Kundenrezension

13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klassik trifft auf elektronische Musik - wunderbar zum Entspannen++++, 11. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Opus (Deluxe Edition inkl. Bonus-CD) (Audio CD)
Eines vorweg. Ich bin seit dem Album: "Atemlos" ein riesiger Fan von Schiller, da dieses Album mit seinen eher ruhigen und chilligen Einflüssen etwas völlig Anderes war, als alles was ich davor gehört habe. Ähnliche Klangfarben kannte ich nur von dem bekannten Filmkomponisten: "Frank Duval" oder von "Jean Michelle Jarre". Ich liebe diese schöne und ruhige, manchmal auch melancholische Musik und daher war: "Atemlos" für mich ein Meilenstein elektronischer, instrumentaler und gesanglicher Musik.

Mit dem neusten Werk von Christopher von Deylen wird auch wieder ein komplett neuer musikalischer Weg eingeschlagen, der zugegeben sehr gewagt ist. Klassik ist hier das Zauberwort und es ist völlig klar, dass diese nicht alle Menschen berührt, wenn man sich zuvor noch nie mit klassischer Musik befasst hat. Wenn man, wie ich aber auch schon davor immer mal wieder in die klassische Schiene hineingerutscht ist, wie es bei mir mit: "Haydn", "Mozart", "Rondo Veneziano" usw. passiert ist, dann kann man mit: "Opus" sehr wohl etwas anfangen. Damit meine ich nicht, dass mir von "Opus" wirklich alles gefällt, aber dass muss es auch nicht. "Opus" ist nichts typisches von Schiller und daher klingt auch die Musik etwas anders. Aber je mehr man sich dieses Album anhört, umso mehr vertraute Klänge wird man auch hier wieder finden. "Opus" ist definitiv ein Album, welches man sich unbedingt mehrmals anhören sollte um wirklich auch noch den letzten Klang heraushören zu können. Anscheinend haben sehr viele Leute nach Veröffentlichung den Hang zur klassischen Musik neu oder wieder entdeckt, denn das Album steht bereits auf Platz 1 der Albumcharts und ist somit das vierte Nummer 1 Album in den Charts. Ein großartiger Erfolg für Christopher von Deylen, alias "Schiller".

Das Album beginnt mit einer Art Intro, namens: "Opus: Exposition" welches sehr nach "Vangelis" klingt und einfach schon mit seinen schwingenden Trompetenmelodien eine Gänsehaut verursacht. Ihm folgen meistens sehr langsame harmonische Tracks, die mit einem Hauch Klassik verfeinert herrlich zum Entspannen sind.

Dann folgen gleich 3 Hammertracks hintereinander. Mit "Swan Lake" der neuen Interpretation von der Oper: "Schwanensee" hat Schiller einen Track gezaubert, der sich sofort in den Gehörgängen festsetzt. Die Melodie, sollten selbst Klassikmuffel schon einmal irgendwo gehört haben. Klassikkenner lauschen diesen harmonischen Klängen, die von Schiller mit einer wuchtigen Bassdrum hinterlegt wurden. Damit wird eine Art Mischung zwischen Schönheit und Dramatik erschafft, die Ihren Höhepunkt schließlich mit den immer mehr Hineingemixten elektronischen Synteshizereffekten findet. Ganz großes Kino.

Der nächste Kracher kommt in Form des einzigen Gesangsstück von "Opus". "Solveigs Song" welches von der einzigartigen Opernsängerin: "Anna Netrebko" gesungen wird und sich dabei mit herrlich sphärischen elektronischen Layern verbindet. Man muss es einfach gehört haben, Gänsehaut ist dabei wirklich noch untertrieben, es berührt und fasziniert gleichermaßen.

