
Sein Argument, dass 'jedes Essen zählt' und eine allzu dogmatische Haltung die meisten Leuten eher abschreckt, anstatt sie zu veganen Experimenten zu motivieren, unterschreibe ich voll und ganz.
Sicherlich kann man immer noch perfekter werden und sich dann moralisch über andere stellen. Sowas fühlt sich wahrscheinlich ziemlich gut an, ist aber vermutlich zumindest teilweise auch noch durch andere Dinge motiviert als nur durch reine Tierliebe.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.01.2013 16:08:35 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.01.2013 16:09:55 GMT+01:00
Just me meint:
So ein Spökes (auch Meinungsfreiheit). Wer sich des polarisierenden Wortes "Veganismus" bedient und sein Programm unter diese Flagge stellt, darf sich über Kritik bei Abweichungen im Kurs nicht wundern. So weh tut die doch auch nicht, oder?

Oder ist es neu, daß einer vegane Ernährungsweise im Regelfall viele starke Überzeugungen zugrunde liegt? Daß nur die wenigsten Veganer wirklich Lederschuhe kaufen würden? Das wissen wir doch alle, oder? Und daß "vegan" das "neue vegetarisch" ist, richtig? Und daß wir die Generation "Foodwatch" sind, die Generation "Bio Brühe- bitte ohne Hefeextrakt".

Also lasst doch jeden Seppel Bücher verkaufen wie er will. Jeder, der etwas im Kreislauf Ernährung bewegt, Aufmerksamkeit erregt und Fokus schenkt ist GOLD WERT. Ob nun Poser-Grinsekatze oder nicht. Der Shitstorm ist allerdings eine berechtigte Feststellung. Aber das wird sich auch legen, die Prediger wechseln ja immer recht schnell. Strunz ist ja auch noch nicht so lange her.

Veröffentlicht am 20.01.2013 13:21:52 GMT+01:00
hallo500300 meint:
hallo, dein beitrag entspricht vollkommen der realität! hildmann wird als guru der veganen küche gefeiert u. dabei klaut er rezepte u. gibt sie als seine aus, er verkauft die vegane lebensweise als reines lifestyle, in dem challenge buch geht es nur um fun u. abnehmen, was lächerlich ist u. mit tipps wie "mehr sport u. weniger kohlenhydrate" nimmt man logisch ab, da bedarf es keiner veganen ernährung, nicht jeder veganer ist schlank u. durchtrainiert.
kritische (nach)fragen sind absolut unerwünscht, können auch meist gar nicht beantwortet werden da das hintergrundwissen fehlt, aktuell hat sich die firma "keimling" herrn H. als botschafter ausgesucht, in seinen youtube videos geht die trickserei - betrügerei - weiter, alleine das cashewmusrezept im VM ist ohne öl gar nicht machbar - ja, ich habe einen VM u. es probiert - ich habe -gott sei dank - den eindruck dass sich diejenigen die sich tatsächlich mit ernährung beschäftigen auf abstand zu AH gehen, ich hoffe der hype ist bald vorrüber.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.01.2013 12:57:03 GMT+01:00
OttO meint:
Gib doch bitte mal eine Quelle an, wo er die Rezepte geklaut hat. Ich lese immer wieder, dass alles nur geklaut ist, aber niemand hat mal einen Link zu einem "Originalrezept" gesetzt.....!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.03.2013 13:37:55 GMT+01:00
Amazone meint:
Ganz einfach, les mal die Rezeptbücher der Rohkostliteratur und der Low Carb Literatur. Du wirst übeerascht sein. Das sind so viele Rezepte die geklaut sind, dass man ein ganzes Buch füllen könnte. Trotzdem. Das ist echte Forschung, aus Vorhandenem Neues kreiiren durch minimale Änderungen. Ich finde das nicht schlimm. Ist doch Toll dass es das Buch in dieser Form gibt!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.03.2013 13:39:33 GMT+01:00
Amazone meint:
Kenn kein Buch in welchem keine geklauten und minimal veränderten Rezepte vorhandener Rezepte zu finden sind. Man kann nicht das Rad neu erfinden!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.03.2013 01:16:15 GMT+01:00
diego2203 meint:
H. ist ein selbstverliebter Narzist, welcher sich bei seinen Auftritten und Äußerungen selbst demaskiert.
Intellektuell fremdgesteuert, "schwebt" er mit den Co-Autoren auf ner Trendwelle, die den Gestzen der Gravitation folgend schon am Auslaufen ist.
Es gibt bessere Vegan-Lektüre - siehe Recherche in Buchläden....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.03.2013 17:17:08 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 20.03.2013 17:23:11 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.03.2013 18:57:55 GMT+01:00
Aletheia meint:
er lebt halt nicht vegan, er ernährt sich vegan. 2 unterschiedliche dinge. wirkt etwas inkonsequent-wenn man genug knete für teure maschinen hat kann man sich auch die grandiosen veganen sneaker kaufen die es so gibt(sind dann auch sweatshopfrei)
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