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Kundenrezension

77 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von der Schubumkehr zum Crash, 29. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der globale Minotaurus: Amerika und die Zukunft der Weltwirtschaft (Gebundene Ausgabe)
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Yanis Varoufakis ist griechischer Weltbürger mit australischer Zweit-Staatsbürgerschaft, er hat in England studiert und in England und Australien gelehrt und ist derzeit Professor der Ökonomie in Athen.

Das Buch ist nicht nur eine Abhandlung über den Finanzcrash, sondern zeigt in großen Zügen die Wirtschaftsgeschichte der Nachkriegszeit, geschrieben im lakonischen angelsächsischen Stil und anschaulich gemacht in Bildern der antiken griechischen Mythen.

Varoufakis beschreibt die Entwicklung der Weltwirtschaft nach dem 2. Weltkrieg als ein System asymmetrischer Finanz- und Handelsströme, wobei sich diese bis in die frühen 70er-Jahre aus den USA in den Rest der Welt ergossen (DER GROSSE PLAN) und sich danach umdrehten und Kapital und Waren aus der ganzen Welt in die USA beförderten (DER GLOBALE MINOTAURUS).

DER GROSSE PLAN hatte als Grundlage das System von Bretton Woods mit den festen Wechselkursen und dem Dollar als Leitwährung. Es band die unterschiedlichen kapitalistischen Volkswirtschaften aneinander. Die USA benutzten ihre Überschüsse aus dem Handel in der Nachkriegszeit für Direktinvestitionen und für Hilfe und Unterstützung ihrer Protegés. Es zeugt von der nüchternen Weitsicht der US-Politiker, die ihre eigene Wirtschaftskrise der 30er Jahre noch nicht vergessen (und noch kaum überwunden) hatten, dass sie vor allem die Verlierernationen Deutschland und Japan wirtschaftlich aufrüsteten. Dass es nicht aus internationalem Altruismus geschah, sondern um ein Bollwerk gegen den Sozialismus aufzubauen, muss man nicht extra erwähnen.
Diese Strategie ließen sich die USA auch etwas kosten: in der Ära des Globalen Plans verloren die USA beinahe
20 % ihres Anteils am Welteinkommen. Der deutsche Anteil wuchs um 18 % und der japanische um 156 %.

DER GLOBALE MINOTAURUS behandelt die Zeit nach der Schubumkehr des Geld- und Warentransfers.
Präsident Nixon hatte 1971 das Ende von Bretton Woods verkündet, der Dollar hatte 30 % seines Werts gegenüber der DM und dem YEN verloren. Jetzt drehten sich die Kapitalströme um, und die übrige Welt finanzierte die USA.

Das war eine bewusst herbeigeführt Politik der Vereinigten Staaten, die zu importieren begannen ohne Gedanken an das wachsende Defizit zu verschwenden. Die Überschüsse der exportierenden Länder landeten ohnehin als frisches Kapital wieder im Land der Leitwährung, also den USA.

Nach dem Motto: *Wir haben den Dollar und ihr habt das Problem* haben die USA absichtlich eine *kontrollierte Desintegration der Weltwirtschaft* betrieben. Die Gewinne der Überschussökonomien wie (zeitweise) Japan, Deutschland und später besonders China wurden zu fast 70 % an die Wall Street zurück an die Vereinigten Staaten transferiert.

Man könnte erwarten, dass Varoufakis die Zeit nach dem Finanzcrash 2008 mit dem Mythos des IKARUS beschreibt, der sich aus dem Labyrinth des Minotaurus befreit hat und nach seinem Höhenflug ins Bodenlose stürzt.
Aber dieser dritte Abschnitt des Buches bleibt am Boden der Analyse der vielfältigen wirtschaftlichen Tatsachen die zur derzeitigen Krise in Europa geführt haben. Als möglichen Ausgang aus dem derzeitigen Labyrinth verweist Varoufakis auf den Vorschlag einer Internationalen Clearing-Union, wie ihn John Maynard Keynes schon während der Bretton-Woods-Konferenz ausgeführt hatte. Dieser Vorschlag wurde damals gemäß dem Hegemoniebestreben der USA abgelehnt. Heute würden sich vermutlich auch andere (derzeit noch) vergleichsweise starke nationale Wirtschaften gegen solche Vorschläge wehren.