Und nun........ein Name, den man sich merken sollte: "Twentynine Palms." Es beginnt langsam und steigert sich hin zu einem Track, bei dem mir persönlich im positiven Sinn die Worte fehlen. Wenn man nicht wüsste, dass man hier gerade Schiller hört, dann würde man: "Twentynine Palms" sofort für ein Werk von "Frank Duval" halten, welcher seine dramatischen Klänge gerade zu einer Schlussmusik von den Krimis: "Derrick" oder: "Der Alte" beisteuert. "Twentynine Palms" kann man als einen Meilenstein von Schillers Werken bezeichnen. Eine explosive Mischung aus dramatischen unheimlichen Klängen und wuchtigen Schlagzeugsets von Duval, garniert mit positiven Einflüssen des Meisters von Deylen. Sofort nach dem ersten Durchhören stand für mich daher fest, dass dieser grandiose Track meinen bisherigen Favoriten: "Lichtwerk" vom Album: "Tag und Nacht" in der LIVE Version problemlos abgelöst hatte. Die Energie, die dieser Track freisetzt, ist unbeschreiblich, die tolle Melodie setzt sich sofort fest......ich möchte diesen instrumentalen Titel einfach immer wieder hören......immer immer wieder!! Kein Tag ohne: "Twentynine Palms". Am besten im Auto mit meiner 2000W Kenwood Anlage und als Sound immer: "Jazz" am Autoradio gewählt, damit einem die herrlichen Schlagzeugsets so richtig um die Ohren hauen.......Boahh, was ist dieser Track GEIL!!

Danach wieder sehr ruhige und friedliche Klänge die fröhlich dahinplätschern und einem ein Gefühl von Zufriedenheit vermitteln. Leider fast wieder zu langsam, hier hätte etwas mehr Pfeffer nicht geschadet. "Twentynine Palms" hebt sich wahnsinnig von allen anderen Tracks auf der CD 1 ab und hätte auch schon auf: "Atemlos" oder "Sonne" enthalten sein können. "Swan Lake" folgt gleich danach. Erwähnen sollte man noch: "Imperial Valley" welches mit seinem klassischen Riff einfach genial beginnt, sich danach aber leider etwas verliert, weil es hier zu keinem musikalischen Höhepunkt kommt und alles wieder etwas mit den weiteren Harmonien absinkt....schade eigentlich....der Track hätte richtig Potenzial gehabt.

Etwas enttäuscht bin ich auch von: "Rhapsody On A Theme Of Paganini". Hier habe ich mit dem großartigen Klavierspiel von Helene Grimaud einen kompletten Track erwartet und nicht ein noch nicht einmal 2 minütiges Fill in. Sehr schwach dieses kurze Gastspiel eines eigentlich wunderschönen Tracks. Dass fließt leider in meine 1 Sterne Abzug Bewertung mit hinein.

Kommen wir zur CD 2. Was erwartet einem hier?!

Zuerst stutzt man etwas, wenn man erkennt, dass sich auf der CD 2 hauptsächlich weitere Variationen der Tracks von CD 1 befinden. Es klingt halt ähnlich, hier und da wurde mal etwas weggelassen, da mal wieder einige elektronische Variationen hineingemixt. Klingt manchmal aber recht interessant, vor allem: "Imperial Valley" weiß in von Deylens Mixversion zu gefallen. "Swan Lake" berührt mich dagegen nur mit der originalen Fassung von CD 1.

Natürlich finden sich aber auch einige neue Tracks auf der CD 2. Darunter ist auch meine jetzige Nummer 2 aller Schillertracks namens: "Bermuda Dunes". Bei diesem schnellen Track verschmelzen elektronische Schaffenskünste von "Jean Michelle Jarre" mit "Frank Duvals" düsteren Klängen. Begleitet wird das Ganze von einer treibenden Sythie Bassline und energischen Drums. Es beginnt sehr klassisch, wo man noch nicht recht weiß, wohin uns dieser Track führt. Dann merkt man allmählich, dass sich hier eine explosive Mischung aus Dramatik und Melancholie zusammenbraut. Dann geht es Schlag auf Schlag und man wird regelrecht mitgerissen von diesen genialen Klangfarben. "Bermuda Dunes" strahlt nichts Positives aus, aber genau dass ist ja das Besondere. Dieser Track ist schnell, düster, packend, mitreißend.......erste Sahne!!! Gehört nach: "Twentynine Palms" zu meinen absoluten Favoriten von: "Opus". Nur alleine durch diese beiden Tracks wird das Album schon einzigartig. Die Tracks fetzen einem mit Ihrer Energie sämtliche Klamotten weg, wer es nicht glaubt, hört einfach mal rein.

