Kundenrezension

75 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schicke GPS-Laufuhr für Training/Wettkampf - bezahlbarer Semi-Profi unter den GPS-HF-Laufcomputern / Genauigkeit & Synchro / UPD, 16. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Garmin Laufuhr Forerunner 220 (Ausrüstung)
FAZIT: Der schwarz/rote Garmin Forerunner 220 Laufcomputer ist eine schicke und zuverlässige Laufuhr mit großem Display, die auch in der Freizeit gut aussieht (man erkennt an den roten Designelementen die Läuferuhr). Beim Laufen zeigt sie auf dem netten Farb-Display in sattem S/W-Hell-Dunkel-Kontrast sehr gut ablesbar Laufdaten wie z.B. Geschwindigkeit (Pace), Laufzeit, Herzfrequenz (mit Garmin ANT+-Herzfrequenzsender) auf überwiegend individuell einstellbaren verschiedenen Bildschirmen an. Wer auf den Mehrwert und die Mehreigenschaften (insbes. "Virtual Partner", "Zurück zum Start") der Garmin-Spitzenmodelle (die neue FR 620 oder deren Vorgängerin FR 610) verzichten kann, ist mit der FR 220 bestens bedient. Die bisherige FR 610 aus dem Jahr 2011 geht sehr gut erhalten (via eBay) an eine andere Läuferin/an einen anderen Läufer.

Der Rezensent ist sehr zufrieden mit der FR 220! Die Bedienung der Uhr im Lauf ist mit den Tasten mit Druckpunkt treffsicherer als mit dem Touchscreen der FR 610, die fast drei Jahre lang das wöchentliche Lauftraining begleitet hat.

Seit gut einem Jahrzehnt (2005) hat der Rezensent mit ambitionierter Laufausdauer bei nationalen und internationalen Marathons und Stadtläufen verschiedene GPS-Laufuhren (bisher Garmin Forerunner 101, 205, 610) - oft kombiniert mit Polar-Herzfrequenz-Laufcomputern mit Beschleunigungs-Laufpod - eingesetzt. Im Sommer 2011 wurde der damals neue Garmin FR 610 mit red-dot-Designpreis und dem stolzen UVP-Ladenpreis von EUR 399 angeschafft - endlich solide GPS-Aufzeichnung UND Herzfrequenzanalyse in einem Gerät (der Polar RCX5 hatte ja immer noch keine eingebaute GPS-Aufzeichnung).

Ab sofort ist die FR 220 die neue Laufuhr für Training und Wettkämpfe! Direkt nach dem Auspacken am Liefertag und am Folgetag wurden zum Übergang Trainingsläufe auf zwei der Standardstrecken mit der 220er auf dem linken Arm und der 610er auf dem rechten Arm gemacht: identische Herzfrequenz, unsystematisch schwankende Momentan-PACE auf den jeweiligen Uhren, laufend angezeigte Durchschnitts-PACE (5:26 bei 220, 5:30 bei 610). Die am Ende gemessenen Streckenlängen auf beiden Uhren liegen um weniger als 1% um den Mittelwert - die 220er offenbar näher an der tatsächlichen Streckenlänge, die ein auf dem Rad montierter Garmin eTrex GPS-Handreceiver zuvor separat vermessen hatte.

+++ Pluspunkte +++
+ Ansprechendes, leichtes und flaches Uhrendesign,
+ für Läufer alle zentralen Daten mit externen Sensoren (HF-Sender) messbar,
+ sichere Aufzeichnung der Laufdaten in der Uhr,
+ einfach Übertragung der Laufdaten an Garmin Connect (entweder über USB-Ladeschale oder drahtlos per Bluetooth),
+ lange Batterielaufzeit.

--- Minuspunkte ---
- Die FR 220er braucht nach dem Anschalten gefühlt mindestens eine Minute länger als die 610, bis sie das volle Satellitensignal gefunden hat (auch am zweiten Tag, als die FR 220 vor der Haustür dort weitermachen sollte, wo sie am Vortag ausgeschaltet worden war).
- Außerdem: keine Anzeige der Genauigkeit des Satellitenempfangs (in Metern) bei der 220er (das gibt es bei der 610er: die zeigt in Deutschland bei freiem Himmel typischerweise +/- 5m an).

