Kundenrezension

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der dritte Geniestreich, 22. Februar 2012
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Rezension bezieht sich auf: Around the world in a day (1985) [Vinyl LP] (Vinyl)
Nur knapp 10 Monate nach dem Blockbuster-Erfolg von ,Purple Rain` rückte das kleine Genie aus Minneapolis schon mit dem nächsten Album heraus und wer dachte, das ist jetzt mehr vom Selben und er setzt auf Nummer sicher, der wurde schon mit der ersten Single ,Raspberry Beret` eines besseren belehrt.

Mitten in die synthiepopschwangere und von dance beats bestimmten 80er setzt der Mann plötzlich auf Psychedelic Pop der kompositorisch und auch klanglich - natürlich upgedated - an die zweite Hälfte der 60er Jahre erinnert, die damals aber gerade sowas von out waren.

Es war der richtige Schwenk zur richtigen Zeit, denn mit ,Around The World In A Day` liess er es erst gar nicht zu ihn genremäßig festlegen zu können. Riskant war das aber - trotz, oder gerade wegen des Megaerfolgs von Purple Rain - allemal, denn wäre das Album gefloppt (und die Chancen dafür waren bei der hier dargebotenen Musik recht hoch), dann wäre er wahrscheinlich recht schnell wieder die Erfolgsleiter heruntergepurzelt.

Da diese Scheibe aber nicht nur mutig war, sondern auch jede Menge Ohrwürmer parat hielt, wurde ihm dieser Schwenk nicht nur verziehen, sondern sogar mit seinem zweiten obersten US Chartplatz in der Albumwertung belohnt.

Und auch wenn es im direkten Vergleich mit Purple Rain hier songwriterisch zwei kleine - aber nur kommerzielle - Schwachstellen gibt (das für den mainstream Pop eigentlich viel zu anspruchsvolle, aber großartige ,Condition Of The Heart` und der psychedelic Funk Jam ,Tanbourine`), so machten genau diese tracks diese LP noch interessanter.

,Condition` ist eine typische Prince Ballade, auf der man zum ersten Mal so richtig den Einfluss von Joni Mitchell auf Prince's songwrting hört (auch wenn er dieses noch um eine gehörige Portion Pathos anreichert) und mit dem er sein Publikum auch schon ein wenig auf ,Parade` vorbereitete; und ,Tambourine` mag zwar eine sperrige Melodie haben, war aber was die Sounds und beats anlangt war das für 1985 schon sehr weit vorne.

Über die restlichen songs hier muss man eigentlich gar nicht diskutieren. Die erste Seite ist Hippie Pop mit Spurenelementen von Funk, auf Seite 2 teilt er ,Purple Rain` dann auf 2 songs auf (das Schwelgerische findet in ,The Ladder` seinen Niederschlag, das Laszive in dem Rock Song ,Temptation`), gibt einen uptempo Dance song zur Lage der Nation (,America`) zum Besten und einen sophisticated Funk Song, der poppig und groovig gleichermassen ist (,Pop Life`) und mit seinen exzellenten lyrics bis heute zu einem seiner besten Einzeltracks gehört.

Es war das 3 Album in einer nahezu makellosen Serie die bis 1991 anhalten sollte und spätestens ab ,Around The World` hatte er den Ruf musikalisch nichts falsch machen zu können, egal welchem Stil er sich widmete.

Ein großes Album, das wegen ,Purple Rain` und ,Sign ,O` The Times` aber leider bis heute nicht ganz die Anerkennung bekommen hat, die ihm zusteht und das obwohl es nach dem Funk Opus ,1999` und dem crossover Monument ,Purple Rain' sein dritter wahrer Geniestreich war.
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1-10 von 11 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 22.02.2012 10:50:02 GMT+01:00
Uwe Smala meint:
Ist an mir vorbeigegangen wie fast die ganzen 80-er.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.02.2012 10:56:43 GMT+01:00
V-Lee meint:
also wenn dir ein prince album gefallen könnte, dann ist es dieses, denk' ich mal.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.02.2012 11:00:18 GMT+01:00
Rocker meint:
ist an mir auch vorbei gegangen...eigentlich war Mr. Nelson ja der wahre King of Pop, aber mir war das damals alles zu groß.

Raspberry Beret kenne ich nur in der Version von den Hindu Love Gods ;-))

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.02.2012 11:06:32 GMT+01:00
Uwe Smala meint:
Irgendein Bekannter hat mir das "Black Album" von ihm untergejubelt, damit kann ich leider nur wenig anfangen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.02.2012 11:13:43 GMT+01:00
Rocker meint:
um diese Platte wurde ja auch ein Riesentheater veranstaltet.

Aber ich kenne von dem Mann nur einzelne Lieder, ich habe nie ein ganzes Album von ihm gehört. Insofern darf ich mich hier eigentlich nicht äußern ;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.02.2012 11:16:14 GMT+01:00
Uwe Smala meint:
Es ist auch das einzige Album das ich von ihm kenne und wie gesagt, meine Begeisterung hält sich in Grenzen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.02.2012 11:40:38 GMT+01:00
V-Lee meint:
das black album ist fast durchgehend kompromissloser black funk, der sehr viel von george clinton's p-funk gangs parliament u. funkadelic hat. deswegen sicher nicht repräsentativ und es hatte ja auch einen grund, warum dieses album noch vor der offiziellen vö dann zurückgezogen wurde - die songs waren einfach nicht gut genug.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.02.2012 11:42:49 GMT+01:00
Uwe Smala meint:
Da hast Du wohl Recht, die werden auch nach dem zweiten Mal hören nicht besser.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.02.2012 12:52:20 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 22.02.2012 12:52:50 GMT+01:00
Stephan Urban meint:
ich glaub, dem uwe gehts mit prince wie mir, ich könnt' mir gar kein ganzes album anhören, der typ geht mir mit seinem gequietsche und den hauptsächlich rhythmusbetonten songs mühelos und blitzschnell auf die nerven...
trotzdem anerkenne ich seine innovationsfreudigkeit und die grundsätzliche qualität - ist halt nicht meins...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.02.2012 13:08:07 GMT+01:00
Uwe Smala meint:
Bis jetzt kenne ich ausser "Purple Rain" nur ein weiteres melodisches Stück von ihm, das er auch noch unter Pseudonym geschrieben hat: Bangles "Manic Monday".
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V-Lee
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