Auch positiv zu erwähnen ist: "Indian Canyons". Hier versetzt es einen regelrecht in die US amerikanischen Canyons, in denen man die Weite, die Stille der Natur erlebt. Könnte ein Track von "Winnetou" sein. Man spürt mit der Musik die Macht der Gebirgszüge und lässt sich von deren Anblick verzaubern. Der Track baut sich mit einem wunderschönen Layer auf und wird dann Up-tempomäßig immer weiter nach oben getrieben. Ein tolles Stück, welches auch gerne mehrmals hintereinander gehört werden kann.

Alles Andere, wie gehabt.......still, harmonisch, entspannend!

Da ich mit meiner Bewertung nun nur die positiven Aspekte von "Opus" aufgezählt habe, möchte ich mich jetzt auch mal den negativen Dingen widmen.......denn nicht alles gefällt mir hier, daher musste ich auch einen ganzen Stern abziehen.

Zuerst einmal: "Es kotzt mich" (Ich bitte diesen Ausdruck zu entschuldigen) allmählich die Preispolitik der verschiedenen Albenversionen an.

Es gibt eine "Ultra Deluxe Version" mit Leinwand, die ich mir aber nicht leisten kann oder möchte, weil diese wahnsinnige 83,00 Euro kostet. Ich begnüge mich seit jeher mit den "Deluxe Versionen" die immer mit Bonustracks daherkommen und deshalb auch eine 2 CD beinhalten, wie jetzt auch hier.
Um so unverschämter finde ich aber, dass jetzt neben der "Deluxe Version" auch noch eine spezielle Edition eines großen Elektronikriesen ("Ich bin doch nicht blöd") herausgekommen ist, die sogar noch günstiger als die "Deluxe Version" zu haben ist und die nebenbei noch 2 exklusive Bonustracks beinhaltet, die ansonsten weder auf der "Ultra Deluxe Version" enthalten sind, noch auf der "Deluxe Version". Dafür gibt es aber bei der "Ultra Deluxe Edition" wieder 2 Bonus CDs, die es wieder nicht auf den anderen Versionen gibt. Hallo, geht’s noch?! Wer auch immer für diese Preispolitik verantwortlich ist, sollte diese Abzocke umgehend stoppen.

Ich kann nur jedem, dem die "Ultra Deluxe Version" zu teuer ist daher raten sich gleich die "M.M. Edition" mit 2 Bonustracks zu holen, denn die bietet einem mehr als die normale "Deluxe Version" und dass für gerade mal 15 Ocken. Man bezahlt weniger, bekommt aber mehr, ist dass nicht hohl?! Ganz ehrlich, hier fühle ich mich allmählich vergackeiert und viele andere sicherlich auch!

Zum zweiten negativen Punkt: Die Tracks auf "Opus" sind teilweise zu langsam, die Mischung ist nicht ausbalanciert, da sich auf "Opus" wirklich fast nur langsame Klassikstücke befinden. Wenn jetzt noch etwa 4 oder 5 schnellere Stücke mit darauf gewesen wären, dann hätte ich nichts gesagt. Klassik ist auch Tempo, Energie und Dramatik, dass ist und war schon immer so. Hier hat Schiller gerade mal 2 Tracks hineingebracht, die Energie, Tempo und Dramatik verbinden und dadurch einzigartig auf: "Opus" sind. "Twentynine Palms" und "Bermuda Dunes". Sorry, aber dass ist einfach zu wenig.......bitte etwas mehr Pfeffer in die Songs hineinbringen, falls es ein: "Opus 2" geben sollte.