Es scheint also noch nicht die Zeit gekommen zu sein für einen *neuen, authentischen Humanismus*, den Vafourakis – ohne viel Hoffnung – am Ende des Buches fordert.
Was kommt also? Die verwaltete Bankrottokratie? Oder Jahrzehnte der Stagflation à la Japan?
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 07.09.2015 23:18:53 GMT+02:00
Ishar21 meint:
Rückkehr zur eigenen Währung?

http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=959

Mit der Kraft der zwei Währungen aus der Krise

Ökonom Wilhelm Hankel erläutert, warum die Rückkehr zur D-Mark alleine nicht ausreicht

Interview mit Professor Dr. Wilhelm Hankel von Manfred Schermer, «Fuldaer Zeitung»
Er gilt als einer der profiliertesten deutschen Ökonomen und Euro-Kritiker der ersten Stunde. Professor Dr. Wilhelm Hankel referierte kürzlich in Fulda. Am Rande des Kongresses stellte er der «Fuldaer Zeitung» seinen Lösungsvorschlag zur Euro-Krise vor: Rückkehr zu den alten Währungen bei gleichzeitiger Beibehaltung des Euro.

http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1416

Mit der Kraft der zwei Währungen aus der Krise Ökonom Wilhelm Hankel erläutert, warum die Rückkehr zur D-Mark alleine nicht ausreicht Interview mit Professor Dr. Wilhelm Hankel von Manfred Schermer, «Fuldaer Zeitung» http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1416 Lösungen für die Euro-Krise ohne Turbulenzen und Gewalt Wilhelm Hankel und Oskar Lafontaine haben sich zu Wort gemeldet von Karl Müller http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1465 Zeit-Fragen > 2012 > Nr.4 vom 23.1.1012 > Der Euro vor dem Zusammenbruch – Bürger gegen Euro-Wahn Für unser Land «Die politische Klasse unseres Landes hat sich in eine Sackgasse verrannt. Diese Sackgasse ist das europäische Projekt, das von den Menschen nicht nur in Deutschland, sondern in allen Ländern Europas mit grosser Mehrheit abgelehnt wird. Die Menschen haben verstanden, was unsere politische Klasse nicht wahrhaben will: Der Euro ist gescheitert, der europäische Superstaat ist gescheitert. Wenn wir alle zusammen der politischen Klasse den Gehorsam verweigern, sind wir unaufhaltsam. Zeigen wir ihnen, dass ihr Projekt des europäischen Superstaates, der Fiskalunion, des Euro nicht das Projekt der Menschen in Deutschland, nicht das Projekt der Menschen in Europa ist.» Aus dem Entwurf für eine Abschlusserklärung http://eurokonferenz.wordpress.com Wie Sahra den Euro retten will Veröffentlicht am Juli 26, 2012 Das Intelligenteste aus der Linkspartei – aber leider doch mit Pferdefuß Sahra Wagenknecht hat ein Papier zur Lösung der Euro-Krise vorgestellt. Der SPIEGEL ist begeistert – das ist ein erster Fingerzeig, dass daran etwas nicht stimmt. https://eurokonferenz.wordpress.com/2012/07/26/wie-sahra-den-euro-retten-will/#more-454 Die bürokratische EU-Diktatur ist nicht alternativlos Ein neues Buch gegen EU-, Euro- und ESM-Wahn http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=945 Nachdenkseiten Weblog nach Albrecht Müller ("Die Reformlüge") http://www.nachdenkseiten.de Kritisches zur deutschen Außenpolitik und zur NATO und USA und Ukraine und Putin und Russland und Griechenland und EU und Euro und IWF und Sparpolitik und Ukraine Krise http://www.german-foreign-policy.com Obama ist schuld an der Flüchtlingskatastrophe – Wir brauchen dringend eine Koalition gegen ISIS! 5. September 2015 • ARTIKEL VON HELGA ZEPP-LAROUCHE http://www.bueso.de/node/8211 Forum für ein neues Paradigma und "Neue Solidarität" Zeitung der EIR Nachrichtenagentur http://newparadigm.schillerinstitute.com/de/ EIR Nachrichtenagentur http://www.bueso.de Für ein Trennbanksystem und neues Gass Steagall Gesetz, gegen den neoliberalen Freihandel! EIR NEWS http://www.larouchepac.com American Free Press http://www.americanfreepress.net Forum for a New Paradigm http://newparadigm.schillerinstitute.com/

«Die EU ist seit Beginn eine Korruptions- und Transferinstitution»
Das Mittelstandsinstitut Niedersachsen warnt vor weiteren Griechenland-Hilfen! | von Prof. Dr. Eberhard Hamer

http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1153

Europas Sparwahnsinn
«Aber in Wirklichkeit haben die Protestierenden recht» | von Paul Krugman

Europas Sparwahnsinn

Europas Sparwahnsinn
So viel Selbstgefälligkeit. Erst vor ein paar Tagen war die gängige Meinung, dass Eu­ropa die Dinge endlich unter Kontrolle hatte.
Auf www.zeit-fragen.ch anzeigen


http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1108

Sind EU-Skeptiker deutsch-national?

www.eu-skeptiker.de/

Diffamierungskampagne gegen alle EU- und Euro-Skeptiker. ... Manfred Julius Müller analysiert seit über 30 Jahren weltwirtschaftliche Abläufe.

