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39 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Temporeicher Einstieg in eine neue Thriller-Serie., 29. Dezember 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Im Netz des Spinnenmanns: Thriller (Ein Fall für Lizzy Gardner) (Kindle Edition)
"Als sie die Augen wieder öffnete, sah sie, wie eine Spinne etwa zwei bis drei Zentimeter von ihrem Gesicht entfernt über den Holzboden kroch. Und dann kam gleich noch eine ... und noch eine. ... "

Als Jugendliche war Lizzy Gardner zwei Monate von dem Spinnenmann gefangen gehalten worden. Im Gegensatz zu den anderen Opfern war es ihr jedoch gelungen zu fliehen. Vierzehn Jahre später leidet sie immer noch unter den Nachwirkungen. Beruflich hält sie Vorträge und Schulungen, um anderen Jugendlichen und Kindern ihr Schicksal zu ersparen. Ausserdem arbeitet sie als Privatdetektivin.

Der Spinnenmann. Junge Mädchen waren seine Opfer. Allesamt braunäugig und mit einem Laster versehen. Vorlaut, drogenabhängig oder frühreif. Er entführt sie, foltert sie, tötet sie. Er selber wurde nie gefangen. Zwar gab es einen Nachahmungstäter, der sich damit brüstete, die anderen Taten auch ausgeführt zu haben, aber so recht mochte Lizzy nie daran glauben, dass dies der echte Täter war. Das Dumme war, dass die Polizei ihr nicht mehr glaubte. Zu widersprüchlich waren ihre früheren Aussagen. Vor allem war einiges nachweisbar falsch. Warum hat Lizzy gelogen? Oder hat die Polizei doch den Richtigen gefunden? Immerhin gab es viele Jahre lang keine weiteren Opfer.

Bis ... ja bis der Spinnenmann wieder aktiv wird. Ein weiteres Mädchen wird entführt. Und diesmal findet man eine Notiz. Eine Notiz, die an Lizzy gerichtet ist. Der zuständige FBI-Agent ist kein anderer als Lizzys Jugendfreund Jared. Erst hatte er Psychologie studiert und sich dann an der FBI-Akademie beworben. Eine lange Zeit war vergangen seit die beiden sich zuletzt gesehen hatten. Jetzt müssen sie zusammen arbeiten, um den Fall zu lösen, und dabei kommen sie sich natürlich sehr nahe.

Zur Seite steht Lizzy eine junge Studentin: Jessica. Eine Büroaushilfe mit unerwarteten Profiler-Fähigkeiten. Dass Jessica mehr mit Lizzy verbindet wird so nach und nach transparent. Auf jeden Fall ist die junge Studentin eine Naturbegabung in Sachen Auto-Verfolgungsjagd und Recherche.

Die Familienverhältnisse aller Beteiligten sind komplex und schwierig. Und wenn ich alle schreibe, dann meine ich alle. Egal ob Jareds Familie oder Lizzys oder Jessicas ... oder die Familie des Täters. Ausreichend Krisenpotential für spätere Folgen ist hier vorhanden.

Der Handlungsaufbau ist spannend und temporeich. Es geht Schlag auf Schlag. Dazu tragen nicht zuletzt auch die kurzen Kapitel bei.

Weniger gut gefallen hat mir insbesondere eine sehr ausführliche Liebeszene zwischen Lizzy und Jared. Gekonnt geschrieben, sicherlich. Man merkt, dass Theresa Ragan aus der Romance-Ecke kommt und dort reichlich Erfahrung gesammelt hat. Für den Thrilleranteil der Geschichte hat diese Szene jedoch nichts Neues gebracht.

Des Weiteren waren manche Zusammenhänge doch etwas sehr konstruiert (-> zB die Sache mit dem Liebhaber von Jareds Mutter) und unrealistisch (-> Lizzy leidet nach über einem Jahrzehnt therapeutischer Behandlung immer noch unter den Nachwirkungen der damaligen Ereignisse, was sie aber nicht davon abhält Vorträge und Schulungen zu diesem Themengebiet zu halten. Hat sie die Ereignisse nun verarbeitet oder nicht?). Besonders an den Haaren herbeigezogen fand ich das Verhalten von Lizzys Schwester. Eine Mutter, die nicht versucht ihr Kind zu schützen?? Nur damit die Kleine ihren geregelten, gewohnten Tagesablauf nicht verliert, nimmt ihre Mutter sie nicht aus der Gefahrenzone? Bei einem frei herumlaufenden Serienmörder? Wenn es deutliche Hinweise auf die Gefährdung gibt? Also ich weiß nicht ...

Ein Pluspunkt waren hingegen die Charakterisierungen, sowohl der 'Helden' als auch des Täters. Das familiäre Umfeld, der Hintergrund der jeweiligen Personen werden gekonnt in die Handlung eingeflochten, wobei im Laufe der Handlung überraschende Verknüpfungspunkte sichtbar werden.

Ausserdem hat die Autorin geschickt Wendungen und Sackgassen eingebaut, so dass das Geschehen nicht allzu vorhersehbar wird. Kollateralschäden gibt es einige, so bleibt nicht nur Lizzys Katze auf der Strecke, es fließt auch menschliches Blut. Die Folterszenen sind deutlich beschrieben. Wer Spinnen, Schlangen & Co nicht mag, sollte dieses Buch nicht unbedingt vor dem Einschlafen lesen.

Alles in allem also gute Unterhaltung mit rasantem Tempo. Manchmal aber auch etwas unrealistisch. Eines ist Theresa Ragan jedoch gelungen: die Herausforderungen eines Einstiegs in eine neue Serie zu meistern. Einerseits spannend und andererseits eine ausführliche Einführung in das Leben der Helden. Persönlich bin ich jedenfalls neugierig auf Teil 2 der Serie Dead Weight (The Lizzy Gardner Series #2).
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 12.03.2013 21:16:21 GMT+01:00
Berta Buch meint:
Ich brauche keine Inhaltsangabe. Ich wollte nur wissen ob das Buch gut ist!!!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.03.2014 00:06:34 GMT+01:00
Mammamia meint:
Schadet aber wohl auch nicht - wirklich "überflüssig" dagegen sind so manche "Kommentare"...!
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