Zum 3 negativen Punkt: 2 Tracks auf dem Album sind so genannte Zwischenfüller und stellen keinen kompletten Track dar. Dass wäre jetzt nicht so schlimm, aber muss es sich dabei neben: "Promenade" ausgerechnet um Helene Grimauds Klavierspiel handeln?! Ganz bitter!! Gerade über dieses Stück habe ich mich sehr gefreut, umso größer dann die Enttäuschung, dass man diesen Track noch nicht einmal 2 Minuten genießen kann. Was soll das?!

FAZIT: Auch Hartgesottene Schillerfans sollten sich vor dem Kauf von "Opus" unbedingt die Hörproben zu Gemüte ziehen. Hier bekommt man schon einen ersten Eindruck und hinterlässt nicht später enttäuscht eine 1 oder 2 Sterne Bewertung bei Amazon. Die Vorhörfunktion hat Ihren Namen nicht aus Jux und Dallerei. Ich habe zuvor reingehört und dass was ich gehört habe, hat mir gefallen. Ob die Tracks nun schnell oder langsam waren, ließ sich leider noch nicht sagen, da die Hörproben lediglich 30 sek andauern. Trotzdem ist es besser vorher reinzuhören, als hinterher herumzujammern, dass einem: "Opus" nicht gefällt.

Wenn man sich richtig auf: "Opus" einlässt erwartet einem ein Album welches wie kein anderes Album von Schiller ist, aber dennoch mit einigen Überraschungen glänzt. Fans von klassischer Musik können unbesorgt zugreifen, allen anderen rate ich zur Vorhörfunktion. "Opus" kann nicht jeden überzeugen, "Opus" möchte entdeckt werden.....wieder und immer wieder!! Ideal zum Einschlafen (im positiven Sinn) nach einem langen anstrengenden Tag.

Trotz meines 1 Sterne Abzugs, sollte man "Opus" eine Chance geben. Ich tendierte zuerst zu nur 3 Sternen, doch nach mehrmaligem Hören habe ich wieder neue Klänge entdeckt, die mir sehr gut gefallen und alles wieder mit einem Stern aufgewertet haben. 4 Sterne sind nun gerechtfertigt für von Deylens neues Werk.

Ich bedanke mich bei allen für das Lesen meiner Rezension und hoffe Ihnen damit etwas geholfen zu haben. Alle, die ich mit meiner Rezension überzeugen konnte sich: "Opus" zuzulegen, wünsche ich viel Spaß mit diesem Klanggenuss.
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-8 von 8 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 25.09.2013 23:46:49 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.09.2013 23:48:23 GMT+02:00
MIKOO meint:
Welch' eine Rezension ......
Viele Worte um wenig Inhalt. Jean Michel Jarre ist keine Frau. Frank Duval als
Qualitaetsmesslatte? Selten so gelacht... Der Mann hat fuer langweilige Krimis
Noch schlimmere "Soundtracks" verbrochen. Heute würde er Bohlen oder Bernd Heinrich Graf heißen ......eventuell sind die 2.000 Watt im Auto schuld. Wenn der Fuchsschwanz an der Antenne vibriert, ist wahrscheinlich nicht nur das Fahrwerk tiefergelegt.

Bitte nicht böse sein, aber diese Rezension hat etwas sehr Eigenes. Sich die Person hinter den Zeilen vorzustellen, dafür habe ich den Inhalt gern in Kauf genommen

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.09.2013 19:51:16 GMT+02:00
M. Baatz meint:
@Mikoo: Tja, wenn ich mir so Ihre Rezensionen anschaue, dann scheinen sich diese zum größten Teil nur auf negative Erfahrungen zu beruhen. Warum so frustriert?! Sind Sie so ein negativ denkender Mensch, haben Sie keine Freude daran, mehr die positiven Dinge für die Leser zu verfassen? Ach ja, richtig, wer Frank Duval vorwirft, dass er schlimme Soundtracks verbrochen hat, dem muss das Gefühl für richtig gute Musik irgendwo abhanden gekommen sein, oder haben Sie je ein Gefühl für Musik entwickelt?! Anscheinend nicht!! Wass ist für Sie gute Musik?! Dass Klirren einer Fensterscheibe oder das auf den Tisch schlagen Ihres Kopfes beim Hören solch ironischer Zeilen......? Ach so, falls Sie Rechtschreibfehler finden, dann können Sie diese gerne behalten und persönlich bei Jean Michel Jarre abliefern......oder bei den 8 Leuten, die meine Rezension bereits als sehr hilfreich bewertet haben.....schönen Tag noch......und immer positiv denken ;-)