Volle Empfehlung für die FR 220 allen Läufer(inne)n, die mehr als ein Garmin-Einstiegsmodell wollen, jedoch nicht fast 450 Euro für die neue Top-Uhr 620 ausgeben möchten. Dem Rezensenten ließ es jedoch keine Ruhe - bei nächster Gelegenheit hat er auch einen Tag lang (in einem Laufcamp mit mehr als drei Laufeinheiten am Tag!) die FR 620 (Garmin Laufuhr Forerunner 620 HR Inkl. Premium HF-Brustgurt Run) parallel zur FR 220 getestet - siehe die Rezension dort. Ebenso wie für die FR 220 wurde dann dort auch auch ein Tempolaufintervall mit der FR 620 aufgezeichnet.

=== Funktionsmerkmale ===
Auf den Herstellerseiten von Garmin lassen sich an verschiedenen Stellen Funktionsbeschreibungen der FR 220 und FR 620 finden. Hier zur leichteren Übersicht eine Zusammenfassung.

GARMIN Forerunner____________________620_______220

Farb-Display___________________________ja________ja
Touch-Bedienung_______________________ja______nein
Konnektivität (Garmin Connect App)________ja________ja
Bluetooth_____________________________ja________ja
WiFi/WLAN____________________________ja______nein
Beschleunigungsmesser__________________ja________ja
Pace Alarm____________________________ja________ja
Auto Pause____________________________ja________ja
Trainingsplan-Unterstützung______________ja________ja
VO2 max.-Abschätzung__________________ja______nein
Erholungsratgeber______________________ja______nein
Wettkampf-Vorhersage__________________ja______nein
Laufeffizienzwerte______________________ja______nein
Laufdynamik___________________________ja______nein
Virtual Partner_________________________ja______nein
Training Effect (FirstBeat Technologies)____ja______nein
Konfigurierbare Datenfeldseiten (bis zu)_____4________2

(Quelle: eigene Recherchen, Manuals, "Compare 620 220" auf Garmin.com)

=== Profi-Test ===
In der aktuellen Zeitschriftenausgabe RUNNER'S WORLD (Deutschland-Ausgabe, März 2014) haben die Laufexperten der Redaktion acht GPS-Laufcomputer getestet: die Garmin Forerunner 220 und 620 sind dabei (und mit Pro und Kontra empfohlen). Die teurere FR 620 bekommt von der Redaktion wegen ihres innovativen Leistungsumfangs einen "Kauftipp".

=== Eigener Praxis-Test (Nachtrag: 04/2014) ===

= SYNCHRONISIERUNG =
Inzwischen (04/2014) ist die Uhr seit gut acht Wochen im Einsatz, oft zweimal wöchentlich. Da alle Läufe der letzten Jahre auf Garmin Connect hochgeladen wurden, kann nun auch die Zuverlässigkeit der Synchronisierung und Datenübertragung bewertet werden.

Datensynchronisierung funktioniert mit dem Garmin-USB-Ladekabel - ohne Probleme können die neuesten Laufdaten von der Uhr direkt auf die Internetseite "Garmin Connect" hochgeladen werden (häufig machte bei der FR 610 die drahtlose ANT+-Übertragung mit (dem langen) ANT+-USB-Stick Pause) - total easy bei der neuen 220!

= MOMENTAN-PACE (in min/km) =
Offensichtlich zeigt die Uhr keine sekundengenauen Pace-Werte an, sondern nur in 5-Sekunden-Schritten: d.h. die MOMENTANE Laufgeschwindigkeit (Pace in min/km) wird angezeigt wie 5:15, 5:20, 5:25 (jedoch nicht z.B. 5:27). Die durchschnittliche Laufgeschwindigkeit des gesamten Laufs wird jedoch trotzdem immer sekundengenau angezeigt, so dass man jederzeit beim Lauf die länger gemittelte Pace bestmöglich sehen kann (z.B. 5:16 durchschnittlich seit Laufbeginn). Die in 5-Sek.-Schritten gestufte Momentan-Pace-Anzeige war für den Rezensenten überraschend - das hatte keines der früheren benutzten Garmin-Modelle - führt aber auch zu weniger Schwankungen der ohnehin immer ungenauen Momentan-Pace. Die jeweils auf der Forerunner 220 angezeigte Durchschnitts-Pace (auf dem Uhr-Bildschirm als dritter Wert AVG-PACE nach HF und Momentan-PACE) ist für die Praxis völlig ausreichend, wenn sichergestellt werden soll, dass das Wettkampfziel eingehalten wird (z.B. durch konstantes Einhalten einer Pace-Obergrenze, wie z.b. 5:00 min/km).

