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Rezension bezieht sich auf: Das Drachenschwert. Dolch und Münze 01. (Taschenbuch)
Vier verschiedene Personen berichten ihre Erlebnisse und Eindrücke.- Die Waise Cithrin, Mündel einer Bank, die heimlich, als Junge verkleidet, dessen Reichtümer in Sicherheit bringen soll, damit es nicht einem Fürsten in die Hände fällt. Weder dem, der noch amtiert und Geld für Söldner braucht, noch dem, der die Stadt mit Sicherheit erobern wird. - Marcus, Hauptmann einer Söldnertruppe, die mit Ausnahme von ihm und seiner rechten Hand Yardem inhaftiert wird. Der Fürst braucht jeden Mann für die hoffnungslose Verteidigung der Stadt und will ihn in seinen Dienst zwingen. Der Hauptmann macht ihm einen Strich durch die Rechnung, indem er eine Schauspielertruppe engagiert, damit sie sich als Wachen ausgeben. So kann er seinen Vertrag erfüllen und verläßt wie geplant mit einer Karawane die Stadt. Zu dieser Karawane gehört der Wagen, den Cithrin lenkt. - Dawson, ein königstreuer Adliger, der seine Intrigenspiele spielt, um diesen zu schützen. - Geder, ein unbeliebter und verlachter Adliger, der einige Zeit nach Eroberung der Stadt mit ihrer Verwaltung beauftragt wird. Trotz der Mühe des Autors den Personen durch ihre tragischen Schicksale Tiefe zu verleihen, bleiben sie zweidimensional und man fühlt nicht mit ihnen. Ins Besondere Cithrin fiel mir immer wieder durch ihre Dummheit und Naivität auf. Wenn man bedenkt, was sie bereits vorher alles erlebt hat und daß sie offenbar recht klug ist, fäßt man sich einfach nur an den Schädel. Das Buch läßt sich zwar recht gut lesen, nur passiert leider nichts von Belang. Hunderte Seiten verstreichen, Cithrin fährt mit der Karawane mit, die Marcus bewacht, Dawson intrigiert mehr oder weniger erfolglos herum, Geder erfüllt seine Aufgaben und liest Bücher. Es wird ausführlich von Cithrins Schwierigekeiten berichtet, als eines ihrer Maultiere krank wird, aber die Welt mit ihren Ländern und 13 Rassen der Menschheit bleibt trotz Karte sehr vage. (Die Karte erinnert mich sehr an eine von Europa.) Mir wurde nicht einmal klar, wie die einzelnen Völker genau aussehen sollen. Daß die einen Schuppen haben, andere einen Chitinpanzer und wieder andere im Wasser herumschwimmen, ist doch sehr ungenau und so etwas wie eigene Kulturen scheinen sie auch nicht zu haben. Es hat keine Bedeutung, daß die Personen verschiedenen Völkern angehören. Abgesehen davon, daß Mischlinge anscheinend nicht gern gesehen sind, merkt man nichts davon. Aber auch davon merkt man nicht viel, abgesehen davon daß am Anfang erwähnt wird, daß Cithrins Verwandte sie nicht haben wollten. Die Protagonisten hätten genausogut alle einfach Menschen sein können. Auch die immer wiederkehrende Floskel zwischen Marcus und Yardem: "Ist heute der Tag, an dem du mich in den Graben wirfst und das Kommando über den Trupp übernimmst?" wirkt sehr aufgesetzt. Sie soll wohl zeigen, daß die beiden schon viel zusammen durchgemacht haben, wirkt aber auf die Dauer nur nervig. Fazit: Es gibt interessantere Bücher. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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EUR 14,00
Rezensentin / Rezensent
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