Veröffentlicht am 27.09.2013 08:43:29 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.09.2013 08:48:37 GMT+02:00
sequenzer1 meint:
Vangelis, Jean-Michel Jarre, Tangerine Dream, Klaus Schulze, Michael Garrison, Serge Blenner, Software, Robert Schroeder ... usw.

Man wird bei den heutigen Vertretern der elektronischen Musik immer etwas hören, was irgendwie an einen der vergangenen Künstler erinnert. Dafür bietet die Elektronik mittlerweile nichts wirklich neues; sieht man alleine daran, dass Gruppen wie "Daft Punk" als elektronische Musik beschrieben werden und auch noch als innovativ gelten ...
Früher mussten die Künstler noch "Instrumente" beherrschen und technisches Verständnis für die zahlreichen Synthesizer, Sequenzer, Vocoder, Mellotron usw. haben. Heute reicht eine Sampling-Software vom Grabbeltisch und ein möglichst medial-cooles Auftreten ...

Herr von Deylen ist von den Altmeistern der 70er und 80er Jahre beeinflusst und gibt dies auch zu. Geschickt mischt er schon oft gehörtes in eine neue (digitale) Form und garniert modern nach (Gastsänger/Musiker). Das war soundtechnisch damals eben noch nicht möglich.
Wer allerdings die elektronische Musik schon etwas länger (und damit meine ich Jahrzehnte) verfolgt, der merkt, dass dort seit Jahren der Stillstand herrscht und vorhandenes mehr oder weniger gut nochmals durchgekaut wird ... Natürlich im Loudness-Wahn der heutigen Subwoofer-Kids ...
Auch der jetzige Versuch (völlig neu!...) Elektronik mit Klassik zu verbinden, ist nun wirklich schon desöfteren vorher versucht worden: man denke nur an Vangelis.

Schiller zählte für mich anfangs noch zu den wenigen wirklich innovativen dazu: "Weltreise" war sicherlich das bisher beste Album. Danach wurde es kommerziell; aber erfolgreich! Man muss es eben auch verstehen, seine wenigen Ideen geschickt zu vermarkten ...
Der quantitative Output wurde erhöht, aber die Qualität blieb auf der Strecke; zu gunsten von Charts und Touren wurden wirkliche Innovationen weggelassen.

Mit "Opus" nun der Versuch ein wenig vom Weg abzuweichen; mit der bekannten Quittung, dass viele bisherige Schiller-Fans (Ich vermute mal: mehr die jüngeren) sich empören und die üblichen 3-Minuten-Stampf-Hits für den mp3-Player vermissen ...
Wer allerdings schon etwas älter ist und die alten elektronischen Meisterwerke kennt, ist positiv überrascht über die "neu" entdeckte Langsamkeit und Ausarbeitung einzelner Klänge und Passagen. Das erfordert Geduld und Zuhören; dazu muss man sich hinsetzen und Musik hören; man munkelt, dass auch heute noch Menschen, die im Besitz von HiFi-Anlagen sind, vereinzelt leben sollen ... Die sind hier deutlich im Vorteil.

Einfach mal zuhören.

Ach ja: Frank Duval. Blubberte in den 80ern auch im Synthie-Sumpf mit. Der Zeitgeist der damaligen Krimi-Zeit (Derrick/ Der Alte etc.) brachte es mit sich, dass seine schwülstigen Melodien mehr oder weniger bekannt wurden.
Als Künstler der elektronischen Musik kann man ihn aber nicht wirklich bezeichnen. Er nutzte das damals vorhandene Equipment; und stellte sich als pseudo-esoterisch in einer post-New Age-Phase dar. Mehr nicht. Für die Konsumenten der (vorwiegend ZDF-lastigen) TV-Kost reichte dies auch.