= KM-GENAUIGKEIT =
Die Forerunner 220 wurde kürzlich auf Reisen auf einer Laufstrecke im Ruhrgebiet mit Stadtanteilen, Park und Wald gemeinsam mit dem iPhone 4S mit PolarBeat App am linken Arm getragen. Ergebnis: die Garmin FR 220 gibt die Entfernung als 10,15 km, die iPhone-basierte Polar App mit 10,17 km an. Schwankung um Mittelwert (10,16 km) damit ca. plus/minus 1 %. Super konsistent (oder nur Zufall?)!

Aber, wie auch RUNNER'S WORLD in der Ausgabe 4/2014 zum gleichen Thema ("Vermessene Ansprüche", S. 78) feststellt, zeigen verschiedene GPS-Uhren fast nie die gleiche Entfernung an. Obertester und Redakteur Urs Weber schreibt: "GPS-Uhren der neuesten Generation (...) messen die tatsächliche Streckenlänge sehr viel genauer (plus/minus 200 Meter bei einer zehn Kilometer langen Laufstrecke, so unser Erfahrungswert) als jeder Läufer sie einschätzen kann". RW leitet also einen Erfahrungswert von ca. plus/minus 2 % ab - ich habe auf (Stadt-)Marathons gelegentlich Abweichung der angezeigten Strecke bis maximal plus 2,5% (d.h. "meine" auf verschiedenen Garmin-GPS-Uhren angezeigten Marathon-Strecken großer Stadtläufe (Berlin/Frankfurt) waren zwischen 42,6 und 43,1 km lang - aber wer weiß, wie genau ich der "Ideallinie" gefolgt bin). Also: 2 % Ungenauigkeit einkalkulieren - das ist eine in der Praxis übliche Mess-Ungenauigkeit bei großen Streckenlängen ;-).

= DATENAUFZEICHNUNG, inbes. bei TEMPO-INTERVALLEN =
Von einigen Nutzern wird ungenaue Datenaufzeichnung und schwankende Momentan-Pace bemängelt - der Rezensent kann diese Effekte nicht bestätigen.

Im April 2014 wurde mit einer Laufgruppe unter Führung des Olympiasiegers Nils Schumann als Tempo-Trainer eine Tempo-Trainingssequenz auf einer 400-Meter-Bahn (10x) im Stadion gemacht. Bei zehn Temporunden mit <4:00 min/km, also etwa 90 Sekunden Tempolauf, sind die Runden auf Google Maps schön aufgezeichnet - mit einigen wenigen Ausreißern nach links und rechts von der Bahn weg. Die Aufzeichnung der Momentan-Pace versus vergangene Minuten (die Uhr wurde zwischen den Intervallen einfach laufen gelassen) gibt recht schöne ca. 90-Sekunden-Balken. Zacken und Ausreißer bei der Momentan-Pace gibt es nur in den fast gleichlangen Auslaufphasen dazwischen, in denen die Laufgruppe unkoordiniert um den Startbereich herum gegangen ist. Inzwischen sind beide genannten Graphiken aus Garmin Connect als Kundenbilder hochladen (aber offenbar nicht immer abrufbar). Die gleiche Sequenz wurde auch mit der FR 620 aufgezeichnet - wird dort zu finden sein.

= SYNCHRONISIERUNG =
Zunächst wurde nur mit dem kabelgebundenen USB-Lader synchronisiert - das ging ziemlich problemlos und schneller/zuverlässiger als mit der ANT+-Technologie der 610. Neuerdings wird die FR 220 überwiedend per Bluetooth und der Smartphone-App "Garmin Connect Mobile" (App-Store) synchronisiert. Nach Einstellen von Bluetooth auf beiden Geräten (FR 220 und iPhone) und erstmaligem Koppeln überträgt das iPhone die neuesten Läufe von der Uhr automatisch (mit HF-Aufzeichnung, Trittfrequenz usw.) und synchronisiert mit dem Garmin Connect-Konto im Internet, wo (siehe oben) seit Jahren alle Läufe abgelegt sind. Bluetooth klappt schnell, drahtlos und überall nur mit Uhr und iPhone, viel flexibler und zuverlässiger als die ANT+-Technologie mit USB-Stick und Computersoftware. Der Läufer ist sehr zufrieden!