Europäischer Binnenmarkt: Grundfehler der Integration

http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1380&no_cache=1&sword_list%5B%5D=Freihandel

Zeit-Fragen > 2011 > Nr. 1 vom 3.1.2011 > «Eine erweiterte Freihandelszone Efta als das wirkliche Europa anbieten»

«Eine erweiterte Freihandelszone Efta als das wirkliche Europa anbieten»
von Beat Kappeler

http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=88&no_cache=1&sword_list%5B%5D=Freihandel

Zeit-Fragen > 2012 > Nr.14|15 vom 3.4.2012 > Die EFTA achtet die Souveränität der Staaten

Die EFTA achtet die Souveränität der Staaten
Interview mit Dr. Martin Zbinden, Ressortleiter Freihandelsabkommen/EFTA im Staatssekretariat für Wirtschaft Seco

Zeit-Fragen: Je grösser die Schwierigkeiten im Euro-EU-Bereich werden, desto mehr setzt in ganz Europa ein Nachdenken ein über mögliche Alternativen. Die «zivile Koalition» in Deutschland spricht entschieden vom «Europa der Vaterländer», auf das hingearbeitet werden sollte. Damit könnten und müssten souveräne Länder ihre Verantwortung wieder wahrnehmen und auf freiheitlichem Boden ihre Belange regeln. Dazu wäre die EFTA der geeignete Rahmen, und so war eine Zusammenarbeit in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg auch gedacht.

http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=782&no_cache=1&sword_list%5B%5D=Freihandel

Zeit-Fragen > 2012 > Nr.18|19 vom 30.4.2012 > Der «Europäische Stabilitäts-Mechanismus» (ESM) als Ermächtigungsgesetz zur Strangulierung der europäischen Staaten

Der «Europäische Stabilitäts-Mechanismus» (ESM) als Ermächtigungsgesetz zur Strangulierung der europäischen Staaten
Die «Europäische Freihandelsassoziation» (EFTA) wäre die notwendige und vernünftige Alternative
von Dr. phil. René Roca

http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=825&no_cache=1&sword_list%5B%5D=Freihandel

Das zweite Scheitern des Liberalismus

Ulrich Berger und Christoph Stein 23.12.2004

Der Neoliberalismus ist die letzte Großideologie des 20. Jahrhunderts: Hysterie, Regression und Wiederholungszwang

Der Neoliberalismus ist die letzte Großideologie des 20. Jahrhunderts. Wie seine feindlichen Brüder lässt er keine historische Erfahrung und keine theoretische Reflexion gelten, die seinen Glaubenssätzen widersprechen könnte. Diese dogmatische Enge ist ein Makel seiner Herkunft. Er ist ein kämpferischer Anti-Anti-Liberalismus, konzipiert in den Zeiten der schwersten Niederlage der liberalen Ideale. Dies prägt seine Begriffsbildung und seine Kampfesweise. Er musste seinen Feinden auf gleicher Augenhöhe entgegentreten. So übernahm er, insbesondere vom Marxismus, die Grundkonzeption einer "geschlossenen wissenschaftlichen Weltanschauung". Er zwingt alle Weltprobleme in ein einfaches Korsett, hat auf alle Fragen einfache Antworten (im wesentlichen immer dieselbe). Er verfügt über ein simples Menschenbild und er propagiert eine utopische Geschichtsphilosophie. Seine dogmatische Enge und sein utopischer Glaube hindern ihn allerdings daran, für die relevanten wirtschaftlichen Probleme pragmatische Lösungen zu finden. Dies macht ihn ebenso realitätsuntauglich, wie es der Marxismus war. Mit seinem Scheitern ist daher zu rechnen.

http://www.heise.de/tp/artikel/19/19062/1.html

Exportorientierung statt Binnenmarkt - Entwicklung

Ulrich Berger und Christoph Stein 11.04.2005

Das zweite Scheitern des Liberalismus - Teil 2

Der Neoliberalismus kann die gegenwärtige Krise weder verstehen, dazu fehlt ihm das theoretisch-begriffliche Rüstzeug, noch kann er sie wirksam bekämpfen oder auch nur eindämmen. Er begreift noch nicht einmal seine eigenen Niederlagen. Im ersten Teil unserer Betrachtungen haben wir die dogmatische Enge des Neoliberalismus auf dem Gebiet der deutschen Konjunkturpolitik verfolgt (Der Neoliberalismus ist die letzte Großideologie des 20. Jahrhunderts). Fataler noch als die binnenwirtschaftlichen sind jedoch die weltwirtschaftlichen Folgen neoliberaler Wirtschaftspolitik.

http://www.heise.de/tp/artikel/19/19828/1.html
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