Für mich stellen die Kooperationen mit Klaus Schulze ("Zenit" in der 32-minütigen Version auf der Bonus-DVD von Sehnsucht ) und Jaki Liebzeit ("Studiosession" auf der Bonus-DVD von Atemlos) die Höhepunkte der letzten Jahre dar. Das sagt eigentlich schon alles. Aber ein Album mit nur solchen Stücken, erreicht eben nur eine kleine Minderheit in der heutigen Zeit.
Dann lieber Kim Sanders, Meredith Call oder den Grafen dazupacken ...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.09.2013 18:51:00 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.09.2013 19:10:29 GMT+02:00
MIKOO meint:
@M.Baatz
Sorry, wenn meine Rezension zu persönlich wurde.
Aber die Kenwood-Anlage mit...2000 Watt...Rondo Veniziano in einer Reihe mit Mozart und Haydn....das ist schon sehr individuell.
Über Frank Duval hat sequenzer1 alles Wissenswerte geschrieben.

Bin, wie Sequenzer1, sehr an elektronischer Musik interessiert und
habe von Ashra, Klaus Schulze, Edgar Froese, Tangerine Dream,
J.M.Jarre, Johannes Schmoelling, Amin Bhatia, Lothar Krell,
noch auf Vinyl in richtigen Plattenlaeden gekauft.

Wenn Du "düstere" zeitgenössische E-Musik genießen möchtest.
So lauten meine Tipps: Henrik Goreki oder Philip Glass.
Fuer das Kopfkino: Craig Armstrong (Film Works als Empfehlung),
Ludovico Einaudi.

Fuer mich ist Musik seit 47 Jahren ein ständiger Begleiter, ohne dass ich mich auf eine Richtung festlegen lasse. Mein Beruf erlaubt es mir,
Überall hochwertig Musik genießen zu können. Ob im Auto, mobil, Buero oder Wohnsitzen..... das Equipment ist recht gut... Das hast Du
Wahrscheinlich durch mein Rezensionen festgestellt.
So bitte, nimm' es nicht so persönlich. Musik ist Spaß. Aber er gibt
Sehr viele Meinungen und Geschmaecker.

Ich hoffe, so können wir "Frieden" schließen......

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.10.2013 10:52:55 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 02.10.2013 10:54:03 GMT+02:00
M. Baatz meint:
@MIKOO

Warum denn Frieden schließen?! Haben wir beide uns je gestritten?! Also ich sehe dass nicht so ;-)
Ich fand diesen bissigen ironischen Kommentar ehrlich gesagt, sogar richtig gut. Wenn Du meinen Kommentar darauf noch einmal richtig durchliest, dann wirst auch Du erkennen, dass dieser vor Ironie nur so strotzt.......was man ja auch an meinem Smiley erkennen kann, der im Fachjargon heißt: "Nicht alles so ernst nehmen" ;-) Okay, dass Du kein Gefühl für richtige Musik hast, dass war auch von mir ein bissel krass geschrieben und dass nehme ich auch zurück........in diesem Sinne "Schwamm drüber!"

Und bezüglich Frank Duval, habe ich meinen Informanten, der schon bereits auf dem Weg zu den kanarischen Inseln war um Duval Deine Meinung über Ihn persönlich mitzuteilen auch bereits zurückgepfiffen.....du hast also nichts weiter vom Meister zu befürchten.........also das glaube ich jedenfalls. Sonst hättest Du es musikalisch schon längst von Ihm mit seinen schlimmsten Kompositionen zurückbekommen......da dieses aber noch nicht erfolgt ist, würde ich mir diesbezüglich keine Sorgen machen ;-)

Vielleicht hast Du ja mal Lust mit mir zusammen mit meiner 2000 Watt Kenwood Anlage "Twentynine Palms" oder "Bermuda Dunes" von "Opus" zu hören?! Es lohnt sich wirklich..........;-))