=== TRAININGSPLAN / INTERVALL (Update: 08/2014) ===
Für ambitionierte bzw. fortgeschrittene Läufer auf Halbmarathon- oder Marathon-Strecken gehören Quälereien wie stundenlange lange langsame Läufe ebenso wie harte Intervalltrainings mit regelmäßigen Tempowechseln zum Programm. Beim Rezensenten stand dieser Einsatzbereich erst im Sommer 2014 auf dem Plan, so dass die Uhr erst auf diesen Aspekt hin jetzt getestet wurde (und dabei ihre Beschränkungen offenbarte).

Im August 2014 ist die Software-Version der Uhr inzwischen bei V2.90 (die GPS-Version 3.10) - abzufragen über Menü, Einstellungen, System, Info.

Programmiertes Intervall-Training ist auf zwei Wegen möglich:
1.) Manualle Eingabe in der Uhr
2.) Programmierung eines Intervalls auf Garmin Connect (unter "Trainings").

== Manuelle Programmierung eines Intervalltrainngs ==
Unter "Menü", "Training", "Intervalle" kann direkt in der FR 220 ein Intervalltrainingstyp ("Training", "Intervalle", "bearbeiten") eingegeben werden. Allerdings: Ein- und Auslaufphasen können hier nur "offen" (also ohne Zeitvorgabe/-limit) eingegeben werden, d.h. "Aufwärmen" und "Auslaufen" sind mit [ Ein | Aus ] auszuwählen und beim Laufen mit dem "Lap"-Taster einzuleiten. Das Intervalltraining selbst kann mit "Intervall" und "Pause" jeweils als "Dauer" und "Typ" [ Distanz | Zeit | offen ] sowie der Anzahl der Wiederholungen bestimmt werden. Herzfrequenz- oder Pace-Bereiche, die für Intervall bzw. Pause einzuhalten sind, können hier nicht spezifiziert werden. Sollte beim nächsten Mal ein anderer Intervalltyp trainiert werden (z.B. statt 10x 3 Min. Intervall plus je 2 Min. Pause nun 5x 5 Min. plus je 4 Min. Pause), muss dieses neue Intervalltraining neu "eingegeben" werden und überschreibt das bisherige Intervalltraining. Dieser Modus ist also für den ambitionierten Läufer nicht differenziert genug.

== Programmierung unter Garmin Connect und Übertragung auf die Uhr ===
Auf Garmin Connect können geräteunabhängig unter "Trainings" verschiedene Intervalltrainings angelegt und gespeichert werden. Die Programmierung erfolgt bequem am Computer. Anschließend kann ein Training per "An Gerät senden" an das Gerät gesendet werden. Aktuell sieht Garmin Connect dafür vor, dass das Programm "Garmin Express" installiert ist. Die Verbindung zur Uhr, die in der Ladeklammer über USB angeschlossen ist, wird zuverlässig über Garmin Express erkannt - auch verfügbare Updates werden zuverlässig angezeigt, abgerufen und synchronisiert. Die Übertragung des ausgewählten Trainings an das Gerät (entweder direkt oder über "in Kalender eintragen" und anschließende Synchronisierung) hat einmal funktioniert, doch später war es reproduzierbar nicht hinzubekommen. In typischen 12-Wochen-(Halb-)Marathon-Vorbereitungen sind nicht nur Intervalltrainings zur Abwechslung eingestreut - auch die Intervalltrainings selbst variieren in ihrer Abfolge. Hier enttäuscht die FR 220 den anspruchsvollen Power-Läufer.

=== Kaufempfehlung FR 220 oder 620 ===
Auch nach inzwischen sechs Monaten Einsatz, häufig in bedrängten Stadtläufen, gilt eine also uneingeschränkte Kaufempfehlung für die FR 220 für Läufer, die übliche Lauftrainings und -wettkämpfe durchführen! Für die Kontrolle abwechslungsreicher Intervalltrainings ist die FR 220 allerdings weniger geeignet - da muss offenbar das Profimodell FR 620 ran. Interessant für Kaufüberlegungen ist, dass die FR 220 (ohne HR) seit Monaten unverändert bei um die 200 Euro Marktpreis liegt, während die FR 620 inzwischen für um die 350 Euro (mit Premium-HR-Gurt) - also knapp 100 Euro unter Garmin-UVP zu haben ist. Das macht die Auswahlentscheidung für Power-Läufer also sicher einfacher.