Ach so, danke Dir für die Musiktipps. Dass höre ich mir gerne mal an....und dass meine ich jetzt wirklich ernst :-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.10.2013 11:10:37 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 02.10.2013 11:12:26 GMT+02:00
MIKOO meint:
@ M.Baatz
Nehme die Einladung zum Soundcheck an! Aber nur, wenn wir im Gegenzug den Vergleich zu meiner Home-Cinema Anlage wagen. Neun 180 Watt Endstufen plus 350 Watt Sub waeren die
technischen Details.
Oder Highres-Aufnahmen Clean Stereo ueber Astell&Kern 120 (Mobilplayer) zugefuehrt.

Wie ich bereits geschrieben hatte, lebe ich fuer meinen Beruf und bin in drei Laendern zuhause. Habe mir fuer meine Musik extra ein Haus gekauft, ohne Nachbarn, mit grossem Weinkeller fuer Musiksessions.

Momentan lasse ich mir eine neue Dienstwohnung/haus suchen, damit ich mich wieder mehr dem Musikmachen widmen kann.
Will aber nicht "auf den Putz hauen", denn ich arbeite durchschnittlich 12-14 Stunden und habe nur ein sehr eingeschraenktes Privatleben.
Tja, haett`ich damals etwas Anstaendiges gelernt, statt immer Derrick zu schauen...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.10.2013 14:36:52 GMT+02:00
M. Baatz meint:
@MIKOO:

Erstmal sorry, für die verspätete Antwort. Also ich glaube, gegen Deine Home-Cinema Anlage ist auch meine 2000W Kenwood Endstufe ziemlich machtlos. Die Musik von Schiller kann man eigentlich auch nur richtig über so eine Sourround Anlage (5.1 oder 7.1) geniessen und so etwas besitze ich leider noch nicht. Wäre sicherlich mal ein Erlebnis sich so: "Opus" anzuhören.

Auch ich bin beruflich sehr eingeschränkt, da im IT-Bereich tätig und dadurch meistens erst immer Spätabends zuhause. Da gibt es dann für mich auch nichts Schöneres als nach so einem stressigen Arbeitstag der Musik von Schiller zu lauschen......oder dieselbe Geborgenheit von meiner Freundin zu bekommen ;-)

Ich bin echt gespannt, wie es mit Schiller weitergehen wird. Momentan munkelt man von einem: "Opus Part 2" Album welches ich sehr begrüßen würde......aber lassen wir uns einfach mal überraschen, nicht wahr?!

Gruß

M.Baatz

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.10.2013 20:03:52 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 16.10.2013 20:04:59 GMT+02:00
MIKOO meint:
Guten Abend Mr. M,

Wir nähern uns immer mehr in Meinung und Beurteilung an, aber mit Frank Duval bekommst Du mich nicht.....
Habe übrigens "Oxigene" und "Equinox" von unserem gemeinsamen
Altmeister Jean-Michel in Highres Master Qualitaet erstanden....mehr
benoetigt man nicht um zu fliegen...
Leider habe ich viel zu wenig Zeit fuer meine Hobbies und ich beneide
Dich um Deine häusliche Waerme... Zu Zweit hört es sich um vieles
Besser.
Um Dir eine Vorstellung von meinem Job zu machen, google, wenn
Du möchtest, einfach einmal die beiden Begriffe "Nyrany" und "Trost"
Der große graue "Klotz" ist mein drei Jahre altes Baby...geplant, entworfen und zur europäischen Spitze geführt....der "Scherenhalter"
mit orangem Schlips ist der Verfasser dieser Zeilen.

Seit mehreren Wochen sitze (freizeitlos) ich über die neue Planung. In der naechsten Woche bin ich dann mal wieder fuer einen Tag in Germany.

Aber anschliesend habe ich wieder ein paar Stunden fuer mich.

Eventuell koennen wir dann weiter ueber das Schicksal von Schiller oder die Entdeckung neuer guter Musik fachsimpeln....würde mich freuen.....

..aus der Fremde...der Rastlose.....
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