Sollte diese Rezension nützlich für die Entscheidungsfindung sein, dankt der Rezensent als Anerkennung für die Berichtsarbeit für einen Klick auf "hilfreich", und...

...keep on running!
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 26.04.2014 17:44:08 GMT+02:00
Celeborn meint:
Vielen Dank für die hilfreiche, umfangreiche und an praktischen Beispielen orientierte Rezension. Sehr gut auch das Update und der wiederholten Empfehlung.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.04.2014 16:57:51 GMT+02:00
mhw.-007 meint:
Danke, immer gern. Freut mich, wenn die Beschreibung hilfreich war!

Veröffentlicht am 23.05.2014 10:09:02 GMT+02:00
Interessante Rezension!
Und wie fanden Sie die FR220 beim Intervall Training?
Bei meiner Uhr "schwankt" die Current Pace Anzeige nicht, sie springt von 8/KM bis 3:50/KM und zurück innerhalb weniger Sekunden. Damit sind die Pace-Alerts nutzlos, da diese auf den Current-Pace basieren. Dass nur meine Uhr einen H/W-Defekt hat, kann ich gar nicht glauben, da auf dem Garmin Forums dutzende Menschen von exakt den gleichen Problemen reden wie ich.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.05.2014 16:51:12 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.05.2014 16:54:57 GMT+02:00
mhw.-007 meint:
Hallo "DoctorSaunders", habe mir Ihre Bemerkungen zu Garmin-Connect-Updates und Intervallanzeige mit Interesse angeschaut.
1.) Zu Garmin Connect (Web): ich nutze Garmin Connect seit 2011 und habe alle Läufe (zunächst mit FR610) dorthin übertragen, alles sauber, wenn die USB-ANT+-Anbindung stabil war. Seit Jahreswechsel 2013/2014 gibt es eine neue modernere Eröffnungsseite im Web, aber im Hintergrund läuft die Auflistung m.E. technisch unverändert. Bekam heute Hinweis, dass für meine FR220 SW 2.70 (statt 2.60) verfügbar ist, habe Uhr per Ladeclip und USB angeschlossen, ist dann alles glatt (nach Aufruf des Web-Updaters) gelaufen (alles auf Windows 7).
2.) Intervall-Training: die langsame Anpassung der Momentan-Pace auf den neuen gleichmäßigen Mittelwert ist im Grunde verständlich, wenn die Uhr die Messungen über 15 oder 30 Sekunden mittelt - ich kenne das Mittelungsintervall von 220 bzw. 620 nicht - das ging bei der 610 schneller - aber die Werte waren auch beim FR610 immer wieder momentan unzuverlässig, wie Sie es auch beschrieben haben.
Zufällig habe ich am 25. April auf der 400-Meter-Bahn des Apollinarisstadions in Bad Neuenahr mit Laufgruppe und -trainer ein Tempo-Intervalltraining mit jeweils zehn 400-Meter-Runden ca. 10 % oberhalb Wettkampftempo (also unter 4:00 min/km) gemacht (zwei Blöcke je fünf Wiederholungen mit 1,5 min Trabpause). Ich hatte meine FR 220 auf der linken Hand, eine geliehene FR 620 auf der rechten. Die Datenauflistung bei Garmin Connect, die ich jeweils separat hochgeladen habe, zeigt recht gleichmäßige Laufgeschwindigkeiten für die jeweils ca. 90 Sekunden Lauf. Ich würde die Kurve gern als Foto bei Amazon hochladen, doch scheint das momentan nicht möglich zu sein. Nur in den Gehpausen sind Peaks und Ausreißer zu sehen. Ich habe mit dem FR220 noch keine mit Uhr getimten Intervallläufe auf freier Strecke gemacht. Ggf. würde ich Ihnen empfhehlen, den Laufpod (Garmin Laufsensor SDM4) dazu auszuprobieren. Ich habe seit 2005 bis Sommer 2013 alle Intervallläufe immer nur mit Polar-Uhren mit Polar-Laufpod auf dem Schuh gemacht - die Beschleunigungssensoren reagieren ja sehr schnell und kaum ohne Störungen (wenn sie halbwegs kalibriert sind - habe ich auch auf 400-Meter-Bahn zunächst gemacht).
Ich werde erst im Sommer wieder Intervalltrainings machen und nach Übertragung auf die Uhr dann mal beobachten, wie die Steuerung läuft. Ich werde dann berichten.
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